Der Neonazi von Nebenan

Ein Neonazi-Aktivist ist seit Jahren bei einer Freiwilligen Feuerwehr im Ilm-Kreis aktiv und arbeitet in einer Rettungsleitstelle. Fotos seiner politischen Aktivitäten postet er zum Teil öffentlich in den sozialen Medien. Aufgefallen ist das offenbar niemandem. (…) Er engagiert sich seit Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr und war früher auch für das DRK im Einsatz. Ältere Bilder zeigen ihn in DRK-Kleidung vor Krankenwagen und im Rettungshubschrauber. Feuerwehrmann und Neonazi-Aktivist Doch es gibt auch die anderen Fotos des engagierten Feuerwehrmanns. Auch sie veröffentlicht er in den sozialen Medien privat und öffentlich. Fotos, die ihn vor dem Nazi-Gasthaus in Brattendorf zeigen, Arm in Arm mit einem Musiker der rechtsextremen Band Sleipnir. Darauf trägt er ein Neonazi-Shirt mit der Aufschrift “The White Race”, übersetzt “Die weiße Rasse”. Auf gleich mehreren Bildern ist der Feuerwehrmann mit dem bundesweit bekannten rechtsextremen Kader Patrick Schröder zu sehen, auf einem zeigt der Feuerwehrmann mutmaßlich den so genannten “White Power”-Gruß, ein Erkennungszeichen der extremen Rechten. Auf seinem öffentlichen Facebook-Profil zeigt er sich mit Kamera beim Neonazi-Aufmarsch in Dresden im Februar 2025. Das ist kein Zufall: Nach MDR Investigativ-Recherchen soll der Feuerwehrmann Teil eines Neonazi-Netzwerks im Umfeld des aus Bautzen stammenden und bundesweit agierenden rechtsextremen Medienkollektivs “Balaclava Graphics” aktiv sein. (…) Ein Sprecher der betroffenen Freiwilligen Feuerwehr aus dem Ilm-Kreis teilte auf Anfrage des MDR mit, die beschriebenen Aktivitäten seien dort nicht bekannt. Bisher sei der Mann “nicht mit bewusst rechtsextremen Äußerungen innerhalb der Feuerwehr aufgetreten.” Man verwehre sich grundsätzlich gegen eine politische Inanspruchnahme, insbesondere extremistischen Ideologien gebe man in den Reihen der Feuerwehr keinen Nährboden. Auf die Fragen, seit wann und in welchen Funktionen der Mann bei der Feuerwehr eingesetzt wurde und wie in dem Fall nun weiter verfahren wird, teilte der Sprecher mit, man werde hierzu keine Angaben machen. Auf MDR-Anfrage antwortet der Betreiber der Thüringer Leitstelle bei der der Mann beschäftigt ist: „Über den von Ihnen genannten Sachverhalt ist uns bis zur Anfrage durch Sie nichts bekannt gewesen. Weitere interne Schritte zur Prüfung des Sachverhaltes innerhalb des Zweckverbandes als Arbeitgeber, sind eingeleitet.”

via mdr: Der Neonazi von Nebenan

Eklat auf Weihnachtsmarkt: AfD-Promi kriegt keinen Schinken – und flippt aus

Eklat auf dem Weihnachtsmarkt – zumindest aus Sicht eines AfD-„Promis“. AfD-Spitzenpolitikerin Beatrix von Storch wollte auf einem Weihnachtsmarkt Schinken kaufen, berichtet die 54-Jährige auf Facebook. Doch der Besitzer des Wurststandes machte ihr einen Strich durch die Rechnung. An von Storch wollte er keine seiner Produkte veräußern. So zumindest schildert es die AfD-Politikerin. In einem Beitrag auf Facebook lässt von Storch ihrem Unmut freien Lauf – und zieht einen absurden Vergleich. „Gestern schöner Weihnachtsmarkt in Schleswig-Holstein“, beginnt die AfD-Politikerin ihren Beitrag. „Und ganz zum Schluss wollte ich hier noch Schinken einkaufen. Aber dieser Nazi da im Bild verkauft nicht an Leute, gegen die er was auch immer hat. Er benimmt sich wie ein Nazi.“ (…) Beatrix von Storch gilt als Scharfmacherin der AfD. Sie gehört dem rechtskonservativen Parteiflügel innerhalb der Partei an. Im Bundestag handele man von Storch als „Abteilung Attacke“, da sie immer wieder durch feindselige Zwischenrufe auffalle, schreibt die Zeit

via merkur: Eklat auf Weihnachtsmarkt: AfD-Promi kriegt keinen Schinken – und flippt aus

Teenager-Neonazis verbrennen Bücher über Judentum und Islam

14-Jährige inszenieren sich auf Tiktok und rennen mit Bomberjacken und weißen Schnürsenkeln in den Springerstiefeln durch Wien und andere Städte. Ende Juli zogen sie wieder durch Wien: die Identitären, flankiert von Alt- und Neonazis, Burschenschaftern und FPÖ-Politikern. Geschützt von der Polizei, begleitet von lautstarken Gegenprotesten, marschierten sie durch die Innenstadt – ein seit Jahren vertrautes Bild, und doch war diesmal etwas anders. Zwischen den alten Gesichtern mischten sich auffallend viele junge. Einige wirkten kaum volljährig, manche waren noch Kinder. Sie nennen sich “Legion Wien”, treten in Bomberjacken auf, mit weißen Schnürsenkeln in den Springerstiefeln, die Köpfe kahl rasiert. Ein Look, der an vergangene Jahrzehnte erinnert – und doch scheint er für sie gerade wieder neu zu sein. Auf TikTok folgen der “Legion Wien” einige Hundert — doch die Kurzclips, die sie dort verbreiten, sind exakt auf virale Wirkung zugeschnitten: schnell geschnittene Sequenzen, treibende Elektrobeats oder harter Rap als Soundtrack, dazu posierende Jugendliche im Skinhead-Outfit, Szene-typische Symbole bis hin zu NS-Runen und eine bewusst martialische Bildsprache. Auch nennen sie sich auf TikTok “Legion Wien 18” – in der rechtsextremen Szene steht der Zahlencode 18 für die Initialen A.H., also Adolf Hitler, wobei die 1 für A und die 8 für H steht und so eine verschleierte Bezugnahme auf den Nationalsozialismus ermöglicht. Nicht nur die Ästhetik ist kalkuliert; die Botschaften sind es auch. In den Posts zeigen sich die jungen Neonazis gewaltbereit, ihre Bilder und Gesten sind Provokation und Drohung zugleich. Rund um die Novemberpogrome 1938, in denen zahlreiche Jüdinnen und Juden ermordet und Synagogen angezündet wurden, veröffentlichten sie Videos, in denen sie Bücher über Judentum und Islam verbrennen — begleitet von einer Drohung: “We will burn your Books again” (‚Wir werden eure Bücher wieder verbrennen.‘). (…) Das Netzwerk reicht über die Landesgrenzen hinaus. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Dutzende Gruppen ähnlichen Zuschnitts – locker organisiert, aber ideologisch eng verbunden. Deutsche und österreichische Neonazis tauschen sich im Netz aus, übernehmen Ästhetik und Parolen voneinander.

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AfD-Aktivist: Polen sind die “Afro-Amerikaner Europas”

Die umstrittenen Worte von Fabian Keubel – einem jungen Aktivisten der deutschen Rechten – wurden vom AfD-Politiker Tomasz Froelich in einem Interview mit Euronews angesprochen. Auch der polnische Premierminister Donald Tusk und Außenminister Radosław Sikorski äußerten sich. Fabian Keubel (eigentlich Fabian Küble, auf Social Media benutzt er ein Pseudonym), ein Aktivist der Alternative für Deutschland (AfD) und ehemaliges Vorstandsmitglied der inzwischen aufgelösten Jungen Alternative, hat am 18. November auf der Plattform X eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht, in denen er Polen kritisierte. In einem von ihnen schrieb er: “Die Polen sehen sich einfach als große, bemitleidenswerte Daueropfer der europäischen Geschichte. Opfer-sein als nationale Identität. Sie sind einfach die Afroamerikaner Europas”. (…) Keubel warf Polen auch “Landraub” und “Massenvertreibung” in der Vergangenheit vor und behauptete, dass die polnische Identität auf einem Gefühl des historischen Unrechts beruhe. Fabian Keubel stammt aus Sachsen und ist für seine kontroversen Äußerungen über Frauen, Minderheiten, den Holocaust und die Demokratie bekannt.

via euronews: AfD-Aktivist: Polen sind die “Afro-Amerikaner Europas”

Neonazistisches Netzwerk Blood & Honour: Staatsanwaltschaft Halle ermittelt in Bayern

Wegen Verdachts auf Fortführung einer verbotenen Vereinigung ermittelt die Staatsanwaltschaft Halle an der Saale gegen elf Menschen – darunter auch ein 46-jähriger Mann aus Haundorf im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilt, wurden dabei auch eine mutmaßlich gefährliche Chemikalie sichergestellt. Konkret wird der 46-Jährige ebenso wie die zehn weiteren Personen aus dem Bundesgebiet verdächtigt, sich beim internationalen neonazistischen Netzwerk Blood &Honour – auf Deutsch: Blut und Ehre – beteiligt zu haben. In Deutschland wurde die Vereinigung ebenso wie ihre Jugendorganisation White Youth bereits im Jahr 2000 verboten. Bei einer bundesweiten Aktion wurde am Dienstag in sieben Bundesländern bei insgesamt elf Personen durchsucht – Festnahmen gab es laut Pressesprecher Dennis Cernota nicht.

via endstation rechts: Neonazistisches Netzwerk Blood & Honour: Staatsanwaltschaft Halle ermittelt in Bayern

Protest gegen Stadtbild-Aussage Merz redet über Integration, etliche Gäste verlassen den Raum

Bei der Verleihung des Talisman-Preises verlassen rund 30 Teilnehmer kurzzeitig den Saal, aus Protest gegen Bundeskanzler Friedrich Merz. Anlass sind seine umstrittenen Aussagen zum Stadtbild. Aus Protest gegen eine umstrittene Stadtbild-Äußerung von Friedrich Merz (CDU) haben rund 30 Menschen bei einer Rede des Bundeskanzlers zum Thema Integration demonstrativ den Saal verlassen. Bei der Verleihung des Talisman-Preises für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Deutschlandstiftung Integration in Berlin gingen die Stipendiatinnen und Stipendiaten hinaus, als Merz die Bühne betrat. Sie trugen Sticker mit der Aufschrift »Wir sind das Stadtbild« und positionierten sich im Eingangsbereich für ein Gruppenfoto. Erst nach der etwa 20-minütigen Rede nahmen sie ihre Plätze wieder ein.

via spiegel: Protest gegen Stadtbild-Aussage Merz redet über Integration, etliche Gäste verlassen den Raum

siehe auch: Video zeigt Protest gegen „Stadtbild“-Äußerung: Dutzende Zuschauer verlassen Saal während Merz’ Rede zu Integration. Bei der Verleihung des Talisman-Preises verließen 30 Stipendiaten den Saal, als Friedrich Merz die Bühne betrat. Sie trugen Sticker mit der Aufschrift „Wir sind das Stadtbild“. Aus Protest gegen die „Stadtbild“-Äußerung von Friedrich Merz haben rund 30 Menschen vor einer Rede des Kanzlers zum Thema Integration demonstrativ den Saal verlassen. Als Merz in Berlin bei der Verleihung des Talisman-Preises für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Deutschlandstiftung Integration die Bühne betrat, gingen rund 30 Stipendiatinnen und Stipendiaten hinaus. Sie trugen Sticker mit der Aufschrift „Wir sind das Stadtbild“ und positionierten sich im Eingangsbereich für ein Gruppenbild. Erst nach der gut 20-minütigen Rede nahmen sie ihre Plätze wieder ein. Merz hatte Mitte Oktober bei einem Termin gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, „aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen“.

France to Reportedly Probe Elon Musk’s AI Chatbot Grok for Alleged Holocaust Denial

The X chatbot suggested gas chambers at the Nazi death camp Auschwitz-Birkenau were ‘designed for disinfection,’ adding that the ‘narrative’ that chambers were used for ‘repeated homicidal gassings’ persists due to ‘cultural taboo’ French public prosecutors said on Wednesday they are expanding an inquiry into Elon Musk’s AI chatbot, Grok, to investigate “Holocaust-denying comments” made on the social media platform X, according to a report from The Guardian. Grok made several false claims commonly invoked by Holocaust deniers on Monday in response to a now-deleted post by a convicted French neo-Nazi. X has not so far responded to requests for comment, according to the report. Developed by Musk’s AI startup, Grok is marketed as a “truth-seeking” alternative to mainstream chatbots. It has been touted by Musk as unfiltered, politically incorrect, and fearless in its pursuit of honesty. This latest expression of Holocaust denial is not the chatbot’s first antisemitic outburst.

via haaretz: France to Reportedly Probe Elon Musk’s AI Chatbot Grok for Alleged Holocaust Denial