Ist die AfD rassistisch, menschenfeindlich und will Grundrechte und Verfassung aushöhlen? Dazu öffentliche Aussagen von Funktionären und Abgeordneten der Partei aus den vergangenen zehn Jahren. Man braucht nicht unbedingt investigative Recherchen in Hinterzimmern, um das Weltbild, die Ziele und das politische Programm der AfD zu verstehen. Es genügt, Wahlkampfauftritte, Reden in Parlamenten, Parteiprogramme und Social-Media-Beiträge ihrer Funktionäre und Mandatsträger zu verfolgen. Ein Querschnitt aus öffentlichen Äußerungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zeichnet das Bild einer Partei, in der Verachtung gegenüber Minderheiten, Geschichtsrevisionismus, eine völkische Ideologie, kaum kaschierter Rassismus und Misstrauen gegenüber dem demokratischen Rechtsstaat bis hin zu Forderungen nach dessen Abschaffung regelmäßig auftauchen. Die hier gesammelten Zitate, die mitunter sehr eindeutig die Demokratie, das Gedenken an den NS-Massenmord oder Grundrechte wie die Menschenwürde attackieren, stammen alle von aktiven AfD-Mitgliedern. Wo es dem Verständnis dient, gibt es eine Einordnung zum Ausklappen.

via sz: AfD-Zitate Schwarz auf weiß

siehe auch: 14 Beispiele für völkisches Denken in der AfD. Völkisches und damit rechtsextremes Denken ist in der AfD weit verbreitet. Doch was heißt das eigentlich? Völkisch – dahinter steckt die Idee, dass Menschen nur zusammen leben können, wenn sie dieselbe Herkunft haben. Das Ziel der völkischen Bewegung ist eine vermeintlich (ethnisch) reine Gemeinschaft.  Wie tief völkisches und rechtsextremes Gedankengut seit Jahren in der AfD verankert ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. CORRECTIV hat 14 Zitate aus den letzten neun Jahren zusammengetragen, aus denen sich die völkischen Ideen der AfD im Detail ablesen lassen.  „Remigration“ ist beispielsweise eine völkische Idee. Mittels „Remigration“ soll der angebliche Idealzustand in Deutschland wiederhergestellt werden. Er betrifft hier lebende Menschen, die das Land nach willkürlichen Kriterien verlassen sollen.  Die völkische Ideologie ist nicht neu in Deutschland, sie hat auch für die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt. Das Völkische ist eine entscheidende Trennlinie zwischen der AfD und der CDU/CSU. Man könnte sagen: Das Völkische ist die Brandmauer.  CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz fordert zwar eine harte Abschiebungspolitik, aber er akzeptiert Deutschland als Einwanderungsland. Auch die CDU-Bundestagsfraktion hat klargestellt, dass „Remigration“ nicht mit der Verfassung vereinbar sei.