Ermittlungen gegen #Polizist*innen – #polizeiproblem #polizeigewalt

Das Amtsgericht Kiel hat einen Handwerker mit türkischen Wurzeln vom Vorwurf freigesprochen, zwei Polizisten bei einer Kontrolle körperlich angegriffen und verletzt zu haben. Der Mann erlitt Faustschläge auf den Kopf und eine gebrochene Nase. Ein von der Verteidigung vorgelegtes Video, das ein Anwohner aufgenommen hatte, zeigte deutlich, dass die Polizisten den 28-Jährigen ohne erkennbaren Grund durchsucht und anschließend misshandelt hatten. Vor Gericht äußerte einer der Polizisten zu der Durchsuchung des Mannes: „Das machen wir immer so.“

via cilip: Ermittlungen gegen Polizist*innen

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Von liftarn – Open Clip Art Library image’s page, CC0, Link

Organisatoren mit Protest zufrieden – 650 Menschen demonstrieren in Nehren gegen AfD-Politiker

Was für ein Empfang: Bei einem Wahlkampftermin in Nehren wird ein AfD-Politiker von 650 Demonstrierenden ausgepfiffen. Sie wollen die AfD nicht in dem kleinen Ort. In Nehren (Kreis Tübingen) haben am Dienstagabend rund 650 Menschen demonstriert. Grund war ein Besuch des Bundestagsabgeordneten Malte Kaufmann von der Alternative für Deutschland (AfD). Die Partei hat sich auf SWR-Anfrage bisher nicht geäußert. Einige Protestierende ärgern sich, dass die AfD ihre Veranstaltung im Gasthaus Nehrener Hof abhalten konnte. Der Inhaber, Werner Jung, kann den Unmut nicht verstehen. Er sieht sich als politisch neutral und versichert, er würde den Raum an jede Partei vermieten, ganz egal ob rechts oder links. Die Veranstaltung der AfD hat er als ruhig und unproblematisch wahrgenommen. Laut ihm ging es dort vor allem um Wirtschaftspolitik. Die Demonstration hat ihn gestört. Im Gespräch mit dem SWR klagte er über das “unmögliche laute Geschrei” von draußen. Nun hat er zahlreiche schlechte Bewertungen von den Demonstrierenden für seinen Gasthof bekommen. Trotzdem würde er wieder so handeln, sagt er. Wahlkampf in Nehren: Eine gute Idee? Während drinnen im Gasthaus der AfD-Politiker Malte Kaufmann aus dem Wahlkreis Heidelberg vor etwa 90 Interessierten sprach, riefen draußen die Demonstrierenden “Alle zusammen gegen den Faschismus” und sangen “Schrei nach Liebe” von der Band Die Ärzte.

via swr: Organisatoren mit Protest zufrieden 650 Menschen demonstrieren in Nehren gegen AfD-Politiker

Angeklagter musste von Polizei zum Gericht gebracht werden – Prozess gegen mutmaßlichen Reichsbürger aus Kreis Kusel hat begonnen

Ein mutmaßlicher Reichsbürger muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Zweibrücken verantworten. Er soll den Staat verunglimpft und Briefe mit verfassungsfeindlichen Inhalten an Behörden geschickt haben. Zum eigentlich Prozessbeginn am Mittwochmorgen war der Angeklagte allerdings nicht am Landgericht Zweibrücken erschienen. Es folgte eine stundenlange Verzögerung. Polizeibeamte mussten den Mann von seinem Wohnort in Kreimbach-Kaulbach im Kreis Kusel abholen. Der Prozess konnte dadurch erst am Mittag starten. Verwirrung gab es zunächst auch um den Wohnort des Mannes. Denn zur Tatzeit, 2018, hatte er noch im Rhein-Pfalz-Kreis gewohnt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, von Ludwigshafen aus 20 Briefe verschickt zu haben. Und zwar an Polizeidienststellen, Gefängnisse und Gerichte in Bayern. In den Briefen wurde der Anklage zufolge Gedankengut der Reichsbürger propagiert. (…) Wie der Pflichtverteidiger des Angeklagten auf Anfrage mitteilte, will sich der 66-Jährige vor Gericht äußern. Der Angeklagte soll Teil einer Gruppe gewesen sein. Das Strafmaß für die zur Last gelegten Taten ist bereits bekannt. Es reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Gefängnis

via swr: Angeklagter musste von Polizei zum Gericht gebracht werden Prozess gegen mutmaßlichen Reichsbürger aus Kreis Kusel hat begonnen

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Von MephistoGF – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Offenbar SS-Symbol auf Todesanzeige von FPÖ-Mann Schimanek

Das Nachrichtenmagazin “Profil” berichtet, dass neben dem SS-Symbol auch ein in rechtsextremen Kreisen verbreitetes Zitat auf der Todesanzeige abgedruckt war. Auf der Todesanzeige des Ende Dezember verstorbenen ehemaligen niederösterreichischen FPÖ-Landesrats Hans Jörg Schimanek soll ein SS-Symbol abgedruckt sein. Wie das Profil am Dienstag berichtete, war neben der sogenannten Irminsul, einem frühmittelalterlichen Heiligtum, das auch als Symbol des “SS-Ahnenerbes” galt, auch ein in rechtsextremen Kreisen verbreitetes Zitat abgedruckt. Die Parte ist auf der Homepage der Gemeinde Langenlois abrufbar. “… und ewig lebt der Toten Tatenruhm”, heißt es dort – laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) stammt der Spruch aus der Edda, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, in der Erzählungen von germanischen Göttern und Helden zu finden sind. Nationalsozialisten haben die Lieder und die Prosa der Edda häufig für sich vereinnahmt. Der Spruch diente dazu, die gefallenen Soldaten als Helden darzustellen und die Kriege des NS-Regimes zu rechtfertigen. “SS-Ahnenerbe” Dahinter sei eine Irminsul, ein “Gegensymbol zum christlichen Kreuz”, zu finden gewesen, berichtet das Nachrichtenmagazin. Die Irminsul galt demnach auch als Symbol der SS-Forschungseinrichtung Deutsches Ahnenerbe, auch “SS-Ahnenerbe” genannt. Die Einrichtung war maßgeblich am Kunstraub der Nationalsozialisten beteiligt und führte brutale Menschenversuche in Konzentrationslagern durch. Auf der Todesanzeige gedenken auch seine Familie und Angehörigen Schimaneks, unter anderem seine beiden Enkelsöhne Jörg und Jörn. Sie wurden im November verhaftet, weil sie unter Verdacht stehen, einer rechtsterroristischen Vereinigung mit dem Namen “Sächsische Separatisten” anzugehören. Diese Gruppe soll sich auf den sogenannten Tag X vorbereitet haben, um im Fall eines Staatskollapses in Deutschland ein am Nationalsozialismus orientiertes Gesellschaftssystem zu errichten. Auch ethnische Säuberungen sollen geübt worden sein.

via standard: Offenbar SS-Symbol auf Todesanzeige von FPÖ-Mann Schimanek

siehe auch: Todesanzeige von FPÖ-Politiker zeigt SS-Symbol Auf der Todesanzeige des im Dezember verstorbenen ehemaligen FPÖ-Landesrats Hans-Jörg Schimanek prangt ein rechtsextremes Symbol. Zuvor geriet seine Familie in die Schlagzeilen, als seine beiden Enkelsöhne wegen Verdachts auf Verbindungen zu einer rechtsextremen Gruppierung verhaftet wurden. Hans-Jörg Schimanek ist tot. Der ehemalige FPÖ-Landesrat aus Niederösterreich verstarb am 22. Dezember 2024 im Alter von 85 Jahren. Bundesparteichef Herbert Kickl beschrieb Schimanek in einer Aussendung als „bescheiden und bodenständig“, während Niederösterreichs Landeshauptfraustellvertreter Udo Landbauer ihn als „herausragende Persönlichkeit“ würdigte. (…) Die Irminsul galt auch als Symbol der SS-Forschungseinrichtung „Deutsches Ahnenerbe“, auch „SS-Ahnenerbe“ genannt. Die Einrichtung war maßgeblich am Kunstraub der Nationalsozialisten beteiligt oder führte brutale Menschenversuche in Konzentrationslagern durch. In der Todesanzeige gedenken ihm auch seine Familie und Angehörigen, darunter sein ältester Sohn Hans-Jörg Schimanek junior sowie die beiden Enkelsöhne Jörg und Jörn. Die zwei Enkel sorgten im November für Schlagzeilen, nachdem es zu mehreren Razzien in Deutschland und Polen gekommen war, wie profil berichtete.

Auf der Todesanzeige des verstorbenen ehemaligen FPÖ-Landesrats Hans-Jörg Schimanek prangt ein rechtsextremes Symbol. Von @danielabrescakovic.bsky.social.www.profil.at/oesterreich/…

— profil (@profil.at) 2025-01-07T12:27:23.550Z

Potsdamer NH Hotel macht dicht: AfD verbreitet Falschinformation über Nachnutzung – #fakenews #lügenafd

Ende Januar schließt das NH Hotel in der Innenstadt. Der AfD-Abgeordnete Dennis Hohloch will erfahren haben, dass dort eine Flüchtlingsunterkunft geplant ist – die Stadt dementiert. Mit falschen Vorwürfen versucht die in Teilen rechtsextreme AfD am Dienstag in Potsdam Stimmung gegen Geflüchtete zu machen. Bei der Pressekonferenz der AfD-Landtagsfraktion behauptete der AfD-Abgeordnete Dennis Hohloch, dass das bisherige NH Hotel in der Potsdamer Innenstadt eine Unterkunft für Geflüchtete werden soll. Hohloch bezog sich auf Angaben nicht genannter Hotelmitarbeiter. „Unserer Information nach wird dieses Hotel umgewidmet.“  Die PNN-App Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen. Mit dem Potsdamer Rathaus hat Hohloch offenbar nicht gesprochen, denn das dementierte seine Behauptungen auf PNN-Anfrage umgehend. „Die Information ist falsch. Es gibt weder Gespräche noch Verträge oder Pläne, Geflüchtete im NH Hotel in der Innenstadt unterzubringen“, sagte eine Stadtsprecherin. (…) Tatsächlich schließt das Hotel in der Friedrich-Ebert-Straße wie berichtet Ende Januar. Der Betreiber, die Minor Hotels Europe & Americas, gibt den Standort auf. Auf PNN-Anfrage hatte ein Firmensprecher mitgeteilt, dass der Mietvertrag für das Gebäude nach einer langjährigen Partnerschaft nicht verlängert worden sei. Minor Hotels ist ein internationales Touristikunternehmen

via tagesspiegel: Potsdamer NH Hotel macht dicht: AfD verbreitet Falschinformation über Nachnutzung

Herr K. und seine Verbindungen

Mit wem FPÖ-Chef Herbert Kickl alles engen Kontakt pflegt – von der völkischen Identitären Bewegung über die AfD bis hin zu Wladimir Putins Russland. Neulich hat Herbert Kickl sein Selbstverständnis und das seiner Partei noch mal auf den Punkt gebracht, für alle, die es bisher nicht mitbekommen hatten: „Wir alle zusammen gegen das System“, so sagt er das in einem Redeausschnitt, den er kurz vor Weihnachten auf Tiktok gepostet hat. Kickl, der Systemsprenger. Derjenige, der Österreich retten wird. Damit hat er Wahlkampf gemacht. Ende September, am Vorabend der österreichischen Nationalratswahl, hatte der offizielle FPÖ-X-Account noch gepostet: „Am Sonntag bringen wir das System zu Fall.“ Dahinter das Emoji mit dem angespannten Bizeps. Tatsächlich haben Herbert Kickl und seine FPÖ die Wahl dann auch gewonnen, nur sah es lange Zeit nicht danach aus, als würden die anderen Parteien die Rechtsaußen mitspielen lassen. Bis jetzt. Die Koalitionsgespräche zwischen allen, die sonst auf Mehrheiten kämen, sind gescheitert. Also bekommt Kickl drei Monate nach der Wahl doch noch die Chance, das System zu sprengen (…) Kickl ist Parteisoldat. Die FPÖ hat ihn über Jahrzehnte geprägt, er aber andersherum auch die Partei. Dem legendären FPÖ-Popstar Jörg Haider, der die erste Regierungsbeteiligung der Partei im Bund 2000 maßgeblich vorantrieb, schrieb er früher Reden, dann dachte er sich Wahlkampfslogans aus. „Mehr Mut für unser Wiener Blut“ zum Beispiel oder „Daham statt Islam“. Als Generalsekretär diente er Heinz-Christian Strache, war von 2017 bis zur Ibiza-Affäre 2019 Innenminister. Und machte zum Erschrecken der Verfechter des liberalen Rechtsstaats unter anderem seinen „Grundsatz“ klar, „dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht“. Überhaupt: Obwohl er nicht unbedingt als mitreißender Redner einzustufen ist, austeilen kann Kickl. Die Reporterin Nina Horaczek hat ein ganzes Buch mit seinen Beschimpfungen füllen können, 176 Seiten, auf denen zum Beispiel nachzulesen ist, wie Kickl den SPÖ-Chef Andreas Babler ein „faules, ungenießbares, marxistisches Früchtchen“ nennt. SPÖ und ÖVP bezeichnete er mal als „Polit-Maden“. Nicht nur rhetorisch, auch inhaltlich hat Kickl seine Partei wieder weg vom Pfad der relativen Mäßigung gerückt, auf den seine Vorgänger die FPÖ zum Zwecke der Regierungsfähigkeit gelenkt hatten. Alles nach rechts also (…) Zu sehen eben zum Beispiel beim Konzept „Remigration“. Maßgeblich ausformuliert hat der Österreicher Martin Sellner, was damit gemeint ist. Er war es, der seine Vorstellungen davon beim berüchtigten Potsdamer „Geheimtreffen“ im Herbst 2023 vorstellte, unter anderem vor AfD-Politikern. Sellner gilt als hervorragend vernetzt mit den Vordenkern der deutschen extremen Rechten, seine Identitäre Bewegung (IB) als deren Guerillatruppe. Herbert Kickl sieht die IB nach eigener Aussage bloß als eine Art rechte NGO. Eine, die ihr „Remigrations“-Konzept inzwischen erfolgreich bei AfD wie FPÖ platziert hat. Nicht nur zu neurechten Vorfeldorganisationen und der deutschen Schwesterpartei hat die FPÖ gute Verbindungen. Italiens Vizepremier Matteo Salvini von der Lega zum Beispiel nannte sie auf X am Montag „unsere österreichischen Freunde“. Mit Ungarns Regierungschef Viktor Orbán, dem die EU gerade mehr als eine Milliarde Euro Zuschüsse wegen Verstößen gegen rechtsstaatliche Prinzipien gestrichen hat, ist Kickls Partei eng. Bei einer Konferenz für Konservative und Reaktionäre aus aller Welt pries Kickl Orbán vor eineinhalb Jahren als „Macher“, als „Vorbild für viele in Europa“. (…) Mit Putin verbindet die FPÖ sowieso eine ganz besondere Beziehung. 2016 unterzeichnete sie einen „Freundschaftsvertrag“ mit der Kreml-Partei Einiges Russland, wobei FPÖ-Leute später beteuerten, dass das bloß ein „totes Stück Papier“ sei, ohne konkrete Folgen, überhaupt auch gar nicht mehr aufzufinden in den eigenen Unterlagen. Geld jedenfalls habe man nie aus Russland erhalten. Ehemalige bekommen das aber schon: Karin Kneissl, in der bisher letzten ÖVP/FPÖ-Regierung von 2017 bis 2019 auf dem Ticket der Freiheitlichen Österreichs Außenministerin, ist nach Sankt Petersburg übergesiedelt, leitet dort inzwischen einen kremlnahen Thinktank (und wurde von Putin zur Botschafterin zum Schutz des Amur-Tigers ernannt).

via sz: Herr K. und seine Verbindungen

„Sächsische Separatisten“: AfD will Aufklärung zu Festnahme – #terror

Die AfD im Sächsischen Landtag fordert Aufklärung zur Festnahme eines mutmaßlichen Rechtsterroristen. Im Herbst 2024 sorgte eine Razzia gegen mutmaßliche militante Neonazis für Schlagzeilen. Drei Tatverdächtige gehörten damals der AfD an. Die Partei will Aufklärung zur Festnahme eines Verdächtigen. Die AfD im Sächsischen Landtag fordert Aufklärung zur Festnahme eines mutmaßlichen Mitgliedes der rechtsextremen Vereinigung „Sächsische Separatisten“. Der Mann soll bei der Abgabe von Warnschüssen der Polizei am Kiefer verletzt worden sein. Der AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Dornau verlangte „volle Transparenz“ in diesem Fall.  „Andernfalls entsteht der Eindruck, dass die Behörden etwas zu verschweigen haben und die ganze Geschichte um die Sächsischen Separatisten nur derart inszeniert wurde, um der AfD zu schaden“, betonte Dornau. Hintergrund ist der Umstand, dass drei Beschuldigte – darunter der Verletzte – der AfD angehörten. Die AfD hatte angekündigt, die Betroffenen aus der Partei auszuschließen. (…) Die Bundesanwaltschaft wirft den Beschuldigten Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Die Gruppe soll unter anderem geplant haben, an einem „Tag X“ in Sachsen und gegebenenfalls auch in anderen ostdeutschen Bundesländern ein am Nationalsozialismus ausgerichtetes Gemeinwesen zu etablieren und „unerwünschte Menschengruppen“ notfalls „durch ethnische Säuberungen“ aus diesem Gebiet zu entfernen.

via sz: „Sächsische Separatisten“: AfD will Aufklärung zu Festnahme