Neonazi Marla Svenja Liebich: Pilsener Gericht vertagt Entscheidung über Auslieferung

Die Rechtsextremistin war in Tschechien gefasst worden. Vor Gericht lehnte sie eine Übergabe ab. Das Landgericht im tschechischen Pilsen hat die Entscheidung über eine mögliche Auslieferung der Neonazi Marla Svenja Liebich an die deutschen Behörden vertagt. Nach rund zwei Stunden Verhandlung am Montag wurde die Verkündung ohne Angabe von Gründen auf den 1. Juni verschoben. Liebich hatte vor Gericht eine Zustimmung zur Auslieferung erneut abgelehnt. „Das kann ich nicht, weil ich im Gefängnis getötet würde“, sagte die verurteilte Rechtsextremistin. Liebich soll in Deutschland eine Haftstrafe verbüßen, war jedoch geflohen und erst nach monatelanger europaweiter Fahndung Anfang April dieses Jahres von tschechischen Beamten festgenommen worden. Seitdem sitzt sie in tschechischer Haft. In den Gerichtssaal wurde sie in Handschellen, mit Bart und Brille, geschminkt und in einem Oberteil mit Leopardenmuster geführt. Wird die Auslieferung rechtskräftig angeordnet, soll Liebich in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz gebracht werden. Auf deutscher Seite ist die Staatsanwaltschaft Halle für den Fall zuständig, die einen Antrag auf Auslieferung gestellt hatte. Auch nach dem ersten Verhandlungstag ging Oberstaatsanwalt Dennis Cernota davon aus, dass es zu keinen größeren Problemen komme. „Das ist ein geübtes System zwischen europäischen Ländern. Das klappt in der Regel recht reibungslos“, sagte er. Das Gericht prüfe unter anderem, ob Polizei und Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten richtig agiert hätten.

via berloiner zeitung: Neonazi Marla Svenja Liebich: Pilsener Gericht vertagt Entscheidung über Auslieferung

siehe auch: Prozess um Auslieferung von Neonazi Liebich in Tschechien vertagt Ein Gericht in Tschechien entscheidet, ob die Person Liebich den deutschen Behörden übergeben werden darf. Der Prozess wurde nach zwei Stunden Verhandlung verschoben. Das Landgericht im tschechischen Plzeň (Pilsen) hat die Entscheidung über eine mögliche Auslieferung von Neonazi Liebich vertagt. Die Verkündung einer Entscheidung wurde am ersten Verhandlungstag nach zwei Stunden ohne Angaben von Gründen auf den 1. Juni verschoben. In Deutschland steht nach einem Urteil für den Rechtsextremisten Sven Liebich, der sich inzwischen Marla-Svenja nennt, eine Haftstrafe an: Die Person Liebich war im Juli 2023 – damals noch als Sven Liebich – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Die Berufung dagegen scheiterte, ebenso wie später die Revision. Anfang 2025 war bekannt geworden, dass Liebich den Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich und den Vornamen in Marla-Svenja hat ändern lassen.

Maskierte attackieren Bewohner von Arbeiterunterkunft mit Messern und Eisenstangen – #terror

Vier Männer werden bei dem Angriff verletzt. Die Polizei rätselt, ob es sich um eine fremdenfeindliche Tat handelt. Mehrere mit Tüchern und Sturmhauben maskierte Männer sind am Freitagabend in eine Arbeiterunterkunft in Moosach eingedrungen und haben dort Bewohner angegriffen. Die Täter sollen unter anderem mit Messern und Eisenstangen bewaffnet gewesen sein. Dabei wurden vier Männer mit bulgarischer Staatsangehörigkeit im Alter von 29 bis 36 Jahren verletzt. Einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen, unter anderem durch einen „scharfkantigen Gegenstand“, wie die Polizei mitteilte. Er kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Angreifer werden als circa 20 Jahre alt und „hellhäutig“ beschrieben, einer soll mit österreichischem Akzent gesprochen haben. Ob es sich um eine fremdenfeindliche Tat gehandelt hat, konnte die Polizei am Sonntag nicht sagen, die Motivlage sei unklar. Die Täter sind nach Angaben der Polizei vermutlich mit einem Auto geflüchtet. Auswertungen der Überwachungskameras im U- und S-Bahnhof Moosach hätten keine Hinweise ergeben. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs

via sz: Maskierte attackieren Bewohner von Arbeiterunterkunft mit Messern und Eisenstangen

siehe auch: Bewaffnete attackieren Arbeiterunterkunft – Bewohner verletzt Eine Gruppe maskierter und bewaffneter Männer hat am Freitagabend eine Arbeiterunterkunft in München-Moosach angegriffen. Vier Männer wurden verletzt, einer davon schwer. Das Motiv ist bislang unklar. In München-Moosach ist am Freitagabend eine Arbeiterunterkunft überfallen worden. Warum, ist noch völlig unklar. Mehrere Bewohner wurden verletzt. Täter waren maskiert und bewaffnet Nach Angaben der Polizei waren gegen 22 Uhr zehn bis fünfzehn junge Männer in das Gebäude in der Nähe des Münchner S- und U-Bahnhofs Moosach eingedrungen. Sie waren mit Sturmhauben und Tüchern maskiert und griffen die dort untergebrachten Arbeiter unter anderem mit Messern und Eisenstangen an. Als kurz darauf alarmierte Polizeikräfte eintrafen, waren die Angreifer bereits geflüchtet. Vier bulgarische Staatsangehörige im Alter von 29 bis 36 Jahren wurden verletzt. Ein 36-Jähriger erlitt schwere Verletzungen durch einen scharfkantigen Gegenstand und kam in ein Krankenhaus. Polizei prüft fremdenfeindlichen Hintergrund Mehr als 30 Streifen fahndeten daraufhin nach den Tätern – bislang erfolglos. Die Polizei sicherte umfangreich Spuren am Tatort, wie es hieß. Die Ermittler prüfen zudem, ob sich unter den sichergestellten Gegenständen mögliche Tatmittel befinden.

“Nur die Spitze des Eisbergs” – Mehr queerfeindliche Straftaten in Hessen als je zuvor

In Hessen sind so viele queerfeindliche Straftaten registriert worden wie noch nie. Sie haben sich innerhalb von vier Jahren mehr als vervierfacht. Das hessische Innenministerium geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Hessens Polizei hat immer mehr queerfeindlich motivierte Straftaten wie Beleidigungen und Körperverletzungen registriert – gerichtet gegen Menschen, die nicht dem heterosexuellen Normbild entsprechen. Das zeigt die Antwort von Innenminister Roman Poseck (CDU) auf eine Anfrage der Grünen-Opposition im Landtag – mit Blick etwa auf Homo-, Trans- und Bisexuelle.  Jedes Jahr mehr Fälle queerfeindlicher Hasskriminalität Nach Auskunft von Innenminister Poseck zählten Hessens Polizeibeamte im vergangenen Jahr 141 queerfeindliche Taten – nach 135 Fällen im Vorjahr. 2023 waren es nach Angaben der Grünen-Fraktion noch lediglich 83 Straftaten gewesen – und 2022 nur 33 erfasste Fälle.  Damit habe sich innerhalb von nur vier Jahren sich die Zahl queerfeindlicher Straftaten in Hessen mehr als vervierfacht, so Poseck. “Das ist alarmierend.” Die registrierten Fälle seien “nur die Spitze des Eisbergs”, sagte Poseck. Er gehe von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Viele Betroffene erstatteten aus Scham, aus Angst vor erneuter Diskriminierung oder aus mangelndem Vertrauen in Behörden keine Anzeige. Queerfeindliche Gewalt finde oft im Alltag statt, im öffentlichen Raum. Als Beispiel nannte Poseck einen Vorfall aus dem Januar dieses Jahres, wo in Kassel ein Männerpaar in der Straßenbahn homophob beleidigt, bedroht und bespuckt wurde.

via hessenschafu: “Nur die Spitze des Eisbergs” Mehr queerfeindliche Straftaten in Hessen als je zuvor

How a neo-Nazi fight club is increasingly targeting young Scots

The recently rebranded Caledonia Club – formerly Active Club Scotland – is part of the wider international Active Club network. First promoted in 2017 by American far-right activist Robert Rundo, there are Active Club chapters across the United States and worldwide. The idea with the Active Club movement is to combine physical exercise with far-right beliefs, with members often pictured training in martial arts and going on hikes. A report by anti-racism campaign group Hope not Hate in 2024 found that the Scottish chapter’s members include those who have made bomb threats and marched with National Action, a terror group that is banned in the UK. But now, an investigation by the Sunday National can reveal that this white supremacist group appears to be increasingly targeting – and potentially recruiting – young Scots. In the past few months, Caledonia Club has posted several images to members on messaging app Telegram – where they have more than 1000 followers – which appear to include young Scots. In one image, in which two adults stand on either side of at least one young Scot, the group writes: “Some of the lads met up recently to scout new locations for cliff jumping and summer events. “White boy summer preparation is in full swing. Are you going to be involved White Man? JOIN TODAY.” Meanwhile, Caledonia Club have also posted videos showing Active Club members from across the world boxing and drinking with the tagline: “3.0 is the future of white youth”. Another repost from an account called “whiteyouthinrevolt” writes that “there’s fun in fascism” and links to a directory for various Active Club youth chapters around the world for children as young as 15. Caledonia Club has also been promoting content from Albion Youth Club, which describes itself as a “fraternal organisation of youths aged 15-18” that is recruiting “across the island of Great Britain” – although it appears to be more England-based.

via the national scot: How a neo-Nazi fight club is increasingly targeting young Scots

M42 closed for five hours as racist climbs onto bridge and performs Nazi salute

Geoffrey Brewer climbed over the railings on a bridge near junction five, for Solihull, shouting racial abuse at police and paramedics and demanding a fry-up before being arrested. A racist who shouted ‘make Britain great again’ and demanded a full English breakfast brought part of the M42 to a standstill for over five hours. Geoffrey Brewer clambered over the railings on a bridge near junction five, for Solihull, prompting fellow motorists to alert the emergency services. When help arrived, however, he directed vile racist abuse at officers and demanded a fry-up. (…) On Tuesday, 21 April, he was handed a nine-month sentence but was told he could expect to be released imminently, having already served that period in custody on remand. Members of the public grew alarmed upon spotting Brewer on the wrong side of the railings on the motorway bridge at around 6am on 10 July last year. Officers attended and attempted to persuade him to return to the correct side of the barrier, but he ‘shouted racial abuse’ at a female officer and performed a Nazi salute, prosecutor Harman Kooner told the court. Brewer also made a number of crude sexual remarks and hurled a drinks bottle in her direction. Mr Kooner said: “He wasn’t making comments about being suicidal but threatened to jump off the bridge if he didn’t get a full English breakfast and other food, drinks and cigarettes.

via coventrytelegraph: M42 closed for five hours as racist climbs onto bridge and performs Nazi salute

Bahlsen-Chef zieht Grenze zur AfD – und fordert mehr Haltung

Bahlsen-Chef Alexander Kühnen fordert ein klares Bekenntnis von Unternehmen zur Demokratie und grenzt sich von der AfD ab. Mit Blick auf die Werte des Keksherstellers sagte Kühnen: „Wenn ich mir anschaue, welche Parteien diese Werte vertreten, dann sind das die demokratischen Parteien. Und es gibt klare Grenzen. Positionen wie Remigration sind für uns nicht akzeptabel.“ Der Manager begründete seine Haltung auch wirtschaftlich. „Wir brauchen Fachkräfte, wir brauchen offenen Handel in Europa, wir brauchen stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagte Kühnen. „Vor diesem Hintergrund ist die AfD für mich keine Alternative – weder unternehmerisch noch persönlich.“ Abschottende Vorstellungen passten nicht zum Familienunternehmen aus Hannover, machte Kühnen deutlich. „Wenn ich national denke und glaube, dass hier nur bestimmte Nationalitäten arbeiten sollten, dann passt das nicht zu uns.“ Die meisten Programmpunkte der AfD seien mit Bahlsens Überzeugungen nicht vereinbar. „Als Wirtschaftslenker tragen wir Verantwortung“ Kühnen sprach sich dafür aus, dass Unternehmen Haltung zeigen. „Ich glaube sehr stark an die Demokratie und daran, dass wir eine Verantwortung haben, sie zu verteidigen“, sagte er. „Als Wirtschaftslenker tragen wir Verantwortung – und zwar eine große.“ Er wünsche sich, dass Menschen in solchen Positionen ihre Möglichkeiten stärker nutzten – „für einen guten Zweck“. Dazu gehöre für ihn auch der Schutz der Demokratie.

via op online: Bahlsen-Chef zieht Grenze zur AfD – und fordert mehr Haltung

Koordinierte Drohnenangriffe – Ukraine: Haben seltenes russisches Flugzeug zerstört

Die Ukraine greift weiter im russischen Hinterland an. Laut Präsident Selenskyj gelangen den Drohnenpiloten spektakuläre Treffer. Die Ukraine hat offenbar eines der seltenen russischen Amphibienflugzeuge vom Typ Be-200 zerstört, während es an einem Militärflughafen geparkt war. Es soll sich weit im russischen Hinterland befunden haben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein schwarz-weißes Video, das einen Drohnenanflug auf den Flughafen zeigte. Die Aktion sei Teil der Angriffe auf russisches Gebiet, die die Ukraine als Vergeltung für die russischen Attacken diese Woche durchgeführt habe. Zu den Zielen, die sowohl in den besetzten Gebieten als auch auf russischem Territorium getroffen wurden, gehörten außerdem ein Frachtschiff mit Munition, mehrere Luftabwehrsysteme, ein Hubschrauber, ein Ausbildungszentrum und Ölanlagen. “Zurückgelegte Strecken: fast 1.000 Kilometer von der Kontaktlinie entfernt”, schrieb der ukrainische Präsident in den sozialen Medien. “Das sind unsere völlig gerechtfertigten Reaktionen auf das Vorgehen der Russen. Wir werden sowohl den Umfang als auch das Ausmaß dieser Sanktionen weiter ausweiten”, kündigte Selenskyj an. Satellitenaufnahmen vom Militärflughafen Jeisk in der südrussischen Region Krasnodar zeigten entsprechende Zerstörungen. Der Verlust des Amphibienflugzeugs, dessen Wert auf 40 Millionen Dollar (etwa 34 Millionen Euro) geschätzt wird, kann als schwerwiegend angesehen. Seit dem Erstflug im Jahr 1998 Berichten zufolge nur 20 Exemplare gebaut wurden. Das Spezialflugzeug ist in der Lage, sowohl vom Wasser als auch von Land aus zu starten und zu landen. Eigentlich wurde es als Löschflugzeug konzipiert, kann aber auch Soldaten und Material in schwer zugängliche Gegenden transportieren.

via t-online: Koordinierte Drohnenangriffe Ukraine: Haben seltenes russisches Flugzeug zerstört

siehe auch: Fast 1.000 Kilometer hinter der Front: Ukraine zerstört Russlands seltenstes Militärflugzeug. Russland und die Ukraine überziehen sich nach dem Ende der von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruhe erneut massiv mit Luftangriffen. Die gegenseitigen Angriffe eskalieren damit wieder deutlich. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sterben dabei zahlreiche Zivilisten, auch in Russland gibt es Tote infolge der gegenseitigen Luftschläge. Auf dem Militärflughafen der russischen Stadt Jeisk am Asowschen Meer haben ukrainische Drohnen ein Amphibienflugzeug vom Typ Beriev Be-200 „Altair“ zerstört. Das Flugzeug stand auf dem Rollfeld, als es getroffen wurde – hunderte Kilometer von der Frontlinie entfernt. (…) Die Be-200 ist kein Serienprodukt. Von dem Amphibienflugzeug, das sowohl von Wasser als auch von Landepisten starten kann, wurden weltweit nur rund 20 Stück gebaut. Russland nutzt es für maritime Operationen und Feuerlöscheinsätze. Der Verlust wiegt schwer: Ersatz ist auf dem Weltmarkt kaum zu beschaffen, russische Eigenproduktion in Kriegszeiten kaum realistisch. Der Schlag gegen Jeisk war kein Einzelangriff. Laut Ukrinform führten die unbemannten Systeme der ukrainischen Streitkräfte zeitgleich Operationen in mehreren Regionen durch. Neben der Be-200 zerstörten Drohnenpiloten in Jeisk auch einen Hubschrauber vom Typ Ka-27. Auf der besetzten Krim trafen sie ein Panzir-S1-Flugabwehrsystem, in der Region Luhansk ein Tor-M2-System. Im Hafen von Berdjansk versenkten sie ein mit Munition beladenes Frachtschiff.

Von CeeGeeEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link