Die rechtsradikale Gruppe Patriot Platform tritt ungewohnt diszipliniert auf und plant direkte Aktionen, auf die die Behörden nicht vorbereitet sind. Am vergangenen Samstagmorgen meldeten die britischen Medien einen ungewöhnlichen Zwischenfall: Eine Gruppe von Leuten sei am Hafen von Dover an der englischen Südküste aufgetaucht und habe die Zufahrtsstraße blockiert. Kurz darauf kursierten erste Bilder und Videos, die bedrohliche Szenen zeigten: Mehrere hundert Personen waren zu sehen, alle in Schwarz gekleidet und mit Gesichtsbedeckung. Zuerst standen sie regungslos auf der Straße, anschließend marschierten sie durch Dover. Zunächst war nicht klar, wer die Leute waren oder was sie bezweckten, aber bald wurden Details bekannt. Es war eine neue Gruppe namens Patriot Platform, die mit ihrer Aktion gegen Migration protestieren wollte. »Dies ist erst der Anfang«, sagte ihr Anführer, ein Mann namens Daniel Thomas, der sich Danny Tommo nennt. Schon am nächsten Tag zeigten sich die Mitglieder von Patriot Platform erneut in der Öffentlichkeit, diesmal in der Küstenstadt Portsmouth. Vor der Ankunft eines Schiffs mit Bootsflüchtlingen hatte sich ein Protest gebildet, und Patriot Platform war mit von der Partie; wieder trugen die Mitglieder schwarze Kleidung und bedeckten ihre Gesichter. Die Aufmärsche der Organisation markieren eine neue Taktik der britischen radikalen Rechten – eine, die antirassistischen Aktivisten alarmiert. Bislang mobilisierten Rechtsextreme wie Stephen Yaxley-Lennon (»Tommy Robinson«) vor allem Proteste vor Asylunterkünften oder in Stadtzentren, um Stärke zu demonstrieren. Patriot Platform hingegen, erst vor wenigen Monaten gegründet, will gezieltere, direkte Aktionen aufziehen. Daniel Thomas hat einmal gesagt, er wolle eine »patriotische Armee« aufbauen, »die das Vereinigte Königreich unter ihre Kontrolle bringen kann«. Laut der antirassistischen Organisation Hope Not Hate handelt es sich um eine »rechtsradikale Bürgerwehr«, die als ein Netzwerk von lokalen Gruppen operiert. Besonders besorgniserregend sei, dass sich Patriot Platform mit einem »ungewöhnlichen Maß an Disziplin« organisiere, schreibt Joe Mullhall von Hope Not Hate. Im Unterschied zu bisherigen Mobilisierungen agiere Patriot Platform im Geheimen, über geschlossene Gruppen und direkte persönliche Kommunikation; für den Protest in Dover koordinierten sich die Teilnehmer offenbar per Funkgerät. In diesem Sinn hat die Organisation mehr mit Fußball-Hooligans gemein als mit einer traditionellen Antimigrations-Gruppe
Republican Nominee Marched at Violent Neo-Nazi Rally Florida’s Marshall Rawson joined the “Unite the Right” rally—and was even spotted with the man who drove his car into counterprotesters.
Florida will likely send a neo-Nazi to its state House of Representatives. Florida state House of Representatives nominee Marshall Rawson marched in the 2017 neo-Nazi “Unite the Right” rally in Charlottesville, Virginia. New reporting from Read more
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