Eigentlich gilt für die Freien Wähler ein Kooperationsverbot mit der AfD. Doch der sächsische FW-Spitzenkandidat lehnt Brandmauern ab und hält eine Zusammenarbeit für möglich. Parteichef Aiwanger beschwichtigt, nach der Wahl drohen aber Konflikte. Der Niederbayer Hubert Aiwanger macht Wahlkampf in Sachsen. Gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten Matthias Berger lächelt der Freie-Wähler-Chef bei einem Bauernhofbesuch vor ein paar Tagen ins Handy, schießt vor fressenden Kühen ein Selfie für Social Media. Die Botschaft auf Aiwangers Kanälen: Die Freien Wähler sollen in den sächsischen Landtag. “Konservativ” und “koalitionsfähig” sei die Partei, schreibt Aiwanger auf X und fordert auf Facebook: “Freie Wähler statt Grüne in Landtag und Regierung.” (…) Berger ist jedenfalls mutig genug, sich – wie auch der sächsische FW-Landesverband – über einen Beschluss des Bundesparteitags hinwegzusetzen. Im Februar hatten dort 92 Prozent für ein Kooperationsverbot mit der AfD gestimmt: Es soll keine inhaltlichen Absprachen oder gar Koalitionen geben. Die sächsischen Freien Wähler stellten sich kurz darauf “gegen das Bauen von politischen Brandmauern”. Man wolle Politik im Interesse des Volkes machen. “Dabei darf es keine Rolle spielen, von welcher politischen Partei Anträge im sächsischen Landtag gestellt werden”, ließ Landeschef Thomas Weidinger damals wissen. Sollten die FW zu Gesprächen eingeladen werden, “so sind wir höflich genug, eine solche Einladung anzunehmen”.
via br24: “Keine Brandmauer” gegen AfD: Sachsen-FW fordern Aiwanger heraus