Die Bewaffnung von Rechtsextremisten und „Reichsbürgern“ in Deutschland bleibt ein Problem. Fast 1500 von ihnen durften zuletzt sogar ganz legal Waffen besitzen. Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die dem RND vorliegen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte sich nach ihrem Amtsantritt die konsequente Entwaffnung von Rechtsextremisten auf die Fahne geschrieben. Damit geht es jedoch bislang nur schleppend voran: Fast 1500 Rechtsextreme und „Reichsbürger“ hatten Ende 2023 weiterhin eine „waffenrechtliche Erlaubnis“. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Gruppe im Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Neuere Zahlen für das Jahr 2024 konnte die Bundesregierung demnach bislang nicht liefern. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 besaßen nach den Ministeriumsangaben 1039 Rechtsextremisten und 393 „‚Reichsbürger‘ und Selbstverwalter“, sowie 37 Personen des Spektrums „Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ eine waffenrechtliche Erlaubnis. Zum selben Stichtag waren im Nationalen Waffenregister 2212 erlaubnispflichtige Schusswaffen auf Rechtsextremisten, 1606 auf „Reichsbürger“ und 116 auf Personen des Bereichs „Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ registriert.
via rnd: Fast 1500 Rechtsextreme und „Reichsbürger“ mit Waffenerlaubnis


