Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump sollte vor jüdischen US-Bürgern über Antisemitismus sprechen. Stattdessen beklagte er mangelnde Unterstützung und nahm seine Hörerschaft in die Verantwortung. Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich über die mangelnde Unterstützung jüdisch-amerikanischer Wähler beklagt. Sollte er die Wahl im November nicht gewinnen, würden die jüdischen US-Wähler »damit wirklich viel zu tun haben«, sagte Trump in einer Rede vor dem Israeli-American Council (IAC) in Washington am Donnerstag. Jede jüdische Person, die für seine Rivalin Kamala Harris stimme, »sollte sich einer Untersuchung unterziehen«. Die Aussage brachte ihm im Netz reichlich Kritik ein. Jüdischstämmige Beobachter warfen ihm »antisemitische Rhetorik« vor. Aussagen, dass die Jüdinnen und Juden den Wahlausgang beeinflussen, seien »abscheulich und gefährlich«. Trump bettete seine Aussage in den Zusammenhang einer Umfrage, wonach angeblich 60 Prozent der jüdischen Wählerschaft für die Demokratin Harris seien. Trump warnte das Publikum, dass Israel vermutlich innerhalb von zwei Jahren nicht mehr existieren werde, sollte Harris die Wahl im November gewinnen. Die jüdischen Wählerinnen und Wähler trügen daran dann eine Teilschuld, da sie dazu tendierten, für die Demokraten zu stimmen.

via spiegel: Rede bei Antisemitismus-Veranstaltung Trump gibt Juden Teilschuld, sollte er die US-Wahl verlieren