Zwei Tage nach dem Attentat in Solingen ruft die rechte Szene zur Demo. Hunderte Gegendemonstranten stellten sich ihr in den Weg – am Ende müssen die Rechten aus der Stadt eskortiert werden. Wenige Augenblicke nach Beginn der rechten Kundgebung fiel das Mikrofon aus, sodass die Redner brüllen mussten. “Wir sind heute hier angetreten, nicht um zu trauern, sondern Anzuklagen” (…) Zur Demo der Jungen Alternative erschienen dann rund 30 vorrangig junge Menschen aus dem rechten Spektrum. Auf der anderen Seite kamen mehrere Hundert Gegendemonstranten in den Seitenstraßen zusammen. (…) Nur zehn Meter neben der rechten Kundgebung skandierten linke Demonstranten lediglich von einer Polizeikette getrennt, während die Rechten weiter versuchten, ihre Kundgebung abzuhalten. Allerdings waren sie kaum noch zu hören, während über den Platz “Nazis raus. Alle zusammen gegen den Faschismus” hallte. Ein Rechter stieß beim Rückwärtslaufen während er den Mittelfinger in Richtung Gegendemonstranten reckte, die Gedenkkerzen der rechten Demo um und zerbrach dabei mehrere der Gläser. Nachdem sich die AfD-Demonstration aufgelöst hatte, gelang es den linken Demonstranten zunächst, sämtliche Wege raus aus der Stadt zu blockieren. Sie mussten in einer Straße eingekesselt von Polizisten und Gegendemonstranten ausharren. (…) Die Polizei eskortierte die rechten Demonstranten schließlich in ein Parkhaus in der Stadt

via stern: SOLINGEN Proteste nach Messerattacke: Polizei eskortiert AfD-Demo ins Parkhaus