Polizei ermittelt gegen Polizei – das ist kein gutes Prinzip

Wenn der Staat die Glaubwürdigkeit seiner Ordnungshüter bewahren will, muss er unabhängige Ermittler bei Verdacht auf Missbrauch und Gewalt zulassen. Ein Satz wie für die Ewigkeit, an den aus aktuellem Anlass erinnert werden muss. Olaf Scholz hat ihn gesprochen. “Polizeigewalt hat es nicht gegeben”, sagte der damalige Erste Bürgermeister Hamburgs, als das Debakel des einerseits ziemlich drastischen, andererseits vielerorts ineffektiven Polizeikonzepts beim G-20-Gipfel die Nation aufwühlte. Polizeigewalt? Das sei eine “Denunziation, die ich entschieden zurückweise”, fügte Scholz im Radio hinzu. Das Internet war da schon voll von Videos, die das Gegenteil dokumentierten. Ermittlungen hatten noch gar nicht begonnen. Die Prinzipien des Rechtsstaats sind eindeutig: sachliche Aufklärung, unabhängige Untersuchung, gleiches Recht für alle. Wer diese Prinzipien auch noch qua Amt hochhalten muss, der konterkariert den Rechtsstaat, wenn er für Polizisten Ausnahmen reklamiert. Aber so geschieht es, auch in diesen Tagen: Im rheinland-pfälzischen Ingelheim, wo Hunderte Demonstranten eingekesselt und etliche misshandelt wurden, weist die Polizeiführung jede Kritik zurück. In Düsseldorf, wo ein Polizist auf dem Nacken eines Festgenommenen kniete, erklärt der Landesinnenminister die Vorwürfe bereits für gegenstandslos. In Hamburg, wo ein 15-Jähriger von acht Beamten überwältigt wurde, verbittet sich die Polizeigewerkschaft “schulmeisterliche Belehrungen von fachlich unkundiger Seite”.
Die aufgeheizte Situation ließe sich durch eine nüchterne, unvoreingenommene Haltung auch wieder befrieden. Stattdessen regieren politische Reflexe. Dabei könnte man aus dem schlechten Beispiel des G-20-Gipfels lernen. Der Schaden dort war groß, weil die Staatsanwaltschaft eine atemberaubende Schlagseite in ihren Ermittlungen genommen hatte. Anfangs wurden Straftaten von Demonstranten unerbittlich hart geahndet – aber bis heute wurde keine einzige Anklage gegen einen Polizisten erhoben. So wundert es nicht, wenn Ressentiments gegen die Polizei insgesamt wachsen und die Polarisierung zunimmt. Es genügt deshalb nicht, sich jetzt über einen einzelnen Fall zu empören. Es gibt vielmehr ein systemisches Problem in Deutschland, weil man auf den Willen der Exekutive vertrauen muss, überhaupt Aufklärung zuzulassen. Gegen die Polizei ermittelt hierzulande niemand anderes als die Polizei selbst. Das ist kein gutes Prinzip. (…) Auch die Staatsanwaltschaft, die auf gute Zusammenarbeit mit der Polizei angewiesen ist, steckt in einem Interessenkonflikt. Ein Großteil der Verfahren gegen Beschuldigte in Uniform bleibt dann auch spätestens in diesem Stadium stecken, ganze 98 Prozent der Verfahren gegen Polizisten werden eingestellt. In vielen Fällen bewegt erst der Druck einer kritischen Öffentlichkeit die Ermittler dazu, einen Fall rechtswidriger Polizeigewalt vor Gericht zu bringen. Selbst im berühmten Fall Daschner, in dem ein Frankfurter Polizist einem inhaftierten Entführer mit Folter gedroht hatte, nahm sich die Staatsanwaltschaft der Folterdrohung erst mit mehreren Monaten Verzögerung an. Die Drohung war sogar aktenkundig, und ein Bericht des Tagesspiegels hatte den Vorgang öffentlich gemacht.

via sz: Polizei ermittelt gegen Polizei – das ist kein gutes Prinzip

https://twitter.com/RonenSteinke/status/1297831313903427585

NS-Ideologie und Fechtduelle: Überregionales Treffen extrem rechter Burschenschaften in Jena-Maua am 22.08.2020

Während am vergangenen Samstag bundesweit tausende Menschen dem sechs Monate zurückliegenden rassistischen Anschlag in Hanau und seinen neun Todesopfern (Link zur Initiative 19. Februar) gedachten, fand in Jena-Maua im Gasthaus „Goldenes Schiff“ ein überregionales Treffen extrem rechter Burschenschaften statt. Ausrichter waren die Burschenschaften Normannia zu Jena und Alte Burschenschaft auf dem Burgkeller Jena. Neben den beiden gastgebenden Jenaer Burschenschaften, deren Mitglieder zum Fechtkampf antraten, nahmen Mitglieder der Burschenschaften Saxo-Silesia Freiburg, Halle-Leobener Germania, Rugia Greifswald, Germania Leipzig, Arminia Leipzig und Dresdensia Leipzig teil. Die Burschenschaften gehören dem Zusammenschluss Waffenring Halle-Leipzig an (Broschüre des Stura Dresden). Es reisten über 40 Personen aus mehreren Bundesländern an. Mehrere der Burschenschaften sind einschlägig aus dem Neonazi-Milieu, aus den Netzwerken der Identitären Bewegung und aus bewaffneten und neofaschistischen Prepper-Netzwerken bekannt. Das Goldene Schiff in Jena-Maua wurde somit einmal mehr zum Treffpunkt der extremen Rechten, nachdem sich das Lokal bereits zum festen Stützpunkt der AfD Jena-Saale-Holzland-Kreis etabliert hatte. Pikantes Detail: Der rechte Treffpunkt ist gleichzeitig das Wahllokal für den Bezirk Jena-Maua und bei der letzten Landtagswahl erzielte die AfD dort ein Top-Ergebnis. Der Austragungsort des Burschenschaftstreffens stand bereits in der Vergangenheit in der öffentlichen Kritik: Nachdem die AfD in Jena weder ein Parteibüro halten, noch dauerhaft Gaststätten für ihre internen und öffentlichen Veranstaltungen finden konnte, wich sie wiederholt auf das Goldene Schiff in Jena-Maua aus. Der Wirt Jörg Petersdorf störte sich mehr an der Kritik und antifaschistischem Protest gegen sein Lokal als daran, Rückzugsort für die rechten Hetzer der AfD aus Jena und dem Saale-Holzland-Kreis zu sein. Die Behörden hielten denoch an dem Gasthaus als Wahllokal für den Bezirk Maua fest. Im Nachgang der Landtagswahl, bei der in seinem Lokal die AfD ein Spitzenergebnis erzielen konnte, wurde das Lokal passend als “Blaues Schiff” bezeichnet. Dagegen protestierte der Gastwirt, da „(…) sein Haus allen Vereinen und Parteien offen stehe, insofern diese nicht einen extremistischen Charakter hätten.“ (OTZ vom 30.10.2019).
Dass diese Floskel zumeist dann bemüht wird, wenn eine fehlende Abgrenzung in neofaschistische Kreise gerechtfertigt werden soll, zeigt auch das Burschentreffen vom vergangenen Samstag. Wäre es Petersdorf ernst mit seiner Aussage und würde er tatsächlich Wert auf die Meinung der Extremismus-Ideolog*innen vom Verfassungsschutz legen, hätte eine einzige Internetsuche gereicht: Die Burschenschaft Normannia wird seit vielen Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet, genauso wie die Identitäre Bewegung und EinProzent, bei denen Normannia-Mitglieder aktiv sind, wie wir mehrfach (1, 2, 3, 4) berichteten. Der Gastwirt bevorzugt es aber offenbar, mit seinem Lokal allen rechten Hetzern und Neonazis, die zwischen Jena und Kahla Raumfindungsschwierigkeiten haben, ein zuverlässiger Stützpunkt zu sein. Bereits die Gründungsumstände der Burschenschaft Normannia zu Jena prägten ihren Weg, der seit 1999 bis ins Jahr 2020 für die Verknüpfung rechtskonservativer Strömungen und militanter Neonazigruppen steht. Die Burschenschaft Jenensia, zu deren alten Herren auch CDU-Lokalpolitiker zählten, organisierte im Herbst 1999 eine Lesung mit dem neofaschistischen Verleger Peter Dehoust in der Jenaer Rathenaustraße. Als Saalschutz wurden Mitglieder des militanten Thüringer Heimatschutz (THS) engagiert, darunter die NSU-Unterstützer Tino Brandt und André Kapke oder der Überbringer der NSU-Mordwaffe, Carsten Schulze. Als die bürgerlichen alten Herren aufgrund öffentlicher Proteste um ihren Ruf fürchteten, trat der offen faschistische Teil der Jenensia aus und gründete zusammen mit Peter Dehoust die Burschenschaft Normannia zu Jena. Ralph Oertel (früherer Artikel), damals ein junger Aktivist von NPD und THS und später Student der Geschichte, gehört als Mitglied der ersten Stunde bis heute zu den prägendsten Kadern der Burschenschaft.

via rechercheportal jena: NS-Ideologie und Fechtduelle: Überregionales Treffen extrem rechter Burschenschaften in Jena-Maua am 22.08.2020

https://twitter.com/KatharinaKoenig/status/1297970561629523969

Junge Alternative Berlin wählt neuen Landesvorstand

Der bisherige Vorsitzende, Vadim Derksen, wurde im Amt bestätigt. Vertreten wird er durch Martin Kohler und Jan Streeck. Außerdem wurde Ferdinand Vogel als Schatzmeister und Niklas Frohn als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Die Grenzen zwischen Identitärer Bewegung (IB), völkischen Burschenschaften und Junger Alternative bleiben fließend. Alle Mitglieder des ausschließlich männlichen neuen Vorstandes sind entweder selbst Burschenschafter oder verfügen über enge Kontakte zu diesem Milieu. Der wiedergewählte Vorsitzende Derksen und sein Stellvertreter Streeck sind außerdem mehrfach durch ihre Nähe zur Identitären Bewegung aufgefallen.

via rechtaußen berlin: Junge Alternative Berlin wählt neuen Landesvorstand

#AfD #Wolfenbüttel – Der Online-Kampf gegen den “Staatsterrorismus”

Es fallen Begriffe wie “Staatsterrorismus”, “Corona-Diktatur” auf dem Twitter-Profil der AfD Wolfenbüttel. Wie der Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Heid erklärt, finden sich auf dem offiziellen Profil des Kreisverbandes jedoch keine offiziellen Inhalte seiner Partei. Die AfD ist in Fraktionsstärke in Kreistag und Stadtrat vertreten und pflegt als Kreisverband auch ein offizielles Profil im sozialen Netzwerk Twitter. Abseits von der Realpolitik in Stadt und Kreis werden dort täglich Inhalte anderer Twitter-Profile weiterverbreitet. Der Ton ist rau. Online spricht die Wolfenbütteler AfD von der “Corona-Diktatur” und dem “Staatsterrorismus”, den sie in den Maßnahmen der Regierung während der aus ihrer Sicht “inszenierten Pandemie” sehen. Als regionalHeute.de Klaus-Dieter Heid, Fraktionsvorsitzender der AfD im Stadtrat und Mitglied der Kreistagsfraktion, darauf anspricht, reagiert dieser defensiv. (…) Am 12. August sprachen wir die AfD Wolfenbüttel zunächst darauf an, ob dies tatsächlich ein offizielles Profil des Kreisverbandes sei und wer dieses betreut. Heid antwortete, dass es mindestens einen Twitter-Administrator gebe, “dessen oder deren Name natürlich auch aus Gründen des Datenschutzes nicht öffentlich gemacht wird”. Am besagten Tag retweetete die AfD Wolfenbüttel auch einen Beitrag des Mediziners Dr. med. Gregor Dornschneider, der tatsächlich über das offizielle Profil der gleichnamigen Praxis in Heidelberg gepostet wurde und seitdem im Netz die Runde macht. Verfasst wurde dieser von einer Andrea K., die sich ebenfalls auf Facebook findet und seit Einführung der Maskenpflicht über nichts anderes mehr geschrieben hat. In ihrem Widerstandskampf gegen die Maske schreckt sie nicht davor zurück, sich als “politisch verfolgte” mit den Jüdinnen und Juden im Dritten Reich gleichzusetzen. (…) Offiziell vom Kreisverband mitgetragene Inhalte finden sich auf dem offiziellen Profil also nicht, wie Heid erklärt: “Würden wir nur Meinungen zulassen, die unserer oder meiner Position entsprechen, wäre dies aus meiner Sicht Meinungszensur. Dies wäre nicht in unserem Sinn”, erklärt der Fraktionsvorsitzende. Auf die Rückfrage, wie es sein könne, dass ein offizieller Account einer lokalen Partei scheinbar ohne jede Kontrolle Inhalte mit Begriffen verbreite, welche die Mehrheit der Fraktion so nicht verwenden würde, spricht Heid von “Zensur”: “Muss jede Veröffentlichung, jede Meinung, durch unseren Vorstand ‘abgesegnet’ werden? Ist dann nicht die Zensur erreicht, die im ‘Öffentlich-Rechtlichen’ längst Standard ist? Unser Twitter-Account ist ein ‘Meinungs-Account’ und gibt nicht in jedem Fall die Position und Meinung des Kreisverbandes Wolfenbüttel – und schon gar nicht immer die Meinung aller einzelnen Mitglieder des Kreisvorstands wieder.”

via regionalheute: AfD Wolfenbüttel – Der Online-Kampf gegen den “Staatsterrorismus”

AfD mit leeren Händen – weiter keine Halle für Parteitag gefunden

Nach einem Streit mit der Stadt Mannheim um die Anmietung einer großen Halle hat die AfD Baden-Württemberg ihre beiden geplanten Parteitage in der Stadt wieder abgesagt. Die Partei suche nun nach anderen Optionen im Land, allerdings gebe es nur ein halbes Dutzend möglicher Hallen, die in Frage kämen, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Markus Frohnmaier am Montag der dpa. Da die AfD Mitglieder- und keine Delegiertenparteitage abhalte, müsse auch unter Corona-Bedingungen mit rund 1.000 Teilnehmenden gerechnet werden. “Da hätte das Maimarktgelände gepasst, aber dort wurde die mündliche Zusage zurückgezogen”, sagte Frohnmaier.

via pz news: AfD mit leeren Händen – weiter keine Halle für Parteitag gefunden

#AfD mobilisiert für Anti-#Corona-Demo: Aufrufen ja, demonstrieren nein – #covidioten

Die AfD-Spitze ruft zur geplanten „Hygienedemo“ am Samstag auf. Mitmarschieren werden Parteichef Chrupalla und Fraktionschefin Weidel aber wohl nicht. Schon seit einer Weile versucht die AfD, sich an den Protest gegen die Coronabeschränkungen anzuhängen und daraus politisches Kapital zu schlagen. Bislang mit mäßigem Erfolg. Jetzt versuchen es einige Mitglieder der Parteispitze nochmals offensiv – zumindest in den sozialen Netzwerken. Parteichef Tino Chrupalla, die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Alice Weidel und AfD-Vize Stephan Brandner rufen dazu auf, am Samstag an der bundesweiten Demonstration mit dem Titel „Versammlung für die Freiheit“ in Berlin teilzunehmen. „Am 29. August in Berlin – couragiert und demokratisch“, heißt es bei Chrupalla, „mutig und absolut begrüssenswert“ bei Weidel, „nix wie hin, Freunde“ bei Brandner. Mit der eigenen Beteiligung aber sieht es dünn aus. Weidel sei nicht in Berlin, erfuhr die taz auf Nachfrage. Chrupalla teilte mit, er sei in Urlaub und werde es wohl nicht schaffen. Nur Brandner antwortete, er werde „wahrscheinlich“ teilnehmen. Die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 hat die Demonstration angemeldet. (…) Am Ende lässt Kubitschek auch weiterführende Pläne für den kommenden Samstag durchblicken. „Und wer weiß, ob es nicht notwendig werden könnte, die Nacht im Freien zu verbringen und das zu tun, was immer schon ein Traum war: den Protest zu verstetigen.“ Demo-Anmelder Michael Ballweg hatte dies bereits etwas deutlicher ausgedrückt: Man werde die Straße des 17. Juni nach dem Ende der Kundgebung nicht räumen, sondern bis zu 14 Tage lang besetzen. Die Berliner Polizei bestätigte, dass inzwischen eine Anmeldung zu einer Kundgebung täglich vom 30. 8. bis zum 14. 9. mit 22.500 TeilnehmerInnen auf der Straße des 17. Juni eingegangen sei. „Sie wird derzeit geprüft“, so ein Sprecher.

via taz: AfD mobilisiert für Anti-Corona-Demo: Aufrufen ja, demonstrieren nein

Facebook’s Ban on Far-Left Pages Is an Extension of Trump Propaganda

Facebook announced a sweep to ban some user groups — and it equated violent white supremacist militias with antiracist organizing. On Wednesday, Facebook announced an expansion of its “Dangerous Individuals and Organizations policy,” removing or restricting hundreds of pages associated with groups that it claims promote violence. Nearly 800 QAnon groups, committed to pernicious disinformation and potentially deadly conspiracy theories, have been removed. Facebook also shut down the pages of far-right militias, like the New Mexico Civil Guard, an armed vigilante organization, whose leaders sport swastika tattoos. Alongside groups openly committed to genocidal white supremacy, which constitute a very real threat to Black and Indigenous communities, as well as other people of color, Facebook also shut down the pages of numerous antifascist, anti-capitalist news, organizing, and information sites. The move follows a pattern now well-established by the Trump administration — and unchallenged by most every mainstream media outlet — that draws indefensible false equivalences between organized, racist fascists, and the antifascists who vigorously oppose them. Among the pages removed were those of antifascist news and research site, It’s Going Down, a media platform that publishes news, analysis, and reports on social struggles, as well as investigative work to expose white supremacist and neo-Nazi networks. Crimethinc, a bastion of left-wing, anarchist publishing and thought since the 1990s, saw its Facebook page removed too. The pages of groups organizing around the ongoing and potent antiracist uprisings were also shut down, including the PNW Youth Liberation Front, a network of youth collectives in the Northwest committed to direct action protest. “Lumping anarchists and anti-fascists together with far-right militias who explicitly support the current administration is a strategic move to muddy the issue,” said a statement from Crimethinc in response to the bans. “This is the same operation that William Barr” — the attorney general — “performed in creating a Department of Justice task force focused on ‘anti-government extremists’ that targets self-proclaimed fascists and anti-fascists alike. In the case of the Department of Justice, this enables them to point to far-right and militia attacks in order to demand resources with which to crack down on those who are on the front lines of defending communities against such attacks.” Both rhetorically and through specific policies, the government has obfuscated and downplayed the threat of white supremacist extremism, while sensationalizing the risks posed by the far left. With its latest bans, Facebook is following this same playbook.
The demonization of antifascists has become a centerpiece of President Donald Trump’s reelection propaganda, which functions both to criminalize dissent and delegitimize Black liberation struggle. Following the intolerable events of the Charlottesville, Virginia, “Unite the Right” rally in 2017, Trump famously praised “very fine” members of the white supremacist coalition and blamed “both sides” for the murderous far-right violence that occurred — a stance that’s since been crystallized in his policies.

via intercept: Facebook’s Ban on Far-Left Pages Is an Extension of Trump Propaganda