Drei Abgeordnete des Hessischen Landtags stehen nun an der Spitze der rechtsextremen Nachwuchsorganisation. Sie sollen „in ruhigeres Fahrwasser steuern“. Teilen Merken Drucken Der hessische AfD-Vorsitzende Robert Lambrou hält an dem Anspruch fest, dass es sich bei seiner Landtagsfraktion um eine „bürgerliche“ Kraft handele – daran ändere auch die Tatsache nichts, dass drei Parlamentarier jetzt an der Spitze der Jungen Alternative (JA) in Hessen stehen, sagte der Politiker der F.A.Z. auf Nachfrage. Insgesamt gehören der rechtsextremen AfD-Nachwuchsorganisation vier Abgeordnete an. „Die JA Hessen vertritt in ihrer Programmatik eine völkisch-rassistische Ideologie und ist aufgrund ihres Weltbilds und personeller Überschneidungen fest in die rechtsextremistische Szene in Hessen integriert.“ So sieht es der Verfassungsschutz. Nach seinen Beobachtungen gehören dem AfD-Nachwuchs in Hessen rund 50 Personen im Alter von 14 bis 36 Jahren an. Der Landesverband der JA pflege ein „gemäßigtes, sozusagen bürgerliches Image“ und versuche auf diese Weise, eine Anschlussfähigkeit ihrer rechtsextremistischen Ideologie an demokratische Teile der Gesellschaft zu erreichen, so der Verfassungsschutz weiter. Es werde aber ein „ethnisch homogener Volksbegriff“ vertreten, der mit der Würde des Menschen als dem obersten Wert der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sei. Lambrou wies darauf hin, dass die JA sich juristisch gegen die Einstufung des Verfassungsschutzes wehre, den die AfD „als teilweise politisch instrumentalisiert“ ansehe

via faz: HESSISCHER LANDTAG: AfD-Abgeordnete bilden Führungstrio der Jungen Alternative

Stadtschloss in Wiesbaden
Von Martin Kraft // photo.martinkraft.com, CC BY-SA 3.0, Link