Ein Ex-NPD-Funktionär aus Sachsen wollte mit bis zu 200 Gesinnungsgenossen am 15. Februar durch Gießen marschieren. Nun hat er seine Anmeldung zurückgezogen. War alles nur Show? In der Anmeldung war von 150 bis 200 Teilnehmern die Rede. Mit Bannern, Fahnen, Lautsprechern und Livemusik sollten am 15. Februar Rechtsextremisten durch Gießen ziehen. Ihr Motto: “Deutsche Zukunft schaffen – Gegen Überfremdung, Sozialabbau und Parteienfilz”. Diese Demonstration, die die Versammlungsbehörde der Stadt Gießen und die Polizei seit Monaten beschäftigt, wird nicht stattfinden, zumindest nicht am 15. Februar. Dies hat der Anmelder Marco Wruck aus dem sächsischen Weißenberg nun gegenüber der GAZ angekündigt. “Aufgrund der Gedenkveranstaltung in Dresden, an welcher ich selbstverständlich teilnehmen werde, wird sich der Termin noch verschieben”, erklärte der frühere Vorsitzende des NPD-Kreisverbands Bautzen.
„Führerhaus – Fahrer spricht Deutsch“ – steht an der Seite eines Firmen-Lkw, der an der Promenade von Timmendorfer Strand von einem Hamburger fotografiert wurde. (…) Es ist der 18. Dezember, Mittwoch kurz vor Heiligabend. Anton Hingst (Name geändert) schlendert an der Promenade in Timmendorfer Strand entlang, „da stand dieser Lkw mit der Aufschrift ,Führerhaus – Fahrer spricht Deutsch’“, erinnert sich Hingst. Die Worte sind in Fraktur geschrieben, eine altdeutsche Schriftform. (…) Das Wort „Führerhaus“ in Verbindung mit der altdeutschen Schrift und dem Betonen des Deutschseins, lässt eigentlich nur eine politische Interpretation zu. Keine Antwort auf Nachfrage bei „Gerüstbau Lentz“. Nachfrage bei der Gerüstbau-Firma in einer Mecklenburg-Vorpommerschen Kleinstadt nahe der Ostsee. Ist der Schriftzug der Firma „Gerüstbau Lentz“ bekannt? (…) Unklar bleibt, wie der Aufkleber auf dem Lkw gekommen ist. Damit könnte die Geschichte ein vorläufiges Ende haben – doch MOPO-Recherchen ziehen das Statement der Firma in Zweifel: Auf den Social-Media-Kanälen eines Branko Lentz zeigt sich eine politische Gesinnung deutlich. Branko Lentz – so heißt auch einer der beiden Geschäftsführer. Auf der Webseite Pinterest gefallen Lentz Tattoo-Motive der Waffen-SS, er liked Seiten, die die Wehrmacht verharmlosend darstellen, sowie die Band „Fremde im eigenen Land“(FieL). Deren Musik: Rechtsradikal. In ihren Liedern finden sich Textpassagen die im rechtsextremen Spektrum zu verorten sind: „Scheindemokratie, Überfremdung, Volkstod, Terror-Attentate, Straßen färben sich Blutrot“ sind nur einige Vokabeln die die Band benutzt. Branko Lentz gefallen auf Facebook neben rechtsradikalen Bands und Seiten aus dem zweiten Weltkrieg auch einige lokale Seiten aus Neukloster in Mecklenburg Vorpommern. Der Stadt, in der „Gerüstbau Lentz“ ihren Sitz haben. Nachfrage bei „Gerüstbau Lentz“: Handelt es sich bei dem Profil um das Profil von Geschäftsführer Branko Lentz aus Neukloster? Keine Antwort auch auf diese Frage. Dafür aber eine andere Reaktion: Am Mittwoch, drei Tage nach der zweiten Anfrage zu den pikanten Nazi-Tattoos und der rechtsextremen Musik, zeigt sich auf der Facebook-Seite ein anderes Bild: Sowohl die Band „FieL“ als auch mehrere Weltkriegsseiten gefallen dem Branko Lentz von Facebook plötzlich nicht mehr. (…) Der zweite Geschäftsführer, Tino Lentz, sitzt als sachkundiger Bürger im Bauausschuss in Neukloster. Bei der Gemeindewahl 2019 verpasste er mit 95 Stimmen allerdings für die CDU den Einzug in die Gemeindevertretung. Gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ sagte Frank Meier, der Bürgermeister von Neukloster, dass es keine Anzeichen für eine rechtsgesinnte Auffassung von Tino Lentz gebe.
siehe auch: Mecklenburg-Vorpommern – Gerüstbaufirma provoziert mit „Führerhaus“-Aufkleber an Fahrzeug – #kaltland. „Diesen Bus steuert ein Deutscher Fahrer“ – erst im Dezember hatte ein Zettel mit dieser Aufschrift in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe für Diskussionen gesorgt. Nun sorgt ein Aufkleber an einem Fahrzeug eines Gerüstbauers aus Mecklenburg-Vorpommern für Aufsehen. Denn auf diesem steht in Frakturschrift „Führerhaus – Fahrer spricht Deutsch“ geschrieben. „Führerhaus – Fahrer spricht Deutsch“, ein Aufkleber mit diesen Worten, gedruckt in Frakturschrift, ist im Dezember an einem Lkw einer Gerüstbaufirma in Neukloster (Mecklenburg-Vorpommern) gesichtet worden.
The New York Times is being sued by Peter Brimelow over a Jan. 15 article that offered a chronology of racist and inflammatory comments by Rep. Steve King. Peter Brimelow, an anti-immigration activist who hosts a website that has published the writings of white supremacists, is suing The New York Times for $5 million for labeling him an “open white nationalist” in an article last year. The characterization of Brimelow that triggered the libel lawsuit appeared in a Jan. 15, 2019 article by Times political reporter Trip Gabriel that offered a chronology of racist and inflammatory comments by Rep. Steve King (R-Iowa). The story mentioned Brimelow in passing while noting that the two men appeared on a panel together at the 2012 Conservative Political Action Conference. The suit says that after Brimelow complained about the description of him, the Times performed a “stealth edit” on the online version of the story, removing the word “open” but still branding him as a white nationalist. Brimelow rejects that label, preferring to be called a “civic nationalist.” (…) Brimelow’s court complaint also contends that the Times aggravated the impact of its initial statement by adding a link to what he calls a “smear piece” in which the Southern Poverty Law Center described him as a “white nationalist” and suggested he harbors white supremacist views. The Alabama-based watchdog group is not named as a defendant in the suit, but much of Brimelow’s complaint is devoted to complaints — common in conservative circles — that the center’s research is unreliable, politically biased and a thinly disguised fundraising ploy. Brimelow, a British-born naturalized U.S. citizen who lives in Connecticut, runs the anti-immigration website VDare.com and formerly worked as an editor for Forbes magazine and a columnist for National Review. He acknowledged in his letter to the Times that his VDare website published articles written by “those who aim to defend the interests of whites,” but he said the site has carried a wide range of authors who favor immigration restrictions.
Nach Kritik an der AfD hat der Polizeichef von Oldenburg, Kühme, eine Morddrohung erhalten. Wie der „Spiegel“ berichtet, bekam der Beamte im November eine Mail, in der ihm Unbekannte mit Erschießung drohten. In der Mail hieß es: „Nicht heute, nicht morgen, denk einfach an Lübcke“. Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke war im Juni mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Generalbundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Kühme hatte die Aussagen einzelner AfD-Politiker kritisiert. Er sagte dem Spiegel, die Morddrohung halte ihn nicht davon ab, das auch in Zukunft zu tun.
Akne Kid Joe haben ein neues Video zu What AfD Thinks We Do… veröffentlicht. Der Song wird auf dem neuen Album Die große Palmöllüge enthalten sein, das am 03. April 2020 über Kidnap Music erscheinen wird. Die Band zum Song: Aus der Reihe „Verschwörungstheorien, die die Welt nicht braucht“: Die AfD hats immer geahnt – hinter den Demonstrationen gegen rechte Hetze steckt in Wahrheit ein groß angelegter, staatlich subventionierter Skandal! Demonstrant*innen werden für ihren (Gegen-)protest fürstlich entlohnt, wer stellt sich sonst schon Woche um Woche freiwillig in die Kälte um Faschos zu blockieren und sich von Bullen verdreschen zu lassen?! Mit etwas Demogeld wird man als linkgsgrün-versiffter Gutmensch schon schneller hinter seinem Kasten Club Mate hervorgelockt, um den „besorgten Bürgern“ (=Nazis) die Tour zu vermasseln. (…) In folgendem Song/Video geben wir nun also 1 kleinen Einblick, wie es so ist, das Life von Linksextremist*innen in Festanstellung. Mate saufen, Zwille schießen, Pyro fackeln und ordentlich abkassieren. Der Tarifvertrag beim Antifa e.V. = 6er im Lotto.
Eine Gruppe von Rostocker Neonazis will in Güstrow ein öffentliches Training durchführen. Beobachter der Szene werten dies als eine Mobilmachung für einen beabsichtigten politischen Umsturz. Die militante Rostocker Neonazi-Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rostock” hat zu einem öffentlichen Training in Güstrow aufgerufen. Dies teilte die Gruppe auf ihrer Website „Aktionsblog” und ihren Kanälen in verschiedenen sozialen Medien mit. Eingeladen sei an einem Tag Ende Januar „jeder, der sich unserer Sache verschrieben hat und sich nach Disziplin und Kraft für Körper und Geist sehnt”. (…) Innenpolitiker Ritter warnt: „Wir dürfen nicht dem Trugschluss aufsitzen, dass es sich hierbei um harmlose junge Männer handelt, die sich nur körperlich ertüchtigen wollen. Die Hitler-Fans verfolgen dabei eine klare politische Agenda und propagieren dies – offenbar von Selbstsicherheit getrieben – ohne Skrupel.” Die „Nationalen Sozialisten” sind seit Jahren in Rostock und Umgebung aktiv. Unter dem Namen „Baltik Korps” hat sich im April 2019 eine Untervereinigung gegründet, die auf der Gruppen-Website „Aktionsblog” als der „sportliche Arm unseres Netzwerkes” bezeichnet wird. Es gibt Hinweise, dass die „Nationalen Sozialisten Rostock” nicht autonom agieren. Verbindungen zur NPD und Hooliganszene. Zum einen scheint es Verbindungen in die Ultra- und Hooliganszene zu geben. Mitglieder des „Baltik Korps” zeigen sich bei Kampfsportveranstaltungen immer wieder mit Trikots, T-Shirts oder Skimasken des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock oder posieren vor Hansa-Graffitis. Zum anderen bestehen Beziehungen zur rechtsextremen NPD. So tauchten in der Vergangenheit bei NPD-Straßenständen Mitglieder des Baltik Korps auf, Funktionäre der rechtsextremen Partei wie der stellvertretende Landesvorsitzende David Petereit kommentieren regelmäßig Fotos des Aktionsblogs in den sozialen Netzwerken wie Facebook. Zudem fanden in der Vergangenheit Aktionsblog-Veranstaltungen in den Räumlichkeiten der NPD statt. So trafen sich die Neonazi-Aktivisten zu einem Training im sogenannten „Thinghaus” in Grevesmühlen, das dem NPD-Funktionär Sven Krüger aus Jamel gehört.
Bis gestern wollte der Ortsverband der AfD Lindau seine Gründungsfeier an einem geheimen Ort nachholen. Dennoch fand ihn eine antirassistische Initiative und kündigte Protest an – und der Wirt will die AfD nun doch nicht haben. »Aus Angst: Lindauer AfD hält Versammlungsort erneut geheim«, titelte die Lindauer Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe. Doch promt reagierte die Initiative gegen Rassismus Westallgäu (IGRW) – und schon am Mittag war der Versammlungsort nicht mehr geheim. »Uns liegen Hinweise aus verschiedenen internen Quellen der Rechtsaußenpartei vor die übereinstimmend auf die von Ihnen betriebene Gaststätte Klosterhof in Eggenreute als Veranstaltungsort hindeuten«, schrieb die Initiative in einem Offenen Brief an den Gastwirt Thomas Matheis und bat um eine Stellungnahme. An die Presse gingen Kopien der Mail. »Hier gibt es keine solche Veranstaltung«, erklärte der Gastwirt am frühen Nachmittag auf Anfrage von Allgäu ⇏ rechtsaußen. »Die AfD hat bei uns angefragt und wir sind dieser Reservierung nicht nachgekommen«, so Matheis. Offenbar war es eine wirtschaftliche Entscheidung: »Es ging um 50 Personen. Da müssen Sie verstehen, dass man als Wirtshaus in einer ruhigen Zeit über so eine Anfrage nachdenken muss. Uns Gastronomen geht es schlecht.« Dennoch sei Matheis zu dem Schluss gekommen, weder Parteiveranstaltungen noch Demonstrationen an der Gaststätte haben zu wollen. Geheimhaltungstaktik scheitert erneut Demonstrationen und Absagen gegen die AfD will auch Rainer Rothfuß mit seiner Geheimhaltungstaktik verhindern. Schon im September fiel die verspätete Gründungsfeier seines AfD-Ortsverbands Lindau ins Wasser. Damals demonstrierten 200 AfD-Gegner vor dem Weingut von Peter Hornstein in Nonnenhorn, die AfD blieb aus. Nun scheiterte offenbar sogar das Ausweichen aus dem bayerischen Landkreis des Ortsverbandes Lindau in den württembergischen Landkreis Ravensburg. Rainer Rothfuß wollte sich unserer Redaktion gegenüber nicht zu der Absage aus Eggenreute äußern. Doch Interna belegen, dass die AfD mit dem Klosterhof rechnete.