Franz Schmid, Vorsitzender der AfD-Jugendorganisation in Bayern und beobachtet vom Verfassungsschutz, will ein verfallenes Schloss in Schwaben kaufen. Es soll ein “patriotisches Zentrum” werden. Dort will Schmid mehr Bindung zur Jugend aufbauen. (…) Schloss Mattsies ist herrenlos. Der Freistaat verkauft deswegen das Aneignungsrecht für das Grundstück. Bis heute konnten Interessenten ihr Gebot abgeben. Schmid hat das getan. Auf seinem Handy hat er ein Bild von Schloss Mattsies. Es zeigt, wie das Schloss nach der Sanierung aussehen könnte. Darauf sieht man einen gepflasterten Weg, eine Mutter mit Kind, junge Bäume, Sonnenschirme. “Wir wollen teilweise Wohnungen dort haben. Wir wollen Veranstaltungen machen. Wir wollen es aber auch der Öffentlichkeit zugänglich machen”, sagt Schmid. Ein zentraler Punkt. Es sei wichtig, sagt Schmid, sich dann mal beim Bier oder bei einem Kaffee zu treffen und ins Gespräch zu kommen. “Dass man diese Hemmschwelle abbaut. Dass die Leute einfach mal sehen, dass AfDler ganz normale Leute sind.” Eigentlich ist das kein ungewöhnliches Vorgehen. Auch andere Parteien und ihre Jugendorganisationen setzen neben Online-Präsenz auf Interaktion, um eine Bindung zur Jugend aufzubauen und Nachwuchs zu rekrutieren. So laden die jungen Sozialdemokraten etwa zum “Juso-Treff”, die Grüne Jugend zu Wikingerschach. Der Unterschied: Die Junge Alternative wird bundesweit vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Gerade erst hat das OVG Münster diese Einstufung bestätigt, weil die JA einen “völkisch-abstammungsmäßigen Volksbegriff” verwende und ausländerfeindlich agitiere.
via br: Ein Schloss für die AfD-Jugend? Der Plan der Jungen Alternative
siehe auch: AfD-Vorsitzender will Schloss in Bayern kaufen – und es in „patriotisches Zentrum“ verwandeln. In Bayern will die Junge Alternative, die vom Verfassungsschutz bundesweit als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, ein verfallenes Schloss kaufen. Er hat hochtrabende Pläne: Franz Schmid, der 23-jährige Vorsitzende der AfD-Jugendorganisation in Bayern, will ein verfallenes Schloss in Schwaben kaufen und es in ein „patriotisches Zentrum“ verwandeln. Das berichtet der BR, dem der junge Mann auch seine Beweggründe erklärte. Demnach will er das Schloss, das unweit des Unterallgäuer Marktes Tussenhausen liegt, sanieren und in erster Linie zu einem Begegnungsort auch für die Öffentlichkeit machen – um, wie er sagt, die Hemmschwelle zu den AfDlern abzubauen.
