Am 23.1. beginnt vor dem Amtsgericht Trier ein Strafprozess gegen ein Mitglied der Reichsbürgerszene, u.a. wegen zahlreicher Beleidigungen, sowie Volksverhetzung und öffentlicher Aufforderung zu Straftaten. Die Staatsanwaltschaft Trier legt dem 51-jährigen, vielfach auch einschlägig vorbestraften Angeklagten aus Trier folgendes zur Last: Der Angeklagte soll der Reichsbürger-Szene angehören. Seit Februar 2022 soll der Angeklagte mehrfach Polizisten als „Verbrecher“ oder „Schwerverbrecher“ bezeichnet haben, deren angebliche Verbrechen mit der Todesstrafe geahndet werden sollten. Ebenso habe er auf verschiedene Weise die Existenz der Bundesrepublik Deutschland geleugnet. (…) Weiterhin soll er auf seinem Facebook-Account das Bild einen Davidsstern mit der Aufschrift „Nicht geimpft – Mensch 2. Klasse“ sowie ein Bild, das den Eingang des ehemaligen Konzentrationslagers Ausschwitz mit der Aufschrift „Impfen macht frei“ zeigt, veröffentlicht haben. Dort soll er auch beleidigende Äußerungen über die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Katrin Göring-Eckardt veröffentlicht haben. Darüber hinaus soll er einen Mitarbeiter des Zensus als Volksverräter und Hurensohn bezeichnet und ihn mit den Worten „Du kassierst eine Unze Blei“ dazu genötigt haben, ihn aus dem Pool der zu Befragenden herauszunehmen. Außerdem soll er aus Wut über die Gebühr für den von ihm beantragten vorläufigen Personalausweis Mitarbeiter der Stadtverwaltung Trier als Hurensöhne bezeichnet haben und gedroht haben, diese zu erschießen. Des Weiteren soll der Angeklagte auf seinem Facebook–Account bei zwei Gelegenheiten den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine unterstützt haben, indem er den ukrainischen Präsidenten mit Nazi-Symbolen dargestellt haben soll und den russischen Präsidenten aufgefordert haben soll, eine „ganz kleine Atombombe“ auf den Reichstag in Berlin abzuwerfen.

via lokalo: Atombombe auf Berlin gefordert: Prozess gegen Trierer Reichsbürger