Mit dem Gebaren auf seiner Facebook-Seite löst der Hohenlimburger Bezirksvertreter Andreas Rode Ermittlungen wegen Volksverhetzung aus. Wenn ein Mandatsträger aus einem demokratisch gewählten Gremium der Stadt Hagen im Internet einen Beitrag likt, der die Unterbringung von Entscheidern und Machern in einem Vernichtungslager nach dem Vorbild von Treblinka suggeriert, schrillen die Alarmglocken. So geschehen auf der Facebook-Seite des Hohenlimburger AfD-Vertreters Andreas Rode, der dort einen entsprechenden Kommentar zu einem der schockierendsten Tatorte der Nazi-Gräueltaten des Holocausts mit einem wohlmeinenden Herzchen-Smiley versieht. Für den Mann, der in diesem Jahr seinen 61. Geburtstag feiert und in Hohenlimburg sich weitgehend unter dem Wahrnehmungsradar bewegt, eine „Unachtsamkeit, die mich in völlig falsches Licht gesetzt hat“. Für die Hagener Staatsanwaltschaft sowie den Staatsschutz der Hagener Polizei hingegen Grund genug, ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung einzuleiten – im Fall von Rode nach Recherchen der Stadtredaktion übrigens nicht zum ersten Mal. (…) Besonders verstörend darunter ein Beitrag eines gewissen „Ree Yees“, der dort öffentlich sichtbar formuliert: „Die können mich ALLE am Arsch lecken mit Ihrer verlogenen Scheiße! Wenn ich könnte, wie ich würde/und wollte, wären all diese verlogenen sogenannten Mächtigen, die damit im Prinzip nur Kohle machen und wiedermals Angst für Dumme Menschen verbreiten wollen, schon längst im wieder eröffneten Treblinka!“ Gemeint ist jenes Vernichtungslager östlich von Warschau, in dem in den Jahren 1942 und 1943 etwa 800.000 bis 900.000 Menschen – vorzugsweise Juden aus Polen sowie Sinti und Roma – systematisch vergast wurden. Der Hohenlimburger AfD-Bezirksvertreter unterstützt diesen Beitrag, der immerhin die Wiedereinführung der nationalsozialistischen Massenmord-Praxis propagiert, mit einem putzigen Smiley-Emoji mit Herzchen im Arm.

via wp: Hagener AfD-Mann unterstützt verstörenden Treblinka-Post