In Hessen sind so viele queerfeindliche Straftaten registriert worden wie noch nie. Sie haben sich innerhalb von vier Jahren mehr als vervierfacht. Das hessische Innenministerium geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Hessens Polizei hat immer mehr queerfeindlich motivierte Straftaten wie Beleidigungen und Körperverletzungen registriert – gerichtet gegen Menschen, die nicht dem heterosexuellen Normbild entsprechen. Das zeigt die Antwort von Innenminister Roman Poseck (CDU) auf eine Anfrage der Grünen-Opposition im Landtag – mit Blick etwa auf Homo-, Trans- und Bisexuelle.  Jedes Jahr mehr Fälle queerfeindlicher Hasskriminalität Nach Auskunft von Innenminister Poseck zählten Hessens Polizeibeamte im vergangenen Jahr 141 queerfeindliche Taten – nach 135 Fällen im Vorjahr. 2023 waren es nach Angaben der Grünen-Fraktion noch lediglich 83 Straftaten gewesen – und 2022 nur 33 erfasste Fälle.  Damit habe sich innerhalb von nur vier Jahren sich die Zahl queerfeindlicher Straftaten in Hessen mehr als vervierfacht, so Poseck. “Das ist alarmierend.” Die registrierten Fälle seien “nur die Spitze des Eisbergs”, sagte Poseck. Er gehe von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Viele Betroffene erstatteten aus Scham, aus Angst vor erneuter Diskriminierung oder aus mangelndem Vertrauen in Behörden keine Anzeige. Queerfeindliche Gewalt finde oft im Alltag statt, im öffentlichen Raum. Als Beispiel nannte Poseck einen Vorfall aus dem Januar dieses Jahres, wo in Kassel ein Männerpaar in der Straßenbahn homophob beleidigt, bedroht und bespuckt wurde.

via hessenschafu: “Nur die Spitze des Eisbergs” Mehr queerfeindliche Straftaten in Hessen als je zuvor


0 Comments

Leave a Reply

Avatar placeholder

Your email address will not be published. Required fields are marked *