Kandidiert als Oberbürgermeisterin – Vor der Wahl: Schweriner Initiativen zweifeln an Verfassungstreue von Petra Federau

Die Schwerinerin AfD-Kandidatin will Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt werden. Im Wahlausschuss wurde über ihre Verfassungstreue diskutiert. Anlass ist ein Dokument mit ihren öffentlichen Äußerungen. Federau spricht von einer Schmutzkampagne. (…) Die Verfassungstreue Federaus ist dann auch tatsächlich Thema im Wahlausschuss. Anlass ist ein Dokument einer anonymen Initiative, die sich „Verfassungstreue prüfen“ nennt und hinter der nach eigenen Angaben mehrere Schweriner Privatpersonen stehen. Das Dokument, das der OZ vorliegt, ist eine Sammlung öffentlicher Aussagen unter anderem in sozialen Medien der AfD-Kandidatin. Sie richten sich unter anderem gegen Migranten. Federau nennt sie unter anderem „Mörder“ oder „kriminelle Invasoren“. Die Initiative fordert von der zuständigen Wahlbehörde eine gewissenhafte Überprüfung der Kandidatin.

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ARMIN MOHLER UND DIE NEUE RECHTE: Vordenker der AfD

Er lieferte der CSU die Formel vom Konservativen, der an der Spitze des Fortschritts marschiert: Der Historiker Maik Tändler hat den Einfluss von Armin Mohler auf die deutsche Rechte rekonstruiert. Franz Josef Strauß sprach sein vielzitiertes Wort, konservativ zu sein heiße, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren, auf dem 28. Parteitag der CSU am 14. Dezember 1968 in München. Wer den politischen Sinn des Diktums verstehen will, muss gemäß der Methode des englischen Historikers Quentin Skinner fragen, gegen wen es sich richtete. Wollte der CSU-Vorsitzende am Ende des geistigen Wendejahrs 1968 seine im Selbstbewusstsein selbstverständlich konservative Partei für einen historischen Kompromiss mit dem Fortschritt gewinnen? Das Gegenteil ist der Fall. Die Zuständigkeit einer sich als christlich und sozial definierenden Regierungspartei für Förderung und Verwaltung des Fortschritts war in der Partei unstrittig. Werben musste Strauß dafür, dass dieses Projekt auch als konservativ bezeichnet werden konnte. Den Tenor der Wortmeldungen in der Beratung des Grundsatzprogramms fasste der Berichterstatter der F.A.Z. so zusammen: Freilich sei die Partei konservativ, aber aus mancherlei Gründen solle man das nicht so herausstellen. Mohler war Redenschreiber für Franz Josef Strauß Dass es dann doch herausgestellt wurde und bis heute auf CSU-Parteitagen herausgestellt wird, weil Strauß die passende Formel parat hatte, bezeichnet den Höhepunkt des Einflusses des Publizisten Armin Mohler auf die Politik der Bundesrepublik. Mohler, geboren 1920, gestorben 2003, war ein Schweizer und wurde am 21. Dezember 1942 in seiner Heimatstadt Basel als Deserteur verurteilt, weil er nach Deutschland gegangen war, um sich zur Waffen-SS zu melden. Er wurde 1949 in Basel promoviert, arbeitete als Sekretär von Ernst Jünger und berichtete für deutschsprachige Zeitungen aus Frankreich. Von 1964 bis 1985 leitete er als Geschäftsführer die Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München. Persönlicher Kontakt zwischen Strauss und Mohler, der ihn in der „Spiegel“-Affäre verteidigt und in der Zeitschrift „Der Monat“ als Nachfolger Adenauers empfohlen hatte, bestand seit Januar 1964. Für die Zusendung von Mohlers von Piper verlegtem Buch „Die fünfte Republik. Was steht hinter de Gaulle?“ bedankte sich Strauß mit der Einladung zum Austausch „über eine Reihe politischer Fragen“. Mohler wurde auf Honorarbasis für Strauß als Redenschreiber tätig.

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AfD-Politiker: „Mich interessiert nicht, wenn Milliardäre im Privatjet Sex mit Minderjährigen haben“

Die US-Regierung hat neue Akten der „Epstein-Files“ veröffentlicht. Während darin neue Verbindungen zu rechten Milliardären wie Musk oder Thiel enthüllt werden, die direkt und indirekt die AfD unterstützen, erklärt der AfD- Politiker Julian Adrat, dass ihn der Skandal nicht interessiere. Die US-Regierung hat Ende Januar Millionen neuer Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files veröffentlicht. Über drei Millionen Seiten, tausende Videos und hunderttausende Bilder geben Einblick in das Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, seine Kontakte zu Milliardären, Politikern und einflussreichen Akteuren. Während Medien weltweit die neuen Enthüllungen aufarbeiten, reagiert ein AfD-Politiker mit erstaunlich ehrlicher Gleichgültigkeit. Julian Adrat, AfD-Politiker und Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus, erklärte auf X, ihn interessiere nicht, wenn Milliardäre im Privatjet Sex mit Minderjährigen hätten. Für viele steht das perfekt für das wahre Gesicht der AfD: Systematischer sexueller Missbrauch Minderjähriger interessiert sie nicht, wenn es ein Netzwerk extrem reicher und mächtiger Männer ist, sondern nur, wenn man Migranten beschuldigen kann.

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BVerfG: Otto-Wels-Saal ist keine “Silbermedaille” – Warum die SPD ihren Sit­zungs­saal nicht an die AfD abt­reten muss

Als zweitstärkste Kraft im Bundestag erhebt die AfD-Fraktion Anspruch auf den zweitgrößten Sitzungssaal. Das BVerfG sieht das anders. Der Saal sei keine “Silbermedaille”, die SPD darf den tradionell “Otto-Wels-Saal” genannten Raum behalten.  Im Streit um den zweitgrößten Sitzungssaal im Bundestag ist die AfD-Fraktion vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gescheitert. Das Gericht verwarf einen Antrag im Organstreitverfahren, mit dem sich die AfD gegen die Zuteilung des Saals an die SPD-Fraktion gewendet hatte. Der AfD-Fraktion stehe kein Recht auf den Saal zu, entschied der Zweite Senat in Karlsruhe (Beschl. v. 27.01.2026 – 2 BvE 14/25). Die Ansicht der Fraktion, “der Otto-Wels-Saal entspreche als zweitgrößter Saal einer Silbermedaille, auf die sie als Zweitplatzierte der Bundestagswahl einen Anspruch habe, geht fehl”, erläuterte der Senat. Das Grundgesetz garantiere keine Erfolgsprämien, sondern Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Willensbildung in den Staatsorganen. Nach der Bundestagswahl im Februar 2025 hatte die zur zweitstärksten Fraktion angewachsene AfD mit aktuell 151 Abgeordneten Anspruch auf den zweitgrößten Sitzungssaal im Reichstagsgebäude erhoben. Den nutzte bisher die SPD, die seit der Wahl aber mit nur noch 120 Abgeordneten im Bundestag vertreten ist. Der 462 Quadratmeter große Saal 3S 001 wird seit Bezug des Reichstagsgebäudes durch den Bundestag von der SPD-Fraktion genutzt und von ihr traditionell als „Otto-Wels-Saal“ bezeichnet, nach einem historischen SPD-Vorsitzenden. (…) Der Antrag der AfD sei offensichtlich unbegründet gem. § 24 Satz 1 Bundesverfassungsgerichtgesetz (BVerfGG). Die AfD-Fraktion sei weder in ihren Mitwirkungsrechten aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz (GG) verletzt, noch in ihrem Recht auf Gleichbehandlung in Verbindung mit dem Grundsatz der fairen und loyalen Auslegung und Anwendung der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages. Aus der durch Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG gewährleisteten Freiheit der Abgeordneten, sich zu Fraktionen zusammenzuschließen, ergebe sich, dass die Fraktionen als politische Kräfte ebenso gleich und entsprechend ihrer Stärke zu behandeln sind wie die Abgeordneten untereinander. Es könne offenbleiben, ob Fraktionen hieraus überhaupt das Recht auf einen Fraktionssitzungssaal in den Liegenschaften des Bundestages ableiten könnten. Jedenfalls umfasse der nicht das Recht auf einen bestimmten Fraktionssitzungssaal. Die organschaftlichen Rechte des Grundgesetzes garantierten “keine Erfolgsprämien”. Der Ältestenrat sei auch gem. § 6 Abs. 3 Satz 2 GO-BT berechtigterweise davon ausgegangen, dass er durch Mehrheitsbeschluss über die Zuteilung der Säle entscheiden kann und kein Zugriffsverfahren nach Fraktionsstärke (§ 11 GO-BT) gelte. Zwar konnte bisher stets Einvernehmen über die Zuteilung der Fraktionssitzungssäle hergestellt werden und Mehrheitsentscheidungen genössen nicht dieselbe Akzeptanz wie einstimmige Entscheidungen. Zur Sicherung der Arbeits- und Funktionsfähigkeit des Parlaments durfte der Ältestenrat aber durch Abstimmung entscheiden.

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siehe auch: Kein Anspruch auf “Silbermedaille” – AfD verliert Saalstreit Die AfD scheitert im Streit um einen größeren Sitzungssaal im Bundestag vor dem Bundesverfassungsgericht. Es bleibt wohl beim Ausweichsaal auf der anderen Spree-Seite. Die AfD im Bundestag muss für ihre Fraktionssitzungen voraussichtlich auch künftig weite Wege gehen und auf einen Saal auf der anderen Spree-Seite ausweichen. Die Fraktion unterlag im Rechtsstreit über einen größeren Sitzungssaal im Reichstagsgebäude vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Das Gericht verwarf einen Antrag, mit dem sie sich gegen die Zuteilung des zweitgrößten Sitzungssaals an die SPD-Fraktion gewendet hatte. Der AfD-Fraktion stehe kein Recht auf den Saal zu. Die Ansicht der Fraktion, “der Otto-Wels-Saal entspreche als zweitgrößter Saal einer Silbermedaille, auf die sie als Zweitplatzierte der Bundestagswahl einen Anspruch habe, geht fehl”, erläuterte der Zweite Senat in Karlsruhe. Das Grundgesetz garantiere keine Erfolgsprämien, sondern Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Willensbildung in den Staatsorganen. (Az. 2 BvE 14/25)

Maximilian Märkl aus Augsburg – Anführer der „Identitären Bewegung“ soll Mitglied bei der AfD sein

Mit der rechtsextremistischen Organisation möchte selbst die AfD nichts zu tun haben. Maximilian Märkl dürfte in der Partei deshalb nicht Mitglied sein – er ist es aber offenbar doch. Die AfD sieht sich erneut mit Schlagzeilen wegen Verbindungen zur als rechtsextremistisch eingestuften „Identitären Bewegung“ (IB) konfrontiert. Nach Recherchen der Welt und der Augsburger Allgemeinen ist der Chef der „Identitären Bewegung“ Deutschland, Maximilian Märkl, auch Mitglied in der AfD. Eine sogenannte Unvereinbarkeitsliste der Partei schließt eine Mitgliedschaft in der IB für AfD-Mitglieder eigentlich aus. (…) Der aus Augsburg stammende Märkl ist den Berichten zufolge Mitglied der bayerischen AfD. Deren Chef Stephan Protschka teilte auf Anfrage mit, er kenne den Bericht der Welt, finde aber nirgends, „dass dieser Herr Bundessprecher der IB sein soll“. Er habe die IB bei seiner Aufnahme im Dezember 2022 nicht angegeben. Damit bestätigte Protschka, ohne es direkt zu sagen, eine AfD-Mitgliedschaft Märkls. Wenn es einen Beleg gebe, dass er bei der IB so aktiv sei, wie im Welt-Bericht behauptet, „dann wird er mit einem Vorstandsbeschluss aus der Partei geworfen“, fügte Protschka hinzu. Märkl trat kürzlich bei einer viel beachteten Podiumsdiskussion in Vetschau (Spreewald), an der auch die Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Lena Kotré teilnahm, an der Seite von IB-Führungsfigur Martin Sellner auf. Der Österreicher stellte Märkl vor als „den Mann, der die IB wieder großgemacht hat“ und Märkl selbst bezeichnete sich dort in einer Rede als „Bundessprecher der Identitären Bewegung“.

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Ex-Frau mit Baseballschläger verletzt? AfD-Politiker verdächtigt

Ein Mann aus Lünen soll seine Ex-Frau mit einem Baseball-Schläger verletzt haben. Es wird auch wegen Waffenbesitzes und Drogen gegen ihn ermittelt. Nach WDR-Informationen soll es sich bei dem Verdächtigen um einen AfD-Politiker aus dem Kreis Unna handeln. Von Michael Westerhoff Der 40jährige hat laut der Dortmunder Polizei seine Ex-Frau mit einem Baseballschläger angegriffen und am Kopf verletzt. Er war in der Nacht von Sonntag auf Montag zum Haus seiner ehemaligen Frau gefahren. Dort bedrohte er auch den neuen Lebensgefährten der Ex-Frau. Polizisten fanden Handgranate im Keller Die Ex-Frau hat die Polizei gerufen. Und sie führte die Beamten anschließend zum Keller im Haus des Ex-Mannes. Dort fanden die Polizisten unter anderem eine Handgranate, Munition sowie Drogen. Das Landeskriminalamt sprengte die Handgranate später auf einem Feld in Lünen.

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siehe auch: Angriff mit Baseballschläger: Lüner AfD-Politiker verdächtig Ein Mitglied der AfD-Ratsfraktion in Lünen soll im Mittelpunkt der Ermittlungen rund um den Fund eines Waffenlagers stehen. (…) Nach Hinweisen von Hörern und anderen Quellen verhärtet sich der Verdacht, es handele sich dabei um einen 40-jährigen Alstedder, der seit letztem Jahr der AfD-Fraktion in Lünen angehören soll. Auch die Fraktion BSW hat eine Anfrage im Rat eingereicht. Darin geht es um die Bitte um Klärung, ob es sich bei dem Beschuldigten um ein Mitglied des Rates handelt; Lünen: Streit führt Polizei in Waffenkeller In Lünen-Altstedde soll ein Mann seine Ex-Partnerin mit einem Baseballschläger am Kopf verletzt und ihren neuen Partner bedroht haben. Nach dem Vorfall floh der Mann mit dem Auto. Das berichtet jetzt die Polizei. Passiert ist das Ganze in der Nacht zu Montag. Die Frau wählte den Notruf. Gemeinsam mit den Polizisten ging sie dann in den Keller. Dort fanden sie unter anderem eine Handgranate, mehrere Waffen, Munition und Drogen; Nach Angriff mit Baseballschläger in Lünen AfD-Politiker tatverdächtig – Fraktion dementiert. Ein Mann soll seine Ex-Freundin am Montagabend in Lünen mit einem Baseballschläger verletzt haben. Der Tatverdächtige ist AfD-Ratsherr – er dementiert den Tathergang. Bei dem 40-jährigen, der in der Nacht zu Dienstag (3.2.) seine Ex-Frau in Lünen-Alstedde mit einem Baseballschläger verletzt haben soll, handelt es sich nach übereinstimmenden Informationen unserer Redaktion um den Lüner AfD-Ratsherrn Stefan Poremski. Im Zusammenhang mit dem Einsatz waren in einem Kellerraum laut Mitteilung der Polizei mehrere Waffen, Munition, Betäubungsmittel sowie Handgranaten gefunden worden. In einer offiziellen Pressemitteilung bestätigt die AfD-Fraktion Lünen am Donnerstag (5.2.) auf Anfrage, dass es sich um das „angesehene Mitglied unserer Fraktion und Teil der AfD im Kreis Unna“ handelt. Neben den Betäubungsmitteln und Waffen hatte die Polizei nach eigenen Angaben auch den Baseballschläger sichergestellt. Der Mann war im Besitz eines Kleinen Waffenscheins. Die Granaten wurden auf einem angrenzenden Feld gesprengt. AfD dementiert Darstellung Die AfD dementiert die Darstellung der Polizei in weiten Teilen: „Nicht korrekt ist die Darstellung, dass Herr Poremski jemanden mit einem Baseball-Schläger verletzt haben soll“, so die Partei. Vielmehr sei der 40-Jährige durch einen Dritten attackiert und verletzt worden. „Herr Poremski, welcher mit Nachdruck den Dritten aufforderte das Haus zu verlassen, wurde daraufhin in einem Moment der Unachtsamkeit von hinten attackiert

Showdown im Parlament – AfD-Stresstest: Höcke verliert Misstrauensvotum gegen Voigt

Eine starke Thüringer AfD-Fraktion beschert der Regierung immer wieder heikle Situationen im Landtag: Nun überstand Ministerpräsident Mario Voigt ein Misstrauensvotum. Doch der Machtkampf geht weiter. Sturzversuch gescheitert: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat eine Attacke seines Dauerkontrahenten Björn Höcke im Landtag in Erfurt überstanden – der 48-Jährige bleibt Regierungschef der einzigen Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD in Deutschland. Die AfD, die in Thüringen die stärkste Fraktion stellt, scheiterte im Parlament in Erfurt mit einem Misstrauensvotum gegen den CDU-Regierungschef, der derzeit wegen der Aberkennung seines Doktortitels unter Druck steht. Höcke trat selbst als Kandidat für den Posten des Regierungschefs an – und bekam in der geheimen Abstimmung 33 Stimmen, eine mehr als die AfD-Fraktion im Landtag hat. 51 Abgeordnete stimmten gegen den AfD-Rechtsaußen; es gab eine Enthaltung. 45 Stimmen hätten es sein müssen, um Voigt aus dem Amt zu stürzen. Wer sich enthielt oder aus den Reihen von CDU, BSW, SPD und Linke für Höcke stimmte, blieb zunächst unklar

via t-online: Showdown im Parlament AfD-Stresstest: Höcke verliert Misstrauensvotum gegen Voigt

siehe auch; AFD IN THÜRINGEN 33 Ja-Stimmen, eine Enthaltung – Höcke scheitert mit Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke ist mit einem Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gescheitert. Höcke erhielt als Kandidat keine Mehrheit – jedoch eine Stimme mehr als die AfD-Fraktion Sitze hat. Nach der Aberkennung seines Doktortitels hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ein von der AfD losgetretenes Misstrauensvotum überstanden. AfD-Fraktionschef Björn Höcke trat dabei selbst als Kandidat für den Posten des Regierungschefs an – und scheiterte im Landtag in Erfurt deutlich. Es ist innerhalb von fünf Jahren bereits das zweite Misstrauensvotum, das die AfD erfolglos gegen einen Thüringer Regierungschef startete. Höcke erhielt in einer geheimen Abstimmung 33 Ja-Stimmen, eine mehr als die AfD hat, die im Landtag mit 32 Abgeordneten die größte Fraktion stellt. 51 Abgeordnete stimmten mit Nein, es gab eine Enthaltung. Da die Koalition nur 44 Stimmen hat, müssen auch Linke-Abgeordnete wie angekündigt gegen den AfD-Rechtsaußen gestimmt haben. Für einen Sturz von Voigt wäre eine absolute Mehrheit von 45 Stimmen nötig gewesen. Der 48-Jährige, der seit Ende 2024 Deutschlands einzige Brombeer-Koalition führt, bleibt damit im Amt. Rücktrittsforderungen wegen Aberkennung des Doktortitels Auslöser für den Misstrauensantrag war eine Entscheidung der Technischen Universität (TU) Chemnitz, Voigt den Doktortitel wegen Mängel in seiner Dissertation zu entziehen. „Ich halte die Entscheidung der TU Chemnitz für falsch und deswegen gehe ich als Privatperson dagegen vor“, bekräftigte Voigt in einer Rede im Landtag. Er hatte der TU Chemnitz bereits zuvor vorgeworfen, Bewertungskriterien im laufenden Verfahren geändert zu haben.