Neun von 22 Abgeordneten sehen keine Grundlage für die weitere Zusammenarbeit mit Fraktionschef Pazderski. Es geht um Personal, Geld und womöglich auch Mandate. Rund 14 Monate vor der Abgeordnetenhauswahl droht der Streit innerhalb der Berliner AfD-Fraktion zu eskalieren. Nachdem zuletzt die faktische Entmachtung des parlamentarischen Geschäftsführers Frank-Christian Hansel intern für Ärger gesorgt hatte, attackieren nun gleich mehrere Mitglieder der Fraktion dessen Vertrauten Georg Pazderski. Dem seit 2016 amtierenden Fraktionsvorsitzenden wird ein Führungsstil nach Gutsherrenart vorgeworfen. Von einem „Klima des Misstrauens und der Destruktivität“ ist in einem dem Tagesspiegel vorliegenden Schreiben die Rede und davon, dass die „Grundlage einer konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ aktuell nicht mehr gegeben sei. Selbst von einer möglichen Spaltung der Fraktion ist hinter vorgehaltener Hand die Rede. Allerdings sei diese so kurz vor der Wahl wohl kaum zu verantworten, hieß es weiter.

via tagesspiegel: Streit um Geld und Macht Berliner AfD-Fraktion droht die Spaltung