Erst im Frühjahr wurde bekannt, dass Jörg Dornau eine Zwiebelfarm in Belarus betreibt. Jetzt erhebt ein Zeuge schwere Vorwürfe gegen den AfD-Politiker. Der sächsische AfD-Politiker Jörg Dornau soll auf einer Zwiebelplantage in Belarus politische Gefangene für sich arbeiten lassen. Das berichtet das oppositionelle belarussische Portal reform.news unter Berufung auf Zeugenaussagen. Demnach habe Dornau persönlich die Arbeit der Häftlinge auf seiner Farm überprüft, sagte reform.news ein früherer Insasse des nahegelegenen Gefängnisses in der Stadt Lida. (…) Für die Arbeit der Häftlinge soll Dornau dem Gefängnis in Lida umgerechnet fünf Euro pro Tag gezahlt haben, berichtet reform.news. Das Geld sei aber nicht an die Häftlinge geflossen, sondern für die Instandhaltung der Haftanstalt verwendet worden. Dass Dornau in Belarus eine Zwiebelfarm betreibt, wurde erst Anfang des Jahres öffentlich bekannt. Weil er das Einkommen aus der Farm nicht beim sächsischen Landtag meldete, verhängte das Präsidium des Landtags im August ein Ordnungsgeld in Höhe von fast 21.000 Euro gegen den AfD-Politiker.

vi t-online: Häftlinge sollen für AfD-Mann in Belarus arbeiten

siehe auch: Auf seiner Farm in Belarus : Beutet AfD-Abgeordneter politische Gefangene aus? Erneut schwere Vorwürfe gegen den sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Jörg Dornau (54). Das oppositionelle belarussische Internetportal „reform.news“ berichtet, dass in Dornaus Agrarbetrieb „000 Zybulka Bel“ in Belarus politische Gefangene eines nahegelegenen Gefängnisses schuften müssen. (…) Dornau, so berichtet reform.news, habe sich persönlich von der Arbeit der Strafgefangenen überzeugt und diese überprüft. „Der deutsche Politiker wusste und unterzeichnete Dokumente über die ‚Erbringung von Dienstleistungen‘ mit der Einrichtung, in der Weißrussen gezielt gefoltert werden“, zitiert das Portal den anonymen ehemaligen Häftling des Gefängnisses.