Rechtsextremisten treten nicht zur Wahl an – „Die Heimat“ will AfD in Dortmund stärken – #braunzone

Der politische Arm der Rechtsextremisten rund um die Thusneldastraße in Dorstfeld ist seit vielen Jahren Teil des Stadtrats in Dortmund. Nach der Kommunalwahl 2025 wird sich das allerdings ändern, und das liegt an der AfD. 2014 war „Die Rechte“ ins Dortmunder Stadtparlament eingezogen. Ein Anteil an Wählerstimmen von 1,04 Prozent bedeuteten einen Sitz im Stadtrat, der zunächst Siegfried Borchardt zufiel. Der als „SS-Siggi“ bekannte, mehrfach verurteilte und mittlerweile gestorbene Neonazi überließ den Platz kurz nach der Wahl allerdings Dennis Giemsch, der ihn 2015 an Michael Brück weitergab. „Die Rechte“ schloss sich der NPD an 2020 trat „Die Rechte“ erneut bei der Kommunalwahl an und erreichte 1,12 Prozent. Brück behielt seinen Sitz, zog allerdings kurz darauf nach Chemnitz und überließ Matthias Deyda den Platz. Während Brück zeitweise mit etlichen Anträgen das Geschehen im Stadt-Parlament gelähmt hatte, gab es in den Jahren danach nur noch wenige öffentlichkeitswirksame Aktionen. Mittlerweile gibt es „Die Rechte“ gar nicht mehr, 2023 ging der Dortmunder Kreisverband auf in „Die Heimat“, also der Partei, die jahrzehntelang als NPD bekannt war. (…) Ob man es erneut in den Stadtrat schaffen würde, sei „aufgrund des derzeitigen ‚Höhenfluges‘ der AfD“ ja ungewiss, so der Dortmunder „Heimat“-Chef weiter. Deshalb wolle man „der AfD den Vortritt lassen“. Zudem erklären die Rechtsextremisten: „Die AfD-Fraktion im Dortmunder Stadtrat, zu der auch der bekannte Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich gehört, macht eine – für AfD-Verhältnisse! – recht ordentliche Arbeit.“ Ohne „Konkurrenzkandidaturen aus dem rechten Lager“ könne die AfD sicherlich ein hohes Ergebnis einfahren.

via ruhrnachrichten: Rechtsextremisten treten nicht zur Wahl an „Die Heimat“ will AfD in Dortmund stärken

Streit über Kandidatin für Verfassungsgericht – Diese Akteure stehen hinter der Netzkampagne gegen Brosius-Gersdorf – #RechterRand

Die vorerst gescheiterte Richterwahl hat die Koalition beschädigt. Vorausgegangen war dem Eklat eine orchestrierte Aktion von Abtreibungsgegnern, rechtspopulistischen Medien und dem Umfeld der AfD. Hatten sie Einfluss auf die Union? Die Mails fluteten vergangene Woche die Postfächer der Abgeordneten. Mehr als 1000 Nachrichten seien bei ihm eingegangen, erzählt ein Unionspolitiker. Die Mail-Schreiber riefen dazu auf, bei der Richterwahl im Bundestag gegen die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf zu stimmen. Der Grund waren ihre vermeintlichen Positionen zur Abtreibung. (…) Nicht nur in den Postfächern der Abgeordneten, auch in den sozialen Medien hatte vorher ein Sturm gegen Brosius-Gersdorf getobt. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch nannte es eine beispiellose Schmutzkampagne, der FDP-Politiker Konstantin Kuhle sprach von einer »Trumpisierung unserer politischen Öffentlichkeit«. War das Scheitern der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf wirklich das Ergebnis einer orchestrierten Kampagne? Sind rechtspopulistische Medien und extrem-rechte Netzwerke so mächtig, dass sie Entscheidungen im Bundestag beeinflussen können? Wie entstand die Aufregung um Brosius-Gersdorf im Netz – und welche Rolle spielte die Union selbst dabei? (…) am 30. Juni 2025, wird bekannt, welche Richter die Koalition an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe schicken will: zwei von der SPD nominierte Kandidatinnen, Ann-Katrin Kaufhold und Frauke Brosius-Gersdorf, sowie den von der Union unterstützten Richter Günter Spinner. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (FAZ) berichtet zuerst darüber . Einen Tag später schreibt Julian Reichelt, der Chefredakteur des rechtspopulistischen Mediums »Nius«, auf der Plattform X, die Kandidatin Brosius-Gersdorf müsse »verhindert werden!«. Er greift einen Beitrag der AfD-freundlichen Plattform »Apollo News« auf. Die thematisierte bereits an diesem Tag ausführlich Brosius-Gersdorfs Position zu Abtreibungen und ihren Pro-Impfpflicht-Standpunkt während der Coronapandemie. AfD-Parteichefin Alice Weidel repostete Reichelts Beitrag. Doch auch Stimmen aus der CDU selbst melden sich früh bereits kritisch zu Wort. Da ist etwa die Brandenburger Abgeordnete Saskia Ludwig , die innerhalb der Union rechtsaußen steht. Sie bezeichnet Brosius-Gersdorf als »unwählbar« und begründete das mit deren Position zur Impfpflicht. Einen Tag später, am 2. Juli, erfolgt ein zweiter Aufschlag der »FAZ« . Mehrere CDU-Abgeordnete sollen erstmals aus den Medien von Brosius-Gersdorfs Kandidatur erfahren haben und signalisieren in der »FAZ« anonym ihre Ablehnung. Auch »Nius « und die AfD-nahe Wochenzeitung »Junge Freiheit « steigen in die Debatte ein. Positionen dramatisiert und falsch dargestellt Der Berliner Thinktank polisphere hat mehr als 40.000 X-Posts analysiert, die vor der geplanten Richterwahl abgesetzt worden sind. Das Ergebnis: Anfangs stehen vor allem Brosius-Gersdorfs Positionen zum AfD-Verbot und zur Corona-Impfpflicht im Vordergrund. Doch schon bald geht es zunehmend um ihre Ansichten zu Abtreibungen und Lebensschutz. Dazu gehört etwa die Falschbehauptung, Brosius-Gersdorf befürworte Abtreibungen bis zum neunten Schwangerschaftsmonat. So schreibt etwa die AfD-Politikerin Beatrix von Storch bereits am 2. Juli auf der Plattform X,  Brosius-Gersdorf sei eine »linksradikale Aktivistin, die im Prinzip der Abtreibung bis zum 9. Monat das Wort redet«. In Wahrheit ist Brosius-Gersdorf dafür, dass Spätabtreibungen grundsätzlich rechtswidrig bleiben sollen. Der Nachrichtendienst X steche »als Diskursarena unter allen Plattformen« besonders heraus, sagt die polisphere-Desinformationsanalystin Hannah Schimmele dem SPIEGEL. Gleichzeitig treiben rechtspopulistische Internetplattformen die Debatte weiter voran.

via spiegel: Streit über Kandidatin für Verfassungsgericht Diese Akteure stehen hinter der Netzkampagne gegen Brosius-Gersdorf

siehe auch: BROSIUS-GERSDORF: WIE DIE UNION VON EINER RECHTEN KAMPAGNE MANIPULIERT WURDE. Die Kandidatur der Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht ist zum Spielball einer orchestrierten Desinformationskampagne von rechts geworden – mit erschreckendem Erfolg. Eine Welle aus Falschinformationen, emotionaler Empörung und gezielter Empörungsproduktion im Netz hat ausgereicht, um die CDU/CSU-Fraktion zu kippen. Und eine Formalie zum rechten Kulturkampf zu machen. Am Ende wurde die eigentlich breit unterstützte Kandidatin – eine profilierte Juristin der Mitte – von der Tagesordnung des Bundestags gestrichen. Der Vorgang zeigt, wie anfällig die Union inzwischen für rechtsextreme Narrative ist und wie machtlos auch unsere Regierung gegen digitale Empörungswellen ist. Eine Analyse und ein Faktencheck des Desasters der Union. (…) Das gilt auch für die drei wichtigsten Themen, die jetzt Teil der Desinformationskampagne waren: In der Debatte um die Impfpflicht hätte sie diese – wie die meisten Rechtsprofessoren übrigens – für verfassungskonform gehalten. Ein AfD-Verbot hielte sie für sinnvoll, „wenn es genügend Material gibt“. Eine Position, die offensichtlich unkontrovers ist – denn sie gibt einfach nur das Grundgesetz wieder, das Parteiverbote ausdrücklich ermöglicht. Und abseits der inhaltlichen Debatte glaubten viele Unionspolitiker, es habe „Plagiatsvorwürfe“ gegeben, doch das sind rechte Fake News. Der höchst umstrittene „Plagiatsjäger“, der dazu herangezogen wird, erklärt selbst, er habe „keine Plagiatsvorwürfe“ erhoben. Er habe sie hingegen „vielmehr zurecht gegen Herrn Merz und Herrn Voigt“ erhoben. Es gäbe inhaltlich ähnlich zitierte Textpassagen in Arbeiten von Brosius-Gersdorf und ihrem Mann. Die Arbeit des Mannes wurde später veröffentlicht, aber der rechte „Plagiatsjäger“ erklärt, die Arbeiten seien zeitgleich entstanden. Die Universität Hamburg hat erklärt, bisher gebe es noch nicht hinreichend belegte Hinweise auf Verstöße gegen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Brosius-Gersdorf war also ziemlich unkontrovers eigentlich. Auch für die Union. Friedrich Merz und Jens Spahn haben sich für sie ausgesprochen. Normalerweise haben ein Kanzler und ein Fraktionsvorsitzender auch ihre Fraktion und etwaige Bedenken im Griff, dass das kein Problem darstellt. Doch offenbar nicht die beiden.

IDENTITÄRE UND ESOTERIKER Fülle rechtsextremer Videos war auf FPÖ-Account monatelang online

Mit Massenabschiebungs-Propaganda und Bildern einer “rassenreinen” Gesellschaft fand der Account massive Verbreitung. Das nunmehrige Löschen einzelner Videos ist laut dem Tiroler Neos-Chef Dominik Oberhofer unzureichend. Für Aufsehen sorgte in den vergangenen Tagen ein Tiktok-Video der FPÖ Tirol, in dem deren Obmann Markus Abwerzger mit einer Pappkrone des US-Fast-Food-Anbieters Burger King lächelnd durch eine Straße in Innsbruck marschiert. Die Szene sei als Zitat eines in der rechtsextremen Szene viralen, in einem US-Flugzeug aufgenommenen Videos zu verstehen, in dem ein Mann mit einer Burger-Krone eine schwarze Frau mit dem N-Wort beschimpft, kritisierten ÖVP, SPÖ und Grüne, nachdem das Onlinemedium Campus A über das Video berichtet hatte. Dienstagfrüh suchte man nun besagte Aufnahme auf Tiktok vergebens. Die FPÖ Tirol hatte sie und eine Reihe weiterer Posts entfernt. In den Tagen davor hatte es auf dem blauen Account von Videos mit identitären und aus der rechtsextremen Jugendszene stammenden Codes samt tausenden einschlägigen Kommentaren nur so gewimmelt. Unterlegt war das mit einem der FPÖ besonders wichtigen Thema: der massenhaften Abschiebung von Ausländern. Videos gesichert Viele der gelöschten Videos und Kommentare sind gut dokumentiert. Am Sonntag verbrachten der Tiroler Neos-Landeschef, Nationalratsabgeordneter Dominik Oberhofer samt Mitarbeitenden den Tag damit, den FPÖ-Tirol-Account auf Tiktok und Instagram zu sichten. “Von sechs bis 23 Uhr” habe das gedauert, schildert Oberhofer. Er behält sich Anzeigen vor. Der Neos-Politiker hat dem STANDARD die Ergebnisse seiner Bemühungen zur Verfügung gestellt. Sie liefern Einblicke in rechtsextreme, esoterische sowie identitäre Weltsichten, die laut dem Leiter der Abteilung Rechtsextremismus im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), Bernhard Weidinger, unter dafür empfänglichen Jugendlichen derzeit international im Vormarsch sind. Millionen Zugriffe Der Tiktok- und Instagram-Account, der laut dem Politiker Oberhofer seit März 2025 von einem eigenen jungen FPÖ-Tirol-Mitarbeiter betreut wird, hat denn auch extrem viele Zugriffe, in Einzelfällen mehr als zwei Millionen. In den Kommentaren kommen häufig Zahlenkombinationen wie 88 (für die Anfangsbuchstaben des Nazi-Grußes “Heil Hitler” im Alphabet) oder 271 (für die 271.000 in der NS-Zeit laut rechtsextremer Propaganda ermordeten Juden und Jüdinnen – tatsächlich waren es mehr als sechs Millionen Menschen). Besagte Videos kreisen mehrheitlich um das Thema Abschiebungen, immer wieder geistern Scharen von türkisen Flugzeugsymbolen über den Screen. Ein Video – es kommt im Account nicht mehr vor – verdichtet Aufnahmen von startenden und landenden Fliegern zu massiver Pro-Abschiebungspropaganda. Rechtsextreme Vril- und Agartha-Mythen Ein weiteres Video, es war Dienstagvormittag noch zu sehen, zeigt – unterlegt mit den Anfangsklängen des in den 1970er-Jahren aus der schwarzen US-Community stammenden Songs TSOP – Stempel, die das Wort “abgeschoben” auf Papier drucken. In einer anderen Aufnahme stößt FPÖ-Chef Abwerzger mit zwei Personen “nach fünf Jahren FPÖ-Regierung” auf die erfolgreiche Vertreibung sämtlicher unliebsamer Ausländerinnen und Ausländer bei Weißwein an. Der Slogan dazu: “Sie sind endlich alle weg”.

via standard: IDENTITÄRE UND ESOTERIKER Fülle rechtsextremer Videos war auf FPÖ-Account monatelang online

Rainer Wendt – Chef der Polizeigewerkschaft: Queere Minderheit will “uns ihre sexuelle Orientierung ständig aufdrängen” – #polizeiproblem #strukturellerRassismus

Rainer Wendt, der stets polternde Polizeigewerkschafter, beklagt sich darüber, dass queere Menschen heutzutage zu sichtbar seien. Rainer Wendt, der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), hat im rechtskonservativen Onlinemagazin “Tichys Einblick” beklagt, dass queere Menschen ihre Identität anderen “aufdrängen” wollten – mit “aggressiven Forderungen nach permanenter Sichtbarkeit”. In einer Rezension für ein Buch des umstrittenen Bundespolizisten und CDU-Politikers Manuel Ostermann beklagte Wendt, dass die Polizei und andere Behörden falsche Schwerpunkte setzten. Ziel sei es, alle Bürgerinnen und Bürger “gleich zu behandeln, niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen, warum auch immer”, so Wendt. “Umso unverständlicher ist die Überbetonung einer kleinen Minderheit, die uns ihre sexuelle Orientierung ständig aufdrängen und in unseren Alltag übertragen wollen (sic).” Regenbogenfahnen vor Polizeibehörden oder dem Bundestag seien “eben kein Zeichen von Toleranz oder Weltoffenheit, sondern Symbole des Kniefalls vor einer Laune des Zeitgeistes durch schwache Führungskräfte, die die Neutralität ihrer Behörden nicht vor den aggressiven Forderungen nach permanenter Sichtbarkeit von Minderheiten zu verteidigen wissen”. In dem Artikel beklagt Wendt auch, dass Polizeibedienstete ständig stigmatisiert werden würden – etwa durch Rassismusvorwürfe. Dabei hätten sie mangelnden Rückhalt aus der Politik. “Wohlstandsverwahrlosten Kriminellen” würde hingegen zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Politisch attestiert das CDU-Mitglied linken Parteien pauschal ein “gestörtes Verhältnis zu Ordnung und Rechtsstaatlichkeit”.

via queer: Rainer Wendt Chef der Polizeigewerkschaft: Queere Minderheit will “uns ihre sexuelle Orientierung ständig aufdrängen”

Rahma A.: War es ein rassistisch motivierter #Femizid in #Hannover?

Der Fall der erstochenen Rahma A. löst international Reaktionen aus. Die Nachricht vom gewaltsamen Tod der 26-jährigen Rahma A. hat über Hannover hinaus Entsetzen ausgelöst. Die junge Algerierin wurde am Morgen des 4. Juli im Treppenhaus ihres Wohnhauses in Arnum südlich von Hannover erstochen – mutmaßlich von einem Nachbarn, einem 31-jährigen Deutschen, der seither in Untersuchungshaft sitzt. Laut Obduktion starb A. durch mehrere Messerstiche, einer davon traf ihr Herz. Anwohner*innen berichten, der Tatverdächtige habe bereits zuvor versucht, sich Zutritt zu Rahmas Wohnung zu verschaffen. Der Mann habe sie mehrfach wegen ihres Hidschabs und ihrer Herkunft beleidigt und bedrängt, berichtete ihre Mutter dem Sender Al-Araby TV. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der mutmaßliche Täter nicht vorbestraft. Rahma A. lebte Berichten zufolge seit zwei Jahren in Deutschland, arbeitete in einem hannoverschen Krankenhaus und wollte eine Ausbildung zur Pflegekraft beginnen.

via nd: Rahma A.: War es ein rassistisch motivierter Femizid in Hannover?

Irish tourist jailed by Ice for months after overstaying US visit by three days: ‘Nobody is safe’

For roughly 100 days, Thomas says he faced harsh detention conditions, despite agreeing to deportation. Thomas, a 35-year-old tech worker and father of three from Ireland, came to West Virginia to visit his girlfriend last fall. It was one of many trips he had taken to the US, and he was authorized to travel under a visa waiver program that allows tourists to stay in the country for 90 days. He had planned to return to Ireland in December, but was briefly unable to fly due to a health issue, his medical records show. He was only three days overdue to leave the US when an encounter with police landed him in Immigration and Customs Enforcement (Ice) custody. From there, what should have been a minor incident became a nightmarish ordeal: he was detained by Ice in three different facilities, ultimately spending roughly 100 days behind bars with little understanding of why he was being held – or when he’d get out. “Nobody is safe from the system if they get pulled into it,” said Thomas, in a recent interview from his home in Ireland, a few months after his release. Thomas asked to be identified by a nickname out of fear of facing further consequences with US immigration authorities. Despite immediately agreeing to deportation when he was first arrested, Thomas remained in Ice detention after Donald Trump took office and dramatically ramped up immigration arrests. Amid increased overcrowding in detention, Thomas was forced to spend part of his time in custody in a federal prison for criminal defendants, even though he was being held on an immigration violation. Thomas was sent back to Ireland in March and was told he was banned from entering the US for 10 years. Thomas’s ordeal follows a rise in reports of tourists and visitors with valid visas being detained by Ice, including from Australia, Germany, Canada and the UK. In April, an Irish woman who is a US green card holder was also detained by Ice for 17 days due to a nearly two-decade-old criminal record. The arrests appear to be part of a broader crackdown by the Trump administration, which has pushed to deport students with alleged ties to pro-Palestinian protests; sent detainees to Guantánamo Bay and an El Salvador prison without presenting evidence of criminality; deported people to South Sudan, a war-torn country where the deportees had no ties; and escalated large-scale, militarized raids across the US.

via guardian: Irish tourist jailed by Ice for months after overstaying US visit by three days: ‘Nobody is safe

Wie die Union versucht, queeres Leben zu delegitimieren

Je unsicherer sich die Mehrheitsgesellschaft fühlt, desto sicherer glaubt sich die Rechte in Deutschland, wenn sie Minderheiten attackiert. Queeres Leben wird zur Projektionsfläche für Kulturkampf. Regenbogenflagge verbieten, Abschiebung queerer Menschen in angeblich sichere Länder, ein Sonderregister für trans, inter und nichtbinäre Menschen, der Vorwurf der “Privilegierung” statt Grundgesetzänderung: Die Union setzt in einem atemlosen Tempo wieder auf alte Feindbilder – mit Repressionen und Sondermaßnahmen gegen queere Menschen. Deren Sichtbarkeit und Sicherheit soll im Gewand der Ordnung ausgehebelt werden. Wohin führt das? Wenn die Parlamente bei der Einstufung “sicherer” Herkunftsstaaten kein Mitbestimmungsrecht mehr haben und infolgedessen queerfeindlichen Maghreb-Staaten das Prädikat “sicher” verliehen werden kann? Wenn das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) plant, alle Nutzer*innen des Selbstbestimmungsgesetzes in ein Sonderverzeichnis einzutragen? Wenn der CDU-Abgeordnete Carsten Müller ausgerechnet bei einer Bundestagsdebatte über queerfeindliche Hasskriminalität von der “Privilegierung” von queeren Menschen spricht? Es bedeutet, dass zwei demokratische Parteien beginnen, mit autoritären Werkzeugen gegen Minderheiten zu arbeiten – nicht aus Not, sondern mit Kalkül. Das alles erinnert an düstere Zeiten in den 1980er Jahren, als insbesondere schwule Männer systematisch stigmatisiert, als “Hauptverantwortliche” oder “Risikogruppe” dargestellt und als Sündenbock für die Ausbreitung von Aids verantwortlich gemacht werden sollten.

via queer: Wie die Union versucht, queeres Leben zu delegitimieren