Ein AfD-Politiker bestreitet die alleinige deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg, eine andere wurde wegen Volksverhetzung verurteilt, einer traf sich früher mit Holocaust-Leugnern. Jeder fünfte AfD-Bundestagskandidat geriet schon ins Visier des Verfassungsschutzes. Nach der Bundestagswahl werden voraussichtlich mehr AfD-Abgeordnete als je zuvor ins Parlament einziehen. Insgesamt 360 Personen – 317 Männer und 43 Frauen – bewerben sich für die AfD um ein Mandat, als Direktkandidaten in den Wahlkreisen oder auf einer Landesliste ihrer Partei. Jeder Fünfte von ihnen geriet nach Tagesspiegel-Recherchen bereits vor mehreren Jahren ins Visier des Verfassungsschutzes: In einem Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz, das 2021 die Grundlage für die Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall bildete, tauchten bereits 73 der heutigen Bundestagskandidaten namentlich auf.
via tagesspiegel: „Schuldkult“ und „Überfremdung“: Wie extrem sind die Kandidaten der AfD?
