Das wird man doch wohl noch sagen dürfen – oder auch nicht? Das Else-Frenkel-Brunswik-Institut (EFBI) der Uni Leipzig hatte im Januar 2023 ein Papier über die Vernetzungen von Unternehmen in die rechtsextreme Szene veröffentlicht, dabei auch das Bautzner Unternehmen “Hentschke Bau” und dessen Geschäftsführer Jörg Drews (65) thematisiert. Der Streit um den Beitrag ist nun mittlerweile beim Oberlandesgericht Dresden angekommen. Hentschke-Chef Jörg Drews (65) will, dass der Bericht nicht wieder veröffentlicht wird.  © Thomas Türpe Das Landgericht hatte bereits geurteilt: Das Recherchekollektiv “15 Grad Research” dürfe einige Äußerungen in dem Papier nicht wiederholen. Da die presserechtliche Verantwortung bei der “Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Sachsen” (VVN-BdA) liegt, ging diese nun dagegen in Berufung. Dabei streitet “Hentschke”-Boss Drews viele Fakten gar nicht ab: Dass seine Firma im Jahr 2017 16.500 Euro an die AfD gespendet hatte, er das Reichsbürger-Blättchen “Denkste!” und den Verschwörungsmythen-Kanal “Ostsachsen-TV” unterstützt habe, gibt er offen zu. “Das ist vier Jahre her, dann wurde die Unterstützung immer geringer”, sagte der Unternehmer vor Gericht zu “Ostsachsen-TV”. “Weil es nicht mehr die journalistische Arbeit leistete.”

via tag24: STREIT MÜNDET IN BERUFUNG: “HENTSCHKE BAU”-CHEF JETZT VOR OBERLANDESGERICHT!