Eklat um AfD-Kranz: Präses Latzel solidarisch mit Bonhoeffer-Großneffen – #AntifaIstHandarbeit

Bei einer Gedenkveranstaltung für NS-Widerstandskämpfer kam es zu einem Streit um einen AfD-Kranz. So reagiert der evangelische Präses Latzel. Nach dem Eklat um einen AfD-Kranz am Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats vom 20. Juli in Berlin zeigt sich der evangelische rheinische Präses Thorsten Latzel solidarisch mit dem Großneffen des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke. Dieser habe versucht, einen Kranz der AfD bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag zu entfernen, schrieb Latzel am Dienstag, 21. Juli, auf Instagram. „Ganz ehrlich: Ich kann ihn so gut verstehen“, erklärte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche. Präses Latzel: „Einfach nur perfide“ Es müsse fürchterlich sein, wenn eine Partei, die insgesamt als rechtsextremer Verdachtsfall und in Teilen sogar als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz eingeordnet werde, das Andenken an Familienmitglieder politisch instrumentalisiere, schrieb Latzel. Es sei „einfach nur perfide“, sich als AfD an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zu beteiligen, wenn man im Gedankengut so nah an der völkischen Ideologie sei, gegen die die Widerstandskämpfer eintraten. Seine Gedanken seien bei den Familien der bei dem Gedenktag Bedachten, „insbesondere bei der Familie Dietrich Bonhoeffers und Tobias Korenke, der öffentlich einsteht für seine Überzeugungen“, erklärte Latzel weiter.

via kirche und leben: Eklat um AfD-Kranz: Präses Latzel solidarisch mit Bonhoeffer-Großneffen

siehe auch: STREIT UM AFD-KRANZ-NIEDERLEGUNG Präses Latzel hat Verständnis für Bonhoeffer-Großneffen Bei einer Gedenkveranstaltung für NS-Widerstandskämpfer kam es zu einem Streit um einen AfD-Kranz. Der rheinische Präses Latzel zeigte sich solidarisch mit dem Großneffen von Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, der in das Handgemenge verwickelt war. Korenke habe versucht, einen Kranz der AfD bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag zu entfernen, schrieb Latzel am Dienstag auf Instagram. “Ganz ehrlich: Ich kann ihn so gut verstehen”, erklärte der oberste Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche. Es müsse fürchterlich sein, wenn eine Partei, die insgesamt als rechtsextremer Verdachtsfall und in Teilen sogar als gesichert rechtsextrem durch den Verfassungsschutz eingeordnet werde, das Andenken an Familienmitglieder politisch instrumentalisiere, schrieb Latzel. Es sei “einfach nur perfide”, sich als AfD an der Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zu beteiligen, wenn man im Gedankengut so nah an der völkischen Ideologie sei, gegen die die Widerstandskämpfer eintraten. (…) Die jährlichen AfD-Kranzniederlegungen im Bendlerblock “verletzen viele Angehörige der Frauen und Männer des Widerstands zutiefst”, hatte die Stiftung weiter erklärt. Vieles von dem, wofür die AfD stehe, stehe im Widerspruch zu den Überzeugungen, für die die Widerständlerinnen und Widerständler gegen das NS-Regime eingetreten seien.

Erfolg: Die Wahrheit über Müller

Alles AfD, oder was? Nach unserer bundesweiten Kampagne dürfte nicht nur uns klar sein: Theo Müller unterstützt die AfD. Diesen Erfolg feiern wir mit einem Rückblick und Bildergalerien. Von öffentlichen Freundschaftserklärungen für Alice Weidel (AfD) bis hin zum Vorschlag einer Koalition mit der AfD in Sachsen. Fakt ist: Müllermilch-Konzerngründer Theo Müller unterstützt die rechtsextreme AfD. Mit seinen Sympathiebekundungen normalisiert er die Partei immer wieder. Dadurch verharmlost ihre menschenverachtenden Positionen. Als im Sommer 2025 wieder ein Foto von Theo Müller an der Seite von Alice Weidel öffentlich wurde, starteten wir eine Aufklärungskampagne: Alle sollten die Wahrheit über Müller erfahren. Zusammen mit Aktiven demonstrierten wir vor Supermärkten in Lüneburg, Augsburg und Dresden. Über 100.000 Menschen bestellten unsere Stickerpakete und beklebten Müllermilch-Produkte im Supermarkt mit unseren Slogans: “Alles AfD, oder was?” und “Jetzt mit AfD-Geschmack”. Die Resonanz auf unsere Kampagne war so groß, dass wir noch einmal nachlegten. Deutschlandweit hängten wir 28.000 Plakate in 14 Städten auf. In 8 Städten erstrahlte unsere Botschaft riesengroß an Häuserfassaden. Dazu berichteten Zeitungen im ganzen Land über unsere Kampagne. Theo Müller sah sich gezwungen zu reagieren und zog gegen Campact vor Gericht. Allerdings scheiterte der Milliardär mit seiner Klage und musste schließlich zurückrudern. Mit dem gewonnenen Prozess sendeten wir ein politisches Zeichen, das weit über Müller hinaus weist: Wer Rechtsextreme unterstützt, muss mit unserem Protest rechnen.

via campact: Erfolg: Die Wahrheit über Müller

»Keine Angst«: Danger Dan und Igor Levit fordern Debatte über Rechtsextremismus

Nach dem ZDF-Eklat sind die Musiker in Berlin aufgetreten. In den letzten Tagen sei zu viel über die Ausladung und zu wenig über rechte Gewalt gesprochen worden. Die Musiker Danger Dan und Igor Levit haben nach dem abgesagten Auftritt im ZDF ein Ersatzkonzert gespielt und die Debatte der zurückliegenden Tage kritisiert. Es sei viel darum gegangen, ob die Ausladung angemessen gewesen sei, sagte Danger Dan im Columbia Theater in Berlin. Das sei aber nicht die entscheidende Frage, ergänzte Pianist Levit. Als eine Frage, die stattdessen diskutiert werden sollte, nannte Danger Dan: »Wie gehen wir um mit rechter Gewalt, die explosionsartig anwächst und immer brutaler wird?« Levit forderte zudem einen Fokus auf Hilfe für Menschen, die von rechter Gewalt bedroht werden und etwa Angst hätten, aus dem Haus zu gehen. (…) Man habe es »unzweifelhaft mit einer Gebrauchsanweisung zum linken, gewaltbereiten Widerstand zu tun«, sagte Intendant Norbert Himmler der Süddeutschen Zeitung. Dieser münde in freundliche Grüße an linksextreme, zum Teil rechtskräftig verurteilte Gewalttäter. Zugleich räumte Himmler Fehler beim Entscheidungsprozess ein. Danger Dan hatte bestritten, mit seinem Song zu Gewalt aufzurufen. Die beiden Musiker sprachen von einem Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte den Schritt als schwerwiegenden Eingriff in die redaktionelle Freiheit. Auch die Macher der Sendung kritisierten die Ausladung. Sie sprachen von einer »mutlosen« Entscheidung

via zeit: »Keine Angst«: Danger Dan und Igor Levit fordern Debatte über Rechtsextremismus

Hinrichtung von Oppositionspolitikern “angeordnet”: Italienischer Rechtsextremist Vannacci sorgt mit KI-Video für Empörung

Vannacci inszeniert sich in dem Video als römischer Kaiser, der vom Publikum geforderten Hinrichtungen von Oppositionspolitikern zustimmt. Die Opposition kritisiert das Video als Gewaltaufruf. Ein mit Künstlicher Intelligenz erstelltes Video des italienischen EU-Abgeordneten und Rechtsextremisten Roberto Vannacci hat in Italien heftige Kritik ausgelöst. Der Gründer der rechten Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) veröffentlichte den Clip in den sozialen Medien. Darin inszeniert sich der frühere General als römischer Kaiser in einem römischen Amphitheater. Neben ihm sitzen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Senatspräsident Ignazio La Russa. In der Arena erscheinen die Oppositionspolitiker Elly Schlein, Giuseppe Conte, Romano Prodi und Laura Boldrini gefesselt. Das Publikum fordert ihre Hinrichtung und Vannacci gibt im Video seine Zustimmung. Gewaltaufruf kritisiert Die Veröffentlichung löste in Italien umgehend heftige Reaktionen aus und wird in Politik und sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert. Der Vorsitzende der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und Ex-Premier, Giuseppe Conte, verurteilte den Clip scharf. Vannacci ordne darin den Tod politischer Gegner an und sende damit “eine Botschaft, die zu Gewalt aufstachelt”, erklärte Conte. Zugleich forderte er Ministerpräsidentin Meloni zu einer Stellungnahme gegen die Rückkehr einer “Mythologie der Gewalt” auf. Wer glaube, die Opposition einschüchtern zu können, werde damit keinen Erfolg haben, meinte Conte. Scharf äußerte sich auch die Südtiroler SVP-Senatorin und Vorsitzende der Autonomiegruppe, Julia Unterberger. “Das Video von Vannacci ist schlichtweg widerlich. Ich hoffe, dass sich alle politischen Kräfte unmissverständlich davon distanzieren und diesen Akt politischer Gewalt ohne Zögern verurteilen. Das ist auf dem Niveau von (US-Präsidenten Donald) Trump – wenn nicht sogar noch schlimmer”, erklärte sie.

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Dresdner Burschenschaft Salamandria: Die Studentenverbindung hinter dem AfD-Jugendchef

1966 gründeten Studenten die Dresdner Burschenschaft Salamandria. 60 Jahre später steht mit Jean-Pascal Hohm eines ihrer Mitglieder an der Spitze der neuen AfD-Jugendorganisation. Chronik einer rechten Verbindung. Wie jedes Jahr nach Pfingsten fahren in der letzten Maiwoche unterhalb des Burschenschaftsdenkmals in Eisenach die Wägen vor. Autotüren schlagen, gut gelaunt stapfen Männer in Anzug und bunten Mützen den Hügel zum Denkmal hinauf. Sie alle gehören Studentenverbindungen aus Deutschland und Österreich an, die im Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) organisiert sind. Jedes Jahr treffen sie sich hier zu ihrer Jahrestagung, dem „Burschentag“. Es wird Bier getrunken, man schwenkt Fahnen und Fackeln. Manch einer zeigt schon mal das „White Power“-Zeichen, das für die Überlegenheit der „weißen Rasse“ steht. Inmitten des feuchtfröhlichen Treibens: die Füchse, Burschen und Alten Herren der „Dresdner Burschenschaft Salamandria“. Aus ihren Reihen stammt der Mann, der seit November 2025 an der Spitze der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ steht: Jean-Pascal Hohm. Von der Dresdner Kleinstverbindung an die Spitze der „Generation Deutschland“ Die Nähe rechter Burschenschaftler zur AfD ist nichts Neues. Laut einer Recherche des SWR aus 2024 hatten damals mehr als 50 Abgeordnete der Partei Bezüge zu Studentenverbindungen, viele zu solchen, die der DB angehörten. Der Dachverband war wegen der rechtsextremen Tendenzen seiner Mitglieder in den letzten Jahren immer wieder in den Schlagzeilen gelandet. Mit Hohm ist nun ein Salamandrier zu einem der wohl bekanntesten Vertreter einer DB-Verbindung auf der bundespolitischen Bühne geworden. Ein Mitglied einer auf den ersten Blick unauffälligen Burschenschaft. Die Salamandria ist weder besonders alt noch besonders lange in der DB. Im Studentenleben Dresdens ist sie so gut wie nicht präsent. Wie passt all das zusammen? Anhand einer geleakten Mitgliederliste der Salamandria und archivierter Versionen ihrer Website lässt sich die Entwicklung einer Studentenverbindung rekonstruieren, die auf besondere Weise für die Symbiose nationalkonservativer Burschenschaften mit neurechten Bewegungen und Parteien steht. Deren Kurs und öffentlicher Auftritt sich als erstaunlich wandelbar erwiesen haben, zwischen offener politischer Agitation und völliger Heimlichkeit.

via dnn: Dresdner Burschenschaft Salamandria: Die Studentenverbindung hinter dem AfD-Jugendchef

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Wahl von AfD-Kreisrat Seidler löst heftige Reaktionen aus

Auf Vorschlag von Landrat Thomas Mack wird AfD-Kreisrat Kevin Seidler in ein Gremium gewählt, das Kandidaten für das Amt des Kreisheimatpflegers vorschlägt. Die Resonanz ist gewaltig. Eine Personalentscheidung im Bauausschuss des Neuburg-Schrobenhausener Kreistags hat hohe Wellen geschlagen. Wie berichtet, wurde der AfD-Kreisrat Kevin Seidler am Donnerstag in ein Gremium gewählt, das Kandidaten für die Posten als Kreisheimatpfleger vorauswählt und vorschlägt. Das Amt ist befristet. Final über den Kreisheimatpfleger entscheidet der Kreistag. Der Vorschlag, Seidler in das Auswahlgremium zu berufen, kam von Landrat Thomas Mack (CSU), der selbst Teil dieses Gremiums ist. Zwei Kreisräte, Werner Widuckel (SPD) und Martin Wendl (Grüne), des insgesamt zwölfköpfigen Bauausschusses, haben gegen Seidler gestimmt. Der Vorgang sorgt vor allem bei den Grünen, aber auch in den sozialen Netzwerken für Empörung.

via augsburger allgemeine: Wahl von AfD-Kreisrat Seidler löst heftige Reaktionen aus

Vom Remigrationsgipfel ins Rathaus in Nörten: Verfassungstreueprüfung bei AfD-Kandidatin Reinhild Goes?

Reinhild Goes von der AfD will Bürgermeisterin in Nörten-Hardenberg (Landkreis Northeim) werden. Die Gemeinde hat trotz ihrer Funktionen in der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ bisher keine Verfassungstreueprüfung veranlasst. Gegen mindestens acht andere Kandidaten der in Niedersachsen als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei laufen bereits solche Verfahren. ür die AfD-Bürgermeisterkandidatin Reinhild Goes in Nörten-Hardenberg ist bislang kein Prüfverfahren zur Verfassungstreue eingeleitet worden. Nach Angaben des Landkreises Northeim hat die Gemeinde eine solche Prüfung bisher nicht bei der Kommunalaufsicht veranlasst. Goes übt in der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ auf Landes- und Bundesebene Funktionen aus. Bei deren Gründungskongress ist Goes mit ihrer Bewerbungsrede öffentlich in Erscheinung getreten. Goes gehört zudem dem Vorstand des AfD-Kreisverbandes Göttingen an. Bei der niedersächsischen Kommunalwahl im September kandidiert sie für das hauptamtliche Bürgermeisteramt im Flecken Nörten-Hardenberg. Die AfD Niedersachsen wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Landkreis: „Gemeinde hat keine Prüfung veranlasst“ „Der Flecken Nörten-Hardenberg hat bislang keine Prüfung der Verfassungstreue durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Northeim veranlasst“, sagte Kreissprecherin Tanita Schebitz dieser Zeitung. Ob die Gemeindewahlleitung selbst eine Prüfung vorgenommen habe, könne nur die Gemeinde beantworten.

via göttinger tageblatt: Vom Remigrationsgipfel ins Rathaus in Nörten: Verfassungstreueprüfung bei AfD-Kandidatin Reinhild Goes?