#QAnon is a #Nazi Cult, Rebranded

A secret cabal is taking over the world. They kidnap children, slaughter, and eat them to gain power from their blood. They control high positions in government, banks, international finance, the news media, and the church. They want to disarm the police. They promote homosexuality and pedophilia. They plan to mongrelize the white race so it will lose its essential power. Does this conspiracy theory sound familiar? It is. The same narrative has been repackaged by QAnon. I have studied and worked to prevent genocide for forty years. Genocide Watch and the Alliance Against Genocide, the first international anti-genocide coalition, see such hate-filled conspiracy theories as early warning signs of deadly genocidal violence. The plot, described above, was the conspiracy “revealed” in the most influential anti-Jewish pamphlet of all time. It was called The Protocols of the Elders of Zion. It was written by Russian anti-Jewish propagandists around 1902. It collected myths about a Jewish plot to take over the world that had existed for hundreds of years. Central to its mythology was the Blood Libel, which claimed that Jews kidnapped and slaughtered Christian children and drained their blood to mix in the dough for matzos consumed on Jewish holidays.
The Nazis published a children’s book of the Protocols that they required in the curriculum of every primary school in Germany. The Nazi newspaper, Der Stürmer (derived from the German word for “Storm”) spread the Blood Libel. Hitler’s Mein Kampf, his narcissistic autobiography and manifesto for his battle against the Jewish plot to rule the world, copied his conspiracy theories from the Protocols. The Nazis worshiped Adolf Hitler as the Leader who would rescue the white race from this secret Jewish plot. Nazi “storm troopers” (“storm detachment” – Sturmabteilung) helped bring Hitler to power. Nazi Germany went on to conquer Europe and murder six million Jews and millions of Roma, Slavs, LGBTQ and other people. America had its own dark side. Henry Ford echoed Nazi hatred of Jews and had 500,000 copies of the Protocols printed and distributed in the U.S. Father Coughlin preached the Protocols on national radio. The Ku Klux Klan combined its white supremacist racism with hatred of Jews. QAnon’s conspiracy theory is a rebranded version of the Protocols of the Elders of Zion. QAnon purveys the fantasy that a secret Satan-worshiping cabal is taking over the world. Its members kidnap white children, keep them in secret prisons run by pedophiles, slaughter, and eat them to gain power from the essence in their blood. The cabal held the American Presidency under the Clintons and Obama, nearly took power again in 2016, and lurks in a “Deep State” financed by Jews, including George Soros, and in Jews who control the media. They want to disarm citizens and defund the police. They promote abortion, transgender rights, and homosexuality. They want open borders so brown illegal aliens can invade America and mongrelize the white race.
QAnon true believers think Donald Trump will rescue America from this Satanic cabal. At the time of “The Storm,” supporters of the cabal will be rounded up and executed. The QAnon conspiracy theory has now spread to neo-Nazis in Germany, where over 200,000 German QAnon accounts infest the internet. A faction known as “Reichsbürger,” or citizens of the Reich, orchestrated a brief storming of Parliament on Aug. 29. Many people are perplexed at how any rational person could fall for such an irrational conspiracy theory. But modern social science shows that people in groups don’t always think rationally. They respond to fear and terror. They blame their misfortunes on scapegoats. They support narcissistic demagogues they hope will rescue them.

via justsecurity: QAnon is a Nazi Cult, Rebranded

Jüdisches Leben in Deutschland – Wo sind all die #Synagogen hin?

Sie überstanden Krieg und Naziterror, nicht aber die Nachkriegsignoranz. Zu Hunderten wurden nach 1945 Synagogen abgerissen oder zu Scheunen, Ställen, Lagerhallen. Das Ringen um einen würdigen Umgang dauert bis heute. Die Benzinkanister trugen die SA-Männer schon in den Händen, als sie am Morgen des 10. November 1938 vor der Synagoge auftauchten. Dass der kleine Fachwerkbau im niedersächsischen Bodenfelde die Pogromnacht überstand, ist der Überzeugungskraft eines Anwohners zu verdanken. Und der Sorge, ein Brand in der dicht bebauten Straße könnte auf Nachbargebäude übergreifen. Die Rettung bedeutete das für die Synagoge nicht. Ihr Niedergang begann dann nach dem Krieg: Der neue Eigentümer ließ Fenster zumauern, Treppen und Empore abreißen. Ein Holztor – breit genug für einen Traktor – ersetzte die Eingangstür. Wand- und Deckenmalereien erledigte die einziehende Feuchtigkeit. Das im Jahr 1825 errichtete Zentrum von Bodenfeldes jüdischer Gemeinde endete als heruntergekommene Scheune. Von 2800 deutschen Synagogen und Betstuben geht der Zentralrat der Juden in Deutschland für die Zeit von Hitlers Machtantritt aus. Rund die Hälfte fiel dem Naziterror zum Opfer. Viele Synagogen überstanden Krieg und Pogrome, nicht aber Ignoranz und Verdrängung der Nachkriegsdeutschen. Zu Hunderten wurden Synagogen in der Bundesrepublik und DDR erst nach 1945 abgerissen – um Platz für Büro- und Wohnhäuser oder Parkplätze zu machen. Oder weil sich niemand fand, der sich um ihre Bewahrung kümmerte (…) Bei allen Nutzungsunterschieden nach 1945 ähnelte sich die Rücksichtslosigkeit der neuen Eigentümer: Emporen wurden abgerissen, die für Synagogen typischen Rundbogenfenster zugemauert, Ornamente überstrichen und sakrale Inschriften entfernt. Dabei trieb die Bauherren nicht nur Pragmatismus. Oftmals ging es ihnen beim Umbau um bewusste Vernichtung des jüdischen Erbes. Dies zeigen Untersuchungen wie die von Thea Altaras. In ihrem Buch “Synagogen in Hessen – Was geschah seit 1945?” schrieb die jüdische Architektin 1988: Hauptsächlich sei “auf eine schnelle Beseitigung jeglicher baulicher Merkmale des einst jüdischen Kultbaus Wert gelegt worden” und die neue Nutzung zweitrangig gewesen. Eine Zerstörung “erschreckender Dimension” bilanzierte die 2004 verstorbene Altaras. Allein in Hessen hatten 223 von 363 Synagogen die Nazizeit überstanden, 59 wurden nach dem Krieg abgerissen. Die meisten anderen verfielen oder wurden so stark umgebaut, dass von ihrem jüdischen Charakter nichts übrig blieb. Mit Synagogen in der Nazizeit und nach 1945 beschäftigt sich auch Joachim Hahn. “Die Pogromnacht hat vor allem Stadtsynagogen betroffen. Sie wurden bis auf die Grundmauern niedergebrannt”, erklärt der Pfarrer und Autor, der seit Anfang der Achtzigerjahre einige Bücher zur jüdischen Geschichte im Süden Deutschlands veröffentlicht hat. Auf dem Land hätten viele Bauten nur aus Rücksicht auf die Nachbarn überlebt, wie auch in Bodenfelde: “Weil die Straßen häufig sehr eng waren, war es zu gefährlich, die Synagogen niederzubrennen.”

via spiegel: Jüdisches Leben in Deutschland Wo sind all die Synagogen hin?

Dransfeld ehemalige Synagoge von W.JPG
By <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:HeinrichStuerzl” title=”User:HeinrichStuerzl”>Heinrich Stürzl</a> – <span class=”int-own-work” lang=”en”>Own work</span>, CC BY-SA 3.0, Link

Desinformation – So penetrant empfiehlt Amazon den Kauf von Verschwörungsliteratur

Wer sich vom mächtigsten Buchhändler der Welt beraten lässt, bekommt schnell Desinformation vorgeschlagen. Unsere Recherche zeigt: Amazon ist eine Schleuder für Verschwörungsmythen – auch zur Corona-Pandemie. Kein Buchhändler auf der Welt ist so mächtig wie Amazon. Aber wenn es um seriöse Buchempfehlungen geht, ist Amazon alles andere als Spitzenklasse. Die Plattform preist Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und Desinformation ebenso an wie wissenschaftlich fundierte Sachbücher. Amazon, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, hat diese Bücher nicht einfach nur im Sortiment, seine Algorithmen setzen sie Kund:innen auch noch prominent vor die Nase. Davon geht eine gesellschaftliche Gefahr aus. Nicht nur Rechtsterroristen wie die von Christchurch und Hanau beziehen sich auf Verschwörungsmythen. Die Mythen verbinden auch die heterogene Gruppe der Coronaleugner:innen, die am vergangenen Wochenende zu Tausenden durch Berlin zogen und offen davon träumten, das Reichstagsgebäude zu „stürmen“. Neben Neonazis und Holocaustleugner:innen gehörten zu den Protestierenden auch Esoteriker:innen und Impfgegner:innen wie der Verschwörungsideologe Robert Kennedy Junior. (…) Welch schwerwiegende Auswirkungen solche Amazon-Empfehlungen haben könnten, legt die Forschung von Sozialpsycholog:innen aus Großbritannien nahe. An der Universität in Kent zeigten Untersuchungen von Daniel Jolley und Karen M. Douglas, dass bereits einmaliger Kontakt mit Verschwörungserzählungen einen Unterschied machen kann. Die Forschenden legten 60 Menschen aus den USA einen Text mit erfundenen Behauptungen zu den negativen Folgen von Impfungen vor. Anschließend sollten sich die Testpersonen vorstellen, ein Kind namens Sophie zu haben, und unter anderem beantworten, ob sie dieses Mädchen impfen lassen würden. Und tatsächlich: Menschen, die mit den Verschwörungserzählungen konfrontiert wurden, waren weniger bereit, Sophie impfen zu lassen als Menschen in einer Kontrollgruppe. Der meiste Zuspruch zum Impfen kam von einer dritten Gruppe, die zuvor einen Text gelesen hatte, der Verschwörungserzählungen von Impfgegner:innen widerlegte. Wie die 2014 veröffentlichte Studie ergab, waren die Impf-Skeptiker:innen zudem misstrauischer im Bezug auf Behörden. Der Sozialpsycholge Jolley warnt gegenüber netzpolitik.org auch vor den Auswirkungen der Amazon-Algorithmen, die Bücher von Impfgegner:innen neben seriösen Sachbüchern empfehlen. „Es ist zweifellos plausibel, dass der Glaube an solche Erzählungen stärker werden kann, wenn Menschen ihnen wiederholt ausgesetzt sind. Das kann sich wiederum auf ihr Verhalten auswirken.“ Empfohlene Bücher könnten zudem eine verschwörungsideologische Weltanschauung von Nutzer:innen bekräftigen. „Es ist gewiss möglich, dass durch die Konfrontation mit mehreren Buchempfehlungen zu einem bestimmten Thema der Eindruck entsteht, es gebe einen Konsens, den tatsächlich viele Menschen und Organisationen teilen.“ Das könne Menschen wiederum ermutigen, sich weiterhin mit solchen Inhalten auseinanderzusetzen. „Amazon hat dieselbe Verantwortung wie andere Social-Media-Plattformen, ethisch zu handeln“, sagt Jolley. Attentate wie das in Hanau am 19. Februar 2020 oder in El Paso am 3. August 2019 zeigen, wie Verschwörungserzählungen bei der Radikalisierung von Terroristen eine Rolle gespielt haben. In diesen und weiteren Fällen haben die Täter ihre Gewalt unter anderem mit Verschwörungsmythen legitimiert. Erzählungen wie QAnon können Menschen zu der Überzeugung bringen, dass diabolische Gruppen im Geheimen Böses gegen die Bevölkerung unternehmen. Eine vermeintliche Bedrohung, die Verschwörungsgläubige unter Druck setzen kann, dagegen zu handeln und eine Gewalttat zu begehen. Auch das FBI warnte davor.

via netzpolitik: Desinformation – So penetrant empfiehlt Amazon den Kauf von Verschwörungsliteratur

Antisemitische Übergriffe 1930-38 – So wurde die Gewalt zum Flächenbrand

Ein Forschungsprojekt hat Tausende Gewalttaten gegen jüdisches Leben in Deutschland belegt. Die interaktive Karte zeigt, wie früh die Übergriffe begannen. Ein Problem an Katastrophen ist, dass die größte Aufmerksamkeit meist auf ihren Folgen liegt. Wer sich auf die Folgen konzentriert, lernt allerdings wenig darüber, wie man Katastrophen verhindert. Dafür muss man sich ihren Anzeichen widmen. Die sind am Anfang oft undeutlich – oder werden ignoriert. Ein Forschungsteam vom Jüdischen Museum Berlin und dem Haus der Wannsee-Konferenz hat sich den Anzeichen der größten menschengemachten Katastrophe der Gegenwart gewidmet: der Shoah, ein altes hebräisches Wort für „Unheil“, „Zerstörung“, „Katastrophe“. In Hunderten Quellen untersuchte das Team Übergriffe auf jüdisches Leben von 1930 bis 1938, also den Zeitraum vor den Novemberpogromen 1938, deren Bilder so oft den Beginn der faschistischen Gewalt gegen Juden symbolisieren. Mehrere Jahre dauerte diese Quellenarbeit. 4660 Gewalttaten gegen Personen, jüdische Einrichtungen und Unternehmen in Deutschland haben sie belegt. Forschende des Urban Complexity Lab an der FH Potsdam haben auf Basis dieser Daten eine interaktive Karte der antisemitischen Gewalt entwickelt, die in der neuen Dauerausstellung am Jüdischen Museum gezeigt wird. Der Tagesspiegel darf diese Karte hier online zeigen. Sie zeigt sehr deutlich, dass lange vor den bekannten Schreckensbildern der NS-Zeit schon etwas schwelte und der großen Katastrophe den Weg bahnte – nicht nur unter Eliten, nicht nur in einzelnen Dörfern oder innerhalb kleiner militanter Gruppen, sondern in der breiten Fläche der Bevölkerung. Es war keine Katastrophe, die ohne Vorzeichen über das damalige Staatsgebiet kam.

via tagesspiegel: Antisemitische Übergriffe 1930-38 – So wurde die Gewalt zum Flächenbrand

screenshot tagesspiegel; https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/antisemitische-uebergriffe-so-wurde-die-gewalt-zum-flaechenbrand/

Lehrer mit rechtsextremen Tattoos vor Gericht – #schauhin #kaltland

Mit einem Lehrer, der seine rechtsextremen Tattoos auf einem Schulfest zeigte, muss sich das Amtsgericht Oranienburg befassen. Der Prozess gegen den Mann, der wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angeklagt ist, soll am 29. September beginnen. Der Lehrer war im Juli 2018 auf dem „Beachday“, einem Schulfest am Bernsteinsee (Barnim), als Schiedsrichter im Einsatz. Dabei soll er sein T-Shirt ausgezogen haben, wobei der Wahlspruch der SS „Meine Ehre heißt Treue“ für alle Beteiligten wahrnehmbar zum Vorschein kam, wie das Gericht mitteilte. Ein Zeuge fotografierte den Lehrer mit blankem Oberkörper und Tattoo. Das Land hatte den Lehrer nach dem Vorfall fristlos gekündigt. Er weise eine rechtsextreme Gesinnung auf und sei deshalb für den Schuldienst nicht geeignet, begründete das Land die Entscheidung. Neben der Losung der SS soll der Mann auch noch weitere Tattoos rechtsextremen Inhalts offen gezeigt haben

via lr online: Lehrer mit rechtsextremen Tattoos vor Gericht

German Automotive Giant Admits It Was a Nazi Accomplice

The company, Continental, is the latest to offer a detailed exposé of its wartime use of slave labor and other crimes. The auto parts maker Continental became the latest German company to issue a confessional study of its Nazi past Thursday, saying it was “a pillar of the National Socialist armaments and war economy” that employed around 10,000 slave laborers, often in inhumane conditions. During the war, when Continental supplied tires for military aircraft and vehicles, the company used concentration camp inmates to test products and the inmates often died as a result, according to the study by Paul Erker, a historian at Ludwig Maximilian University in Munich commissioned by Continental to examine its past. Yet after the war, top managers of the company managed to escape punishment and pursue successful careers, according to Mr. Erker, who spent four years doing research for an 800-page book on Continental’s wartime history. The study also looked at firms that Continental acquired after the war, like VDO, a maker of auto electronics that supplied guidance systems for V-1 rockets fired at Britain by Germany during World War II.

via nytimes: German Automotive Giant Admits It Was a Nazi Accomplice

Rechtes Netzwerk – Ein Hund namens “Adolf”: Rechtsextreme Umtriebe bei #Polizei aufgedeckt

Eine Polizeiinspektion in Graz wurde zum Gegenstand umfassender Ermittlungen. Die Dienststelle war nur 200 Meter von jener Synagoge entfernt, die diese Woche mehrmals beschädigt wurde. So sei es nun einmal bei der Polizei, erklärte der Anwalt einer angeklagten Gruppeninspektorin vor Gericht: Man schicke einander “Katzen- und Babyfotos, aber auch grausliche Dinge”. Um die “grauslichen Dinge” geht es bei diesem Prozess, dessen erster Verhandlungstag Anfang Juli in Graz stattgefunden hat. Polizist S. – derzeit suspendiert – und Polizistin R. – nicht suspendiert – waren nach dem Verbotsgesetz angeklagt worden. Auf deren Smartphones fanden die Ermittler Ungeheuerliches. Besonders brisant: Ausgerechnet die betreffende Polizeiinspektion ist normalerweise für den Objektschutz jener Synagoge verantwortlich, die in der vergangenen Woche Opfer mehrerer Anschläge war. Der mutmaßliche Täter wird zudem verdächtigt, Elie Rosen, den Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, am Samstagabend mit einem Holzprügel attackiert zu haben. Gruppeninspektorin R. schickte ihrem Kollegen S. zynische “Memes”, die sich über die Grauen des Holocaust lustig machen. Zum Beispiel: “Wie fandet ihr den Ausflug ins KZ? Atemberaubend!” Oder ein Hitlerbild mit dem Aufdruck: “Du bist lustig, dich vergas’ ich als letzten”. Der Angeklagte dazu: Das Versenden von “Hitlervideos ist in Polizeikreisen Usus”, wie eine detaillierte Prozessmitschrift des antifaschistischen DokuService Graz zeigt. Warum machte R. beim Versand von Nazi-Memes mit? S. hatte eine Kollegin belästigt und daraufhin die mit ihr befreundete R. geschnitten. Da sie wusste, dass ihn “Bezüge zur NS-Zeit” interessieren, wollte sie sich mit Nazi-Memes wieder gut stellen. Und woher sie das wusste? S., der Bruder einer einstigen FPÖ-Abgeordneten, machte aus seiner Gesinnung offenbar keinen Hehl – zumindest, wenn man den Belastungszeugen vor Gericht glaubt. Auch laut der zweiten Angeklagten war seine Gesinnung “allgemein Gesprächsthema”. Am Polizeirevier soll er gemeint haben, “Schwule gehören alle nach Dachau”; als eine Zeitzeugin im Fernsehen auftrat, rief er “Halt die Pappn du alte Drecksau, du gehörst ja auch vergast!”. Zwei Kollegen bestätigen, dass R. beim Graz-Marathon meinte, “dem 3. Reich nach sind Frauen Rasse zweiter Klasse”.
Shakira, die SS und die “Schwarze Sonne” Bei der Hausdurchsuchung wurden die Ermittler des steirischen Landesamts für Verfassungsschutz fündig: Sie entdeckten einen Pullover mit dem Aufdruck der “Schwarzen Sonne”, die von der SS benutzt wurde. Der Angeklagte meint, er sei Fan der Popsängerin Shakira – und das sei deren Symbol. 408 Mal soll er laut Akt den Namen “Adolf Hitler” gegoogelt haben. Adolf soll auch sein Hund geheißen haben, wie Zeugen sagen.

via standard: Rechtes Netzwerk – Ein Hund namens “Adolf”: Rechtsextreme Umtriebe bei Polizei aufgedeckt