Brandenburgs AfD-Chef René Springer Vulgär wiedergewählt

Mit Fäkalsprache und Rassismus gelingt Brandenburgs AfD-Chef seine Wiederwahl. Eine erneute Meuterei der Basis kann die Parteispitze abwehren. Brandenburgs alter und neuer AfD-Chef René Springer strebt nach eigenen Angaben eine Alleinregierung in dem Bundesland an. Damit das klappt, muss sich seine Partei aber mal ein bisschen zusammenreißen, findet er: „Wenn wir uns nicht selber vor die Hütte kacken, hält uns niemand auf, in wenigen Jahren dieses Land zu regieren“, ermahnte Springer beim AfD-Landesparteitag in Prenzlau am Samstag seine Gesinnungsgenossen. Er selbst versprach: „Ich reiße mir den Arsch besonders weit auf, damit wir regieren.“ Die Fäkalsprache kam gut an, mit rund 82 Prozent der Stimmen wurde der Bundestagsabgeordnete anschließend in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt, einen Gegenkandidaten gab es nicht. Bei seiner Wahl vor zwei Jahren hatte Springer ein ähnliches Ergebnis erzielt. Damit setzt die AfD Brandenburg wohl ihren völkisch-rechtsextremen Kurs fort, bei dem sie gleichzeitig um ein professionelles Auftreten und eine Regierungsbeteiligung bemüht ist. Der Verfassungsschutz stuft den gesamten Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein, die Partei geht dagegen juristisch vor.

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Treffen europäischer Rechtsextremer löste in Italien scharfe Kritik aus

Ein Treffen europäischer rechtsextremistischer Bewegungen hat in Italien heftige Diskussionen ausgelöst. Am Samstagnachmittag fand in einem Hotel in Rom eine Zusammenkunft der “Alliance for Peace and Freedom” (APF) statt, einer rechtsextremen Vernetzung unter dem Vorsitz von Roberto Fiore, dem Leiter der italienischen Organisation Forza Nuova. Lesen Sie auch: Umzug vor Ostern: Papst kehrt in den Apostolischen Palast zurück Unter dem Slogan “No war for Israel” (“Kein Krieg für Israel”) tagten Delegierte nationalistischer und ultraradikaler Gruppen aus Spanien, Rumänien, Deutschland, Griechenland, Serbien, Frankreich und Russland. In einer Mitteilung zur Ankündigung der Veranstaltung hieß es, in Rom solle “das Erwachen der europäischen Völker und die Geburt einer neuen christlichen Ordnung” eingeleitet werden. Zu den Teilnehmern gehörte auch Nick Griffin, der frühere Vorsitzende der britischen rechtsextremen Partei “British National Party”. “Kein Krieg für Israel” lautete der Slogan des Treffens Das dritte APF-Treffen war ursprünglich mit dem Slogan “Europa, erhebe dich” angekündigt worden. Angesichts internationaler Spannungen und der militärischen Lage im Nahen Osten änderten die Organisatoren jedoch ihre Kommunikation und stellten die Parole “No war for Israel” in den Mittelpunkt. Während einer Rede auf der Bühne streckte der serbische Rechtsextremist Misha Vacic den rechten Arm in die Höhe und zeigte den faschistischen Gruß. Mehrere Personen im Publikum erwiderten die Geste.

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Chat-Leak erschüttert Brüssel: EVP und AfD tüfteln gemeinsam an EU-Asylplan – #brandmauer #grauzone

CSU-Politiker und EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber steht massiv unter Druck. Es geht um Kooperation mit der AfD bei einem Migrationsgesetz im Europaparlament. Eine Recherche der Deutschen Presse-Agentur (dpa) weckt aktuell brisante Zweifel an den Aussagen Webers, wonach er die AfD als „Feind“ bezeichnete und ihr vorwarf, die EU abschaffen zu wollen. Die CDU-CSU-Fraktion im Europaparlament kooperiert der Recherche zufolge deutlich enger mit der AfD und anderen rechten Parteien als bislang bekannt. Die dpa-Recherchen belegen, dass die Fraktion der Europäischen Volkspartei, kurz EVP, jüngst gemeinsam mit dem rechten Flügel in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen von Abgeordneten an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik arbeitete. Zur Frage, ob der EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber einer WhatsApp-Gruppe und vom Treffen seiner Fraktionsvertreter mit Rechtsaußen-Politikern wusste, wollte sich ein Sprecher zunächst nicht äußern. Er sagte, man werde interne Abläufe nicht kommentieren. Im November 2023 hatte Weber dabei in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe betont: „Die AfD ist für uns Gegner und Feind“. Die Rechtsaußenpartei wolle die Europäische Union abschaffen. „Das ist ein fundamentaler Angriff auf die historischen Errungenschaften der Union“, so Weber damals. Er ließ an seinen Überzeugungen auch bis Dezember letzten Jahres keine Zweifel: Er bekannte gegenüber der Zeit, dass die „Brandmauer steht“. Er sagte: „Wir wissen, wer unsere Feinde sind.“ Die AfD sei „antieuropäisch“ und „Lautsprecher“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin.  Migrationsgesetz im EU-Parlament: EVP sucht Mehrheit rechts Der nun verhandelte Gesetzesvorschlag bekam kurz nach dem Treffen der Abgeordneten im zuständigen Ausschuss des Europaparlaments die notwendige Mehrheit. Neben Abgeordneten der EVP-Fraktion stimmten die Parlamentarier der Gruppen aus dem rechten Lager für ihn, unter ihnen die AfD-Politikerin Mary Khan. Das geplante Gesetz soll unter anderem die Abschiebung von Asylsuchenden in sogenannte „Return Hubs“ in Staaten außerhalb der EU ermöglichen. (…) Zu der Zusammenarbeit zwischen den Parteien kam es, nachdem das Gesetzesprojekt monatelang festgesteckt hatte, weil sich EVP, Sozialdemokraten und Liberale nicht einigen konnten. Die drei Parteienfamilien bilden eigentlich eine Art informelle Koalition, die darauf abzielt, eine Zusammenarbeit der EVP mit Rechtsaußenparteien überflüssig zu machen. Im konkreten Fall hatte die Allianz Anfang März keine Einigung gefunden. Nachdem die Sozialdemokraten dem Konzept der „Return Hubs“ in der vorliegenden Form weiter nicht zustimmen wollten, wurde den Informationen zufolge eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in der die EVP ihren Vorschlag den rechten Fraktionen unterbreitete. Diese sind die konservativ-rechtspopulistische EKR um die Europaabgeordneten der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die Patrioten für Europa (PfE) mit den Politikern der Partei Rassemblement National (RN) von Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen sowie die Parlamentarier der Parteienfamilie Europa der souveränen Nationen (ESN) mit den AfD-Europaabgeordneten. Mitarbeiter der Gruppe antworteten auf den Vorschlag mit Änderungswünschen. Die EVP berücksichtigte dabei nach Informationen der dpa auch vom Abgeordnetenbüro der AfD-Politikerin Khan eingebrachte Vorschläge. Zu einem heißt es in der WhatsApp-Gruppe von der EVP etwa: „Wir können das unterstützen.“

via merkur: Chat-Leak erschüttert Brüssel: EVP und AfD tüfteln gemeinsam an EU-Asylplan

siehe auch: Interne Chats belegen Kooperation von Webers EVP mit Rechten Die Brandmauer zur AfD stehe auch im Europaparlament – das beteuerte CSU-Politiker Manfred Weber noch vor kurzem. Eine WhatsApp-Gruppe und ein Treffen lassen daran Zweifel aufkommen. EVP-Chef Manfred Weber sieht nach Absprachen seiner Fraktion mit der AfD und anderen rechten Parteien im Europaparlament keine Verantwortung bei sich. „Die AfD spielt für die Mehrheiten und die Inhalte keine Rolle. Ich gebe als Fraktionsvorsitzender die Strategie vor. Ich kontrolliere aber nicht die Chatgruppen von Mitarbeitern“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“. Hintergrund ist eine Recherche der Deutschen Presse-Agentur, wonach die konservative EVP im Europaparlament, der auch CDU und CSU angehören, deutlich enger mit den rechten Fraktionen kooperierte als bisher bekannt. Eine dieser Fraktionen ist die ESN (Europa der souveränen Nationen), zu der die AfD gehört. In einer WhatsApp-Gruppe und bei einem persönlichen Treffen arbeiteten die Abgeordneten vor einer wichtigen Abstimmung gemeinsam an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik, der kurz darauf im zuständigen Ausschuss des Europaparlaments die notwendige Mehrheit bekam. Weber hatte bislang immer den Eindruck vermittelt, dass es eine solche Art von Kooperation mit rechten Parteien nicht gibt; Brandmauer in der EU gefallen? : „Hervorragende Zusammenarbeit“ mit AfD Geheime Chatgruppe belastet Unionspolitiker Enger als gedacht oder enger als behauptet: EVP-Chef Manfred Weber (53, CSU) und AfD-Fraktionschef René Aust (38) „Die Brandmauer steht auch auf europäischer Ebene“, betonte Manfred Weber (53), Chef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) und CSU-Vize, immer wieder. Eine Recherche der Deutschen Presse-Agentur (dpa) lässt daran jetzt allerdings Zweifel aufkommen! Die EVP, in der die CDU- und CSU-Europaabgeordneten Mitglieder sind, soll deutlich enger mit der AfD und anderen rechten Parteien kooperiert haben, als bislang bekannt. Das belegen laut dpa interne Chatprotokolle und ein Treffen. Demnach arbeitete die EVP in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen gemeinsam mit dem rechten Flügel an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik. In einer WhatsApp-Gruppe unterbreitete die EVP den rechten Fraktionen einen entsprechenden Vorschlag, so die dpa-Recherchen. Mitarbeiter der Gruppe antworteten mit Änderungswünschen – von denen die EVP auch Vorschläge vom Abgeordnetenbüro einer AfD-Politikerin berücksichtigte. Nach der Einigung heißt es laut dpa in der WhatsApp-Gruppe: „Vielen Dank für diese hervorragende Zusammenarbeit.“ Mitarbeiter der EVP reagieren mit dem Emoji für Klatschen.

Verschwörungs-Demo in Berlin: Xavier Naidoo singt „Dieser Weg“ – deutlich weniger Teilnehmende als angekündigt

Gemeinsam mit rechtsextremen und verschwörungsideologischen Gruppen demonstriert der Sänger in Berlin-Tiergarten. Auf der Bühne stimmt er einen seiner populärsten Songs an. Xavier Naidoo ist nicht nur zurück auf der musikalischen Bühne, sondern auch im Milieu rechter und verschwörungsideologischer Gruppen: Am Sonnabend demonstrierte er unter anderem gemeinsam mit der Querdenken-Partei „Die Basis“, dem rechtsextremen „Compact“-Magazin um Jürgen Elsässer und der relativ neu entstandenen rechten Gruppierung „Berliner Patrioten“ am Großen Stern in Tiergarten. Die Polizei sprach von 750 Teilnehmenden – angemeldet waren 10.000 Personen. Auf der Seite der Gegendemonstranten versammelten sich demnach 200 bis 300 Menschen. Viele Teilnehmende schwenkten Deutschlandfahnen, das Durchschnittsalter lag deutlich jenseits der 50. Ein Teil der Anwesenden trug rechtsradikale und AfD-Parolen auf Taschen und Shirts, etwa Aufrufe zur „Remigration“. Andere trugen Aluhüte. (…) „Es wird oft gesagt, wir wären rechtsextrem“, sagte die rechte Youtuberin Michelle Gollan anschließend zum Publikum. Das sei ihr egal. „Egal ob wir rechts sind oder einen Aluhut aufhaben – wir sind diejenigen, die aufklären!“, rief sie. Unter Tränen verkündete Gollan: „Ich wünsche mir eine Welt, in der meine zukünftigen Kinder sicher aufwachsen können“. Wenig später war Naidoo zurück auf der Bühne. Nach einer weiteren Gesangseinlage sprach er abermals zum Publikum. „Der Epstein-Komplex kann nicht das wichtigste Thema heute sein. In Deutschland ist der Abgrund genauso tief“. „Wenn erstmal mehr Details bekannt werden, werden alle drei Wochen aus dem Fenster hängen“, raunte Naidoo, ohne konkreter zu werden.

via tagesspiegel: Verschwörungs-Demo in Berlin: Xavier Naidoo singt „Dieser Weg“ – deutlich weniger Teilnehmende als angekündigt

Instagram accounts trivialize the Holocaust

In Instagram posts, Nazi perpetrators are glorified, while their war crimes and role in the Holocaust are omitted. Victims’ organizations call it an “attack on the dignity of the survivors.” Numerous accounts on the social media platform Instagram have been publishing glorifying photos of the Wehrmacht and SS officers from the period of National Socialism (NS) under Adolf Hitler. The accompanying texts highlight the individuals’ bravery, courage, and strategic skill. Their participation in war crimes and in the Holocaust, the mass murder of Europe’s Jews, goes unmentioned. All of this has been documented in a DW investigation. These posts reach millions of people around the world. Many users respond to the photos of the war criminals with approval, adding heart and applause emojis. Any form of critical engagement is absent from these publications. The dissemination of hate symbols, generally, does not seem to have motivated Meta or its platform, Instagram, to flag or remove the corresponding content and accounts. DW’s research shows that photos were repeatedly posted in which, for example, the insignia of the Schutzstaffel (SS) are visible. The SS was the central instrument of repression and terror in the Nazi state. It was chiefly responsible for the crimes committed in German concentration camps, such as Auschwitz, Majdanek and Treblinka. In the Auschwitz extermination camp alone, the Germans murdered around 1.1 to 1.5 million people — most of them Jews from across Europe, as well as Sinti and Roma, Poles, prisoners of war, political opponents and other minorities. “I am shaken by this mass of Nazi content,” Eva Berendsen told DW. Berendsen works for the Anne Frank Educational Center, which aims to raise awareness of antisemitism and racism. The institution commemorates Anne Frank, the Jewish girl murdered by the Nazis, whose world‑famous diary is one of the most significant documents on the horrors of the Nazi era. “The photographic material is Nazi propaganda that ends up online decontextualized — meaning without any explanation of what one is actually seeing. Young users are initially left completely on their own with this content,” Berendsen said. It is particularly troubling, she said, that many Instagram users are so young that historical subjects such as National Socialism and the crimes of the Holocaust have not yet been taught in their school classes. “We have to assume that young people today are likely to have their first contact with the topics of Nazism and the Holocaust through social media,” Berendsen said.

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Landtagsabgeordneter betroffen – Hausdurchsuchung bei Münchner AfD-Politiker – #RizzeRazze #LockHimUp

Die Polizei rückt am Morgen in Privaträumen und dem Büro des Landtagsabgeordneten an. Was ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft. Von Sebastian Krass Hausdurchsuchung bei prominentem AfD-Politiker: Die Polizei hat am Freitagmorgen die Privaträume und das Büro des Münchner Landtagsabgeordneten Rene Dierkes durchsucht. Man führe „gegen den Beschuldigten D. ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verleumdung, der Beleidigung, der Volksverhetzung und der Billigung von Straftaten“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I mit. Dierkes, der seit 2023 im Landtag sitzt, schreibt in einer Stellungnahme zu den Durchsuchungen: „Hintergrund sind etwa zwei Jahre alte Postings auf meinem X-Account, die von einem Mitarbeiter verfasst wurden, der mittlerweile nicht mehr für mich tätig ist.“ Es handle sich um „Memes und satirische Kommentare“, diese dienten als „Vorwand“, ihm Straftaten vorzuwerfen. Über die genauen Inhalte schreiben weder Dierkes noch die Staatsanwaltschaft etwas in ihren Mitteilungen. Für den AfD-Politiker gilt die Unschuldsvermutung.

via sz: Landtagsabgeordneter betroffen Hausdurchsuchung bei Münchner AfD-Politiker

siehe auch: Staatsanwaltschaft ermittelt AfD-Politiker beklagt “politische Hexenjagd”. Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchen am Freitagmorgen die Wohnung sowie das Landtagsbüro eines bayerischen AfD-Abgeordneten. Die Vorwürfe wiegen schwer. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt derzeit gegen einen Landtagsabgeordneten der AfD. Gemeinsam mit der Polizei ermittelt sie gegen Rene Dierkes wegen des Verdachts der Verleumdung, der Beleidigung, der Volksverhetzung sowie der Billigung von Straftaten. (…) Dierkes ist seit Oktober 2023 Mitglied des Landtages. Seit Januar 2022 ist der 34-Jährige Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes München Ost. Zudem ist er als selbstständiger Rechtsanwalt tätig. Dierkes gilt selbst in der AfD noch als Rechtsaußen. Er wird seit geraumer Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet. Im Landesvorstand Bayern arbeitet er als Schriftführer

FCK AfD

Erlangen Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Stadtratskandidaten – #LockHimUp

Er war rechtskräftig verurteilt und hätte nicht zur Wahl antreten dürfen: Ein Kandidat kostet die AfD 9900 Stimmen und einen Sitz im Stadtrat – und sieht sich jetzt einem weiteren Strafverfahren ausgesetzt. Von Olaf Przybilla, Erlangen Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat ein Verfahren gegen einen AfD-Kandidaten der Stadtratswahl in Erlangen eingeleitet. Nach Angaben einer Sprecherin ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der „Fälschung von Wahlunterlagen“. Demnach soll der Kandidat bei der Stadt Erlangen nicht angegeben haben, dass er zu einer Bewährungshaftstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt worden ist. Aufgrund dieser Strafe sei der Kandidat nicht wählbar gewesen. Der neue strafrechtliche Vorwurf besteht nun darin, dass er dies hätte wissen und vor seiner Kandidatur hätte angeben müssen. Gemäß Strafgesetzbuch wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bestraft, wer sich als Bewerber für eine Wahl aufstellen lässt, obwohl er nicht wählbar ist. Nach Auffassung der Stadt Erlangen traf dies auf den Kandidaten zu.

via sz: Erlangen Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Stadtratskandidaten