Wie nun bekannt wurde, soll Taleb A. bereits im Mai direkte Drohungen unter einem X-Beitrag von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ausgesprochen haben. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich dieses Jahr sterben werde, um Gerechtigkeit zu schaffen“, schrieb er unter anderem. Das berichtete die Bild. In den vergangenen Jahren war er immer wieder durch radikale und verwirrte Äußerungen aufgefallen. Bisher konnten Experten sein Weltbild keiner eindeutigen Ideologie zuordnen. So zeigte A. Sympathien für die AfD und Elon Musk, sieht sich aber politischer eher links. (…) Bundesinnenministerin Faeser hat die AfD vor einer Instrumentalisierung des Attentats von Magdeburg gewarnt. Über die Partei sagte die SPD-Politikerin gegenüber Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Jeder Versuch, eine solch furchtbare Tat zu instrumentalisieren und das Leid der Opfer zu missbrauchen, ist widerwärtig.“ (…) Der Thüringer Verfassungsschutzpräsident stuft den Weihnachtsmarkt-Anschlag in Magdeburg als rechtsextremistische Gewalttat ein. Das lege die Radikalisierung des Tatverdächtigen Taleb A. nahe, so Stephan Kramer gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Selbst wenn sich eine psychische Störung herausstellen sollte, lässt sich an den Beiträgen des mutmaßlichen Täters im Internet eine gewachsene Radikalisierung mit Extremismusbezügen nach rechts in den letzten Jahren feststellen“, sagte Kramer. Dass sich Rechtsextremisten während der Trauerfeier in Magdeburg versammelt hatten, um Hass und Hetze zu verbreiten, sei widerwärtig, aber nicht überraschend. „Denn sie sind wohl mitverantwortlich, wenn man sich die Radikalisierung auch des Täters anschaut“, sagte der Thüringer Verfassungsschutzchef dem RND weiter
via fr: Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Auf X – Mutmaßlicher Attentäter drohte Faeser persönlich
