Nazi-Spiele als Werbung – #IOC

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) steht in der Kritik, weil es im offiziellen Online-Shop ein T-Shirt angeboten hat, das das historische Motiv der Olympischen Spiele 1936 in Berlin zeigt – ausgerechnet jener Spiele, die im Dritten Reich als Propagandainstrument dienten. Das Kleidungsstück gehört zur sogenannten «Heritage Collection», die Designs aus 130 Jahren olympischer Geschichte aufgreift und nach Angaben des IOC auch bereits ausverkauft ist.  Ein Sprecher des IOC räumte zwar ein, dass die Spiele mit dem NS-Regime und dessen Propagandastrategien verbunden seien, betonte jedoch, dass das Motiv in die Reihe historischer Designs passe und erinnerte zugleich an positive sportliche Aspekte jener Spiele: So habe etwa der afroamerikanische Leichtathlet Jesse Owens mit seinen vier Goldmedaillen den rassistischen Ideologien der Zeit eine Antwort entgegengesetzt. Jüdische Organisationen und gesellschaftliche Akteure und Akteurinnen haben den Verkauf scharf kritisiert

via tachless: Nazi-Spiele als Werbung

siehe auch: International Olympic Committee store sells Nazi propaganda T-shirt from 1936 Berlin Olympics Online shop of the International Olympic Committee offered a shirt featuring imagery from the 1936 Berlin Games, used by Adolf Hitler’s regime for propaganda; German officials condemn move as item quickly sells out. The International Olympic Committee’s official online fan shop has sparked outrage after offering a T-shirt featuring imagery from the 1936 Berlin Olympics, the Games infamously used by Adolf Hitler and the Nazi regime as a propaganda platform.

Investigation uncovers hundreds of Nazi-linked accounts at Credit Suisse

UBS executives told U.S. senators that the Swiss bank fears litigation from Jewish groups over Holocaust restitution claims as it refuses to release additional documents. The Senate Judiciary Committee heard testimony about newly uncovered links between the Nazis and a Swiss banking conglomerate, amid an ongoing legal dispute over restitution to Holocaust victims. Sen. Chuck Grassley (R-Iowa), committee chair, told reporters before Tuesday’s hearing that an independent investigator found 890 accounts with potential Nazi links at Credit Suisse, which UBS acquired in 2023. “These accounts were once used by individuals or entities who participated in or assisted Nazi war efforts,” Grassley said. “That includes wartime accounts for the German Foreign Office, a German arms manufacturing company and the German Red Cross.”  “Credit Suisse’s connection to all three of these entities was previously unknown, or only partially known,” Grassley told reporters. “The investigation also found evidence that Credit Suisse’s banking relationship with the SS was more extensive than we knew before.” Nazi Germany and members of the Nazi party had extensive relationships with Swiss banks before, during and after World War II, taking advantage of Swiss neutrality and the country’s banking secrecy laws to shelter assets, including wealth seized from Jews during the Holocaust.

via jns: Investigation uncovers hundreds of Nazi-linked accounts at Credit Suisse

sieeh auch: Hundreds of Swiss Bank Accounts With Suspected Nazi Links Found by Investigators. Revelations come as Swiss bank UBS uses legal fight to curb Jewish groups from reopening a decades-old settlement. UBS pointing triangle has said it wants to bring greater transparency to Switzerland’s dark chapter helping the Nazis in World War II. In Brooklyn federal court, UBS has a different message for the Jewish organization that asked for the Credit Suisse probe in 2020, the Simon Wiesenthal Center. Be quiet, and don’t ask us for any more money. The issue received an airing in Congress on Tuesday when UBS executives, a rabbi from the Simon Wiesenthal Center and an independent investigator delving into archives at UBS’s Credit Suisse unit testified before the Senate Judiciary Committee. The investigator, Neil Barofsky, told senators his probe has found much deeper ties between Credit Suisse and the Nazi war effort than previously known. These included bank accounts held by the German Foreign Office, which helped in the mass deportation of Jews to concentration camps in the Holocaust. SS, or Schutzstaffel, agents also had accounts at the bank, he said. In all, he said he found around 890 accounts potentially tied to Nazis. Barofsky said he found previously unreported examples of Credit Suisse carrying out forced transfers of Jewish clients’ assets into Nazi-affiliated banks. He also found indications that Credit Suisse helped fleeing officials resettle in Argentina after the war. For decades after World War II, Swiss banks turned away the families of Holocaust victims, saying they had no records of their loved ones’ accounts and assets. Neutral Switzerland denied suggestions it helped to finance the Nazis and prolonged their terror.

Amtsgericht Tiergarten verhängt Geldstrafe – “Gaza gleich Ausch­witz” ist Holo­caust-Ver­harm­lo­sung

Auf Instagram setzte ein User die Situation in Gaza mit Auschwitz gleich. Das Amtsgericht Tiergarten verhängte eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen. Der Fall ähnelt nur auf den ersten Blick einem Fall, der 2025 mit Freispruch endete. Weil er unter einem Beitrag zu einer Demonstration gegen den Gaza-Krieg auf Instagram Israels Kriegsführung in Gaza mit dem Holocaust gleichgesetzt hatte, ist ein 40-Jähriger zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Für den Post “Gaza = Auschwitz 2023” muss er nun 6.000 Euro zahlen, die Strafe setzt sich zusammen aus 150 Tagessätzen zu je 40 Euro. Damit taucht die Vorstrafe im Führungszeugnis auf. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Mann der Volksverhetzung durch Verharmlosung der NS-Verbrechen nach § 130 Abs. 3 Strafgesetzbuch schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte, der Anfang 2013 wegen der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland namens “Deutsche Taliban Mudschahedin” zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden war, hatte den Kommentar zugegeben und bereut. Er sei im Netz “wie in einer Bubble” und emotional aufgewühlt gewesen. “Niemals war es meine Absicht, den Holocaust zu verharmlosen”, sagte der 40-Jährige. Es tue ihm leid, “dass es so rübergekommen ist”. Der Familienvater hatte laut Ermittlungen am 29. Oktober 2023 einen Beitrag der Gruppierung “Realität Islam” mit den Worten “Gaza = Auschwitz 2023” kommentiert. Dadurch habe er das Schicksal der rund sechs Millionen unter der NS-Herrschaft ermordeten Jüdinnen und Juden sowie anderer verfolgter Gruppen mit der militärischen Reaktion Israels auf den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 gleichgesetzt, so die Staatsanwaltschaft.

via lto: Amtsgericht Tiergarten verhängt Geldstrafe “Gaza gleich Ausch­witz” ist Holo­caust-Ver­harm­lo­sung

Was in den geheimen Waldheim-Akten steht

Der STANDARD konnte nun doch den Personalakt des einstigen Bundespräsidenten einsehen. Er zeigt frappierendes Desinteresse an Waldheims NS-Zeit. Das neue Informationsfreiheitsgesetz (IFG) hat indirekt doch für Zugriff auf den Außenamtspersonalakt von Kurt Waldheim gesorgt. Zunächst hatte das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) nach einem IFG-Antrag die Einsicht in den Akt dadurch verhindert, dass es ihn Mitte November an das Staatsarchiv übergab und über eine Schutzfrist bis 2033 informierte. Nach einem STANDARD-Bericht erteilte das Ministerium kurz vor Weihnachten jedoch eine Sonderbewilligung für “wissenschaftliche Forschungen”. Laut Bundesarchivgesetz kann die Schutzfrist von Personalakten verkürzt werden – Einsicht kann anders als beim Informationsfreiheitsgesetz aber nicht eingeklagt werden. “Gruber will ihn retten” Für Außenstehende war der wegen Fragen zur NS-Vergangenheit des späteren Bundespräsidenten meistdiskutierte Personalakt der 2. Republik zuvor jahrzehntelang unter Verschluss gehalten worden. Auf etwa 2.000 Seiten dokumentiert er die kometenhafte Karriere eines herausragenden Diplomaten der Zweiten Republik und zeigt jahrzehntelanges Desinteresse an Waldheims Vergangenheit im Außenamt. Der Personalakt des früheren Bundespräsidenten im Staatsarchiv. Waldheim war bis 1992 Präsident, er starb 2007 Waldheim Akt, Staatsarchiv Zu Mitgliedschaften bei NSDAP-Gliederungen enthält der Akt vor allem bekannte Dokumente, darunter einen Brief des Justizministeriums vom 7. Jänner 1946, in dem wenige Tage nach seinem Wechsel aus Justiz ins Außenamt über Waldheims Mitgliedschaft in SA-Reiterstandarte und NS-Studentenbund berichtet wurde. Auf dem Justizschreiben findet sich eine handschriftliche Anmerkung von Außenamtsgeneralsekretär Heinrich Wildner vom 1. Februar, wonach der Sachverhalt Außenminister Karl Gruber (ÖVP) vorgetragen worden sei und dieser sich vorgenommen habe, mit Bundeskanzler Leopold Figl darüber zu sprechen. “Gruber will ihn (Waldheim, Anm.) retten”, notierte Wildner am selben Tag laut seinem 2013 veröffentlichten Tagebuch. Waldheims Personalakt selbst enthält keine Hinweise, was Gruber tatsächlich unternahm. “Rein sportlich” Vorhanden ist hingegen Waldheims bekannte Rechtfertigung, der am 25. Jänner 1946 darauf verwiesen hatte, bei den Nationalsozialisten schlecht beleumundet gewesen zu sein. Beim “NS-Reiterkorps” habe er bloß an “rein sportlichen” Reitübungen teilgenommen, beim NS-Studentenbund nur an vereinzelten Veranstaltungen “aus existenzbedingten Gründen”. Obwohl Waldheim wie sein Vater Walter 1940 in einer Charakteristik als “Anhänger des Schuschnigg-Regimes” bezeichnet wurde, zweifelte der NS-Staat nicht an seiner Loyalität. Anderenfalls hätte der Jurist nach einer Prüfung, bei der er mündlich auch zu “Rassengesetzen” gefragt wurde, 1940 am Oberlandesgericht Wien nicht zum Gerichtsreferendar ernannt und 1944 befördert werden dürfen. Dies macht der 1940 und 1946 geführte Justizpersonalakt Waldheims deutlich, der später Teil seines Personalakts im Außenamt wurde. Wenn es Kurts Karriere dienlich war, unterschrieben sowohl Vater als auch Sohn Eingaben mit “Heil Hitler!”. Kaum Details zu Wehrmachtszeit Details zum Einsatz des späteren Bundespräsidenten in der Wehrmacht fehlen im Akt indes weitgehend. Dabei hatte Waldheim selbst Ende 1945 bei seinem Wechsel ins Außenministerium ein “Erhebungsblatt” in doppelter Ausführung ausgefüllt. Zu Punkt 17, “vollstreckte aktive Militärdienstleistung während des Krieges” hatte er “1939-Kriegsende: Kavallerieregt. 11, Aufklärungsabt. 45, AOK 12” angegeben und in Bezug auf Einzelheiten auf eine “Anlage 1” verwiesen. Letztere ist jedoch verschwunden. Ausgezeichnet dokumentiert ist seine Nachkriegskarriere.

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Lufthansa and the role of big business in the Holocaust

German airline Lufthansa is one of many big-name brands that collaborated with the Nazis during the Holocaust. As the airline celebrates its 100th anniversary, why does its Nazi past continue to fly under the radar? Lufthansa Airlines, the flag carrier of Germany, takes great pride in its aviation heritage spanning almost a century. Images from the 1920s and 1930s — including Junkers Ju 52 aircraft used by the Luftwaffe — feature prominently in Lufthansa’s marketing, alluding to the “pioneering spirit” of the brand and its place in aviation history. But the story of Lufthansa’s role in the Third Reich war machine, one that includes the large-scale use of forced labor, remains largely under the radar. In fact, Lufthansa is just one of many companies that collaborated with the Nazi regime, big-name brands and business dynasties that continue to “hide in plain sight,” according to journalist David de Jong. (…) Deutsche Luft Hansa — from 1933 styled as Lufthansa — was founded in 1926 when only a small elite could afford to fly. By the early 1930s, it was struggling to survive. The Nazis “saved Lufthansa,” according to German historian Lutz Budrass, an expert in German aviation history. In 1933, Hermann Goering appointed Lufthansa director Erhard Milch to state secretary of what would become the Reich Aviation Ministry. Under the Treaty of Versailles, which ended World War I, it was forbidden for Germany to have an air force. But with only minor restrictions on civil aviation, Budrass said that Lufthansa became a front for National Socialist rearmament. After 1941, Lufthansa had a prominent role in aircraft repair workshops behind the front lines and, unlike other companies, was able to directly procure forced laborers, including many children who were kidnapped from Nazi occupied territories across Europe. When World War II ended, the Allies declared the airline part of the German air force and liquidated the company in 1951. Deutsche Lufthansa, today the world’s fourth largest airline by revenue, was founded as the Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf (shortened to Luftag) in 1953, acquiring the rights to the Lufthansa name and the famous crane logo in 1954. But it wasn’t just the same name and logo: Many of the same men returned to its management board, including Kurt Weigelt, who led the economic department of the NSDAP Office of Colonial Policy. After the war, he was placed on a list of wanted war criminals and was eventually sentenced to two years in prison and a fine. But by 1953, he was the chairman of Lufthansa’s supervisory board and in retirement, became its only ever honorary board member. At the end of the 1990s, Lufthansa hired Budrass to research its use of forced labor during the Nazi period. The study was completed in 2001 but Lufthansa did not publish it until 2016, and then only as a supplement at the back of a glossy illustrated history of the company. In response, Budrass published his own 700-page book — against Lufthansa’s wishes: 2016’s “The Eagle and the Crane: The History of Lufthansa 1926-1955” (“Adler und Kranich: Die Lufthansa und ihre Geschichte 1926-1955”). In a statement to DW, Lufthansa asserted that it is not the legal successor of the company founded in 1926, writing that “the legal foundation of today’s Lufthansa was laid in 1953.” Lufthansa acknowledged that the National Socialist era is part of its history and said it would be “using its 100th anniversary as an opportunity to critically reexamine its responsibility during the Nazi era and to further investigate it based on historical research.”

via dw: Lufthansa and the role of big business in the Holocaust

Von Bundesarchiv, Bild 102-02911A / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link

Elon Musk’s Anti-Woke Wikipedia Is Calling Hitler “The Führer”

The anti-woke Wikipedia alternative aims to create a parallel version of the truth for the right wing. IN LATE OCTOBER, Elon Musk released a Wikipedia alternative, with pages written by his AI chatbot Grok. Unlike its nearly quarter-century-old namesake, Musk said Grokipedia would strip out the “woke” from Wikipedia, which he previously described as an “extension of legacy media propaganda.” But while Musk’s Grokipedia, in his eyes, is propaganda-free, it seems to have a proclivity toward right-wing hagiography. Take Grokipedia’s entry on Adolf Hitler. Until earlier this month, the entry read, “Adolf Hitler was the Austrian-born Führer of Germany from 1933 to 1945.” That phrase has been edited to “Adolf Hitler was an Austrian-born German politician and dictator,” but Grok still refers to Hitler by his honorific one clause later, writing that Hitler served as “Führer und Reichskanzler from August 1934 until his suicide in 1945.” NBC News also pointed out that the page on Hitler goes on for some 13,000 words before the first mention of the Holocaust. This isn’t the first time Grok has praised Hitler. Earlier this year, X users posted screenshots of the AI chatbot saying the Nazi leader could help combat “anti-white hate,” echoing his maker’s statements about debunked claims of a “white genocide” in South Africa. (When confronted about his chatbot’s “MechaHitler” turn earlier this year, he said users “manipulated” it into praising the Nazi leader). Grokipedia isn’t exactly Stormfront, the neo-Nazi site known for spewing outright bigotry or Holocaust denial, but it does cite the white supremacist blog at least 42 times, according to recently published data by researcher Hal Triedman. Instead, the AI-generated Wikipedia alternative subtly advances far-right narratives by mimicking the authority of Wikipedia while reframing extremist positions, casting suspicion on democratic institutions, and elevating fringe or conspiratorial sources. LK Seiling, an AI researcher at the Weizenbaum Institute, describes Grokipedia as “cloaking misinformation.”

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AfD-Mann soll nach Rede über Stolpersteine Posten im Landtag verlieren

Von Frederik Schindler Politikredakteur Stand: 12:31 Uhr|Lesedauer: 6 Minuten Thomas Benninghaus, AfD-Abgeordneter im Landtag von Thüringen Quelle: picture alliance/Steffen Proessdorf/foto2press/Steffen Proessdorf (foto2press) Der Thüringer AfD-Abgeordnete Thomas Benninghaus beklagte in einer Landtagsrede „goldene Steine“ für „Opfer der Kriege“, während Kriegsgräberstätten für Deutsche vergessen würden. Der Freundeskreis Israel des Parlaments fordert nun seinen Austritt. Der CDU-Fraktionschef zeigt sich „abgestoßen“. Mehr als 100.000 Stolpersteine erinnern quer durch Deutschland an das Schicksal von Opfern des Nationalsozialismus. Die beschrifteten Messingtafeln werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Verfolgten in den Gehweg eingelassen. Damit soll denjenigen, die die Nationalsozialisten in den Konzentrations- und Vernichtungslagern zu Nummern degradiert haben, ihr Name zurückgegeben werden. Und es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich um Deportationen handelte, die ihren Ausgang inmitten der Gesellschaft hatten. Im thüringischen Rudolstadt, in dem der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Benninghaus lebt, gibt es lediglich zwei Stolpersteine. Einer erinnert an den jüdischen Lebensmittelhändler Karl Kehrmann, der 1940 vom NS-Regime verhaftet, im Januar 1942 in das KZ Buchenwald verschleppt und im März 1942 in der „Euthanasie“-Vernichtungsanstalt Bernberg ermordet wurde. Der andere Stolperstein erinnert an den Kommunisten Werner John, der mehrere Konzentrationslager durchlitt. (…) Der Abgeordnete Benninghaus, der 2024 das Direktmandat im Wahlkreis Saalfeld-Rudolstadt I gewann und erstmals in den Thüringer Landtag einzog, soll jetzt seinen Sitz in einem Gremium des Landesparlaments verlieren. Benninghaus gehört bislang dem Freundeskreis Israel des Landtags an. Die beiden Vorsitzenden des Gremiums, der CDU-Fraktionschef Andreas Bühl und die Linke-Abgeordnete Katharina König-Preuss, wollen den 52-Jährigen aufgrund seiner Rede loswerden. Ein Ausschluss ist allerdings nicht möglich. Nun haben Bühl und König-Preuss einen Brief an den AfD-Abgeordneten geschickt. Das Schreiben liegt WELT vor. Darin heißt es: „Ihre Rede zeigt eindeutig, dass Sie eine erinnerungspolitische Linie verfolgen, die mit den Aufgaben, Zielen und Prinzipien des Freundeskreises Israel unvereinbar ist. Daher fordern wir Sie auf, Ihre Mitgliedschaft im Freundeskreis Israel umgehend zu beenden. Dies ist die notwendige Konsequenz aus dem klaren inhaltlichen Bruch zwischen Ihrem öffentlichen Auftreten und der verantwortungsbewussten Erinnerungskultur, der sich der Freundeskreis verpflichtet sieht.“

via welt: AfD-Mann soll nach Rede über Stolpersteine Posten im Landtag verlieren