In Bremen gab es Hausdurchsuchungen gegen die Gruppe „weserems.aktion“. Hinter junger Aufmachung verbergen sich alte Drahtzieher und neue internationale Vernetzungen. Die Polizei Bremen präsentierte nach den Hausdurchsuchungen einige der gefundenen Gegenstände, darunter Waffen und eine Hakenkreuzfahne, Foto: Polizei Bremen Die beiden Tätowierten gehören zusammen, „Ruhm“ prangt auf der einen, „Ehre“ auf der Wange des anderen. Marvin D. und Enrico A. wohnten auch bis vor kurzem gemeinsam in einer WG in Kirchlinteln nahe Verden an der Aller. Beide tauchen seit ein paar Jahren bei „Heimat“-Demonstrationen, früher NPD, auf. Wegen zweier Raubüberfälle in seiner Heimatgemeinde Langwedel wurde Marvin D. bereits zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.  Nach seiner Entlassung fing er gemeinsam mit Enrico A. an, jüngere Netzwerk-Strukturen im Umfeld der NPD zu unterstützen. Als am Dienstag fünf Razzien gegen junge NationalistInnen im Alter zwischen 19 und 30 Jahren in Bremen stattfanden und Waffen beschlagnahmt wurden, waren dem bereits polizeiliche Maßnahmen gegen die beiden Neonazis vorausgegangen. Alte Netzwerke  „Weserems.aktion“ heißt das neue gewaltbereite rechte Projekt, gegen das die Polizei in der Hansestadt vorging. Doch mutmaßliche Funde wie das Heft „Ein Fähnlein“ deuten auf alte Neonazi-Netzwerke hin. Hinter der Schrift steht der NPD-Unterstützer und Nazi-Hooligan Hendrik Ostendorf aus Bremen. Er war bei Aufmärschen mit Akteuren der „weserems.aktion“ wie Martin B. aus Mahndorf zu sehen. Die Gruppierung ist eng vernetzt mit dem Telegramkanal „Verden verteidigen“, der ebenso wie „Hermanns.Heide“ aus dem NPD-Projekt „Inferno Deutschland“ hervorgegangen scheint. Ähnliche Gruppen gibt es bundesweit. Sie verstehen sich auch als „Kampfgemeinschaft Junge Nationalisten“. „Verden verteidigen“ warb am 19. Dezember 2024 für den „Partner Kanal“ von „weserems“ und schrieb: „Mit den Jungs haben wir schon einiges vollbracht und es wird weiterhin neues entstehen“ (Fehler im Original). Die aktionsorientierte neue Aufmachung steht unter dem Motto: „We hate Antifa“. „Lasst Euch nicht unterkriegen von dem Linken Terror“ – damit ist auch ein Kulturkampf um die Deutungshoheit gegen alles Anti-Rechte – vor allem unter Jugendlichen – gemeint.

via endstation rechts: Dahinter steckt die NPD

https://bsky.app/profile/did:plc:haos2opc57xuhuq4x6c7ntjm/post/3lwquhgyk322v