Zur ersten Vorlesung des ehemaligen AfD-Landtagsabgeordneten Ralph Weber nach seiner Rückkehr aus der Landespolitik an die Universität Greifswald gab es Proteste von Studierenden. Der ehemalige AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Weber gibt seine erste Vorlesung an der Universität Greifswald nach der Rückkehr aus der Landespolitik. Vor dem alten Audimax haben sich Dienstagvormittag unter großem Sicherheitsaufgebot zahlreiche Studierende zum Protest versammelt. Die Polizei sprach gegenüber NDR 1 Radio MV von bis zu 600 Personen. Studierendenparlament kritisiert Rückkehr Webers Das Studierendenparlament der Universität Greifswald hatte sich in einer einstimmig gefassten Stellungnahme kritisch zur Rückkehr Webers geäußert. Das studentische Gremium wirft darin dem Jura-Professor vor, rechtsextremes Gedankengut zu vertreten. Studierende, die nicht in Webers Weltbild passen, könnten Nachteile erfahren. Sie fordern außerdem von der Hochschulleitung, das Lehrangebot zu erweitern, um Vorlesungen des Rechtswissenschaftlers nicht zwangsläufig besuchen zu müssen.
via ndr: Ehemaliger AfD-Abgeordneter Weber wieder im Hörsaal
siehe auch: Ex-AfD-Politiker kehrt an die Uni zurück – Proteste gegen Jura-Professor an der Hochschule Greifswald. Es ist eine auf den ersten Blick absurde Szene, die sich am Dienstagmittag in Greifswald abspielt. Mehrere hundert Antifaschist*innen stehen vor dem alten Audimax der Universität und skandieren »Nazis raus«. Der Adressat dieser Forderung steht währenddessen an einem Fenster im zweiten Stock der Hochschule und sieht sich die Protestaktion unten auf der Straße betont gelassen an. Er trägt Anzug und Krawatte. Es handelt sich um einen Dozenten der Hochschule: Ralph Weber, Jura-Professor und bis vor wenigen Tagen AfD-Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. (…) Tatsächlich ist die Personalie Ralph Weber um einiges heikler als allein die Tatsache, dass der Jura-Professor fünf Jahre für die AfD im Schweriner Schloss saß. Bereits vor seinem Ausflug in die Politik fiel Weber durch sein Auftreten und Äußerungen auf. Bereits 2010 erließ die Universität Greifswald eine Kleiderordnung, wonach das Tragen der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar auf dem Campus unerwünscht ist. Der Auslöser: Weber hatte sich in besagter Kleidung blicken lassen. Im gleichen Jahr wurde bekannt, dass der Jurist sich mit den beiden damaligen Vorsitzenden der rechtsextremen Parteien NPD und DVU getroffen hatte, um die Gründung einer Partei rechts der CDU zu erörtern. 2014 wurde Weber Doktorvater von Maik B., dem früheren Sänger einer Rechtsrockband, die sich in ihren Texten unter anderem positiv auf Adolf Hitler bezieht.