Gericht entzieht AfD-Landtagsabgeordnetem den Waffenschein

Der Abgeordnete Zacharias Schalley sitzt für die AfD im Landtag. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat nun entschieden, dass er keine Waffen mehr besitzen darf. Von Christoph Ullrich Schalley hatte beim Verwaltungsgericht gegen den Entzug seiner Waffenbesitzkarte geklagt. Seine Einwände erkannte das Gericht allerdings nicht an und berief sich auf das im Jahr 2020 verschärfte Waffenrecht. (Az.: 22 K 7087/20) Gericht äußert Zweifel an Zuverlässigkeit Eine Gerichtssprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa, das Gericht habe berechtigte Zweifel an der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit des AfD-Abgeordneten. Dabei ging es wohl nicht nur um Schalleys Engagement in der AfD und ihrer Jugendorganisation, der Jungen Alternative. Beide werden vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Mit ins Gewicht fielen laut dpa wohl auch seine Rollen beim Leverkusener Verein Publicatio und dem Arcadi-Magazin. Beide werden vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft und auch in Berichten der Behörde erwähnt. Für beide soll der AfD-Politiker aktiv gewesen sein.

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siehe auch: VG Düsseldorf AfD-Poli­tiker darf keine Waffe besitzen Es gebe entsprechend einer WaffG-Verschärfung berechtigte Zweifel an der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit des AfD-Abgeordneten, befand das Gericht. Behörden hatten einem AfD-LAndtagsabgeordneten den Waffenbesitz untersagt. Das war rechtens, wie nun das VG Düsseldorf auf Grundlage einer Waffengesetzverschärfung entschieden hat. Einem AfD-Landtagsabgeordneten aus NRW haben Behörden rechtmäßig den Waffenbesitz untersagt. Das hat das Verwaltungsgericht (VG) Düsseldorf entschieden (Urt. v. 07.03.2023, Az. 22 K 7087/20). Die Klage des AfD-Politikers gegen den Entzug seiner Waffenbesitzkarte war am Dienstag erfolglos geblieben, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage mitteilte. Das Gericht berief sich in seiner Entscheidung auf das 2020 verschärfte Waffenrecht. Es gebe berechtigte Zweifel an der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit des AfD-Abgeordneten, befand das Gericht, weswegen ihm der Waffenbesitz untersagt werden könne. Entsprechend hatte bereits das VG Köln in einem ähnlichen Fall entschieden. Waffengesetzverschärfung fügt Unzuverlässigkeitsannahme ein Mit dem 3. Waffenrechtsänderungsgesetz wurde mit Wirkung zum 20. Februar 2020 das bisher geltende Waffenrecht verschärft. Seitdem legt auch die bloße Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Vereinigung die Annahme nahe, dass die Person als unzuverlässig im Sinne des Waffengesetzes (WaffG) gilt (§ 5 Abs. 2 Nr. 3 c) WaffG). Eine individuelle verfassungsfeindliche Betätigung der Betroffenen braucht es seit der Gesetzesverschärfung damit nicht mehr.

Amtsgericht Ebersberg : “Verkehrsminister” auf der Anklagebank

Ein scheinbar ehemaliges Mitglied der sogenannten Reichsbürger-Szene muss sich in Ebersberg vor Gericht verantworten. Dort wird deutlich, dass der 62-Jährige offenbar noch immer mit dem Gedankengut der fiktiven Regierung sympathisiert. Dem Titel nach hohe Polit-Prominenz musste sich am Dienstag vor dem Ebersberger Amtsgericht verantworten: Angeklagt war niemand geringeres als ein ehemaliger Verkehrsminister. Dieser jedoch übte sein Amt im “Bundesstaat Bayern” aus, eine dem Reichsbürger-Milieu nahen Scheinregierung. Weil er sich nicht nur die vermeintlichen Ausweisdokumente dieser Organisation besorgt hatte, sondern auch aktiv an deren Erstellung mitgewirkt haben soll, war der 62-jährige Nürnberger wegen Urkundenfälschung und Amtsanmaßung angeklagt. Damit aber nicht genug, denn bei einer Hausdurchsuchung des Mannes im Frühjahr 2017 fand die Polizei gleich eine ganze Reihe an Schusswaffen. Für die meisten davon hatte der Angeklagte zwar die notwendige Erlaubnis, ein alter Revolver, ein Springmesser und die als “Würgeholz” bekannten Nunchakus waren jedoch illegal in seinem Besitz. Auf dem Mann aufmerksam geworden waren die Behörden 2016 im Rahmen von Ermittlungen gegen die Szene bei einer größeren Razzia im nördlichen Landkreis Ebersberg. Dabei haben die Polizisten auch Hinweise auf den Nürnberger gefunden, der innerhalb der Organisation als Verkehrsminister durchaus eine Führungsrolle inne hatte. Kurios ist, dass der Angeklagte im echten Leben tatsächlich als Kfz-Sachverständiger arbeitet. (…) Dieser nämlich nutze das “letzte Wort” vor Gericht dazu, sich an eine Gruppe von Berufsschülern zu wenden, die den Prozess auf den Zuschauerplätzen verfolgte. Es gebe sehr wohl einen Staatsangehörigkeitsausweis, den sogenannten “gelben Schein” nämlich, erklärte der 62-Jährige. Dieser aber werde nur an bestimmte Berufsgruppen wie Politiker, Ärzte und Juristen verteilt. “Ihr seid im Grunde genommen also alle staatenlos”, so der Angeklagte in Richtung der verdutzten Schüler. Dem jedoch hielt der Staatsanwalt entgegen, der einzige gelbe Schein, den er besitze sei sein Impfausweis. Und auch Richterin Vera Hörauf wusste spätestens durch diese Ausführungen, woran sie beim Angeklagten ist. “Das ist Reichsbürgertum in reinster Form”, sagte die Vorsitzende. Es sei wirklich hanebüchen, was man hier vor Gericht manchmal zu hören bekomme. Eine mögliche Distanzierung zu der Szene könne sie jedenfalls beim Angeklagten nicht erkennen – und auch im Fall der illegalen Waffen befand Hörauf den Mann für schuldig. Sie verurteilte ihn deshalb zu einer Geldstrafe über 9100 Euro.

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OBERLANDESGERICHT Vergleich: Keine Entschädigung für Frauke Petry

Vor dem Oberlandesgericht Dresden haben die frühere AfD-Chefin Frauke Petry und eine Journalistin einen Vergleich geschlossen. Petry verzichtet auf eine Entschädigung und die Journalistin auf die Wiederholung von Buchpassagen. Petry sagte MDR SACHSEN, sie ziehe nun einen persönlichen Schlussstrich unter das Kapitel AfD. Sie war 2018 aus der Partei ausgetreten. Das Oberlandesgericht Dresden hat am Dienstag die Berufungsklagen zwischen der ehemaligen AfD-Chefin Frauke Petry und einer Journalistin vom Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” verhandelt. Petry wollte unter anderem 50.000 Euro Entschädigung für Äußerungen in einem 2017 erschienenen Buch der Journalistin über die AfD erstreiten. Journalist darf einige Buchpassagen nicht wiederholen Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry bekommt kein Geld als Entschädigung, zudem darf das Buch “Angst für Deutschland – die Wahrheit über die AfD” weiter verkauft werden. Im Gegenzug verpflichtet sich die Autorin und Journalistin Melanie Amann einige Äußerungen aus ihrem Buch nicht mehr zu wiederholen. So das Ergebnis eines vorläufigen Vergleichs, den die beiden Frauen geschlossen haben.

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1200 Euro Geldstrafe für Neonazi nach Hitlergruß in Glauchau – #LockHimUp

Der Mann hat die Strafe akzeptiert. Er hatte am 1. Mai 2022 auf sehr zweifelhafte Weise Berühmtheit erlangt. Ein Hitlergruß kommt einen Neonazi teuer zu stehen. Wegen der Straftat, die der Mann am 1. Mai 2022 am Glauchauer Bahnhof begangen hat, muss er 1200 Euro Geldstrafe zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl von 30 Tagessätzen zu je 40 Euro ist rechtskräftig, wie das Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal mitteilte.

via freie presse: 1200 Euro Geldstrafe für Neonazi nach Hitlergruß in Glauchau

Täter aus der #Querdenker-Szene – #Geldstrafe wegen #Bedrohung des #Erbacher #Bürgermeisters – #LockHimUp

Das Amtsgericht Michelstadt hat einen Mann aus der Querdenker-Szene zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte Menschen angestachelt, den Bürgermeister von Erbach und seine Familie zu bedrohen. Das Gericht in Michelstadt (Odenwald) sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte aus Brombachtal im November 2021 in einem Telegram-Kanal dazu aufgerufen hatte, den Erbacher Bürgermeister Peter Traub (unabhängig) zu bedrohen. Konkret ging es um Nachrichten wie “Er muss bedroht werden” und “Die Familie fühlt sich dann nicht mehr sicher”. Vor dem Amtsgericht gab der Mann am Montag zwar zu, die Zeilen geschrieben zu haben. Allerdings habe er nicht zu Gewalt aufrufen wollen, sondern dem Bürgermeister die Meinung sagen wollen. Dem widersprach das Gericht und befand, es habe eindeutig eine Aufforderung zu Straftaten vorgelegen. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von insgesamt 2.100 Euro (70 Tagessätze à 30 Euro) verurteilt. Traub selbst hatte im Interview mit hessenschau.de von Angst um seine Familie gesprochen. Auslöser des Aufrufs bei Telegram war die Schließung einer Bäckerei in Erbach (Odenwald). Die Bäckerei wurde von den Behörden dicht gemacht, weil der Inhaber monatelang die damals geltenden Corona-Maßnahmen in seinem Laden missachtet hatte

via hessenschau: Täter aus der Querdenker-Szene Geldstrafe wegen Bedrohung des Erbacher Bürgermeisters

US Soldier Jailed for Satanic Neo-Nazi Plot to Kill Troops in Al Qaeda Attack – #terror #rapewaffenDivision #EthanMelzer #O9A

Ethan Melzer, a young Army private, leaked sensitive information about troop movements to a group called Rapewaffen in the hopes of causing a terror attack. A former U.S. Army soldier has been sentenced to 45 years for his satanic neo-Nazi plot to get his countrymen killed by al Qaeda.  Ethan Melzer, 24, was sentenced Friday afternoon s for leaking information to the Order of Nine Angles (O9A), a satanic neo-Nazi group. O9A encourages its followers to take “insight roles” by joining other organizations to obtain information and training, and corrode them from within. The international group has been connected to terrorist plots, murders, racist assaults, and child abuse. In court documents, prosecutors describe it as a  “depraved, white supremacist organization bent on sadistic violence and destroying civilized society.”  Melzer pleaded guilty to charges of conspiring and attempting to murder military service members in summer 2022.  “Ethan Melzer infiltrated the U.S. Army in service of a neo-Nazi, white supremacist, and jihadist group,” said U.S. Attorney Damian Williams in a statement. “He used his membership in the military to pursue an appalling goal: the brutal murder of his fellow U.S. service members in a carefully plotted ambush.” (…) According to court documents, the man was active in several O9A chats for years. In for one of the group’s nexions (the name for their cells) dubbed “Rapewaffen Division.” Using the name “Etil Reggad,” Melzer discussed his training and the finer points of neo-Nazi satanism. Over his time with the group, Melzer grew into a leader in their chat rooms.

via vice: US Soldier Jailed for Satanic Neo-Nazi Plot to Kill Troops in Al Qaeda Attack

Reichsbürger aus Niedersachsen muss in Psychiatrie – #LockHimUp #terror

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die unbegrenzte Unterbringung eines so genannten Reichsbürgers aus Niedersachsen in der Psychiatrie bestätigt. Das oberste deutsche Strafgericht in Karlsruhe verwarf in diesem Punkt die Revision des Mannes gegen ein Urteil des Landgerichts Oldenburg vom September 2022. Der Mann hatte die wahnhafte Vorstellung entwickelt, er sei «Commander» der angeblichen Regierungsinstitution SHAEF. Das Kürzel SHAEF steht für das frühere Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Nordwest- und Mitteleuropa. Gegen vermeintliche Gegner schrieb er Todesurteile, die er im Nachrichtenkanal Telegram mit Tausenden Followern teilte. Er habe auch dazu aufgerufen, den Bürgermeister einer norddeutschen Kleinstadt zu töten, teilte der BGH am Montag mit. Das Landgericht Oldenburg hatte ihn wegen dieser Wahnvorstellungen als schuldunfähig freigesprochen. Der Angeklagte müsse aber in eine psychiatrische Klinik, weil er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle, urteilten die Oldenburger Richter.

via zeit: Reichsbürger aus Niedersachsen muss in Psychiatrie

siehe auch: Schuldunfähig und Freispruch: “Commander” kommt in Psychiatrie. Das Landgericht Oldenburg hat einen sogenannten Reichsbürger freigesprochen. Der 55-Jährige hatte “Todesurteile” über Dienste wie Telegram verbreitet. Er sei schuldunfähig, so die Kammer. Der selbst ernannte “Commander” soll im Wahn gehandelt haben, entschieden die Richter am Donnerstag. Da sie den Mann als gefährlich für die Allgemeinheit einstufen, soll er in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden. Sonst sei erwartbar, dass der Mann Straftaten begehe, hieß es in der Urteilsbegründung. Mit ihrem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwältin. Sie hatte sich neben der Unterbringung in einer Psychiatrie auch dafür ausgesprochen, dass der 55-jährige Deutsche sein Mobiltelefon, sein Tablet, eine Schreckschusspistole und ein Küchenmesser abgeben soll. Der Verteidiger hatte einen Freispruch ohne psychiatrische Unterbringung gefordert.

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