Fresh Cambridge Analytica leak ‘shows global manipulation is out of control’

Company’s work in 68 countries laid bare with release of more than 100,000 documents. An explosive leak of tens of thousands of documents from the defunct data firm Cambridge Analytica is set to expose the inner workings of the company that collapsed after the Observer revealed it had misappropriated 87 million Facebook profiles. More than 100,000 documents relating to work in 68 countries that will lay bare the global infrastructure of an operation used to manipulate voters on “an industrial scale” are set to be released over the next months. It comes as Christopher Steele, the ex-head of MI6’s Russia desk and the intelligence expert behind the so-called “Steele dossier” into Trump’s relationship with Russia, said that while the company had closed down, the failure to properly punish bad actors meant that the prospects for manipulation of the US election this year were even worse. The release of documents began on New Year’s Day on an anonymous Twitter account, @HindsightFiles, with links to material on elections in Malaysia, Kenya and Brazil. The documents were revealed to have come from Brittany Kaiser, an ex-Cambridge Analytica employee turned whistleblower, and to be the same ones subpoenaed by Robert Mueller’s investigation into Russian interference in the 2016 presidential election. (…) The documents were retrieved from her email accounts and hard drives, and though she handed over some material to parliament in April 2018, she said there were thousands and thousands more pages which showed a “breadth and depth of the work” that went “way beyond what people think they know about ‘the Cambridge Analytica scandal’”.

via guardian: Fresh Cambridge Analytica leak ‘shows global manipulation is out of control’

https://twitter.com/KurzeTweets/status/1213532065515347968

Franco A.: #Munitionsklau bei der #Bundeswehr blieb unentdeckt – #terror

Hunderte Schuss Munition, Übungshandgranaten und Zünder fanden Ermittler im Fall Franco A. bei einem Mitbeschuldigten. Einige der Waffenteile und Patronen konnten unbemerkt aus Beständen der Bundeswehr entwendet werden. Das Verteidigungsministerium räumt erstmals Lücken bei der Kontrolle ein. Die Linken im Bundestag fordern schärfere Kontrollen über den Verbleib von Munition nach Übungen. Der Fall Franco A. schlägt weiter Wellen. Jetzt kommt heraus: Dem Verteidigungsministerium fehlt offenbar der Überblick über den Verbleib von Munition und Waffenteilen nach Schießübungen. Die im Zuge von Ermittlungen im Fall des unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehr-Offiziers Franco A. bei einem weiteren Beschuldigten “gefundenen Gegenstände wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit bei unterschiedlichen Ausbildungs- und Schießvorhaben unter fälschlicher Angabe des Verbrauchs entwendet, so dass im Rahmen des Nachweises kein offenkundiges Fehl aufgetreten ist und diese Gegenstände dementsprechend auch nicht als vermisst gemeldet wurden“, heißt es in einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. (…) Eine handschriftlich ausgefüllte Liste des Bundeskriminalamtes, die dem RND vorliegt, umfasst insgesamt vier Seiten. Unter anderem mehrere hundert Schuss Munition, Zünder und Übungshandgranaten stellten die Ermittler im April 2017 bei dem damaligen Studenten Mathias F. sicher. Eine Holzkiste mit 480 Schuss Scharfschützen-Munition war noch original verpackt. Sie stammte laut Aufschrift aus dem Depot Wulfen in Nordrhein-Westfalen – einem der vier Munitionsversorgungszentren der Bundeswehr. Linken-Innenexpertin Martina Renner forderte das Verteidigungsministerium auf, die Kontrollmechanismen zu verschärfen und nicht ausschließlich auf die Aussagen von Soldaten nach Übungen zu vertrauen. “Zwei Dinge müssen sich grundlegend ändern: Jede Waffe, jede Granate und jede relevante Menge Munition, die bei der Bundeswehr entwendet wird, muss angezeigt, und Polizei sowie Staatsanwaltschaft müssen tätig werden”, sagte Renner dem RND. “Bei Ermittlungen wegen Vorbereitung eines terroristischen Anschlags darf die Frage der Tatmittel nicht so vernachlässigt werden, wie dies im Fall Franco A. offenbar wird.”

via rnd: Franco A.: Munitionsklau bei der Bundeswehr blieb unentdeckt

symbolbild: Aktuelle Bundeswehr-Werbekampagne; nicht unwidersprochen

Rechte klettern aufs WDR-Funkhaus und entrollen ein Transparent

Bereits am Samstag hatten Befürworter und Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor der WDR-Zentrale demonstriert. Am Sonntag sind nun rechtsradikale Aktivisten auf das Dach des Funkhauses geklettert. Nun wird gegen die Männer ermittelt. Rechtsradikale Aktivisten sind am Sonntag auf das Dach des WDR-Funkhauses in Köln geklettert und haben dort ein großes Banner entrollt. Darauf stand “WDRliche Medienhetze stoppen! GEZ sabotieren!” Außerdem warfen sie Flugblätter herunter. Nach einem Zeugenhinweis sperrte die Polizei nach eigenen Angaben den Bereich vor dem Funkhaus am Wallrafplatz in der Kölner Innenstadt ab und nahm die fünf Männer in Empfang, als sie auf einer mitgebrachten Leiter vom Dach herunterstiegen. Die Feuerwehr entfernte das Banner, das von der Polizei sichergestellt wurde. Der Staatsschutz der Polizei Köln ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und wegen Hausfriedensbruchs. Auf Nachfrage sagte ein Sprecher der Kölner Polizei, dass die Männer einer rechts orientierten Gruppe zuzuordnen seien.

via rnd: Rechte klettern aufs WDR-Funkhaus und entrollen ein Transparent

A Museum Dedicated to Anti-Fascist Fighters in WWII-Era Italy Will Open in Milan

As the world grapples with a terrifying rise of re-emerging fascist ideology, there’s been a corresponding global push to acknowledge those who fought fascism and repression in the past, and to painstakingly preserve their histories and efforts. On Monday, Italy’s culture ministry definitively signed off on funding for a project that’s been in the works for years: the Museo Nazionale della Resistenza, or the National Resistance Museum, which will be built in Milan and dedicated to the Italian resistance fighters who often squared off against German troops while simultaneously resisting Mussolini’s attempts to conscript them during World War II. The museum, which just received additional funding of 15 million euro from Italy’s cultural ministry in addition to the 2.5 million euro it had already been designated, will be built by the Swiss architects Herzog & de Meuron. Historian Paolo Pezzino of the resistance movement-focused Parri Institute told Italian media that the museum’s facilities will include multimedia elements and a variety of objects relating to the Italian liberators. “The memory of those who fought to restore freedom to Italy must be preserved and passed on, not to reproduce divisions, but to reinforce and spread awareness, especially among the younger generations, of the priceless value of democracy and freedom,” Sergio Mattarella, the president of Italy, said in a statement.

via observer: A Museum Dedicated to Anti-Fascist Fighters in WWII-Era Italy Will Open in Milan

Muslimischer Bürgermeisterkandidat:"Es ging nie um meine Person, sondern immer nur um meinen Glauben"

Eigentlich wollte Sener Sahin in seinem Ort Wallerstein als Bürgermeisterkandidat antreten. Doch dann wurde der Gegenwind zu groß. Der Tenor: Ein Moslem und CSU, das passe nicht zusammen. Sener Sahin feiert gerade seinen Geburtstag nach, als man ihn am Telefon erreicht. So richtig in Feierstimmung ist der Mann aus dem schwäbischen Ort Wallerstein allerdings nicht. Seit Samstag ist bei ihm die Hölle los, sagt er. Sahin sollte eigentlich für die CSU als Bürgermeisterkandidat antreten. Er war stolz, als der Ortsvorstand ihn fragte. Aber er war auch skeptisch, wie die Leute auf diese Idee reagieren würden – offenbar zu Recht. Sahin ist in der Gegend aufgewachsen, er hat eine Firma im Ort, einen Werkzeug- und Maschinenhandel, er interessiert sich für Politik. Aber einige in der CSU und auch in der Region wollten ihn wohl nicht als Bürgermeisterkandidaten sehen. Weil Sahin Muslim ist. Mehr als 15 Kommunalwahl-Kandidaten der Wallersteiner CSU sollen mit ihrem Rückzug gedroht haben, falls Sahin zum Bürgermeister-Kandidaten gewählt würde. Jetzt ist Sahin ihnen zuvor gekommen. Am Samstag bestätigte er, dass er seine Kandidatur zurückgezogen hat. (…) Was haben die Leute gesagt? Es ging nie um meine Person, sondern immer nur um meinen Glauben. Das C in CSU und ich als Moslem, das passe absolut nicht zusammen, hieß es zum Beispiel. Ich dachte mir: Na gut, es gibt immer drei, vier Leute, die gegen etwas sind. Aber dann muss das alles einen unglaublichen Lauf genommen haben. Bis nach Berlin. Ich weiß nicht, wer das alles war, aber es haben sogar Leute bei unserem Bundestagsabgeordneten angerufen und sich beschwert. Nach dem Motto: Wie kann man einen Türken als Bürgermeisterkandidaten aufstellen? Das war für mich ein Schock.

via sz: Muslimischer Bürgermeisterkandidat:”Es ging nie um meine Person, sondern immer nur um meinen Glauben”

siehe auch: “Wir sind auf dem Dorf, und wir sind noch nicht so weit”. Sener Sahin wollte als Bürgermeisterkandidat für die CSU antreten. Doch im Ortsverband Wallerstein gab es Widerstand: Ein Muslim passe nicht zu einer christlichen Partei. Vor den bayerischen Kommunalwahlen ist die CSU im schwäbischen Wallerstein mit dem Versuch gescheitert, einen muslimischen Unternehmer als CSU-Bürgermeisterkandidat aufzustellen. Nach Protesten aus dem CSU-Ortsverband zog der 44-jährige Sener Sahin seine Bewerbung zurück. Zuvor hatte die Augsburger Allgemeine darüber berichtet.

https://twitter.com/SawsanChebli/status/1213588864310370307

KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit Hakenkreuzen beschmiert

Unbekannte Täter malten Nazi-Symbole auf Denkmal für im KZ Mauthausen ermordete Niederländer. “Wir sind zutiefst erschüttert und verurteilen diese Straftat auf das Schärfste”, heißt es in einer Aussendung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Ausgelöst haben die Entrüstung unbekannte Täter, die am Donnerstag auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers insgesamt fünf Hakenkreuze auf das niederländische Nationalmonument schmierten. Auf dem Denkmal sind die Namen von mehr als 1600 im KZ Mauthausen ermordeten Niederländern angeführt.

via nachricten.at: KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit Hakenkreuzen beschmiert

Tödliche Pool-Party in Gerichshain hatte Neonazi-Hintergrund

Am Abend des 21. Dezember 2019 fand laut Lokalpresse in Machern, Ortsteil Gerichshain (Landkreis Leipzig) eine “Familienfeier” statt, in dessen Verlauf ein 20-Jähriger und ein 39-Jähriger ums Leben kamen. Schon am nächsten Tag wurde bekannt, dass es sich bei dem jüngeren der beiden um den Fußballspieler Pascale Gaedke (20) handelt, einen ehemaligen Torwart des 1. FC Lokomotive Leipzig, der zuletzt beim SV Liebertwolkwitz spielte. Nicht erwähnt wurde, dass der 39-Jährige Tote, Stefan “Aui” Auerbach, der organisierten Neonazi-Szene angehörte und dass das Gelände, auf dem die Feier stattfand, in Verbindung mit der rechten Hooliganszene steht. Unter diesen Umständen ist es notwendig, die Geschehnisse in Gerichshain näher zu beleuchten und die vermeintliche “Familienfeier” als das zu bezeichnen, was sie offenbar war: eine Zusammenkunft der extrem rechten Szene. So verkündete das europaweit agierende Neonazi-Musiklabel “PC Records” am Tag nach den tödlichen Ereignissen: “Am 22.12.2019 trat unser Freund und Kamerad Aui durch einen tragischen Unfall mit nur 39 Jahren aus dem Leben (…) Deine Familie & Kameraden trauern um Dich! (…) Stefan Auerbach!!HIER!! Auch im Laden können ab sofort Spenden abgegeben werden. Diese gehen direkt an die Familie!” Mit “Laden” ist das Ladengeschäft von “PC Records” im Chemnitzer Fritz-Heckert-Gebiet gemeint. Hinter dem Label steckt der umtriebige, dem verbotenen “Blood & Honour”-Netzwerk angehörende Neonazi Yves Rahmel. Eine weitere, im selben Stil verfasste Trauerbekundung ruft zu Spenden zur finanziellen Unterstützung der Hinterbliebenen auf. Das dort angegebene PayPal-Konto führt zu Mette Michalak. Sie ist die Lebensgefährtin von Volker Herbst, der der Kameradschaft “Bootboys Riesa” angehört und in der Riesaer Rechtsrock-Band “Selbststeller” das Schlagzeug spielt. Bezüge zur Neonazi-Musikszene finden sich auch mehrfach bei Stefan Auerbach. So zeigte er sich u.a. in Merchandise-Artikeln der Neonazi-Bands “Abtrimo” und “Die Lunikoff Verschwörung”. Auch die von Rechtspopulisten und Neonazis gebildete Gewerkschaft “Zentrum Automobil”, die in Auerbach einen “Mitstreiter” verlor, kondolierte. Gesicht der Gewerkschaft ist Oliver Hilburger, der als Mitglied der Neonazi-Band “Noie Werte” ebenfalls kräftig im Rechtsrock-Milieu mitmischte. Pascale Gaedke und Stefan Auerbach starben in den Morgenstunden des 22. Dezember 2019 in einem Swimmingpool, in dem laut Presseberichten gefrorenes Kohlenstoffdioxid in Form von “Trockeneis” zum Einsatz kam. Das Gas führt bei zu hoher Konzentration zu Atembeschwerden und Bewusstlosigkeit. “Im Rahmen einer Feierlichkeit auf einem Privatgrundstück nutzten mehrere Personen einen dort befindlichen Swimmingpool. Dabei sind zwei Personen (m 20, m 39) verstorben”, so die Staatsanwaltschaft Leipzig einen Tag nach dem Vorfall. Bilder des Tatorts zeigen hingegen das Firmengelände des Bauunternehmens Schmölling in der Leipziger Straße 2, 04827 Gerichshain. (…) In einem Videobeitrag zu dem tödlichen Unfall ist zudem ein auf dem Grundstück parkendes Auto zu sehen, dessen Nummernschild den neonazistischen Code “1488” beinhaltet. Dies bekräftigt die Annahme, dass an der Feier noch weitere Neonazis teilnahmen.

via inventati; Tödliche Pool-Party in Gerichshain hatte Neonazi-Hintergrund