Das LKA wertete Hunderttausende Chats aus. Zufällig stieß es dabei auf eine WhatsApp-Gruppe, in der Polizisten volksverhetzende Inhalte austauschten. Sind rechtsextreme Chatgruppen bei Berlins Polizei Einzelfälle? Oder gibt es rechtsextreme Netzwerke? Und warum dauert die Auswertung eines beschlagnahmten Telefons über ein Jahr? Solche Fragen bewegen vor allem die Linkspartei, die Grünen, aber auch die SPD. Denn inzwischen ermittelt die Polizei wegen drei mutmaßlich rechtsextremer Chatgruppen von Polizisten. Wegen des Verdachts extremistischer Äußerungen laufen derzeit zwölf Strafverfahren gegen Beamte. Diese Zahlen nannte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Hinzu kommen zwei Verfahren, die die Polizei abgeschlossen hat und die nun bei der Staatsanwaltschaft liegen. Laut Geisel können sich noch Disziplinarverfahren anschließen. Außerdem gebe es sechs weitere Fälle, in denen Disziplinarmaßnahmen geprüft würden. Erst Mitte Juli wurden die Wohnungen von vier Polizisten durchsucht. Sie sollen zu einer Chatgruppe gehört haben, die sich „Die Eierköppe“ nannte. Vom 1. September 2017 bis 29. November 2019 sollen sie und ein weiterer Polizist volksverhetzende Inhalte verschickt haben.
Hunderttausende Chatnachrichten ausgewertet. Die Chatgruppe wurde zufällig entdeckt: Die Chatgruppe wurde zufällig entdeckt: Im Februar 2018 werteten Ermittler das beschlagnahmte Handy eines Neonazis aus, der für eine rechte Anschlagsserie in Neukölln verantwortlich sein soll. Er war Mitglied einer anderen Chatgruppe, der überwiegend Mitglieder der Neuköllner AfD angehörten. Dieser Gruppe gehörte auch ein Wachleiter der Berliner Polizei an. Er soll kurz nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz Interna zu dem Anschlag mitgeteilt haben. Als die Ermittler dies auf dem Handy des Neonazis lasen, leiteten sie im Dezember 2019 gegen diesen Beamten Ermittlungen wegen Geheimnisverrats ein.

via berliner zeitung: Ermittlungen gegen „Die Eierköppe“: Wie rechtsextrem sind Berlins Polizisten?

Polizeistern der Berliner Polizei
Von Der Polizeipräsident in Berlin – <a rel=”nofollow” class=”external autonumber” href=”http://www.berlin.de/imperia/md/content/polizei/praevention/homosexualitaet/take_care_of_yourself.pdf?start&amp;ts=1357907953&amp;file=take_care_of_yourself.pdf”>[1]</a>, Gemeinfrei, Link