Acht Rechtsradikale sollen eine bewaffnete Gruppe gebildet haben. Die Polizei durchsuchte am Dienstag 14 Objekte in 3 Bundesländern. Sie haben Sprengmittel und scharfe Waffen gefunden: Spezialkräfte der Polizei durchsuchten am Dienstag 14 Objekte in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die richterlichen Beschlüsse ergingen gegen insgesamt acht Beschuldigte zwischen 32 und 57 Jahren. Sie sollen eine rechtsradikale bewaffnete Gruppe gebildet haben. Die Ermittler fanden laut einer Mitteilung vom Dienstagnachmittag mehrere scharfe Kurz- und Langwaffen, Munition unterschiedlichen Kalibers, Bargeld, sowie Gegenstände, die als Sprengmittel geeignet sind. Ursprünglich hatten sie auch nach unerlaubte Kriegswaffen und andere vollautomatische Schusswaffen gesucht. (…) Nach Informationen der taz stehen die Durchsuchungen im Zusammenhang mit der rechten Gruppierung „Nordbund“. Unter anderem wurde auch ein Tattoostudio des bekannten Neonazis Johannes K. in Hildesheim durchsucht. K. war Bundeswehrsoldat, Söldner und ehemals Wortführer der verbotenen Vereinigung „Blood & Honour“ in Niedersachsen. Die Gruppe gehörte zur Unterstützerstruktur des NSU-Terrornetzwerkes. Der Beschuldigte verfügt über weitreichende internationale Kontakte: zu Militärs, ins kriminelle Rocker-Milieu der „Hells Angels“, zu der 2023 verbotenen völkischen „Artgemeinschaft“. Bereits Ende der 1990er Jahre hatte er eine Schule für „Wehrsportübungen“ gegründet, lehrte Schießtechniken und Messerkampf. Spätestens 2017 bildete sich laut antifaschistischen Recherchen um K. herum dann die Gruppe „Nordbund“ – ein Zusammenschluss auch aus aktiven Soldaten. MAD ermittelt gegen Feldjäger Im Jahr 2022 wurden Ermittlungen des „Militärischen Abschirmdienstes“ (MAD) bekannt, der mehrere Feldjäger – Personenschützer auch für Generäle und Staatssekretäre des Bundesverteidigungsministeriums – zu ihren mutmaßlichen Aktivitäten in dem rechtsextremen Netzwerk Nordbund befragte. In mehreren Kasernen in Niedersachsen kam es zu Durchsuchungen
via taz: Razzia bei Neonazis Polizei findet Waffen bei Rechtsextremen vom „Nordbund“
siehe auch: Polizei sucht Kriegswaffen bei mutmaßlichen Rechtsextremisten. Die Sicherheitsbehörden vermuten, dass Rechtsextremisten in Niedersachsen eine bewaffnete Gruppe gebildet haben. Am Dienstag gab es umfangreiche Durchsuchungen. Anhören Merken Teilen Drucken Die Sicherheitsbehörden haben am Dienstagmorgen in mehreren Bundesländern Durchsuchungen bei insgesamt acht Personen durchgeführt, die eine bewaffnete rechtsextremistische Gruppe gebildet haben sollen. Vier der Beschuldigten sollen zudem unerlaubt Kriegswaffen und weitere vollautomatische Schusswaffen besessen haben. Das Verfahren wird vom niedersächsischen Landeskriminalamt (LKA) und der Zentralstelle Terrorismusbekämpfung der Generalstaatsanwaltschaft Celle geführt. Die acht Beschuldigten sind zwischen 32 und 57 Jahre alt. Die Durchsuchungen fanden in insgesamt 13 Objekten statt. Ziel sei es gewesen, Waffen zu finden und sicherzustellen sowie die Aktivitäten der Gruppe und ihre möglicherweise geplanten Aktionen aufzuklären, teilten die Behörden mit. An den Durchsuchungen, die in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen stattfanden, waren auch Spezialkräfte mehrerer Landespolizeien beteiligt. Der Schwerpunkt der Aktion lag offenbar im Raum Hannover und Hildesheim; Razzia an 14 Orten Ermittler finden Waffen bei mutmaßlich rechtsradikaler Gruppe Bei der Razzia, die am Dienstag bei einer mutmaßlich rechtsextremen Gruppe durchgeführt wurde, fanden die Ermittler unter anderem Munition. Nach SPIEGEL-Informationen sind auch Bundeswehrsoldaten unter den Beschuldigten. Bei einer Razzia gegen eine mutmaßliche bewaffnete Gruppe aus dem rechtsradikalen Milieu haben Ermittler umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft in Celle mit. Unter anderem entdeckten die Fahnder den Angaben zufolge mehrere scharfe Kurz- und Langwaffen, Munition unterschiedlichen Kalibers, Bargeld sowie »Gegenstände, die als Sprengmittel geeignet sind«. (…) Nach SPIEGEL-Informationen sind zwei aktive sowie zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten unter den Beschuldigten, außerdem ein Bundespolizist. Die Razzia steht nach Angaben aus Sicherheitskreisen im Zusammenhang mit früheren Ermittlungen im Umfeld der rechtsextremen Gruppe »Nordbund«.