Es dauerte keine Woche: Spiel von Rechtsextremen fliegt aus dem Steam-Store – #noIB

Es schien verrückt, wie ein Scherz mit unschöner Pointe, die statt Lachern betroffenes Schweigen untermalt mit Grillenzirpen erntet. Die rechtsextreme “Ein Prozent”-Bewegung und das ebenso rechte Künstlerkollektiv “Kvltgang” veröffentlichten ein eigens entwickeltes Game auf der Spieleplattform Steam, wir berichteten. Gamerinnen und Gamer protestierten im Voraus auf Reddit, meldeten sich bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM). Die habe aber aufgrund des Zensurverbots mit einer Prüfung abwarten müssen. Doch ehe die BpjM dazu kam, hatte Steam das Spiel bereits entfernt – das Konto der Verantwortlichen löschte die US-Plattform gleich mit. Grund für den Widerstand sind nicht nur die Beteiligten, sondern auch die Inhalte des Spiels. So steuert man unter anderem den Sprecher der rechtsextremen Identitären Bewegung Martin Sellner und bekämpft dabei das “Globo Homo”-Regime. Ein Spielbösewicht sieht zudem dem ungarischen Milliardär George Soros sehr ähnlich, der zum Feindbild von Rechtsextremen sowie Antisemiten gehört. Außerdem ist das Spiel von diffamierenden Bildern durchzogen. In einem Level taucht etwa auf dem Völkerschlachtsdenkmal, einer bei Rechtsextremen beliebten Landmarke, eine antiziganistische Karikatur einer Roma-Frau auf. Auf Twitter und Reddit äußerten sich einige Menschen, darunter auch Gamerinnen und Gamer, gegen die Veröffentlichung, forderten von Steam, das Spiel gar nicht erst in den Store zu nehmen.

via watson: Es dauerte keine Woche: Spiel von Rechtsextremen fliegt aus dem Steam-Store

NPD-nahe Gruppierung – Selbsternannte Hilfssheriffs zu Geldstrafen verurteilt

Weil sie Ende des Jahres 2018 mehrfach unangemeldet durch die Fuldaer Innenstadt gelaufen sind, dabei rote Warnwesten getragen haben und Flugblätter mit den Worten “Schafft Schutzzonen” sowie Zeitungsexemplare mit dem Namen “Deutsche Stimme” verteilt haben, wurde drei Männern am Donnerstag vor dem Amtsgericht der Prozess gemacht. Sie alle müssen nun Geldstrafen zahlen. “Die innere Sicherheit ist bedroht”, diese Worte stehen in großen Lettern auf der Internetseite der sogenannten Schutzzone geschrieben. Dabei handelt es sich um eine der Partei NPD nahe Bürgerwehr, deren Ziel es ist, “den Deutschen wieder das Gefühl zu geben, in ihrem Land sicher zu leben.” “(…) Ende des Jahres 2018 haben sich die selbsternannten Hilfssheriffs deswegen rote Warnwesten mit dem Aufdruck “Schutzzonen schaffen” übergeworfen und sind mehrere Male durch die Bahnhofsstraße, die Friedrichstraße, über den Uni- und den Bahnhofsvorplatz gelaufen und haben ihre Flyer mit eindeutigen Aussagen an Passanten verteilt. So lange, bis eine Passantin einen befreundeten Polizisten darüber informiert hat. (…) Weil weder die Versammlung, die es ist, wenn mehr als drei Leute zusammenkommen, noch die Meinungskundgebung angemeldet waren, sei eine Funkstreife auf die Suche nach den Männern gegangen und habe ihnen am Bahnhofsvorplatz einen Platzverweis erteilt. “Die Männer waren alle ruhig, und es ist kein böses Wort gefallen”, sagte ein Polizist aus. Dennoch: Auch, wenn die Männer kein Megafon dabei hatten, durch das sie ihre Meinung kundgetan haben und auch nicht durch aggressives Verhalten aufgefallen sind, müssen in Hessen Versammlungen angemeldet werden. Noch dazu gibt es ein Uniformverbot. Darunter versteht man im deutschen Recht das Verbot, öffentlich oder in einer Versammlung gleichartige Kleidungsstücke zum Ausdruck einer gemeinsamen politischen Gesinnung zu tragen. Mit ihren roten Warnwesten mit Aufdruck haben die Männer, die zwischen 1952 und 1997 geboren wurden, laut Richter Dr. Szymon Mazur dagegen verstoßen. Und auch wegen des nicht Anmeldens ihrer Versammlungen haben sie sich strafbar gemacht.

via osthessen-news: NPD-nahe Gruppierung – Selbsternannte Hilfssheriffs zu Geldstrafen verurteilt

Bewährungs- und Haftstrafen für Neonazis der FKD

Die rechtsextreme «Freie Kameradschaft Dresden» beschäftigt seit Jahren die Justiz. Gegen ein Dutzend Mitglieder wurde schon verhandelt – nun gibt es weitere Urteile. Das Landgericht Dresden hat ein Mitglied und zwei Unterstützer der rechtsextremen «Freien Kameradschaft Dresden» (FKD) verurteilt. Die Schwurgerichtskammer verhängte für einen 34-Jährigen am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren und für einen 31-Jährigen eine Strafe von dreieinhalb Jahren. Die Richter sahen Landfriedensbruch sowie Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung und zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion als erwiesen an. Ein 36-Jähriger bekam wegen Beihilfe zu schwerem Landfriedensbruch zwei Jahre auf Bewährung; er muss 3000 Euro an ein Demokratieprojekt zahlen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Nach Überzeugung des Gerichts haben die Neonazis mit der 2015 gegründeten FKD in verschiedener Beteiligung Polizisten bei rechtsextremen Krawallen in Heidenau attackiert, waren an Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und Andersdenkende, am Überfall auf ein Dresdner Wohnprojekt und an der Randale von Hooligans und Neonazis Anfang 2016 in Leipzig-Connewitz beteiligt. Es sei klar gewesen, dass die FKD eine kriminelle Vereinigung ist und spätestens seit Heidenau, dass sie nicht nur Demonstrationen organisiert, «sondern sich an Gewalttaten beteiligt», sagte der Vorsitzende Richter Thomas Mrodzinsky.

via freie presse: Bewährungs- und Haftstrafen für Neonazis der FKD

siehe auch: Gericht verhängt Haftstrafen gegen Neonazis von “Freier Kameradschaft Dresden”. Sie sollen bei Neonazi-Krawallen in Heidenau Polizisten attackiert, Flüchtlingsheime angegriffen und Andersdenkende überfallen haben. Ein Gericht hat ein Mitglied und zwei Unterstützer der rechtsextremen “Freien Kameradschaft Dresden” verurteilt. Einer der Männer bekam eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren. Das Landgericht Dresden hat ein Mitglied und zwei Unterstützer der rechtsextremen “Freien Kameradschaft Dresden” (FKD) verurteilt. Die Schwurgerichtskammer verhängte für einen 34-Jährigen am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten und für einen 31-Jährigen drei Jahre und sechs Monate. Die Richter sahen Landfriedensbruch sowie Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung und zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion als erwiesen an. Ein 36-Jähriger kam wegen Beihilfe zu schwerem Landfriedensbruch mit zwei Jahren auf Bewährung davon, er muss 3000 Euro an ein Demokratieprojekt zahlen.

#Revealed: pro-#Trump activists plotted #violence ahead of #Portland rallies – #schauhin #terror

Patriots Coalition members suggested political assassinations and said ‘laws will be broken, people will get hurt’, leaked chats show- Leaked chat logs show Portland-area pro-Trump activists planning and training for violence, sourcing arms and ammunition and even suggesting political assassinations ahead of a series of contentious rallies in the Oregon city, including one scheduled for this weekend. The chats on the GroupMe app, shared with the Guardian by the antifascist group Eugene Antifa, show conversations between Oregon members of the Patriots Coalition growing more extreme as they discuss armed confrontations with leftwing Portland activists, and consume a steady diet of online disinformation about protests and wildfires. At times, rightwing activists discuss acts of violence at recent, contentious protests, which in some cases they were recorded carrying out. At one point, David Willis, a felon currently being sued for his alleged role in an earlier episode of political violence, joins a discussion about the use of paintballs.
Where other members had previously suggested freezing the paintballs for maximum damage, Willis wrote: “They make glass breaker balls that are rubber coated metal. They also have pepper balls but they are about 3 dollars a ball. Don’t freeze paintballs it makes them wildly inaccurate” [sic.] Willis did not immediately respond to voice and text messages sent to his listed cellphone number. Another prolific poster is Mark Melchi, a 41-year-old Dallas, Oregon-based car restorer who claims to have served as a captain in the US army. Melchi has been recorded leading an armed pro-Trump militia, “1776 2.0” into downtown confrontations in Portland, including on 22 August. At several points in the chat he proposes violence in advance of those confrontations, and appears to confess to prior acts committed in the company of his paramilitary group.

via guardian: Revealed: pro-Trump activists plotted violence ahead of Portland rallies

https://twitter.com/jason_a_w/status/1308859080648396801

#Toronto – Man charged in stabbing death of #mosque caretaker followed hate group online – #terror

Guilherme ‘William’ Von Neutegem, 34, is accused of stabbing 58-year-old Mohamed-Aslim Zafis outside mosque. The man charged with stabbing a volunteer caretaker to death at a Toronto mosque shared what appears to be content from a satanic neo-Nazi group in social media posts, according to an organization that tracks online extremism. The revelation comes amid calls for the killing to be investigated as a hate crime, something the Toronto Police Service is considering at this time. Guilherme “William” Von Neutegem, 34, is charged with first-degree murder in connection with the killing of Mohamed-Aslim Zafis.

via cbc.ca: Toronto – Man charged in stabbing death of mosque caretaker followed hate group online

siehe auch: ‘Random’ Murder of Muslim Man Linked to ‘Neo-Nazi Death Cult’: Report. A man charged with the “random” killing of a Toronto man has several online connections to Order of Nine Angles, a group an expert described to VICE News as a “neo-Nazi death cult.” (…) However, as first reported by the Canadian Anti-Hate Network (CAHN), social media pages connected to Von Neutegem point to a connection to the Nazi-affiliated group known as the Order of Nine Angles or O9A/ONA. Evan Balgord, the Executive Director of the CAHN, described O9A to VICE News as “a neo-Nazi death cult.” “It is kind of concerning that the Toronto Police didn’t draw any connection here,” said Balgord. “Putting aside O9A is not something a lot of people know about, there were other examples of neo-Nazi imagery on his Instagram account. This includes the black sun, which is about as unmistakable (of an) neo-Nazi identifier as a swastika is.” CAHN put out an article of their findings on Friday night. A Toronto Police spokesperson told VICE News they will “not be commenting” on if they’re investigating the connections between Von Neutegem and the neo-Nazi group or if they are planning on investigating the murder as a hate crime.

Lawyers Eye Neo-Nazi Website Founder’s Assets for $14M Award

Whitefish realtor Tanya Gersh won a lawsuit against Andrew Anglin after he launched an anti-semitic ‘troll storm’ against her in 2016. Attorneys for a Montana real estate agent are eyeing the assets of a neo-Nazi website operator to collect a $14 million court judgment against the man for an anti-Semitic online “troll storm” that he orchestrated against the Jewish woman and her family, court filings show. More than a year has passed since a federal judge in Montana entered a default judgment against Andrew Anglin, the Daily Stormer’s founder and publisher. Plaintiffs’ lawyers say the Ohio native has failed to pay any of the monetary award to Tanya Gersh. Gersh’s attorneys from the Southern Poverty Law Center say they intend to identify any of Anglin’s assets that could be used to satisfy the judgment. Trying to seize Anglin’s assets will be “time-consuming and extremely complex” given his lack of cooperation and history of holding assets in cryptocurrency rather than more traditional forms, law center lawyers wrote in a filing last month.

via flatheadbeacon: Lawyers Eye Neo-Nazi Website Founder’s Assets for $14M Award

Erst Hitlergruß, dann Messerangriff

Ein 16-Jähriger sticht Ende August auf zwei Menschen ein. Zuvor soll er sich rassistisch geäußert haben. 18 Zentimeter soll die Klinge lang gewesen sein. Mehrmals stach ein 16-Jähriger am 29. August mit seinem Messer zu. Damit endete eine Techno-Party in der Dresdner Heide. Eine Frau musste noch in der Nacht notoperiert werden. Der mutmaßliche Täter soll zuvor einen Hitlergruß gezeigt und durch Klamotten der rechten Szene aufgefallen sein. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln, zivilgesellschaftliche und linke Gruppen sprechen von Verharmlosung rechter Gewalt. (…) Die Staatsanwaltschaft Dresden teilt auf Anfrage von »nd« mit, dass sich der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft befinde. Das Motiv der Tat sei bisher noch unklar, so die Staatsanwaltschaft. Das sehen nicht alles so. Am Abend des 11. Septembers zog eine Demonstration durch die Dresdner Neustadt. Die undogmatische radikale Antifa (URA) teile später mit, dass rund 200 Menschen teilgenommen hatten. Ihren Erkenntnissen nach hat der mutmaßliche Täter von der Dresdner Heide klare Bezugspunkte ins Neonazi-Milieu.

via nd: Erst Hitlergruß, dann Messerangriff