“Srbrenica 2.0” in Wien. Reporterin hat über Monate die rechtsextreme Organisation begleitet. Die FPÖ hat die Äußerungen “aufs Schärfste verurteilt”, ÖVP fordert Abgrenzung von Identitären. 29.08.24, 10:44 Kommentare “Es waren keine sechs Millionen Juden. Es waren ja höchstens 175.000 vergaste Juden. Ich find’s geil, dass es stattgefunden hat, das muss ich ehrlich sagen. Die Juden haben ja schon damals Kinder misshandelt und so einen Scheiß.” Das sagt eine Frau auf einer “Identitären”-Feier in Wien. Dokumentiert haben Sätze wie diese oder “Deutschland braucht ein Srebrenica 2.0” (Anm. Völkermord im Bosnienkrieg 1995 mit 8.000 toten Muslimen) Journalisten von RTL in monatelanger Undercover-Recherche. TV-Dokumentation über “Identitäre Bewegung” schockiert AUSLAND Aufgrund der in Wien getätigten Aussagen ermittelt nun, wie der KURIER erfuhr, die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) wegen gerichtlich strafbaren Handlungen. Aktuell laufen laut Innenministerium Ermittlungen gegen mehrere Personen wegen des Verdachtes gerichtlich strafbarer Handlungen. Um welche Straftatbestände es dabei genau geht – etwa Verhetzung oder Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz -, war am Donnerstag noch nicht klar. Die Ermittlungen würden jedenfalls “umfassend” geführt, hieß es auch auf APA-Nachfrage.
via kurier: RTL-Doku über Identitäre: Jetzt ermittelt der Staatsschutz
siehe auch: Identitären-Skandal um “Srebrenica 2.0” wirft Schlaglicht auf blaue Verbindungen Bei einer Feier der Identitären in Wien wünschte sich eine Besucherin einen Genozid an Muslimen und verharmloste den Holocaust. Tags darauf marschierten FPÖ-Politiker mit der – wie Kickl sie einmal nannte – “NGO von rechts” mit. Wie reden die Mitglieder und Fans der rechtsextremen Identitären Bewegung, wenn sie unter sich sind? Das wollte das RTL-Magazin Extra erfahren, das Reporter undercover zu einem Identitären-Fest und einer Demo nach Wien schickte. Das Ergebnis: Eine AfD-nahe Besucherin aus Deutschland fand es “geil”, dass der Holocaust stattgefunden habe, wenngleich sie behauptet, es seien “höchstens 175.000” Juden vergast worden. Sie forderte auch ein “Srebrenica 2.0” in Deutschland. Ein anderer Besucher meinte, bei dem Massaker an Muslimen im bosnischen Srebrenica habe es angeblich “8888 Opfer” gegeben. “Geil, wenn es so viele waren.”