Exmatrikulation für Judenhass

Wenn jüdische Studierende aus Angst vor Diskriminierung den Hörsaal verlassen, ist die rote Linie überschritten. Universitäten und Hochschulen gelten als Orte der Wissenschaft und der Diskussion. Insbesondere dort muss das Arendtsche »Denken ohne Geländer« möglich sein und die in unserem Grundgesetz verankerte Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit geachtet und geschützt werden. Missbräuchlichen Auslegungen darf dies aber keinen Vorschub leisten. Denn immer häufiger ist festzustellen, dass sich die Linien des Sagbaren zunehmend auszudehnen scheinen, sobald es um Antisemitismus geht. Immer wieder treten Vorfälle im Hochschulkontext auf, wo Studierende oder Dozierende antisemitische Inhalte legitimieren oder gar selbst verbreiten. (…) Die Humboldt-Universität zu Berlin hat im jüngsten Vorfall konsequentes Handeln gegen Antisemitismus bewiesen. So wurde eine Dozentin, die in den sozialen Netzwerken antisemitische Inhalte verbreitete, von ihren Lehrverpflichtungen entbunden. Auf ihrem privaten Twitter-Account hatte sie sich zuvor volksverhetzende Schoa-Relativierungen und antisemitische Äußerungen erlaubt. HOLOCAUST-GEDENKTAG Am Internationalen Holocaust-Gedenktag sprach sie etwa vom »Völkermord der Juden an den Palästinensern« oder verglich Netanjahu mit Hitler. Sie teilte zudem mehrfach Inhalte der Webseite »Electronic Intifada« – die nicht nur Israel das Existenzrecht abspricht, sondern auch den Hamas-Terrorismus verharmlost und verherrlicht.

via ja: Exmatrikulation für Judenhass

Russian bombing of Kyiv damages Babi Yar Holocaust memorial

A major Holocaust memorial in Kyiv was struck during Russia’s latest bombardment of the city, which targeted a television broadcast tower in the Ukrainian capital, the board of the site says. The Babi Yar memorial rests on a mass grave containing 34,000 Jews who were slaughtered there in 1941 when the city was under Nazi occupation. The massacre was carried out by SS troops along with local collaborators. “[Russian President Vladimir] Putin seeking to distort and manipulate the Holocaust to justify an illegal invasion of a sovereign democratic country is utterly abhorrent. It is symbolic that he starts attacking Kyiv by bombing the site of the Babi Yar, the biggest of Nazi massacres,” Natan Sharansky, the chairman of the Babi Yar Holocaust Memorial Center and former head of the Jewish Agency, says in a statement.

via times fof israel: Russian bombing of Kyiv damages Babi Yar Holocaust memorial

siehe auch: Yad Vashem’s Reaction to News of the Attack Endangering the Historical Site of the Babi Yar Massacre. As we view images emerging from Ukraine showing innocent civilians fleeing from their endangered homes and pictures of the deadly Russian attack on the vicinity of the Babi Yar Holocaust memorial site, Yad Vashem, the World Holocaust Remembrance Center, voices its vehement condemnation. We call on the international community to take concerted measures to safeguard civilian lives as well as these historical sites because of their irreplaceable value for research, education and commemoration of the Holocaust. Rather than being subjected to blatant violence, sacred sites like Babi Yar must be protected.

Canadian students give Nazi salute to Jewish teacher whose parents survived the Holocaust

Toronto District School Board apologises for ‘horrific situation’. Canada’s largest public school board has apologised after students at one of its schools directed Nazi salutes at their Jewish teacher last week. The antisemitic incident took place on Thursday at Valley Park Middle School in North York, Canada, which is overseen by the Toronto District School Board (TDSB).

via independent: Canadian students give Nazi salute to Jewish teacher whose parents survived the Holocaust

siehe auch: Call for more Holocaust education after Toronto kids give Jewish teacher Nazi salute. Educator at Valley Park Middle School is daughter of Holocaust survivors; police, authorities investigating latest in a number of incidents in city’s public school system. Police and school authorities are investigating an incident in which Toronto middle school students gave the Hitler salute to a teacher who is the daughter of Holocaust survivors. The incident is the third such display of Nazi symbology at middle schools in North York, a Toronto district, in recent weeks. “One of our teachers, a French teacher, a Jewish teacher walked out of the room,” Shari Schwartz-Maltz, a spokeswoman for the Toronto District School Board, told City News, a local TV news outlet, on Tuesday. “When she came back into the room, several students surrounded her and gave her the Heil Hitler salute. This particular incident was very hateful, very hurtful, very upsetting to the teacher who happens to be Jewish, and she’s just allowed me to share with you that she’s also the child of Holocaust survivors. So this is something that hits her in the heart.”

AfD-Fraktionschef #Härle scheitert mit Berufung

Am 5. Mai vergangenen Jahres wurde der Heusenstammer AfD-Fraktionsvorsitzende vor dem Amtsgericht Offenbach wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 4 200 Euro verurteilt. Carsten Härle akzeptierte dies nicht und legte Rechtsmittel ein. Gestern fand der Berufungsprozess vor der Siebten Strafkammer des Landgerichts Darmstadt statt. Nach einer mehrstündigen Sitzung sprach Richter Dr. Karsten Markert Härle erneut schuldig – verringerte das Strafmaß aber auf 2000 Euro: Wegen der nun erfolgten Geständigkeit des Angeklagten und seiner zwischenzeitlich schlechteren wirtschaftlichen Verhältnisse. Stein des Anstoßes ist eine länger zurück liegende Nachricht auf der Facebook-Seite des Unternehmers. Am 29. und 30. Mai 2017 diskutierte er mit einem Chatpartner über die Judenverfolgung im Dritten Reich. Der Post wurde von einer Nutzerin als Screenshot bei der Berliner Staatsanwaltschaft angezeigt. In dem Beitrag heißt es unter anderem: „Man muss sagen, dass sich die Nazis beim Töten einigermaßen dämlich angestellt haben“, und dass „aus den Duschköpfen in den Vernichtungslagern kein Zyklon B heraus gekommen ist“. Der Anzeige folgte eine 30-minütige Wohnungsdurchsuchung, bei der man einen Laptop beschlagnahmte. Weiterführendes Beweismaterial fand man damals nicht. Der Post war auf Facebook nur wenige Tage sichtbar. Heusenstammer AfD-Politiker räumt Nachricht ein. Der einzige Zeuge in der Berufungsverhandlung ist ein Offenbacher Kripobeamter. Er war mit den Ermittlungen betraut. „Herr Härle fällt häufiger mit provokanten Thesen im Internet auf. Einige sind grenzwertig, aber kaum strafrechtlich relevant.“ Sonst habe man es mit ihm hauptsächlich als Anzeigeerstatter zu tun, so der Polizist. Oberstaatsanwalt Dr. Andreas Kondziela will bezüglich der Verbreitung wissen, wie viele „Freunde“ der Angeklagte auf Facebook habe. Hier kann der Ermittler nur schätzen: „Schwer zu sagen, die Zahl liegt wohl im drei- oder vierstelligen Bereich.“ Anders als an den beiden Verhandlungstagen am Amtsgericht 2019 und 2021 macht der Politiker diesmal kein Geheimnis darum, ob die Nachricht tatsächlich von ihm stammt oder nicht: „Ich gebe zu, dass ich das geschrieben habe. Es hat aber meiner Ansicht nach keine strafrechtliche Relevanz!“ (…) Für den Tatbestand der Volksverhetzung hat der Gesetzgeber nach Paragraf 130 des Strafgesetzbuchs eine Sanktion von Geldstrafe bis zu fünf Jahren Gefängnis festgelegt. Die vergleichsweise milde Strafe hat Carsten Härle der Gewichtung des Tatbestands und seinem leeren Bundeszentralregister zu verdanken

via op online: AfD-Fraktionschef Härle scheitert mit Berufung

#Stutthof-Prozess: 94-jähriger Zeuge aus #Israel sagt aus

Vor dem Landgericht Itzehoe ist der Prozess gegen eine 96-Jährige wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen im früheren Konzentrationslager Stutthof bei Danzig fortgesetzt worden. Ein Überlebender sagte als Zeuge per Videoschalte aus. Abraham Koryski war damals erst 16 Jahre alt, nur etwas jünger als damals die Angeklagte. Für vier Monate war er im KZ Stutthof – von September 1944 bis Ende Januar 1945. Der heute 94-Jährige wurde per Video aus Israel zugeschaltet und schilderte seine Erlebnisse. Er erzählte, wie er aus dem Krematorium noch heiße menschliche Knochen einsammeln musste, wie Wachen einen Hund auf Gefangene gehetzt hatten und dass er jeden Tag von Leichen umgeben war. Gleich bei der Ankunft habe er einen Geruch nach verbranntem Fleisch wahrgenommen. “Ihr werdet zu diesem Geruch werden”, habe das Wachpersonal gesagt. Es habe von Anfang an Prügel gegeben. Mehrfach habe er Hinrichtungen beobachtet, sagte der 94-Jährige. Bis heute Albträume und Angstzustände. Die meisten Häftlinge seien verhungert, sagte Koryski. Jeder Tag habe damit begonnen, die Leichen der in der Nacht Gestorbenen aus der Baracke zu schaffen. Es seien aber auch Menschen vergast oder Opfer sadistischer Aktionen geworden. Bis heute habe er Albträume und Angstzustände deswegen. Von den Taten habe seiner Meinung nach jeder auf dem Gelände gewusst und es auch mitbekommen.
Er berichtete, er sei anfangs in einem jüdischen Ghetto in Vilnius (heute Litauen) gefangen gehalten worden. Dort sei sein Vater erschossen worden. Seine Mutter sei in Lettland ums Leben gekommen. Er selbst sei 1944 in Tallinn (Estland) auf ein Schiff nach Stutthof gebracht worden. Von der Baracke, in der er damals untergebracht war, konnte er auch die Kommandantur sehen, den Arbeitsplatz der Angeklagten. Die Angeklagte kenne er aber nicht. “Sie interessiert mich, ehrlich gesagt, auch nicht”, sagte Koryski. Er habe keine Rachegefühle. “Meine Rache war, dass ich gerettet wurde und eine Familie gegründet habe.” Seine Botschaft an die nächste Generation sei: “Nicht zu vergessen, sich zu erinnern!” Der 94-Jährige machte seine Aussage in einem Seniorenheim in Haifa, in Anwesenheit seiner Rechtsanwältin.

via ndr: Stutthof-Prozess: 94-jähriger Zeuge aus Israel sagt aus

Betreiber von #Chatgruppe – #Polizei stürmt Wohnung von mutmaßlichem #Telegram-#Hetzer – #LockHimUp

Die bayerische Polizei hat einen 59-Jährigen identifiziert, der hinter einer antisemitischen und verschwörungsgläubigen Telegram-Gruppe stecken soll. Nun standen Beamte mit der Ramme vor seiner Tür. Ein 59-Jähriger soll für eine Telegram-Gruppe verantwortlich sein, über die Verschwörungsideologien zur Coronaimpfung und antisemitische Inhalte verbreitet werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann aus dem bayerischen Rosenheim seit Januar 2021 in mindestens 45 Fällen volksverhetzende Texte und strafbare Verschwörungstheorien veröffentlichte, wie das Polizeipräsidium Oberbayern mitteilte. Am frühen Mittwochmorgen stürmten Polizisten seine Wohnung mit einer Ramme und durchsuchten Wohn- und Geschäftsräume des Mannes. Dabei wurden mehrere Datenträger sichergestellt, der Beschuldigte selbst blieb zunächst auf freiem Fuß. Von der Polizei hieß es, der Mann habe zugegeben, Betreiber der Gruppe zu sein. Neben Volksverhetzung werfen ihm die Ermittler versuchte Nötigung in zwei Fällen vor.
Die öffentliche Gruppe, die der Mann betreiben soll, hat rund tausend Mitglieder. Dort wurde etwa der Holocaust verharmlost oder geleugnet und zur »Jagd auf das obere Verbrechersystem und dessen Säuberung« aufgerufen wurde.(…) Allerdings sollen nicht Daten oder Hinweise der Betreiber von Telegram, sondern sogenannte Osint-Recherchen eine wichtige Rolle gespielt haben, wie es aus Polizeikreisen hieß, kurz für Open Source Intelligence

via spiegel: Betreiber von Chatgruppe – Polizei stürmt Wohnung von mutmaßlichem Telegram-Hetzer

“Nazis raped and killed my family in #Roma #Holocaust but #JimmyCarr thinks it’s funny”

Daniela Abraham, 41, from London, has called on Jimmy Carr to publicly apologise and is offering to take him to Auschwitz concentration camp so he can pay his respects to victims of the Roma Holocaust. A Roma woman who lost eight of her relatives in the Holocaust was ‘heartbroken’ when she heard Jimmy Carr’s joke about the genocide. Daniela Abraham, 41, from London, said her great-grandmother Helena was raped by the Nazis when they stormed into her town in Slovakia. Helena’s siblings were dragged away to labour camps and the rest of the family never heard from them again. The ordeal still haunts Daniela and she could not believe it when Carr decided to joke about the atrocity in his latest Netflix special. She is now calling on the comedian to publicly apologise and wants him to travel with her to Auschwitz concentration camp so he can ‘pay his respects’. However, Carr appears unrepentant and refused to say sorry for his joke over the weekend, telling a stand-up audience ‘I am going down swinging’. Daniela, who burst into tears as she spoke to The Mirror, said: “When I heard Jimmy Carr’s joke it broke my heart. On my mother’s side eight relatives were killed in the Holocaust. “I want him to publicly apologise. If he has any human feelings or compassion I want to tell him to contact me and I will take him to Auschwitz so he can see what happened to our people.

via mirror: “Nazis raped and killed my family in Roma Holocaust but Jimmy Carr thinks it’s funny”

https://twitter.com/Daniela_SRHMT/status/1490776248389443585