Laut »Correctiv«-Bericht – Chefin von AfD-naher Stiftung trifft bekannten Rechtsextremen

Erika Steinbach will für ihre Desiderius-Erasmus-Stiftung staatliche Förderungen in Millionenhöhe. Das Innenministerium prüft aktuell mögliche verfassungsfeindliche Prägungen. Eine Feier könnte für sie zum Problem werden. Bislang erhält die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) keine Gelder aus staatlichen Quellen. Erika Steinbach will das ändern: Als Chefin der Stiftung hat sie Mittel beantragt, es könnte um Dutzende Millionen Euro gehen. Das Bundesinnenministerium prüft die staatlichen Förderungen derzeit anhand des Stiftungsfinanzierungsgesetzes. Um sie zu bekommen, müssen Stiftungen »aktiv« für die freiheitlich demokratische Grundordnung eintreten. Außerdem darf die »politische Grundströmung, die der Stiftung zuzuordnen ist«, keine verfassungsfeindliche Prägung haben. Damit ist etwa die AfD gemeint. Eine Recherche von »Correctiv«  könnte nun zusätzlich zum Problem für die DES werden. Das Medienhaus veröffentlichte Fotos, die Steinbach mit dem Rechtsextremisten Gernot Mörig zeigen. Mörig war einer der Initiatoren des Potsdamer Treffens , an dem Funktionäre der AfD sowie Personen aus CDU-Kreisen teilnahmen. Der frühere Kopf der »Identitären Bewegung« in Österreich, Martin Sellner, hatte bestätigt, dass er bei dem Treffen in Potsdam über »Remigration« gesprochen habe. Mit dem rechtsextremen Kampfbegriff ist massenhaftes Abschieben sowie das Verdrängen von Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland gemeint. Das Treffen mit Steinbach, an dem auch der extrem rechte Publizist Roland Tichy sowie ein ungenannter, vermögender Unternehmer teilnahmen, könnte mit dazu führen, dass die Stiftung auch in diesem Jahr keine staatlichen Zuschüsse bekommt. »Wenn sich erwiesene Nazi-Kader mit der Vorsitzenden der Desiderius-Erasmus-Stiftung treffen, ist das nicht privat«, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh »Correctiv« . Und: »Verfassungsfeinde und ihnen nahestehende Organisationen dürfen nicht mit Steuergeldern gefördert werden.« Ohnehin werden mehrere Vorstandsmitglieder und Referenten der Stiftung im Gutachten des Verfassungsschutzes zur Hochstufung der AfD als »gesichert rechtsextremistische Bestrebung« mit rassistischen und völkischen Äußerungen zitiert. Wird der Antrag auf Förderung abgelehnt, dürfte die AfD dagegen juristisch vorgehen.

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siehe auch: AfD-Parteistiftung will Steuergeld – aber pflegt Kontakte zur extremen Rechten Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung hat beim Bundesinnenministerium erstmals finanzielle Förderung beantragt. Nun zeigen aktuelle Fotos einen bekannten Rechtsradikalen bei der Stiftungschefin. Fachleute sehen weitere Gründe, woran der Antrag scheitern könnte. Alles steht bereit für diese Gartenparty am 18. Mai. Silberne Kaffeekannen auf Stehtischen mit weißem Überzug, auch ein paar Sektgläser sind fein säuberlich aufgereiht. Erika Steinbach, die Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung und ehemalige Bundestagsabgeordnete, hat nach Frankfurt-Eckenheim eingeladen. Konzert in ihrem Privathaus. Unter ihren Gästen: ein Schuh-Unternehmer, ein rechts-libertärer Publizist und ein bekannter Rechtsradikaler. Eineinhalb Monate zuvor, am 2. April, hat Steinbach einen Antrag beim Bundesinnenministerium (BMI) eingereicht, um Geld für die Desiderius-Erasmus-Stiftung zu bekommen. Ihren Schätzungen nach soll es dabei für das laufende Jahr um etwa 17 bis 18 Millionen Euro gehen. (…) Die AfD ist zum dritten Mal in den Bundestag gewählt worden, hat deshalb nun Anspruch auf staatliche Finanzierung für ihre Stiftung – genau wie die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU oder die Rosa-Luxemburg-Stiftung der Linkspartei.  Ein Anspruch entfällt, wenn Personen, die „verfassungsfeindliche Bestrebungen“ verfolgen, in einer Weise tätig sind, dass sie die inhaltliche Arbeit der Stiftung wesentlich beeinflussen können.  Das Konzert ist vorbei, es wird lange geklatscht.  Um zu verhindern, dass Verfassungsfeinde staatlich finanziert werden, hat der Bundestag im Jahr 2023 neue Regeln für politische Stiftungen aufgestellt: Sollte beispielsweise die „politische Grundströmung, die der Stiftung zuzuordnen ist“, verfassungsfeindlich geprägt sein, so müsste die Finanzierung abgelehnt werden. Das ist weit gefasst – es geht wohl um das Umfeld der Stiftung, um Medien, die ihr nahestehen, und um die Zielgruppe ihrer Veranstaltungen. Stiftungschefin Erika Steinbach macht die Tür zum Garten auf, die Gäste treten heraus. Darunter Roland Tichy, ein Publizist, ein vermögender Schuhhändler. Und: Gernot Mörig, ein Rechtsradikaler. Gernot Mörig ist einer der zentralen Köpfe im rechtsradikalen Vorfeld der AfD. Er gilt als Vernetzer und Geldbeschaffer der rechtsradikalen Szene und wurde zuletzt bundesweit durch die CORRECTIV-Recherche Geheimplan gegen Deutschland bekannt.  Im November 2023 lud der ehemalige Zahnarzt aus Düsseldorf den rechtsradikalen Vordenker Martin Sellner in das Landhaus Adlon nahe Potsdam, bei dem hochrangige AfD-Funktionäre, Rechtsextreme sowie Unternehmer und CDU-Mitglieder das Konzept der sogenannten „Remigration“ diskutiert haben.

Flaggen auf Bützower Bahnhof sorgen für Wirbel

Seit einigen Tagen wehen auf dem historischen Bahnhofsgebäude in Bützow mehrere Deutschland- und AfD-Fahnen. Das sorgt in der Kleinstadt für mächtig Wirbel. Auf dem Bützower Bahnhofsgebäude (Landkreis Rostock) wehen seit einigen Tagen Deutschland- und AfD-Flaggen. Die Partei hatte dazu außerdem ein provokantes Video gepostet. In dem kurzen Clip sieht man ein AfD-Mitglied, das auf dem Dach des Bahnhofs steht. Zu lesen ist, Bützow sei “erobert”. Das Bahnhofsgebäude befindet sich seit Jahren in Privatbesitz. Die Deutsche Bahn erklärte, sie habe deswegen keinerlei Handhabe und distanzierte sich von dem Vorgang. Die Flaggen würden nicht “das Selbstverständnis der Deutschen Bahn widerspiegeln”. Der Eigentümer des Bahnhofsgebäudes sagte im Gespräch mit dem NDR, er habe das Aufstellen der Fahnen zwar gestattet, von dem Video aber weder gewusst, noch habe er es genehmigt. Unterdessen hat er der AfD das Gebäude “als zentralen Standort” zum Kauf angeboten.

via ndr: Flaggen auf Bützower Bahnhof sorgen für Wirbel

siehe auch: Bützow: Demonstration gegen AfD-Flaggen auf dem Bahnhof. In Bützow sorgen AfD-Flaggen auf dem Bahnhof für Diskussionen. In Bützow (Landkreis Rostock) haben laut Polizei etwa 150 Menschen gegen die AfD-Flaggen auf dem Bahnhofsgebäude demonstriert. Sie befürchten nach eigenen Angaben, dass die Flaggen an einem so zentralen Ort, der für viele Menschen den ersten Eindruck von Bützow prägt, keine Offenheit ausstrahlen würden. Vor Ort waren auch mehrere Dutzend AfD-Sympathisanten, die die Beflaggung befürworten. Im Anschluss an die Demonstration haben Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) und die Stadtpräsidentin Gudrun Radziwolek (BWG) das Gespräch mit dem Besitzer des Bahnhofs, Poppe Gerken, sowie mehreren AfD-Stadtvertretern im Bahnhofssaal gesucht; Debatte um politische Vereinnahmung 150 Menschen protestieren gegen AfD-Flaggen auf dem Bützower Bahnhofsdach Anhören Dicke Luft in der Kleinstadt im Landkreis Rostock: Seit einigen Tagen wehen auf dem Dach des Bützower Bahnhofsgebäudes Flaggen der AfD. Der Eigentümer der Immobilie ist Sympathisant der Partei. Am Freitag (20. Juni) wurde gegen die Aktion demonstriert. (…) Hinter der Aktion steht derweil nicht die Deutsche Bahn. Das Unternehmen distanziere sich von dem Flaggen-Vorfall – verweist aber auch darauf, dass sie nicht Eigentümer des Bahnhofsgebäudes sei. Das befindet sich seit Jahren im Privatbesitz. Der Eigentümer der Bützower Immobilie ist Poppe Gerken. Der Mann aus dem nahen Örtchen Zepelin ist AfD-Sympathisant und wusste von der Flaggen-Aktion. „Ich symbolisiere den Bürgerwillen hier in der Region, und das muss in der Demokratie doch möglich sein, dafür haben wir doch die Meinungsfreiheit und Vielfalt“, sagte er am Rande der Demo am Freitag; 150 Menschen gegen AfD-Flagge in Bützow Am Bahnhofsgebäude von Bützow (Landkreis Rostock) sind seit einiger Zeit AfD-Flaggen gehisst. Da das Gebäude in Privatbesitz ist, können weder die Stadt noch die Bahn etwas dagegen tun. 150 Menschen haben sich zu einer Mahnwache getroffen, um ein Zeichen dagegen zu setzen. Die Veranstaltung rief aber auch um die 50 Rechtsextreme auf den Plan. Der Bützower Bahnhof steht seit einiger Zeit im Fokus. Grund dafür sind drei AfD-Fahnen auf dem Dach des Bahnhofsgebäudes, welches in Privatbesitz ist. Dazu kommt ein Video des AfD-Landtagsabgeordneten Martin Schmidt, in dem es heißt, Bützow sei „erobert“.1 Am Freitag fand deshalb eine Mahnwache vor dem Gebäude statt, organisiert vom Bündnis Buntes Land. An dieser Mahnwachen nahmen laut Polizeiangaben rund 150 Personen verschiedener Gruppierungen teil.2 Neben der SPD waren beispielsweise auch Vertreter:innen der Omas gegen Rechts vor Ort. In den Redebeiträgen wurde immer wieder Bezug auf das Video von Schmidt genommen. Von einer „Eroberung“ könne keinesfalls gesprochen werden, so ein Redner. Die AfD hat in der Bützower Stadtvertretung zwei von 19 Sitzen.3 Ein Bützower Bürger sagte in seinem Redebeitrag, der Bahnhof sei eigentlich ein Zeichen für Offenheit und Vielfalt. Reisende können nicht wissen, dass das Gebäude in Privatbesitz ist. Der Imageschaden der Stadt sei durch die Fahnen immens. Er und weitere Redner:innen forderten vom Besitzer des Bahnhofsgebäudes – den Campingplatzbetreiber Poppe Gerken – auf, die Flaggen zu entfernen. Konstantin Schulz vom Bündnis Buntes Land warnte vor den gefährlichen Machtfantasien der AfD, die durch das Wort „Eroberung“ ausgedrückt werden. Als Umsteigebahnhof sei Bützow außerdem in ganz Norddeutschland bekannt. „Die Willkommenskultur, für die sich viele in Bützow eingesetzt haben, wird hier mit Füßen getreten“, so Schulz.

Bützow steht auf gegen die Rechten, die AfD. Diese meinen, Sie haben den Bahnhof und die Herrschaft über die Stadt Bützow übernommen. Never!

HJP Bützow (@hjp-ausmv.bsky.social) 2025-06-20T17:25:43.307Z

Angriff auf SPD-Mitglieder in #Berlin – Vier Neonazis zu #Jugendstrafen verurteilt – #terror

Nach einem Angriff auf SPD-Wahlhelfer in Berlin sind vier Männer zu Jugendstrafen verurteilt worden. Das Gericht betonte die rechte Gesinnung der Täter. Sie waren aus Sachsen-Anhalt nach Berlin gekommen, um an einem Neonazi-Aufmarsch teilzunehmen. Doch bevor die vier jungen Männer an jenem Dezembersamstag dort eintrafen, verprügelten sie auf offener Straße zwei SPD-Wahlhelferinnen und attackierten Po­li­zis­tin­nen. Am Donnerstag hat das Amtsgericht Tiergarten in Berlin sie nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung zu Jugend­strafen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass alle vier Angeklagten – zum Tatzeitpunkt zwischen 16 und 19 Jahre alt – an dem Angriff nahe dem Bahnhof Lichterfelde Ost im Berliner Süden beteiligt waren. „Es bestehen keine Zweifel, dass sie gemeinschaftlich gehandelt haben“, sagte der Vorsitzende Richter. Er sprach von einer „ganz erheblichen Tat“, die sich eindeutig gegen politisch Andersdenkende gerichtet habe. Von den vier Angeklagten muss der 19-jährige Florian K. am längsten ins Jugendgefängnis: zwei Jahre und acht Monate ohne Bewährung. Er habe „eindeutig nachweisbar“ Springerstiefel getragen und mit diesen auf den bereits am Boden liegenden SPD-Mann eingetreten. Der ebenfalls 19-jährige Elias U. wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt; er soll den Angriff eingeleitet haben, indem er dem Betroffenen die rote SPD-Mütze vom Kopf gerissen hat. Die beiden weiteren Angeklagten, Phillipp B., 20 Jahre alt, und Pascal K. – der 17-jährige Bruder von Florian K. –, erhielten Jugendstrafen von zwei Jahren beziehungsweise einem Jahr und neun Monaten. Sie kommen vorerst unter Auflagen frei. In einem halben Jahr will das Gericht entscheiden, ob die Strafen zur Bewährung ausgesetzt werden (…) Die vier hätten sich „völlig enthemmt und empathielos“ ihr unterlegenes Opfer ausgesucht. Darüber hinaus betonte die Staatsanwältin den politischen Hintergrund der Tat: „Das Auftreten vor Ort war offen rechtsradikal.“

via taz: Angriff auf SPD-Mitglieder in Berlin Vier Neonazis zu Jugendstrafen verurteilt

siehe auch: Angriff auf SPD-Mitglieder: Junge Rechtsextreme zu Haftstrafen verurteilt Die vier jungen Rechtsextremen, die in Berlin zwei SPD-Mitglieder und dann Polizisten angegriffen hatten, sind nach Jugendstrafrecht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Bei zwei Männern wurde die Vollstreckung jedoch zurückgestellt. Der Richter sprach von einer „erheblichen Straftat“. Verurteilt wurden die vier jungen Männer wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Bei drei der Angeklagten kam es noch zu weiteren Straftaten: Sie wurden zusätzlich wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verurteilt, zwei von ihnen wegen Beleidigung der herbeieilenden Polizisten. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft noch höhere Strafen für die jungen Rechtsextremen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren gefordert: zwischen zwei Jahren und sechs Monaten bzw. drei Jahren und vier Monaten. Es habe sich bei dem Angriff im Dezember 2024 klar um eine „politische motivierte Tat“ gehandelt, so die Staatsanwältin, sie seien zudem mit „äußerster Brutalität“ vorgegangen. Gekommen, um sich zu prügeln Sie suchten „Stress“ sowie klar die „körperliche Auseinandersetzung“, hieß es in dem Plädoyer der Strafverfolgungsbehörde. Sie seien mit Gewaltbereitschaft nach Berlin gereist. Elias U., einer der Männer, der am brutalsten vorging, schrieb einer Freundin, dass er jetzt so richtig bei den Rechten angekommen sei und sicherlich eine Nacht im Gefängnis verbringen werde. Die Nachricht verschickte er wohlgemerkt vor der Fahrt nach Berlin. Dass die Rechtsextremen klar auf Gewalt aus waren, wurde im Zuge der viertägigen Verhandlung mehrfach deutlich. Am zweiten Verhandlungstag wurden die beiden Polizeibeamten, die zufällig vor Ort waren, als Zeugen vernommen – sie ließen keinen Zweifel an der Aggressivität der vier Männer aus Sachsen-Anhalt. „Wir sind hier hergekommen, um uns zu prügeln“, hatte einer der Angeklagten der Polizistin entgegen gebrüllt. Dass das keine hohle Phrase war, ist sie sich sicher: „Die waren ziemlich kampfbereit.“

Erneut #Ermittlungen gegen AfD-Politikerin aus #Niedersachsen – #VanessaBehrendt #volksverhetzung

Gegen die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt wird in einem weiteren Fall ermittelt. Es geht laut der Staatsanwaltschaft Göttingen erneut um den Verdacht der Volksverhetzung. Der Vorwurf: AfD-Politikerin Behrendt soll eine Gruppe Pädophiler pauschal als kriminell bezeichnet haben, obwohl die Betroffenen ihre Neigung nach eigenen Angaben nicht ausleben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag mit. Die Politikerin aus Helmstedt soll zudem die Anschrift des Mannes veröffentlicht haben, der die Anzeige gegen Behrendt erstattet hat. Ermittelt werde daher nicht nur wegen des Verdachts der Volksverhetzung, sondern auch wegen gefährdenden Verbreitens personenbezogener Daten. Im Oktober 2024 führte zuerst ein Post der Landtagsabgeordneten auf “X” zu Ermittlungen. Behrendt soll die Regenbogenfahne als Symbol für “Machenschaften pädophiler Lobbygruppen” bezeichnet haben – sie wurde daraufhin angezeigt. (…) Die neuen Ermittlungen wurden laut Staatsanwaltschaft an das bereits laufende Verfahren angebunden.

via bdr: Erneut Ermittlungen gegen AfD-Politikerin aus Niedersachsen

siehe auch: Niedersachsen Weitere Ermittlungen gegen AfD-Abgeordnete Behrendt. Gegen die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren. Das teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach wird Behrendt vorgeworfen, eine Gruppe von Pädophilen pauschal als kriminell bezeichnet zu haben, obwohl die Betroffenen ihre Neigung nach eigenen Angaben nicht ausleben. Ermittelt wird demnach wegen des Verdachts der Volks­verhetzung. Behrendt soll zudem die Anschrift des Mannes veröffentlicht haben, der die Anzeige erstattet hat. Deswegen werde ihr auch gefährdendes Verbreiten personenbezogener Daten vorgeworfen. Behrendt wollte sich mit Blick auf das laufende Verfahren dazu nicht äußern. Die neuen Ermittlungen wurden der Staatsanwaltschaft zufolge mit einem weiteren, bereits bekannten Verfahren verbunden, das gegen Behrendt läuft

#Parteitag der Brandenburger #SPD: Designierte Vize-Landeschefin für Prüfung von #AfD-Verbot

Beim Landesparteitag am Samstag will die Brandenburger SPD ihren Landesvorstand neu wählen. Nach dem Rücktritt von Innenministerin Lange soll die Ex-Bundestagsabgeordnete Papenbrock Parteivize werden. Die designierte Vize-Landeschefin der Brandenburger SPD, Wiebke Papenbrock, hält es für sinnvoll, ein AfD-Verbotsverfahren zu prüfen. „Gegen die Prüfung eines Verbotsverfahrens spricht erst einmal nichts“, sagte Papenbrock der Deutschen Presse-Agentur. Das werde nicht die Überzeugung der Menschen ändern. „Aber man sollte es auf jeden Fall prüfen, ob es möglich ist. Es muss jedoch wirklich gut vorbereitet sein.“ (…) Der Parteitag wird auch über ein AfD-Verbot debattieren. Die SPD-Landesspitze hält ein Verbotsverfahren für richtig. „Gerade jetzt gilt es alle rechtssicheren und zielführenden Mittel in Betracht zu ziehen – dazu gehört ausdrücklich auch ein AfD-Verbotsverfahren“, heißt es in einem Antrag. Papenbrock hält eine Abgrenzung gegenüber der AfD für wichtig. „Ich kann für mich und meine Kreistagsfraktion Ostprignitz-Ruppin sagen: Wir arbeiten nicht mit der AfD zusammen und wir werden es auch nicht tun“, sagte sie. „Ausgrenzen ist aber auch keine Möglichkeit. Man muss im Gespräch bleiben.“

via tagesspiegel: Parteitag der Brandenburger SPD: Designierte Vize-Landeschefin für Prüfung von AfD-Verbot

#Italien – #Gemeinderat in #Südtirol empört mit #Goebbels-Verweis

In Bozen empört sich ein Politiker der Meloni-Partei über eine Regenbogenfahne. Nach einem Facebook-Eintrag, in dem er an den Nazi-Propagandaminister erinnert, ist die Empörung aber noch viel größer. In Südtirol hat ein Lokalpolitiker von Italiens rechter Regierungspartei Fratelli d’Italia (Brüder Italiens) mit einem Verweis auf den Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels Empörung ausgelöst. Gemeinderat Diego Salvadori aus der Provinzhauptstadt Bozen schrieb auf seiner Facebook-Seite zum Bild einer Regenbogen­fahne auf Italienisch: “Die Fahne folgt nicht dem Volk, sondern das Volk muss der Fahne folgen. Joseph Goebbels, Propagandaminister des Dritten Reichs.” Die gezeigte Regenbogen­flagge hängt derzeit vor einem Technologiepark in Bozen, was Salvadori nicht gefällt. Durch ein Symbol wie dieses werde ein “neutraler Raum in einen ideologisch geprägten” verwandelt, schrieb er im Begleittext zum Bild. Die Regenbogen­flagge stehe für Bewegungen und Agenden, die “ebenso spaltend wie inakzeptabel sind”. Später löschte er seinen Eintrag wieder. Nach einem Bericht des Online-Portals Salto, das einen Screenshot des Eintrags vor der Löschung erstellen konnte, hatte der Südtiroler Vize-Regierungschef Marco Galateo (ebenfalls Fratelli) den Beitrag allerdings zuvor schon mit einem Like versehen. Über die Parteigrenzen hinweg gibt es in der mehrheitlichen deutschsprachigen Region im Norden Italiens nun Kritik. Regierungschef Arno Kompatscher von der konservativen SVP forderte seinen Vize auf, sich von dem Beitrag zu distanzieren. Die Grünen sprachen von Verherrlichung des Nationalsozialismus. Galateo entschuldigte sich kurz darauf im Namen seiner Partei. Dass er selbst den Beitrag mit einem Like-Zeichen versah, erklärte er mit einem “Tippfehler”. Salvadori entschuldigte sich für ein “unangebrachtes Zitat”. In Südtirol bildet die seit Jahrzehnten regierende Südtiroler Volkspartei (SVP), die sich als Sammlungspartei versteht, zusammen mit den Fratelli eine Koalition.

via queer: Italien Gemeinderat in Südtirol empört mit Goebbels-Verweis

Trump administration to end 988 suicide prevention specialized service for LGBTQ+ youth in July – #fascistSystem

The 988 Suicide & Crisis Lifeline’s specialized services for LGBTQ+ youth will no longer be in operation starting July 17, according to a statement from the US Department of Health and Human Services’ Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA). The administration said in its statement that everyone who contacts the 988 lifeline will continue to receive access to crisis counselors who can help with suicidal, substance misuse or mental health crises, or any other kind of emotional distress, but there will no longer be the LGBTQ+ specialized services. Soon after its launch in July 2022, the 988 Lifeline included a subnetwork for LGBTQ+ individuals to connect with specialized services, in which people dialing 988 are given the option to press 3 to reach crisis counselors trained to work with LGBTQ+ youth and adults under 25. According to the latest data from SAMHSA, more than 14.5 million people have called, texted or sent chats to the 988 Lifeline and have been transferred to a crisis contact center since July 2022. Nearly 1.3 million of those were routed to the LGBTQ+ specialized service.

via cnn: Trump administration to end 988 suicide prevention specialized service for LGBTQ+ youth in July