VERLADERAMPE – Mainz bekommt neuen Gedenkort – #neverforget

Von Mainz aus wurden während des Zweiten Weltkriegs Hunderte Menschen in Vernichtungslager deportiert. An der Stelle der ehemaligen Verladerampe entsteht nun ein Gedenkort. Der Zweite Weltkrieg wütete noch nicht lange, da mussten bereits die ersten in Mainz lebenden Sinti ihre Stadt verlassen. Am 16. Mai 1940 wurden sie von den Nationalsozialisten in das besetzte Polen gebracht. Bis zum Ende des Kriegs wurden insgesamt 1131 Menschen aus Mainz in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt, die nicht hatten emigrieren können, fast alle jüdischer Herkunft. Die meisten von ihnen wurden vom Güterbahnhof aus „abgefertigt“, der sich auf dem heutigen Gelände der Vlexx GmbH nördlich der Goetheunterführung und gegenüber dem Jüdischen Friedhof befand. Die Reste der historischen Verladerampe wurden bei Bauarbeiten gefunden und sollen jetzt zu einem Gedenkort werden, der an die Massendeportationen in der NS-Zeit von diesem Ort aus erinnern soll.

via merkurist: VERLADERAMPE Mainz bekommt neuen Gedenkort

Verdacht auf Volksverhetzung in Dessau : Anne-Frank-Tagebuch verbrannt – #pack #aken

Anne Franks Tagebuch ist wohl das bekannteste Dokument aus der Zeit des Holocaust. Jetzt haben drei Jugendliche nahe Dessau ein Exemplar verbrannt. Drei Jugendliche haben in Sachsen-Anhalt ein Exemplar des „Tagebuch der Anne Frank“ verbrannt. Zeugen beobachteten die drei 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen am Mittwoch, als sie an einer Bushaltestelle in Aken im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ein Buch beschädigten und anschließend Teile davon in einem Papierkorb verbrannten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Dessau mitteilten. Beim Eintreffen der Polizeibeamten war das Feuer bereits erloschen. Bei den Buchresten handelte es sich demnach um ein Exemplar vom „Tagebuch der Anne Frank“. Die Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an ihre Eltern übergeben. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein. Einen ähnlichen Fall hatte es 2006 in Pretzien gegeben, das ebenfalls in Sachsen-Anhalt liegt. Rechtsradikale hatten dort bei einer Sonnwendfeier das Tagebuch der Anne Frank verbrannt.

via taz: Verdacht auf Volksverhetzung in Dessau :Anne-Frank-Tagebuch verbrannt

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Von Unbekannter Fotograf; Collectie Anne Frank Stichting Amsterdam – Website Anne Frank Stichting, Amsterdam, Gemeinfrei, Link

LANDGERICHT HALLE – Zweiter Prozess gegen Björn Höcke wegen verbotener NS-Parole startet im Juni

Im Mai ist der rechtsextreme AfD-Politiker Björn Höcke vom Landgericht Halle zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ab Ende Juni steht er dort erneut vor Gericht. Er soll die verbotene SA-Parole 2023 auch in Gera verwendet haben. Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke muss sich vor dem Landgericht in Halle erneut für das Verwenden einer verbotenen Nazi-Parole verantworten. Die Staatsanwaltschaft Halle wirft dem Politiker vor, als Redner auf einer AfD-Veranstaltung in Gera im Dezember 2023 die Parole “Alles für Deutschland” erneut und wissentlich verwendet zu haben. Im Juni soll das Verfahren in diesem Fall am Landgericht Halle stattfinden. Die Verhandlungstage sind für den 24. und 26. Juni angesetzt. Höcke soll laut Anklage den ersten Teil der Parole, “Alles für”, selbst ausgesprochen und anschließend das Publikum durch Gesten animiert haben, “Deutschland” zu rufen. NS-Parole: Erstes Urteil gegen Höcke im Mai Bereits Mitte Mai hatte das Landgericht Halle den Politiker wegen des Verwendens einer NS-Losung in Merseburg zu einer Geldstrafe von 13.000 Euro verurteilt. Gegen das Urteil legte die Verteidigung Revision ein. Der Fall geht damit nun an den Bundesgerichtshof, das Urteil ist vorerst noch nicht rechtskräftig. Ursprünglich sollte der Vorfall in Gera zusammen mit dem Fall in Merseburg verhandelt werden.

via mdr: LANDGERICHT HALLE Zweiter Prozess gegen Björn Höcke wegen verbotener NS-Parole startet im Juni

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By Hinnerk11Own work, CC BY-SA 4.0, Link

The Day Two Greek Teenagers Took Down the Nazi Flag From the Acropolis – #otd

It was May 30, 1941 when two teenage Greek boys, Manolis Glezos and Lakis Santas, climbed up the Acropolis and took down the Nazi flag. It was the very first of many brave acts of resistance against the occupying army in World War Two in Greece. One of the most humiliating moments—not only for Greece but for all humanity—was when on April 28, 1941, the Nazi flag, the swastika, was hoisted atop Acropolis Hill on the very cradle of democracy and Western Civilization. It was the day when German troops entered Athens to take control of the surrendered city. The moment the Nazi flag flew in the sky of Attica marked the beginning of three and a half years of pain, hunger, and death under the Wermarcht boot. Yet two young men, barely 18, made a heroic move that later proved to be the beginning of the great Greek resistance to the Nazis. The two youths, Manolis Glezos and Lakis Santas, climbed Acropolis Hill at night and took down the swastika flag, dealing a symbolic blow to the powerful occupying forces. Taking down Nazi flag was an act of defiance It was a gallant act, an act of proud defiance which ultimately raised the spirit of Greece and made them believe that, indeed, they could resist the Nazis. It was a demonstration of the power of the human spirit against the power of guns. The young men’s plan to pull down the Nazi flag from the Acropolis had been organized days earlier. They read everything they found about the Acropolis in encyclopedias. Most importantly, they read about natural tunnels and crevices in the Sacred Rock and other points where they could hide. On the morning of May 30, 1941, Glezos and Santas heard on the radio that Crete had fallen. The two young men decided it was time to act.

via greekreporter: The Day Two Greek Teenagers Took Down the Nazi Flag From the Acropolis

Tschechische Rechte distanziert sich von AfD

Die tschechische Partei Freiheit und direkte Demokratie (ID) hat erklärt, dass sie nicht mit der AfD in einer gemeinsamen europäischen Fraktion zusammenarbeiten wird. Damit folgt sie dem Schritt des französischen Rassemblement National, der ebenfalls eine Zusammenarbeit ausgeschlossen hat. Die Parteiführung habe dies aufgrund von Äußerungen von AfD-Vertretern über die Rolle von Deutschen in der Schutzstaffel (SS) während des Dritten Reiches beschlossen. Dies erklärte Parteisprecherin Barbora Šťastná am Mittwoch (22. Mai) gegenüber der Tschechischen Nachrichtenagentur. Die tschechische rechte Partei, der bei den Europawahlen im Juni zwei Sitze prognostiziert werden, folgt damit dem Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen. Dieser hatte am Montag angekündigt, die Zusammenarbeit mit der AfD im EU-Parlament zu beenden. „Die Präsidentschaft von Freiheit und direkter Demokratie distanziert sich entschieden von und verurteilt die umstrittenen Äußerungen der führenden Politiker der AfD-Bewegung, die in ihren Äußerungen die Aktivitäten ehemaliger SS-Mitglieder verteidigen“, erklärte Šťastná. Die tschechische Partei bezeichnete solche Äußerungen als völlig inakzeptabel. „[Freiheit und direkte Demokratie] unterstützt und folgt den Schritten, die Marine Le Pen unter der Leitung der Rassemblement National in dieser Angelegenheit angekündigt hat“, fügte sie nach Angaben der Tschechischen Nachrichtenagentur hinzu. Die umstrittenen Äußerungen stammen vom Europaabgeordneten Spitzenkandidaten der AfD für die Europawahlen, Maximilian Krah. Dieser hatte in einem Interview mit La Repubblica die Mitgliedschaft von Deutschen in der SS heruntergespielt. Er erklärte, er würde niemals sagen, „dass jeder, der eine Uniform trug, automatisch ein Verbrecher war.“

via euractiv: Tschechische Rechte distanziert sich von AfD

Stolpersteine in der Gelsenkirchener Altstadt beschmiert

In der Gelsenkirchener Altstadt sind mehrere Stolpersteine beschmiert worden – deshalb ermittelt jetzt der Staatsschutz. Laut Polizei hat ein Gelsenkirchener, der sich um die Gedenksteine für deportierte Juden kümmert, den Fall gestern gemeldet – aufgefallen sei die Sachbeschädigung aber schon am Dienstag. Beschmiert wurden mehrere Stolpersteine an der Von-der-Recke-Straße in der Nähe der jüdischen Synagoge.

via radioemscherlippe: Stolpersteine in der Gelsenkirchener Altstadt beschmiert

FALL FÜR BUNDESGERICHTSHOF Neonazi-Verlag “Der Schelm”: Zwei Verurteilte und Bundesanwalt gehen in Revision

Nach dem Urteil im Prozess gegen den Neonaziverlag “Der Schelm” sind zwei der drei Angeklagten in Revision gegangen. Wie das Oberlandesgericht Dresden MDR SACHSEN mitteilte, focht zudem der Generalbundesanwalt das Urteil an. Rechtsmittel gegen das Urteil legten demnach die Verteidiger des ehemaligen NPD-Stadtrats in Leipzig, Enrico B., und der Mitangeklagten, Annemarie K., aus Brandenburg ein. Enrico B. war vor gut einer Woche zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnisstrafe verurteilt worden, Annemarie K. bekam eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren. Sie müssen zudem ihre Gehälter, die sie als Angestellte des Neonazi-Verlags bezogen hatten, an den Staat zurückzahlen. Bei Enrico B. sind das gut 42.000 Euro, bei Annemarie K. 5.000 Euro. Der dritte Angeklagte, Matthias B. war zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

via mdr: FALL FÜR BUNDESGERICHTSHOF Neonazi-Verlag “Der Schelm”: Zwei Verurteilte und Bundesanwalt gehen in Revision