EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weist die designierte Gleichbehandlungskommissarin an, ein Verbot von queerfeindlichen “Konversionstherapien” zu erarbeiten. In einem sogenannten “Mission Letter”, einer Art Regierungsprogramm für die Arbeit der neuen Kommission, hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) diese Woche das Ziel einer neuen LGBTIQ-Strategie ausgegeben, mit der unter anderem “Konversionstherapien” EU-weit verboten werden sollen (PDF). Der Brief richtete sich an die liberale belgische Politikerin Hadja Lahbib, die designierte EU-Gleichstellungskommissarin. Wörtlich schrieb von der Leyen an Lahbib: “Sie werden außerdem eine neue LGBTIQ-Gleichbehandlungsstrategie für die Zeit nach 2025 vorschlagen. Diese sollte sich vor allem auf die anhaltende hassmotivierte Belästigung und Gewalt, auch im Online-Bereich, und das Verbot der Praxis von Konversionstherapien konzentrieren.” Die LGBTIQ-Gleichbehandlungsstrategie war 2020 von der Von-der-Leyen-Kommission ins Leben gerufen worden (queer.de berichtete). “Mehr als überfällig” Der deutsche Europaabgeordnete Rasmus Andresen (Grüne) begrüßte das Papier der Europa-Präsidentin: “Der Auftrag an die designierte Kommissarin ist klar: Sie soll in der EU die schreckliche Praxis der Konversionstherapien beenden. Dafür haben wir Grüne im EU-Parlament lange gekämpft”, sagte Andresen, der Mitglied der Parlamentariergruppe LGBTI Intergroup ist, die sich für queere Rechte im Parlament engagiert.
via queer: Europäische Union Ursula von der Leyen will EU-weit “Konversionstherapien” verbieten

Von European People’s Party – EPP Congress Bucharest – Day 1, CC BY 2.0, Link