Zahlreiche Demonstranten brechen Demo-Verbot. Polizei stellt Verstöße von “Querdenkern” und Gegendemonstranten fest. Hunderte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und Landfriedensbruch gestellt. Die für diesen Samstag angemeldeten “Querdenker”-Versammlungen sind zwar verboten geblieben. Für die Polizei gab es dennoch viel zu tun. So waren allein acht Gegendemonstrationen gegen die ursprünglich geplante “Querdenker”-Kundgebung angemeldet und erlaubt worden. Darüber hinaus wurde im Vorfeld von der “Querdenkern” auch zur Teilnahme an verbotenen Versammlungen aufgerufen. Aus diesem Grund war die Polizei Bremen am Samstag mit einem Großaufgebot im Stadtgebiet unterwegs. Unterstützt wurde sie dabei durch Kräfte der Bundespolizei sowie der Länder Bayern, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.Trotz der abgesagten Großkundgebung dürfte dieser Einsatz das Land Bremen voraussichtlich rund 750.000 Euro kosten, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zu buten un binnen. Bei der Überwachung des Demo-Verbots kam es mehrfach zu Zusammenstößen zwischen Corona-Leugnern, Gegendemonstranten und Polizisten. So veranstalteten “Querdenken”-Gegner um 12.30 Uhr eine erste Kundgebung unter dem Motto “Klarer Kopf statt Querdenken”. Dabei versammelten sich nach Angaben der Polizei bis zu 300 Teilnehmer an der Bürgerweide. Auch auf dem Platz der Deutschen Einheit fand eine Gegendemo mit rund 90 Teilnehmern statt. Darüber hinaus versammelten sich die “Omas gegen rechts” mit rund 25 Teilnehmerinnen an der Domsheide. Vertreter der Gruppe “Extinction Rebellion” veranstalteten eine Mahnwache mit vier Personen am Bremer Marktplatz.

via butenunbinnen: Bremer Polizei zieht Bilanz: Illegale Corona-Demos, Hunderte Anzeigen

siehe auch: Querdenker-Demo verboten: 170 Platzverweise. Mehrere Hundert Menschen sammelten sich am Bremer Hauptbahnhof – teils Anhänger der „Querdenken“-Bewegung, teils Gegner. Die Polizei war im Großeinsatz. Eine geplante, aber untersagte Großdemonstration von sogenannten „Querdenkern“ und mehrere Gegenveranstaltungen haben am Sonnabend in Bremen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die vorläufige Bilanz sind zwei verletzte Polizisten, 170 Platzverweise und mehrere Strafanzeigen, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte. (…) Das Verbot der „Querdenker“-Demonstration war am Sonnabend erst wenige Stunden vor dem geplanten Veranstaltungsbeginn vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden. Bei der Demonstration der Initiative „Querdenken 421“ unter dem Motto „Bundesweites Fest für Frieden und Freiheit“ waren bis zu 20.000 Teilnehmer auf der Bürgerweide am Hauptbahnhof erwartet worden.

siehe auch: Letztinstanzliche Urteile Gerichte verbieten “Querdenken”-Demos. Für heute geplante “Querdenken”-Demonstrationen in Bremen und Mannheim sind letztinstanzlich verboten worden. Nach Ansicht von IMK-Chef Maier sind auf solchen Demos ein Drittel Rechtsextremisten. Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot einer für heute in Bremen geplanten “Querdenken”-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Das Gericht in Karlsruhe lehnte einen Eilantrag der Veranstalter ab. Die Entscheidungen der Behörden und Gerichte in Bremen seien im Rahmen des Eilverfahrens nicht zu beanstanden, teilte ein Sprecher der ARD-Rechtsredaktion mit. Damit folgte das Gericht zwei vorangegangenen Beschlüssen des Bremer Verwaltungs- sowie Oberverwaltungsgerichtes. Die Vorinstanzen hatten ihre Entscheidungen unter anderem mit der hohen zu erwartenden Teilnehmerzahl und einer Gefährdung für die Öffentlichkeit begründet. Es gebe kein milderes Mittel als das Versammlungsverbot. So argumentierte nun auch das Karlsruher Gericht: “Es wäre nicht geeignet, dem Antragsteller ein Schutz- und Hygienekonzept aufzuerlegen, dessen Einhaltung letztlich nicht zu erwarten” sei. Zum einen sei am geplanten Demo-Ort erkennbar nicht genügend Platz für 20.000 Teilnehmer. Zum anderen sei aufgrund der Erfahrungen bei vorangegangenen Demos die Einhaltung von Hygienevorschriften nicht zu erwarten.