Debatte über Nazivergangenheit – St. Pauli spielt Klubhymne vorerst nicht mehr

Der FC St. Pauli spielt seit etwa 20 Jahren vor Heimspielen »Das Herz von St. Pauli«. Dann sorgte die Biografie des Songtexters für Diskussionen. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Fußball-Bundesligist FC St. Pauli wird die Stadionhymne »Das Herz von St. Pauli« künftig vorerst nicht mehr vor seinen Heimspielen am Millerntor abspielen. Nach anhaltenden Diskussionen wegen der NS-Vergangenheit des Texters des Songs, der seit etwa 20 Jahren vor den Spielen aus den Boxen dröhnt, wird er schon bei der Partie gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, TV: Sky) nicht mehr im Stadion ertönen, wie der Klub mitteilte . »Wenn es beim Abspielen der Hymne zu Pfiffen und gegenseitigen Beschimpfungen kommt, ist das nicht hinnehmbar und hilft niemandem«, sagte St. Paulis Präsident Oke Göttlich. Man werde den Austausch mit seinen Mitgliedern und Fans über den Umgang mit dem Lied aber fortführen. Auslöser für die teils hitzige Debatte der vergangenen Tage und Wochen ist eine umfassende Recherche des FC-St.-Pauli-Museums zur Entstehung des Liedes. Konkret geht es um die Biografien des Interpreten Hans Albers, des Komponisten Michael Jary und des Texters Josef Ollig, deren Wirken das Museum in einem Podcast zur Geschichte des Klubs näher beleuchtet. Vor allem Olligs Rolle als Soldat der Wehrmacht und Kriegsberichterstatter für die NS-Propaganda macht weiten Teilen der aktiven Fanszene schwer zu schaffen. Während einige die Meinung vertreten, dass St. Pauli Werk und Autor in diesem Fall trennen möge, weil man den Song längst positiv besetzt habe, forderten andere das abrupte Ende des musikalischen Rituals.

via spiegel: Debatte über Nazivergangenheit St. Pauli spielt Klubhymne vorerst nicht mehr

siehe auch: St. Pauli fans drop iconic chant after discovering Nazi ties of its composer, St. Pauli supporters have abandoned their beloved chant “Das Herz von St. Pauli” after discovering that its composer, Josef Ollig, was a Nazi and Wehrmacht soldier. St. Pauli’s passionate fan base has permanently dropped a long-standing club anthem after uncovering the Nazi past of its composer, Josef Ollig. The song, “Das Herz von St. Pauli” (The Heart of St. Pauli), had been an integral part of the matchday experience at Millerntor Stadium for years. However, given St. Pauli’s strong left-wing stance and political values, fans were shocked to learn that the song’s creator was a supporter of the Nazi regime.

More images emerge as police investigation into North Geelong Warriors fans’ Nazi salute continues

More confronting images allegedly involving North Geelong soccer fans have emerged as police ramp up their investigation into the disturbing behaviour. More confronting images of a hardcore group of North Geelong soccer fans have emerged, raising concerns the behaviour that includes the Nazi salute is ingrained in some supporters. It comes as a police spokeswoman confirmed eight people have been interviewed and an investigation is ongoing after an initial image of the North Geelong Warriors supporters performing the Nazi salute circulated on social media this week. Police have obtained CCTV footage from the Croatian Club in Bell Park, the location where the photo was taken prior to the Warriors’ away game last weekend. Another image, which appears to be taken at the same venue and features the same posters, has now come to light. The faces in the image have been digitally covered by the insignia of the Nazi’s Totenkopf division, regarded as one of the its most brutal throughout World War II. This image has come to light and appears to be also taken at the Croatian Club on Separation St in Bell Park. The original version of the image – seen by the Geelong Advertiser – shows the faces of multiple former and current soccer players in the Geelong region. A separate video shows a former player of a now defunct amateur soccer team, who is present in the Totenkopf image, performing what appears to be a Nazi salute. There is no suggestion the man is a current member of any soccer club.

via geelongadvertizer: More images emerge as police investigation into North Geelong Warriors fans’ Nazi salute continues

Regelmäßige Treffen der AfD-Chefin mit Ex-Botschafter – Weidel-Sprecher nennt China-Connection »eine Selbstverständlichkeit«

Die Fraktionsvorsitzende der AfD tauschte sich laut einem Bericht regelmäßig mit dem früheren Botschafter der Volksrepublik in Berlin aus. Unter anderem sollen sie über die Ukraine gesprochen haben. ie AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel soll sich laut Recherchen der »Bild«-Zeitung  regelmäßig mit dem früheren chinesischen Botschafter Wu Ken in Berlin getroffen haben. Das Medium berichtet unter Berufung auf Quellen innerhalb der Partei von monatlichen Zusammenkünften in der Privatresidenz des Botschafters im Süden der Hauptstadt. Weidel selbst soll laut »Bild«-Zeitung eingeräumt haben, etwa alle neun Monate mit Wu Ken gesprochen zu haben

via spiegel: Regelmäßige Treffen der AfD-Chefin mit Ex-Botschafter Weidel-Sprecher nennt China-Connection »eine Selbstverständlichkeit«

„Schuldkult“ und „Überfremdung“: Wie extrem sind die Kandidaten der AfD?

Ein AfD-Politiker bestreitet die alleinige deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg, eine andere wurde wegen Volksverhetzung verurteilt, einer traf sich früher mit Holocaust-Leugnern. Jeder fünfte AfD-Bundestagskandidat geriet schon ins Visier des Verfassungsschutzes. Nach der Bundestagswahl werden voraussichtlich mehr AfD-Abgeordnete als je zuvor ins Parlament einziehen. Insgesamt 360 Personen – 317 Männer und 43 Frauen – bewerben sich für die AfD um ein Mandat, als Direktkandidaten in den Wahlkreisen oder auf einer Landesliste ihrer Partei. Jeder Fünfte von ihnen geriet nach Tagesspiegel-Recherchen bereits vor mehreren Jahren ins Visier des Verfassungsschutzes: In einem Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz, das 2021 die Grundlage für die Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall bildete, tauchten bereits 73 der heutigen Bundestagskandidaten namentlich auf.

via tagesspiegel: „Schuldkult“ und „Überfremdung“: Wie extrem sind die Kandidaten der AfD?

Polizei löst Konzert der rechtsextremen Szene auf – #zwickau

Die Polizei hat im Zwickauer Stadtteil Schedewitz ein Konzert der rechtsextremen Szene aufgelöst. Der Liederabend fand in einer Gartensparte statt, die Räumlichkeiten waren für eine familiäre Geburtstagsfeier angemietet worden, teilte die Polizeidirektion Zwickau mit. Man sei mit 30 Beamten im Einsatz gewesen und habe vor Ort 41 Personen aus dem rechten Spektrum festgestellt. Für ein Konzert habe keine Genehmigung vorgelegen, die Veranstaltung sei aufgelöst worden. Straftaten habe die Polizei nicht festgestellt.

via faz: Polizei löst Konzert der rechtsextremen Szene auf

siehe auch: Polizei löste rechte Veranstaltung auf. Am Freitagabend löste die Polizeidirektion Zwickau einen durch Vertreter der rechten Szene veranstalteten Liederabend auf. Kurzfristig war der Polizei bekannt geworden, dass in einer Gartensparte an der Alten Landstraße ein durch Vertreter der rechten Szene veranstalteter Liederabend stattfinden soll. Die Räumlichkeiten wurden zuvor zum Zweck einer familiären Geburtstagsfeier angemietet. Die Zwickauer Polizei initiierte daraufhin einen Einsatz, an dem Revierkräfte und Einsatzbeamte beteiligt waren. Die rund 30 Polizisten stellten vor Ort 41 Personen des rechten Spektrums fest. Die Beamten erklärten dem Verantwortlichen, dass die Veranstaltung zu beenden ist, da diese nicht zum Zwecke eines Liederabends der rechten Szene gestattet wurde.

Olaf Scholz verbittet sich Einmischung in Wahlkampf zugunsten der AfD

Auf eine Rede des US-Vize J. D. Vance reagiert der Kanzler mit Kritik. Er werde es nicht akzeptieren, wenn sich Außenstehende so einmischten. “Das gehört sich nicht.” Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz gegen eine Einmischung von außen in die Bundestagswahl zugunsten der AfD gewehrt. Deutschland werde es “nicht akzeptieren, wenn Außenstehende zugunsten dieser Partei in unsere Demokratie, in unsere Wahlen und in die demokratische Meinungsbildung eingreifen”, sagte Scholz am Samstag in München. “Das gehört sich nicht – erst recht nicht unter Freunden und Verbündeten.” Scholz bezog sich damit auf eine Rede des US-Vizepräsidenten J. D. Vance von Freitag. Donald Trumps Stellvertreter hatte von angeblich “brüchigen Demokratien” in Europa gesprochen, von einer Unterminierung der Meinungsfreiheit und einer Instrumentalisierung der Justiz. Er hatte gefordert, die Brandmauer gegen extrem rechte Parteien einzureißen. Am Rande der Konferenz hatte sich Vance mit der AfD-Chefin Alice Weidel getroffen. Scholz erinnerte in seiner Rede auch an die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau, unweit des Veranstaltungsortes der Konferenz. Er sei dem US-Vize Vance dankbar dafür, dass dieser bei dem Besuch der Gedenkstätte betont habe: Der Nationalsozialismus dürfe sich niemals wiederholen. Der Kanzler fügte aber hinzu: “Ein Bekenntnis zum ‘Nie wieder’ ist nicht mit der Unterstützung für die AfD in Einklang zu bringen.” Aus den Reihen der AfD würden der Nationalsozialismus und dessen monströse Verbrechen verharmlost.  Kein “Diktatfrieden” für die Ukraine Der Bundeskanzler äußerte sich auch zur Lage in der Ukraine und möglichen Friedensverhandlungen. “Ein Diktatfrieden wird niemals unsere Unterstützung finden”, sagte er. Es dürfe keine Entscheidung über die Ukraine ohne die Ukraine getroffen werden. Er sicherte der Ukraine weitere europäische Unterstützung zu. “Wir Europäer sind es, die die Ukraine am stärksten unterstützen – und zwar so lange, wie dies nötig ist.”

via zeit: Olaf Scholz verbittet sich Einmischung in Wahlkampf zugunsten der AfD

siehe auch: Global fury erupts as Vice President JD Vance champions neo-Nazi sympathizers. The world is reeling in disgust and disbelief as Vice President JD Vance, a key figure in the Trump administration, has openly embraced and defended far-right extremists with neo-Nazi ties during a speech at the Munich Security Conference. In a brazen display of ideological alignment with some of the most dangerous elements in modern politics, Vance not only legitimized Germany’s far-right Alternative for Germany (AfD) party but also lashed out at European leaders for refusing to accommodate the rise of xenophobic, anti-democratic movements. Vance accused European leaders of censoring free speech and failing to control immigration, drawing a sharp rebuke from Germany’s defense minister and overshadowing discussions on the war in Ukraine. This shocking endorsement of neo-Nazi sympathizers by one of America’s highest-ranking officials marks a dark new chapter in the global struggle between democracy and fascism, and it has sparked outrage across continents. Vance’s speech, delivered to a room packed with European leaders, was a masterclass in authoritarian rhetoric. The Vice President scolded centrist politicians for failing to listen to what he called the “voices of the people,” by which he meant the growing chorus of far-right nationalists who seek to dismantle the post-World War II democratic order.

#Wahlkampf in #Borgsdorf – Auf Video: AfD-Politiker stößt am Wahlstand – #rechteGewalt

Eine Filmsequenz rückt den angeblichen „Überfall“ auf einen AfD-Wahlkampfstand in Borgsdorf in ein neues Licht. Auf dem 19 Sekunden langen Video vom AfD-Wahlkampfstand in Borgsdorf am vergangenen Mittwoch (12. Februar) ist es gut zu erkennen: Der AfD-Ortsvorsitzende Frank Stielow will eines der Giveaways aufheben, das vom Tisch gefallen ist. Von hinten nähert sich ihm ein Mann, der ebenfalls nach etwas am Boden greifen oder etwas hinlegen will. Der AfD-Chef dreht sich um und stößt den Mann von dem Stand weg, woraufhin dieser zu Boden geht. Als er wieder aufgestanden ist, greift Stielow ihn am Kragen und schubst ihn erneut. Wieder fällt der Mann – ohne dass er erkennbar in den Gegenangriff übergeht. Eine Tonspur zu der Rangelei gibt es nicht, weil das Geschehen aus dem Bistro gegenüber gefilmt wurde. Doch das Video macht deutlich, wer hier wen angefasst hat und dass der andere nicht mit körperlicher Gegenwehr reagierte. (…) Trotz des Videos, was der MAZ vorliegt, reden die beiden AfD-Wahlkämpfer von einem „Überfall“ und einem „Angriff” auf ihren Stand. Die Video-Aufnahmen lassen Zweifel daran aufkommen. Auch die hinzugerufenen Polizeibeamten wollen nicht von einem Angriff sprechen. (…) Seinen Anfang nahm das Geschehen, als sich zwei Jugendliche dem Stand genähert hatten. Auf das Gesprächsangebot reagieren sie abweisend, wie einer von ihnen der MAZ berichtet: „Wir reden nicht mit Nazis!“ Daraufhin kam es zu einem ersten Wortgefecht, bei dem auch das Wort „linksversifft“ gefallen sei. Begegnung in Borgsdorf: Fragen zum Holocaust Vom Dönerladen aus beobachteten (und filmten) sie das weitere Geschehen, was auch Annett Franck bestätigt. Die Jungs hätten zuvor gesagt, dass der Ort und Zeitpunkt für den AfD-Stand schlecht gewählt sei. Dies sei ihr drohend vorgekommen, so Franck. Etwa eine halbe Stunde später sei ein Mädchen aufgetaucht und habe versucht, „FCK NZS“-Aufkleber auf dem AfD-Stand und der Kleidung von Annett Franck zu verteilen. Dabei hätte die Minderjährige unter anderem Fragen zum Holocaust gestellt.

via maz online: Wahlkampf in Borgsdorf Auf Video: AfD-Politiker stößt am Wahlstand