Tätliche Auseinandersetzung am Bahnhof Leutkirch

Weil er der Meinung war, beleidigt worden zu sein, ging ein 27-jähriger Mann am Freitagnachmittag, 16.10.2026 gegen 17:30 Uhr, zwei 15- und 17-jährige, aus der Ukraine stammende Jugendliche tätlich an. Erkennbare Verletzungen erlitten die beiden Jugendlichen nicht. Der 27-jährige deutsche Staatsangehörige war in Begleitung einer in Kasachstan gebürtigen 44-jährigen Frau, als er die beiden Jugendlichen zunächst beschimpfte, beleidigte und zuletzt auch körperlich angriff. Bei Einschreiten der Polizei beleidigten die beiden zudem die Einsatzkräfte. Die 44-Jährige zeigte in aller Öffentlichkeit den sogenannten Hitlergruß.

via news-fact: Tätliche Auseinandersetzung am Bahnhof Leutkirch

FLASCHENWÜRFE UND HITLERGRUSS: SO LIEF DER DEMO-TAG IM ERZGEBIRGE

Demo-Tag im Erzgebirge: Am gestrigen Samstag hatte das Bündnis “Schwarzenberg Ungebrochen” zu Protesten aufgerufen. Nun zieht die Polizei, die mit rund 330 Einsatzkräften vor Ort war, Bilanz. (…) “In der Spitze waren 450 Teilnehmer im Aufzug. Nach der Zwischenkundgebung hatte sich die Teilnehmerzahl bereits verringert”, so eine Polizeisprecherin. An der Bahnhofstraße hatten sich etwa 75 Gegendemonstranten versammelt, die dem eigentlichen Aufzug mit Abstand folgten. Als die beiden Gruppen in der Bahnhofstraße aufeinander trafen, flogen von beiden Seiten Flaschen. Ein Verdächtiger (24, deutsch) kassierte eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein 35 Jahre alter Deutscher, der an der Gegenveranstaltung teilnahm, attackierte in der Karlsbader Straße einen Fotografen. Ein anderer Deutscher (45) zeigte in der Bahnhofstraße den Einsatzkräften den Hitlergruß. Beide Männer erhielten entsprechende Anzeigen.

via tag24: FLASCHENWÜRFE UND HITLERGRUSS: SO LIEF DER DEMO-TAG IM ERZGEBIRGE

Antisemitischer Kommentar im JU-Chat: Mitglied aus Nordthüringen tritt aus

Ein Mitglied der Jungen Union aus Nordthüringen hat eine jüdische Funktionärin in einem internen Chat antisemitisch und frauenfeindlich beleidigt. Thüringens JU-Landeschef verurteilte die Äußerung scharf. Der Verfasser ist inzwischen aus der Nachwuchsorganisation ausgetreten. Nach einer antisemitischen Beleidigung ist ein Nordthüringer Mitglied aus der Jungen Union ausgetreten. Das wurde MDR THÜRINGEN aus Kreisen der CDU-Nachwuchsorganisation bestätigt. Anlass ist der Kommentar des JU-Mitglieds in einem internen Chat der Jungen Union. Darin hatte er die scheidende Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, Clara von Nathusius, auch frauenfeindlich beleidigt. Das Mitglied schrieb, das passiere, wenn man Frauen in Vorstände wähle. Und wörtlich: “Aber jetzt mal ganz ehrlich: Clara ist Jüdin, die können mit Geld umgehen, es kann sich also nicht um ein Versehen handeln”. Probleme der JU Deutschlands als Hintergrund Hintergrund des Vorfalls sind finanzielle Probleme der Jungen Union Deutschlands. Nach einem Bericht des Focus muss die JU rund 350.000 Euro an staatlichen Fördermitteln zurückzahlen. Dafür musste sie sich demnach etwa 300.000 Euro bei der CDU leihen.

via mdr: Antisemitischer Kommentar im JU-Chat: Mitglied aus Nordthüringen tritt aus

Nach Interview mit Björn Höcke – Gericht erlässt Strafbefehl gegen Diether Dehm

Der frühere Bundestagsabgeordnete Diether Dehm fungiert als Scharnier zwischen AfD und BSW in Sachsen-Anhalt. Wegen der Verwendung eines NS-Spruchs wurde nach SPIEGEL-Informationen jetzt ein Strafbefehl gegen ihn erlassen. Das Amtsgericht Tiergarten hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin Strafbefehl gegen den früheren Linkenabgeordneten Diether Dehm erlassen, wie eine Gerichtssprecherin dem SPIEGEL auf Anfrage sagte. »Der Tatvorwurf betrifft das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen«, so die Sprecherin. Hintergrund ist ein gemeinsames Interview, das Dehm und der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke im Oktober 2025 einem lokalen TV-Sender aus Erfurt gegeben hatten. Dabei kam auch zur Sprache, dass Höcke verurteilt worden war, weil er im Landtagswahlkampf 2021 in Sachsen-Anhalt die SS-Parole »Alles für Deutschland« verwendet hatte. Im Interview solidarisierte sich Dehm mit Höcke und wiederholte den Spruch. »Sollen die mal kommen«, forderte Dehm die Strafbehörden heraus. Nun wurde gegen Dehm eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 150 Euro festgesetzt. Dehm selbst sagte, er äußere sich nicht zu laufenden Verfahren. Da er Einspruch eingelegt hat, ist die Entscheidung des Gerichts noch nicht rechtskräftig. Wagenknecht nannte ihren Ex-Freund »geistesgestört« Dehm spielte in den vergangenen Monaten eine entscheidende Rolle bei der Annäherung von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt. In der Linkspartei galt er einst als enger Verbündeter von Sahra Wagenknecht. Er wurde aber nicht in das BSW aufgenommen, weil er sich mit einem Teil der Parteigründer überworfen hatte. Dehm hatte auch Wagenknecht verklagt, weil diese ihn als »geistesgestört« bezeichnete. Das Gericht wies die Klage ab, weil es sich um eine Meinungsäußerung handle. In der Linkspartei waren beide vor vielen Jahren ein Paar. Dehm war kürzlich Ehrengast beim umstrittenen Dinner des rechtsextremen Magazins »Compact« in Magdeburg, wo Vertreter von AfD und BSW auf ihre Zusammenarbeit angestoßen hatten. Dort warb Dehm nachdrücklich für eine Zusammenarbeit der beiden Parteien. Es solle ein »Friedenspakt, wie mein guter Bekannter Björn Höcke empfiehlt«, geschlossen werden, so Dehm. Wagenknecht distanzierte sich von dem Dinner, die BSW-Politikerin Claudia Wittig bezeichnete ihre Teilnahme als »Fehler«.

via spiegel: Nach Interview mit Björn Höcke Gericht erlässt Strafbefehl gegen Diether Dehm

siehe dazu auch: DIETER DEHM Von links nach rechts (01(2026) Politische Überläufer von links nach rechts hat es immer gegeben. Seit langem keine Berührungsängste nach rechtsaußen zeigt auch der langjährige Linken-Politiker und Putin-Versteher Diether Dehm. Am 31. Januar soll in Magdeburg der 15. Geburtstag des Monatsmagazins „Compact“ von Jürgen Elsässer gefeiert werden. Elsässer war früher Mitglied des Kommunistischen Bundes (KB) und schrieb als Autor für linke Zeitungen. Doch seit Langem bereits ist er in der rechtsextremen Szene verortet und wünschte sich schon den AfD-Rechtsextremisten Björn Höcke als „Reichskanzler“. Mit monatlich – laut Eingenangabe – 40.000 verkauften Magazinen und über einer halben Million Youtube-Abonnenten will „Compact“ das „bei Weitem reichweitenstärkste Medium der Opposition“ sein. Ziel von Compact sei es, „die Patrioten und Freiheitskämpfer aus verschiedenen Lagern zusammen zu bringen“, wird von dem Blatt postuliert. „Compact“ steht für Rechtsextremismus, Antisemitismus und Reichsbürgerfantasien. Als Redner der „Compact“-Feier sind neben dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden  Björn Höcke, Markus Krall, einem rechtslibertären Crash-Propheten, Kayvan Soufi-Siavash, der unter dem Namen Ken Jebsen als Verschwörungsmysthiker bekannt wurde, auch das „linke Polit-Schlachtross“ („Compact“) Diether Dehm angekündigt.

siehe dazu auch: Wie Diether Dehm „Lerryn, das Arschloch“ wurde. Im niedersächsischen Holzminden wendet sich Diether Dehm am Ostersamstag 2012 an die Protestierenden. Für den Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Diether Dehm gibt es keinen Antisemitismus jenseits der Shoah, Außenminister Heiko Maas ist für ihn ein gut gestylter Nato-Strichjunge und der Israelkritiker Dehm ist ein glühender Freund der Querfront-Mahnwachen. Doch seinen Spitznamen „Lerryn, das Arschloch“ erwarb sich der Musikant in Frankfurt aus anderen Gründen.

Falsches Kreuz gesetzt: AfD-Politiker in Cloppenburg lehnt Mandat versehentlich ab

Ein AfD-Politiker verliert wegen eines Fehlers sein Stadtratsmandat in Cloppenburg. Die Partei kann einen weiteren Sitz nicht besetzen. Ein kleiner Fehler mit großer Auswirkung: Ein AfD-Politiker aus Niedersachsen lehnte seine Wahl im Stadtrat von Cloppenburg ab und kann jetzt sein Mandat nicht antreten. Wohl versehentlich, wie die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet. Demnach setzte Andreas Bluhm auf einem Vordruck der Gemeindewahlleiterin sein Kreuz an der falschen Stelle. Statt die Wahl anzunehmen, lehnte er sie ab. Und schickte die Erklärung ab. Ein Fehler, der im Stadtrat nun Auswirkungen für die AfD hat. (…) Gegenüber der „HAZ“ teilte die Stadtverwaltung mit: „Der gewählte AfD-Kandidat Andreas Bluhm hat in einer fristgerecht eingereichten schriftlichen Erklärung sein Mandat abgelehnt. Mangels Ersatzpersonen der Partei bleibt sein Sitz frei.“ (…) Der Fauxpas von Bluhm ist unwiderruflich. „Die Ablehnung der Wahl kann gem. § 40 Abs. 1 Satz 6 des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes (NKWG) nicht mehr widerrufen werden. Sie ist sowohl für die Stadt als auch für den gewählten Bewerber bindend“

via morgnpost: Falsches Kreuz gesetzt: AfD-Politiker in Cloppenburg lehnt Mandat versehentlich ab

Nach Streit über Gedenken in Halle Jüdische Studierende erhalten Morddrohungen

Nach dem Eklat bei einer Gedenkveranstaltung in Halle (Saale) sind jüdische Studierendenvertreter Drohungen ausgesetzt. Der Vorsitzende der JSUD übt auch Kritik an gleich mehreren Parteien. Vertreter der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) erhalten nach eigenen Angaben Drohungen, nachdem sie den AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider daran gehindert hatten, an einer Gedenkveranstaltung in der Haller Synagoge teilzunehmen. “Wir bekommen seit der Aktion vor der Synagoge in Halle deutlich mehr Anfeindungen und deutlich mehr Hass – bis hin zu Morddrohungen”, sagte der JSUD-Vorsitzende Ron Dekel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dekel verteidigte die Aktion vor knapp einer Woche am Tag des Gedenkens an den antisemitisch motivierten Anschlag auf die Synagoge vor sieben Jahren. “Rechtsextremisten haben in einer Synagoge nichts zu suchen. Denn es sind Menschen, die so einen Anschlag erst möglich gemacht haben mit ihrer Rhetorik. Sie gehören vor allem nicht vor die Augen von Überlebenden und Angehörigen von Opfern, wenn diese trauern wollen.”

via tonline: Nach Streit über Gedenken in Halle Jüdische Studierende erhalten Morddrohungen

‘Kill Indian people’: Chilling details of US Hindu temple plot – 300 rounds, Nazi patch found at teen’s home

A 19-year-old suspect allegedly planned a mass shooting at the Sri Venkateswara Swami (Balaji) Temple in Aurora, Illinois. Police found a rifle without a serial number, hundreds of rounds of ammunition, a tactical vest and a patch depicting Nazi symbolism at his home. Illinois authorities have disclosed fresh details about an alleged mass shooting plot targeting a Hindu temple near Chicago, saying a car registered to the 19-year-old suspect, Alexandros Paporakis, entered the temple’s parking lot hours before he was arrested, after a co-worker alerted police to his threats against Indian people. Paporakis, a resident of Palatine, Illinois, faces felony charges of making a terrorist threat and unlawfully possessing a rifle. Investigators say they recovered an AR-style rifle, loaded magazines, hundreds of rounds of ammunition, tactical equipment and an eight-page document expressing white supremacist views from his home

via indian express: ‘Kill Indian people’: Chilling details of US Hindu temple plot – 300 rounds, Nazi patch found at teen’s home

siehe auch: Hindu temple mass shooting thwarted after ‘sociopathic white supremacist’ teen’s gun jammed near Chicago. Police in a Chicago suburb announced Wednesday that they had thwarted a potential mass shooting, arresting a 19-year-old man who they said may have planned to target a Hindu place of worship. Alexandros Paporakis, a Taco Bell cashier from Palatine, Illinois, faces felony charges of making a terrorist threat and unlawfully possessing weapons. Investigators believe he planned to target the largest Hindu temple in Aurora, Illinois, but the exact intended location remains under investigation. It was not immediately clear if Paporakis has legal representation. The defendant’s co-workers told police they had received concerning digital communications from Paporakis, including a document outlining an alleged plan to carry out a mass shooting and photos of tactical gear. They said Paporakis openly identified as a white supremacist at work and told them he couldn’t wait to kill Indian people, according to prosecutors from the Cook County State’s Attorney’s Office. (…) Prosecutors allege Paporakis sent the coworker an eight-page document titled, “Why I fought: A.K.A. (Aurora Shooter’s Manifesto),” which described Indian, Jewish and African American people as “subhumans” and outlined a plot to kill as many of them as possible, according to a court document obtained by The Associated Press. In a search of his home, detectives recovered an AR style rifle without a serial number, loaded magazines and ammunition, a gas canister labeled with a slur aimed at South Asians, and a several items depicting Nazi symbolism, police and prosecutors said.