Im Februar nahm der CSU-Kommunalpolitiker Markus Hammer an einer rechtsextremen Demo gegen queere Menschen teil. Jetzt kam er einem CSU-Parteiausschlussverfahren zuvor – und wird AfD-Kandidat. Der Kommunalpolitiker Markus Hammer hat gegenüber der Zeitung “Merkur” seinen Austritt aus der CSU und seinen Eintritt in die AfD bekanntgegeben. Der frühere Chef des CSU-Ortsverbandes Puchheim (Landkreis Fürstenfeldbruck) werde bei der Kreistagswahl im nächsten Jahr für die rechtsextreme Partei kandidieren, hieß es weiter. Hammer hatte im Februar bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil er an einer queer­feindlichen AfD-Demonstration in seiner Heimatstadt teilgenommen hatte (queer.de berichtete). Bei der AfD-Kundgebung, bei der auch die Neonazi-Partei “Der III. Weg” dabei war, wurde gegen einen Dragqueen-Auftritt in der Stadtbibliothek  demonstriert. Hammer sagte damals bei der Kundgebung, der Auftritt sei ein “massiver Angriff auf alle Gläubigen, egal welcher Konfession”. Begründet hatte er seinen Auftritt mit dem “traditionellen Familienbild, welches seinen Ursprung in der Schöpfungsgeschichte im 1. Buch Mose hat”. Hammer, der 27 Jahre lang CSU-Mitglied war, erklärte jetzt gegenüber dem rechten Portal “Apollo News”, dass er mit seinen “Überzeugungen förmlich aus der CSU raus- und zur AfD hingedrängt” worden sei. Die CSU hatte im Sommer ein Parteiausschlussverfahren gegen Hammer angestrengt (queer.de berichtete).

via queer: Markus Hammer – Queer­feindlicher CSU-Funktionär ist jetzt bei der AfD

siehe dazu auch: #Bayern – Rede bei queer­feindlicher AfD-Demo: Keine Konsequenzen für #CSU-Mann? – #brandmauer #braunzone. In Puchheim demonstrierte das lokale CSU-Vorstandsmitglied Markus Hammer gemeinsam mit Rechtsextremen gegen eine Drag-Lesung. Zunächst reagierte seine Partei mit Entsetzen, jetzt scheint sie den Dammbruch aussitzen zu wollen. Unter den vielen Dammbrüchen der vergangenen Wochen ist einer vielleicht etwas untergegangen: Im bayerischen Puchheim gab es eine von örtlichen AfD-Anhänger*­innen organisierte Kundgebung gegen eine (ausverkaufte) Drag-Lesung in der Stadtbibliothek. Einen Auftritt hatte dort auch Markus Hammer – der nicht für die AfD Politik macht, sondern für die CSU (queer.de berichtete). Das sorgte im Nachgang für Wirbel. Doch Konsequenzen scheint es bisher für Hammer keine gegeben zu haben. Der AfD-Kreisvorsitzende Tassilo Erhardt hatte die queer­feindliche Kundgebung organisiert. Dort erklärte er, die Idee stamme eigentlich von der von vielen als rechts bezeichneten Kleinstpartei Die Basis. Im Publikum standen dann auch Mitglieder der Neonazipartei “Der III. Weg”.