11.11.2025, 22:49 (CET) Um die Armee einsatzfähig zu halten, ist ein großer Teil des Sondervermögens Bundeswehr schon fest verplant oder ausgegeben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa 100 Milliarden Euro – so viel hat der Bundestag der Bundeswehr in einem Sondervermögen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zur Verfügung gestellt. Was passierte mit dem Geld? Aus dem 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen, das die Bundesregierung 2022 für die Bundeswehr beschlossen hatte, sei noch «kein einziger Pfennig in die Bundeswehr investiert» worden. Das behauptet der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla in einem Interview der ZDF-Sendung «Berlin direkt» am 26. Oktober. Ausschnitte seines Auftritts kursieren auch auf Tiktok. «Wir stehen genauso blank da wie vorher», fasst Chrupalla die Situation der Bundeswehr zusammen. Stimmt das? Bewertung Die Behauptung ist falsch. Das Sondervermögen, das die Bundesregierung 2022 für die Bundeswehr beschloss, war bereits Ende 2024 fast «vollständig in Verträge mit der wehrtechnischen Industrie gebunden», teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr im Dezember 2024 mit.
via dpa factchecking: AfD behauptet: «Kein Pfennig» Sondervermögen Bundeswehr ist fast vollständig ausgegeben