AfD im Bundestag: 75 queer­feindliche Fragen an die Regierung

Mit einer Kleinen Anfrage voller Unterstellungen zielt die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag erneut auf queere und insbesondere trans Menschen. Ein Blick in den Fragenkatalog zeigt: Es geht ausschließlich um politische Stimmungsmache.Die AfD will es mal wieder wissen und hat eine sogenannte Kleine Anfrage an die Bundesregierung zusammengestellt mit 75 Fragen zur LSBTQ-Politik [sic] und zum Selbstbestimmungsgesetz (SBGG). Wie nicht anders aus der politisch rechten Ecke zu erwarten, entstand ein Katalog, der lauter schlecht kaschierte queer- und transfeindliche Vorbehalte, Unterstellungen und Behauptungen in Frageform versammelt. 75 Fragen klingen außerdem nicht gerade nach klein, aber im Parlamentsdeutsch bedeutet die Bezeichnung lediglich, dass die Bundesregierung die Fragen schriftlich beantwortet im Gegensatz zur Großen Anfrage, die eine Bundestagsdebatte nach sich zieht. So viel zu klein und groß. Vielleicht erinnern sich hier manche an eine andere Kleine Anfrage, nämlich die Drucksache 20/15035, mit der die CDU/CSU Anfang letzten Jahres die damals noch regierende Ampelkoalition beglückte. Das waren sage und schreibe 551 Fragen, die mehr oder weniger um das Thema der politischen Neutralität von staatlich geförderten zivilgesellschaftlichen Organisationen kreisten. Die heute regierende Union hat den Fragenkatalog mal eben durch eine Streichliste beim Bundesprogramm “Demokratie leben” ersetzt. Es geht um politische Stimmungsmache Der Zweck dieser Anfragen besteht eigentlich darin, die Arbeit der Bundesregierung transparent zu machen. Deshalb gibt es überhaupt ein Fragerecht für Bundestagsabgeordnete. Nun zeigte sich nicht erst mit den besagten 551 Fragen, dass solche Initiativen oft fernab von Angemessenheit, Sachlichkeit und berechtigter Aufklärung liegen. In solchen Fällen geht es keineswegs nur darum, der Regierung auf die Finger zu schauen. Vielmehr geht es um eigene strategische Ziele und schlicht um politische Stimmungsmache – wenn man so will um die Fortsetzung der Oppositionspolitik mit anderen Mitteln. Die Fragen dürfen zwar keine Wertungen enthalten, aber was und wie gefragt wird, transportiert nichts anderes als Wertungen in Gestalt von Verdächtigungen.

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Schlag ins Gesicht und rassistische Beleidigung: 76-Jähriger greift junge Frau in Berlin-Kreuzberg an

Ein 76-jähriger Mann soll einer 22-Jährigen am Freitag an der Wilhelmstraße ins Gesicht geschlagen und sie rassistisch beleidigt haben. Der Staatsschutz ermittelt. Von Mia Veigel Stand: heute, 12:43 Uhr Jetzt neu: Tagesspiegel bei Google bevorzugen An der Wilhelmstraße in Berlin-Kreuzberg soll am Freitag ein 76-jähriger Mann einer 22-jährigen Frau unvermittelt ins Gesicht geschlagen und sie rassistisch beleidigt haben. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Nach bisherigen Erkenntnissen war die junge Frau am Freitagnachmittag auf dem Gehweg an der Wilhelmstraße unterwegs, als sie gegen 16.15 Uhr an einem teilweise auf dem Gehweg abgestellten Fahrzeug vorbeigehen wollte. Der 76-Jährige, der das Auto zu diesem Zeitpunkt entlud, soll ihr dabei mit der Hand ins Gesicht geschlagen und sie aufgrund ihrer Hautfarbe rassistisch beleidigt haben.

via tagesspiegel: Schlag ins Gesicht und rassistische Beleidigung: 76-Jähriger greift junge Frau in Berlin-Kreuzberg an

#VERWALTUNGSGERICHT – #CSD Sonneberg: Gericht kippt Auflagen des AfD-geführten Landratsamts

Kurz vor dem Christopher Street Day in Sonneberg hat das Verwaltungsgericht die meisten Vorgaben des AfD-geführten Landratsamts kassiert. Nur Verbote zu Vermummung und Waffen gelten weiterhin. Das Verwaltungsgericht in Meiningen hat die meisten Auflagen zum Christopher Street Day (CSD) in Sonneberg gekippt. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, ging es um ein Eilverfahren, in dem die Anmelder des CSD am Samstag mehrere behördliche Vorgaben angefochten hatten. Dazu zählen laut Gericht konkrete Vorgaben etwa zum Verwenden von Transparenten, Fahnen, deren Material und Länge und zum Aufräumen nach der Veranstaltung. Wie es vom Gericht hieß, fehlt es hinsichtlich dieser Auflagen “zum Teil vollständig an der Begründung, zum Teil an einer für das Gericht überprüfbaren Gefahrenprognose”. Auch die Auflage, dass zwei Ordner die Identität von Demonstranten feststellen dürfen, falls notwendig, gelte am Samstag nicht. Die Auflagen zum Verbot von Vermummung und Mitführen von Waffen blieben als einzige bestehen. Dazu heißt es vom Gericht, zum einen sei dies bereits im bundesweiten Versammlungsgesetz so geregelt, die Auflage des Landratsamts stelle daher einen “deklaratorischen Hinweis” dar. Zum anderen habe die Behörde diese Auflage zumindest ansatzweise begründet und eine Gefahrenprognose erstellt. (…) Vom Gericht aufgehobene Auflagen des Landratsamts Zwei Ordner sollten dafür sorgen, dass bei Bedarf eine problemlose Identitätsfeststellung betroffener Personen möglich ist. Es sollten nur die angemeldeten und bestätigten Kundgebungsmittel erlaubt sein. Auf allen Druckwerken mussten Name und Anschrift der Druckerei und des Verlags oder Name und vollständige Anschrift des Verfassers angegeben werden. Fahnenstangen sollten aus Weichholz oder Kunststoffleerrohren bestehen und maximal drei Meter lang sein. Transparente sollten an Holzstangen befestigt sein, die höchstens zwei Meter lang und drei Zentimeter dick sind. Kundgebungsmittel durften nur während der angemeldeten Versammlung verwendet werden, nicht davor oder danach in der Öffentlichkeit. Der Versammlungsleiter sollte sicherstellen, dass der Kundgebungsort sauber und ordnungsgemäß verlassen wird.

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hands joined against progress pride flag
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The Manosphere and Christian Nationalist Roots of Hegseth’s “Low-T” Fixation

On Wednesday, US Secretary of Defense Pete Hegseth announced an initiative to screen US military members for low testosterone. “The modern battlefield is brutal and unrelenting,” he said. “It requires and demands maximum psychological and mental readiness. And by addressing these health markers early, we’re keeping you on the leading edge of lethality.” Troops found to be deficient in the screening, Hegseth said, would be offered testosterone therapy—which, he promised, would make them better warriors. “It’s about restoring and optimizing your natural capabilities,” he said, “protecting your longevity, ensuring you have the biological foundation required to sustain the fight.” The idea of a widespread testosterone deficiency—”Low-T” among the extremely online—is having a moment. Over the last few years, influencers have made a cottage industry of telling men that their testosterone levels are low and selling them testosterone therapy. Consumer research firms estimate the market value for testosterone replacement therapy at around $2 billion; that number is expected to increase by a third by 2033. Earlier this year, the Guardian reported on a recent study of low-T influencers by Emma Grundtvig Gram, a public health researcher at the University of Copenhagen. Gram and her colleagues analyzed 46 TikTok and Instagram posts with a combined following of more than 6.8 million. In the study abstract, the researchers noted that common themes in the posts included “the rebranding of low testosterone from an ‘old man’s problem’ to an issue affecting younger men and their fitness” and “low testosterone as a crisis of masculinity and male sexual performance.” (…) But that doesn’t stop online influencers from claiming it is exactly that. Gram’s team wrote in the study abstract that the “low-T” posts they analyzed “prey on men’s insecurities about relationships and sexual performance” to sell “testosterone products for improving the masculine self without supporting evidence.” In addition to the manosphere, another influence on Hegseth’s fixation on masculinity may be his spiritual leader, Doug Wilson, the self-proclaimed Christian nationalist Idaho pastor who preached at the Pentagon earlier this year. Wilson has opined extensively about the virtues of “biblical masculinity,” which he has called “cultural gluten.” Without a patriarchal society led by manly men, he wrote in his 2023 book Mere Christendom, “the cookie just crumbles to pieces in your hand, and is tasteless on top of that.” In a 2020 YouTube broadcast, Wilson declared, “A masculine message is not going to be declared by effeminate men. We have a real crisis in masculinity.” In a February interview with Military Times, Wilson noted, “We should do everything we can do to keep women out of combat roles.”

via mother jones: The Manosphere and Christian Nationalist Roots of Hegseth’s “Low-T” Fixation

MI5 reprimanded for lying about ties with neo-Nazi informant who attacked girlfriend with machete

Watchdog’s review of case criticises handling of agent X, who exploited role with agency to threaten his girlfriend. MI5 has been reprimanded by a watchdog for lying about its relationship with a neo-Nazi informant, who had exploited his role with the spy agency to violently threaten his girlfriend. The Investigatory Powers Commissioner’s Office (Ipco) criticised MI5’s handling of a man known only as agent X, and said some of its officers had initially misled the public about his true status. Although MI5 had confirmed to the BBC that agent X was an informant, during subsequent court proceedings the agency would only say in public that it could “neither confirm nor deny” its relationship with him, a standard form of “no comment” it uses. That had frustrated the efforts of “Beth”, agent X’s girlfriend, in bringing legal complaints against MI5 after he had attacked her with a machete and tried to rely on his status as an informant to discourage her from speaking out. “MI5’s management of agent X fell far below the standards the public, the courts and Ipco have every right to expect,” said Brian Leveson, the investigatory powers commissioner, as he published a review of the case on Thursday. “What makes this case particularly grave is that Ipco and the courts were misled,” said the watchdog, which reviews the use of covert powers by public bodies. “Failings of candour undermine the entire basis of oversight and accountability.”

via guardian: MI5 reprimanded for lying about ties with neo-Nazi informant who attacked girlfriend with machete

Verurteilt wegen Geiselnahme und Körperverletzung: So gefährlich ist der AfD-nahe Blogger Noah Krieger

Der AfD-nahe Blogger Noah Krieger inszeniert sich in den sozialen Medien als kultivierter Geschäftsmann. Eine Straftat in Hannover, deren Haftstrafe er bislang nicht verbüßte, zeigt jetzt seine gewaltbereite Seite. Der Anlass: ein Streit um illegal erworbene Welpen. In den sozialen Medien gibt er sich gerne kultiviert: Der reichweitenstarke Influencer Noah Krieger zeigte sich in Hannover gerne an der Seite von AfD-Politikergrößen, lud in seiner gemieteten und später unter mysteriösen Umständen in Brand geratenen Villa in Hannovers Nordstadt sogar zu einem Klavierabend ein. Mittlerweile hat ihn die AfD aus der Partei geworfen. Aber auch in Russland, wo er sich zurzeit offenbar größtenteils aufhält, versucht Krieger, dieses Image weiter zu pflegen. So trat er Instagram-Posts zufolge in diesem Jahr beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf, Russlands wichtigstem, jährlichen Wirtschaftstreffen. In Deutschland dagegen hat Noah Krieger noch eine Haftstrafe über zwei Jahre und vier Monate zu verbüßen. Verurteilt wurde er wegen Geiselnahme, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung. Die Hintergründe der Tat zeigen eine ganz andere, gewaltbereite Seite des heute 36-jährigen Tschetschenen. Es geht um eine Eskalation in Hannover-Linden, an der zehn bis zwölf Männer beteiligt waren. Der Auslöser: illegaler Welpenhandel, eine Auseinandersetzung rund um das Verschwinden mehrerer Pitbullterrier. Mittendrin Noah Krieger. Das geht aus einer anonymisierten Fassung eines Urteils des Landgerichts Hannover hervor. Sie liegt dieser Redaktion vor. (…) Als der spätere Haupttäter dies erfährt, will er – offenbar außer sich vor Wut, weil er das Geld aus dem Verkauf dringend braucht – seinen Hundesitter in seine Gewalt bringen und eine Art „Schadensersatz“ zwischen 3000 und 5000 Euro einfordern. Er verabredet mit einer Gruppe von zehn bis zwölf weiteren Männern einen Treffpunkt in einer Einzimmerwohnung in Linden. Nur drei der Männer werden später identifiziert und vor Gericht gestellt, darunter Noah Krieger. Das Gericht geht dem Urteil zufolge davon aus, dass Krieger für die Mitwirkung an dem brutalen Geschehen Geld versprochen wird.

via haz: Verurteilt wegen Geiselnahme und Körperverletzung: So gefährlich ist der AfD-nahe Blogger Noah Krieger