Für immer Frühling: Wie der Song zum Lied der Anti-AfD-Demos wurde

“Für immer Frühling” der Sängerin Soffie ist zur Hymne der Demos gegen Rechtsextremismus geworden. Wie das Lied zum Protest-Song werden konnte. Von Jörn Kießler Auch wenn es bis zum meteorologischen Frühlingsanfang noch mehr als sechs Wochen sind, hat die freundlichere Jahreszeit auf TikTok schon begonnen – zumindest musikalisch. Denn wer sich in den vergangenen Wochen durch die Social Media Plattform scrollte, stieß unweigerlich auf das Lied “Für immer Frühling” der Sängerin Soffie. Ich bin damit einverstanden, dass mir Videos von YouTube angezeigt werden. Zahlreiche User der Videoplattform nutzen den Song seit dem Beginn der Proteste gegen Rechtsextremismus, um ihn unter die Bilder von tausenden Menschen zu legen, die gegen die AfD und für Demokratie demonstrieren. Begleitet von einer fröhlichen und eingängigen Melodie singt die 24-Jährige, die im normalen Leben Sofie Aspacher heißt, davon, wie sie von einem Land träumt, in dem immer Frühling ist und es allen Menschen gut geht. Laut Songtext sind in diesem Land alle willkommen, es gibt keine Waffen und auch hohe Mauern sucht man vergebens.

via wdr: Für immer Frühling: Wie der Song zum Lied der Anti-AfD-Demos wurde

Nachfahren der #Widerstandskämpfer – “Lasst uns aus der Geschichte lernen”

Mehr als 280 Nachfahren von NS-Widerstandskämpfern appellieren in einem Schreiben an die Wähler in Deutschland. Sie rufen dazu auf, aus der Geschichte Deutschlands zu lernen – und der Neuen Rechten “die Stirn zu bieten”.Nachkommen und Verwandte der deutschen Widerstandskämpfer in der NS-Zeit haben zum Schutz der Demokratie gegen den Rechtsextremismus aufgerufen. “Es waren unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, die sich dem NS-Unrecht damals als Widerstandskämpfer entgegengestellt haben”, heißt es in einem Appell, den die Zeitungen der Funke Mediengruppe im Wortlaut veröffentlichten.”Deshalb melden wir uns als Angehörige und Nachkommen heute zu Wort und fordern alle Mitbürger dazu auf, der Neuen Rechten in unserem Land und europaweit die Stirn zu bieten.” Alle sollten sich dafür verantwortlich fühlen, die liberale und rechtsstaatliche Demokratie zu bewahren und zu verteidigen.Das Schreiben mit dem Titel “Aus der Geschichte lernen, die Demokratie stärken!” wurde von mehr als 280 Frauen und Männern unterzeichnet, unter anderem den Nachfahren von Dietrich Bonhoeffer, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Carl Friedrich Goerdeler.Sie schreiben, dass Populisten und Feinde der Demokratie in vielen Ländern an Zustimmung gewännen. “Sie schüren Ängste: vor sozialem Abstieg, vor Fremden, vor allem Neuen. Sie schüren Misstrauen und Hass: auf die Medien, auf die Regierung, auf ‘Eliten’, auf Minderheiten, auf alle, die ‘anders’ sind.” In Krisenzeiten seien Menschen für solche Botschaften besonders empfänglich. “Wir haben in Deutschland schon einmal erlebt, wohin das führen kann.”Wörtlich heißt es in dem Appell: “Wenn selbst Bundestagsabgeordnete von millionenfacher ‘Remigration’ sprechen, wenn rechtsextreme Parteien in mehreren Bundesländern die Umfragen anführen und demokratische Parteien hilflos zwischen Anbiederung, abgrenzender Arroganz und Verbotsfantasien schwanken, dann müssen bei allen Anhängern der offenen Gesellschaft die Alarmglocken schrillen.”

via tagesschau: Nachfahren der Widerstandskämpfer “Lasst uns aus der Geschichte lernen”

Bundesweite Massenproteste gegen Rechtsextremismus – das sind die ersten Zahlen – #WirSindDieBrandmauer #WirSindMehr #NieWiederIstJetzt

Seit Wochen halten die Proteste gegen rechts und die AfD an. Allein auf drei großen Demonstrationen in Berlin, Freiburg und Augsburg waren mindestens 200.000 Menschen. Was sie antreibt.In ganz Deutschland haben am Samstag erneut Zehntausende Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Allein in Berlin gingen nach Polizeiangaben mehr als 150.000 Menschen auf die Straße. Die Veranstalter sprachen sogar von rund 300.000 Demonstranten. Diese Zahl sei laut der Behörde aber zu hoch gegriffen, hieß es. In etlichen weiteren Städten sind es am Samstag ebenfalls zum wiederholten Male ungewöhnlich viele Menschen, die auf die Straße gehen: rund 30.000 in Freiburg, etwa 25.000 in Augsburg, mehr als 10.000 in Würzburg und in Krefeld – zumindest sind das die offiziellen Zahlen der Polizei. Die größte Kundgebung in Bayern fand mit 25.000 Teilnehmenden in Nürnberg statt. Mit Fahnen, Bannern und Plakaten zogen mindestens 20.000 Menschen durch die Altstadt Dresdens. Sachsens evangelischer Landesbischof, Tobias Bilz, betonte die unbedingte Notwendigkeit, sich gegenseitig zu respektieren und zusammenzustehen. Er forderte: „Gleiche Freiheit und Würde für alle!“ Zur Eröffnung des Bühnenprogramms trat die Band „Revolverhead“ auf. Hinzu kommen weitere Protestveranstaltungen im ganzen Land, teils mit vierstelligen Teilnehmerzahlen.

via berliner zeitung: Bundesweite Massenproteste gegen Rechtsextremismus – das sind die ersten Zahlen

#Statement von #Mobilfunkanbieter : #Congstar fordert Rassisten zur Kündigung auf – #KickThemOut

In Postings in Sozialen Medien fordert der Mobilfunkanbieter Congstar “Rassist*innen” zur Kündigung auf. Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis Empörung. Der Mobilfunkanbieter Congstar, eine Tochter der Deutschen Telekom, hat in Sozialen Netzwerken eine Kampagne gestartet – groß angelegt und ungewöhnlich politisch: Das Unternehmen fordert Kunden mit rassistischer Weltanschauung dazu auf, ihre Verträge zu kündigen. “Wir glauben an Vielfalt und Demokratie. Und wem das nicht passt, der kann gerne gehen”, heißt es in dem Posting, das Congstar unter anderem bei Facebook, Instagram und TikTok verbreitet. “Denn wir haben keinen Bock auf Hass und Hetze, auf Diskriminierung und auf Demokratiefeindlichkeit. Schlicht: Kein Bock auf Rassist*innen. Deshalb rufen wir ab sofort alle Personen, die unsere Werte von Freiheit und Demokratie nicht teilen, dazu auf, bei uns zu kündigen..” ⁣(…) Die Reaktionen auf die Congstar-Kampagne sind geteilt: Etliche User bedanken sich für das “klare Statement”. “Toll, dass ihr als Marke euch positioniert und Haltung einnehmt! Mehr davon und DANKE!”, schreibt ein Nutzer begeistert bei Instagram. “Jetzt ist es noch schöner, Congstar-Kunde zu sein”, schreibt ein anderer. Die Kommentare bei Facebook sind überwiegend positiv. Doch es gibt auch beißende Kritik (…) Auffällig ist jedoch, zumindest bei Instagram: Die ersten Reaktionen auf das Congstar-Posting, das vor einer Woche online ging, waren tagelang fast ausschließlich positiv. Viele stammten vermutlich von Nutzern, die Congstar sowieso bereits gefolgt sind. Erst nach einigen Tagen kippte die Stimmung und die Kommentare wurden zu einem großen Teil kritisch.

via zdf: Statement von Mobilfunkanbieter : Congstar fordert Rassisten zur Kündigung auf

#AliceWeidel besucht #Simmern – Tausende demonstrieren gegen AfD-Veranstaltung im #Hunsrück

Die AfD-Bundestagsfraktion hat zu einem Bürgerdialog in die Hunsrückhalle in Simmern eingeladen, unter anderem mit Parteichefin Alice Weidel. Das sorgte für Proteste. Rund um die Hunsrückhalle waren nach Angaben der Versammlungsbehörde gleich drei Demonstrationen angemeldet. Die größte von ihnen war die “Kundgebung für Toleranz, Menschenrechte und Demokratie”. Ein breites Bündnis von Parteien und Vereinen hatte dazu im Vorfeld aufgerufen. Zahlreiche Menschen folgten dem Aufruf und demonstrierten mit Plakaten und Trillerpfeifen gegen die AfD. Die Polizei schätzte, dass rund 4.000 Menschen nach Simmern gekommen sind. In der Kreisstadt im Hunsrück leben rund 8.000 Menschen.

via swr: Alice Weidel besucht Simmern Tausende demonstrieren gegen AfD-Veranstaltung im Hunsrück

„FCK AFD“ – Kassenbons mit politischem Statement Store-Inhaber gegen Rechtsextremismus

In der Klever Innenstadt gibt es einen Laden, der politische Botschaften auf Kassenbelege statt Werbung für den eigenen Insta-Kanal druckt. 2 Min Lesezeit Wer im „Très Chig Studio“ einkauft, bekommt ein Statement auf dem Kassenbon mit auf den Weg: „FCK AFD – kein Platz für Rassismus, Homophobie, Sexismus und jede andere Form von Diskriminierung“ steht auf dem Kassenzettel. Christoph Gebhardt (32), Inhaber des kleinen Ladens in der Fußgängerzone der Kleinstadt Kleve am Niederrhein, erzählt, dass ihm die Idee spontan gekommen sei. „Sonst stand auf den Kassenbelegen immer Werbung für Social Media, also für den Instagram-Kanal. Ich wollte wenigstens ein kleines Statement setzen. Wenn man sich den Kassenbon anguckt, soll es ins Unterbewusstsein gerufen werden“, sagt er im Gespräch. Auslöser waren die Correctiv-Recherchen zu einem Geheimtreffen in Potsdam in November 2023, bei dem AfD-Mitglieder mit Rechtsextremisten über Massenausweisungen aus Deutschland sprachen. Kürzliche wurde bekannt, dass die AfD sogar stärker involviert in das Treffen war, als bisher bekannt.

via ruhrnachrichten: „FCK AFD“ – Kassenbons mit politischem Statement Store-Inhaber gegen Rechtsextremismus

Mehr als 800.000 Unterschriften: Schwesig nimmt Petition für AfD-Verbot entgegen

Ein USB-Stick und 802.907 Unterschriften: Die Bundesratspräsidentin hat die Petition zum AfD-Verbot entgegengenommen. „Wir nehmen das Anliegen wirklich ernst“, sagte Schwesig. Bundesratspräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat eine Petition für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens entgegengenommen. Am Mittwoch wurde im Bundesrat ein USB-Stick mit 802.907 Unterschriften überreicht, teilte die Petitionsplattform innn.it mit. Die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns werde die Petition nun an ihre Amtskollegen in den Bundesländern „mit der Bitte um Prüfung weiterleiten“, sagte ein Sprecher des Bundesrats. (…) „Ich verstehe die Petition als Auftrag, die Demokratie, unser freiheitlich-demokratisches Land vor Rechtsextremismus zu schützen.“

via tagesspiegel: Mehr als 800.000 Unterschriften: Schwesig nimmt Petition für AfD-Verbot entgegen