Maschinengewehre, Handgranaten, Panzerabwehrwaffen – versteckt in geheimen Kammern: Nach einem enormen Waffenfund im Oktober in Remscheid müssen sich von heute an drei Angeklagte vor Gericht verantworten. Im Wuppertaler Landgericht ist der Andrang von Pressevertretern an diesem Montag groß. Verhandelt wird einer der größten Waffenfunde in der Geschichte der Bundesrepublik, so die Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Sie berichtet noch vor Prozessbeginn von einem neuen Zeugen, der den Hauptangeklagten stark belastet. Der Zeuge soll bei einer Vernehmung in Polen gesagt haben, dass der Hauptangeklagte mit einer dreistelligen Zahl an Waffen gehandelt haben soll. (…) Das Ausmaß des Falles sei enorm und deute auf Verbindungen in die kriminelle Szene hin, so Baumert weiter: “Ob wir hier an Rockerbanden denken, an organisierte Kriminalität oder einen Einzeltäter – das wird Gegenstand der weiteren Aufklärung sein.”Bereits die reine Aufzählung der sichergestellten Waffen während der Verlesung der Anklageschrift dauerte fast eine Stunde. Angeklagt sind insgesamt drei Männer: Der 60 Jahre alte Hauptangeklagte und mutmaßliche Waffenhändler und zwei 35 und 38 Jahre alte Remscheider, die die Waffen weiterverkauft haben sollen. Bekannt war bisher nur ein mutmaßlicher Abnehmer in Hamm. (…) Sichergestellt wurden unter anderem Maschinengewehre, Pistolen, Präzisionsgewehre, Handgranaten und Panzerabwehrwaffen – insgesamt 300 scharfe Waffen und 100.000 Schuss Munition.
via tagesschau_ Nach Fund in Remscheid Geheimes Arsenal mit Kriegswaffen – Prozess gestartet
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