Bulgaria: Nationalists honor pro-Nazi general with flowers

Far-right nationalists have again gathered in Bulgaria’s capital to honor a late World War II general known for his anti-Semitic and pro-Nazi activities. Braving sub-zero temperatures, hundreds of dark-clad supporters of the Bulgarian National Union group flocked to a central square where they had planned to kick off the annual Lukov March, a torch-lit procession held every February to the former house of Gen. Hristo Lukov. The mayor of Sofia suspended this year’s procession, allowing only the laying of flowers at the house. Police split participants into small groups and escorted them. Earlier Saturday, dozens of anti-fascist activists demonstrated against the nationalist event, chanting slogans like “No Nazis on our streets.” A heavy police presence blocked any clashes between the two sides. Neo-Nazis and like-minded extremists have marched for almost two decades in honor of Lukov, who supported Germany during World War II and was killed by members of a resistance movement on Feb. 13, 1943. The general served as war minister from 1935 to 1938, and led the pro-Nazi Germany Union of Bulgarian Legions from 1932 until 1943.

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Parliament’s lower house greenlights tough sanctions for Nazism rehabilitation

The State Duma passed a draft law on stiff criminal and administrative penalties for rehabilitation of Nazism with the use of Internet in the first reading on Wednesday, a statement published on the website of the parliament’s lower house reads. The bill is to ensure complex protection of the historical memory and inevitability of punishment for all guilty of rehabilitation of Nazism, according to the bill’s explanatory note. Current law envisages criminal responsibility, including fines from 100,000 to 500,000 rubles and imprisonment for up to 5 years, for persons publicly denying of acts established by the International Military Tribunal at Nurenberg with the use of media and job position. The draft law adds the use of Internet to the circumstances for tougher responsibility. The legislative proposal also stipulates administrative fines ranging from 500,000 to 3 million rubles ($6,500 – $40,000) for companies publicly distributing information containing denial of facts established by the International Military Tribunal at Nurenberg, welcome for crimes established by the Tribunal’s sentence.

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ANTISEMITISCHER #TERROR – „Nur noch eine Randerinnerung“

Wie der Anschlag auf das jüdische Altersheim in München vor 50 Jahren in Vergessenheit geraten konnte. Der Notruf geht am Abend des 13. Februar 1970 ein – kurz nach Sabbatbeginn. Im jüdischen Altersheim in der Münchner Reichenbachstraße, wo sich auch die Hauptsynagoge befindet, ist ein Feuer ausgebrochen. Erst glaubt man noch an einen Unfall, doch der Fund eines Benzinkanisters vor Ort bringt die traurige Gewissheit: Das Feuer wurde absichtlich gelegt. Sechs Bewohner ersticken oder verbrennen in den Flammen, ein siebter überlebt den Sprung aus dem vierten Stock nicht. Der 13. Februar 1970 markiert bis heute einen der schwersten Anschläge auf die jüdische Gemeinschaft im Nachkriegsdeutschland. Die Täter werden nie ermittelt. Trotz dieser Tragweite: Aus dem öffentlichen Bewusstsein ist der Anschlag so gut wie verschwunden. Kein öffentliches Mahnmal erinnert an das Geschehen. Am 50. Jahrestag soll es nun eine Gedenkfeier im Alten Rathaus München geben. Münchner Oberbürgermeister war 1970 Hans-Jochen Vogel (SPD). Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst nennt er den Anschlag 50 Jahre später eine „Katastrophe“. Die Opfer, allesamt Holocaust-Überlebende, wurden in Deutschland, dem Land der Täter, ermordet. Vogel berief noch in der Tatnacht eine Pressekonferenz ein. In den folgenden Tagen kam Politprominenz aus ganz Deutschland nach München, unter ihnen Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), und zur Trauerfeier Bundespräsident Gustav Heinemann. Die Polizei fahndete derweil nach den Brandstiftern – doch obwohl „außerordentlich gründliche Ermittlungen“ stattgefunden hätten, habe man die Täter nicht finden können, bedauert Vogel. Für ihn sei das ein Grund dafür, dass der Anschlag eher nur noch eine „Randerinnerung“ im öffentlichen Bewusstsein sei. Das mit der „Randerinnerung“ können prominente Münchner Juden wie die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch (87), und der SPD-Stadtrat Marian Offman (71) nur bestätigen. Sie nennen noch einen weiteren Grund, warum der Anschlag nicht so sehr im Vordergrund stehe: der Umgang Deutschlands mit der NS-Vergangenheit. (…) Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle (CSU) nennt einen weiteren Grund, warum der Brandanschlag von 1970 in Vergessenheit geraten ist: die Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 durch palästinensische Terroristen. Bei der Befreiungsaktion am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck sterben vor den Augen der Weltöffentlichkeit elf israelische Sportler und ein bayerischer Polizist. Ein solcher Anschlag nur zwei Jahre nach jenem auf das Seniorenheim überschatte alles andere, sagt Spaenle.

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Täglich mindestens sechs Angriffe von #Judenhassern – Höchststand antisemitischer #Kriminalität seit 20 Jahren – #terror

Vergangenes Jahr gab es 2275 antisemitische Straftaten – soviel wie seit 2001 nicht. Der Zentralrat der Juden sieht Corona-Leugner-Demos als Treiber. Die Polizei hat 2020 so viele judenfeindliche Angriffe festgestellt wie nie zuvor seit 2001. Für das vergangene Jahr seien “bisher insgesamt 2275 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet” worden, berichtet die Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und ihrer Fraktion. Das Papier liegt dem Tagesspiegel vor. Bei 55 Delikten handelte es sich um Gewalttaten. Die Polizei konnte 1367 Tatverdächtige ermitteln. Festgenommen wurden jedoch nur fünf Personen, Haftbefehle gab es keine. Die Zahl der Straftaten wird wahrscheinlich noch steigen, da die Polizei erfahrungsgemäß noch Delikte aus dem Vorjahr nachmeldet. Aber auch jetzt schon ist deutlich, dass sogar der traurige Rekord von 2019 übertroffen wurde. Damals hatte die Polizei in ihrer endgültigen Bilanz 2032 antisemitische Straftaten gemeldet. Im vergangenen Jahr nahm judenfeindliche Kriminalität nun um noch mindestens elf Prozent zu. Die Polizei registrierte im Durchschnitt pro Tag sechs antisemitische Delikte. Die bislang gezählten 2275 Straftaten sind die höchste Marke, seit die Polizei 2001 das Erfassungssystem “Politisch Motivierte Kriminalität (PMK)” einführte. (…) Die Zunahme judenfeindlicher Angriffe verläuft parallel zu einer weiteren dramatischen Entwicklung. Anfang Februar berichtete die Bundesregierung von einem Anstieg der Kriminalität von Neonazis und anderen Rechten. Die Polizei hat 2020 nach bisherigen Erkenntnissen mehr als 23.000 einschlägige Straftaten festgestellt. Das ist der zweithöchste Stand seit 2001. Die Zahl ist Angaben der Regierung zu weiteren Anfragen von Petra Pau zu entnehmen. Vermutlich wird bei den rechten Straftaten mit den noch zu erwartenden Nachmeldungen der Polizei ebenfalls der höchste Stand seit 2001 erreicht.

via tagesspiegel: Täglich mindestens sechs Angriffe von Judenhassern – Höchststand antisemitischer Kriminalität seit 20 Jahren

holocaust memorial
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100-year-old Man Charged for Alleged Nazi-era War Crimes – #remember #keinvergessen

German prosecutors announced Tuesday they have charged a 100-year-old man with being an accessory to 3,518 murders committed while he was allegedly a guard at the Sachsenhausen World War II concentration camp outside of Berlin.  Neuruppin prosecutor Cryll Klement told the Associated Press that the man, whose name is being withheld under Germany’s privacy laws, is alleged to have worked at the Sachsenhausen camp between 1942 and 1945 as an enlisted member of the Nazi Party’s paramilitary wing.  Klement, who led the investigation, said that despite his advanced age, the suspect is considered fit enough to stand trial, though accommodations may have to be made to limit how many hours per day the court is in session. 

via voanews: 100-year-old Man Charged for Alleged Nazi-era War Crimes

Poort KZ-Sachsenhausen.jpg
Von <a href=”https://en.wikipedia.org/wiki/de:User:Ice-Fire” class=”extiw” title=”w:de:User:Ice-Fire”>Ice-Fire</a> auf <a href=”https://en.wikipedia.org/wiki/de:” class=”extiw” title=”w:de:”><span title=”freie Online-Wiki-Enzyklopädie”>Wikipedia</span> auf Deutsch</a> – Übertragen aus <span class=”plainlinks”><a class=”external text” href=”https://de.wikipedia.org”>de.wikipedia</a></span> nach Commons., Gemeinfrei, Link

#Itzehoe – Ex-Sekretärin des #KZ #Stutthof wegen Beihilfe zum Mord in zehntausend Fällen angeklagt – #NichtsUndNiemandIstVergessen

Wegen Beihilfe zum Mord in mehr als zehntausend Fällen hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe eine frühere Sekretärin des NS-Konzentrationslagers Stutthof angeklagt. Der Frau werde vorgeworfen, als Stenotypistin und Schreibkraft des Lagerkommandanten den Verantwortlichen bei der systematischen Tötung von jüdischen Gefangenen, polnischen Partisanen und russischen Kriegsgefangenen Hilfe geleistet zu haben, teilte die schleswig-holsteinische Anklagebehörde mit. Die Frau ist heute 95 Jahre alt.

via dlf: Itzehoe – Ex-Sekretärin des KZ Stutthof wegen Beihilfe zum Mord in zehntausend Fällen angeklagt

siehe auch: Germany Charges Nazi Camp Secretary With Complicity in Murders. German prosecutors said Friday they have charged a former secretary at a Nazi concentration camp with complicity in the murders of 10,000 people, in the first such case in recent years against a female staff member They said the woman, who was not named by prosecutors, had worked at the Stutthof camp near what was Danzig, now Gdansk, in then Nazi-occupied Poland. She “is accused of having assisted those responsible at the camp in the systematic killing of Jewish prisoners, Polish partisans and Soviet Russian prisoners of war in her function as a stenographer and secretary to the camp commander” between June 1943 and April 1945, the prosecutors said in a statement. The accused, who was a minor at the time of the alleged crimes, is charged with “aiding and abetting murder in more than 10,000 cases” as well as complicity in attempted murder, added prosecutors from the northern city of Itzehoe. Due to her age at the time of the alleged violations, she will face a juvenile court. Germany has been racing to bring to justice surviving Nazi staff after the 2011 conviction of former guard John Demjanjuk on the basis he served as part of the Nazi killing machine set a legal precedent. Since then, courts have handed down several guilty verdicts on those grounds rather than for murders or atrocities directly linked to the individual accused. Among those who were brought to late justice were Oskar Groening, an accountant at Auschwitz, and Reinhold Hanning, a former SS guard at the same camp.

Both were convicted of complicity in mass murder at the age of 94 but died before they could be imprisoned.

»Warnschuss« zieht nicht bei waffenaffinem Neonazi – #terror #reichsbürger

Im vorvergangenen Sommer glaubte das Amtsgericht, einem Kemptener Neonazi einen »wirksamen Warnschuss verpasst« zu haben. Doch der waffenaffine Staatsfeind legte trotz Bewährung direkt wieder los. Als Quittung erhält er nun eine Haftstrafe. Nachdem der den Behörden als Reichsbürger bekannte Claus A. Polizistinnen und Polizisten mehrfach bedrohte, beleidigte und bewaffnet angriff, wollte ihm das Amtsgericht Kempten Anfang Juni 2019 »einen wirksamen Warnschuss verpasst« haben. 100 Tagessätze zu je 15 Euro und die Aussicht auf eine einjährige Haftstrafe sollten den waffenaffinen Neonazi von weiteren Straftaten abhalten: Würde Claus A. innerhalb der nächsten drei Jahre noch einmal straffällig, so »werde ich nicht lange zögern, die Bewährung zu widerrufen«, drohte der Richter damals. Die Staatsanwaltschaft hingegen mache es sich zu einfach, wenn sie davon ausgehe, dass der Angeklagte weiter Straftaten begehen werde, weil der den Ideen der Reichsbürger anhänge und deshalb auf eine Bewährung zu verzichten sei.
Doch es dauerte kein halbes Jahr, bis sich Claus A. wieder zum Gegenstand polizeilicher Ermittlungen machte. Auf unseren Artikel »Lebensschützer im Allgäu: Professionell und ohne Kompromisse« drohte A. den Autor_innen nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit den Worten »Passt bloss auf Du linker Volksverräter, wenn wir Dich kriegen, blasen wir Dein Lebenslicht aus!« (Fehler im Original) Zwei Monate später legte Claus A. in antisemitischer Manier nach und quittierte unsere Berichterstattung darüber, wie sich rechte, teils bürgerlich getarnte Netzwerke in Nordschwaben gegenseitig stärken mit einer weiteren Drohung und Beleidigungen: »Dir dreckigem Verräterschwein, ritze ich den Davidstern auf Deine Verräterstirn! Du kleiner dreckiger Hurensohn!« (…) Insgesamt legte die Staatsanwaltschaft bis November 2020 vier Anklagen vor, die das Amtsgericht zu einem Gerichtsverfahren verband und Claus A. am 12. Januar 2021 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung verurteilte. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig, da der Angeklagte, sein Pflichtverteidiger sowie die Staatsanwaltschaft inzwischen Berufung dagegen eingelegt haben. Schon wenige Tage nach dem Urteil legt der notorische Volksverhetzer online wieder los. In einer Gruppe aus dem Umfeld der Querdenken-Bewegung leugnet Claus A. alias »Bürgerwehr« erneut den Holocaust und ruft zu Gewalt und Mord an vermeintlichen »Volksverrätern« auf. Widerspruch erntet er unter den hiesigen Querdenken-Anhängern kaum, die selbst längst ganz rechts außen angekommen sind. Erneut beschäftigen die Äußerungen die Polizei.

via allgäu rechtsaußen: »Warnschuss« zieht nicht bei waffenaffinem Neonazi