Zunächst war das Paar untergetaucht – nun steht es in Horb vor Gericht. Die Eltern hatten ihren kranken Sohn nicht zum Arzt gebracht. Der Zweijährige starb an einer Bronchitis. Erst als ihr zweijähriger Sohn schon in Lebensgefahr schwebte, riefen die Eltern einen Arzt – die Hilfe kam zu spät. Im Prozess um ein totes Kleinkind vor dem Amtsgericht Horb haben die Angeklagten am Montag Stellungnahmen verlesen lassen. Sie waren festgenommen worden, nachdem sie beim vergangenen Gerichtstermin nicht erschienen waren. Die Angeklagten aus Waldachtal im Kreis Freudenstadt werden laut Staatsanwaltschaft Rottweil der sogenannten “Reichsbürger”-Szene zugerechnet. Ihr Sohn habe nie größere gesundheitliche Probleme gehabt, so der Vater. Noch am Morgen des Tages vor seinem Tod habe er ganz normal mit einem anderen Kind gespielt – das war im Januar 2023. Eine Obduktion ergab, dass das Kind an einer chronischen, akuten und unbehandelten Bronchitis verstorben ist. Die Atemprobleme des Kindes hatten die Angeklagten, der 50-jährige Gärtner und die 44-jährige Kinderphysiotherapeutin und Heilpraktikerin, mit ätherischen Ölen bekämpft. Eltern aus der “Reichsbürger”-Szene Die Anklageverlesung verfolgte das Paar mit versteinerter Miene in dem engen, gut besuchten Saal des Amtsgerichts Horb. Laut Staatsanwaltschaft wollten die Eltern nach der Hausgeburt in Waldachtal-Salzstetten die rechtliche Existenz ihres Kindes verleugnen. Trotz mehrmaliger Aufforderung hatten sie ihr Kind nicht angemeldet, um es so staatlichem Einfluss zu entziehen, so der Vorwurf. Außerdem sei der Junge noch nie bei einem Kinderarzt gewesen. Weil die Angeklagten erst mit erheblicher Verzögerung den Notarzt gerufen hatten, soll nun geklärt werden, ob es sich um fahrlässige Tötung handelt. Die Eltern werden der “Reichsbürger”- und Selbstverwalterszene zugerechnet.
Toskana: Vater tötet homosexuellen Sohn und dessen Mutter
Das knapp 32.000 Einwohner zählende Städtchen Camaiore in der Toskana im Norden Italiens ist eine idyllische Landstadt, die nur zehn Kilometer von der toskanischen Riviera entfernt liegt, an der sich auch die schwul-lesbische Partyhochburg Viareggio/Torre del Lago befindet. Doch nicht nur die Region, ganz Italien wird von einem abscheulichen Verbrechen erschüttert, das sich in Camaiore abgespielt hat. Weil er die Homosexualität seines 24-jährigen Sohns Mirko sowie die Trennungswünsche seiner 52-jährigen Frau Kety nicht akzeptieren wollte, soll der 63-jährige Maurer Piero M. zum Gewehr gegriffen und beide erschossen haben. Anschließend setzte er sich auf eine Mauer und wartete auf das Eintreffen der Carabinieri, wie ilfattoquotidiano.it berichtet. Maurer aus der Toskana erschießt Sohn und Ehefrau – danach wartete er auf die Carabinieri „Ich habe seit 20 Tagen nach einem Streit darüber nachgedacht“, wird der 63-Jährige zitiert, der sich widerstandslos festnehmen ließ. „Endlich bin ich sie losgeworden“, soll er zu den Carabinieri gesagt haben (…) Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lucca zufolge soll der 63-Jährige auf der Einfahrt auf das Auto gewartet haben, in dem seine Frau, die als Altenpflegerin arbeitete, und sein Sohn saßen. Er soll mehrfach auf sie geschossen, dazwischen das Gewehr nachgeladen und nach den Morden die Waffe weggelegt haben, bevor er auf die Carabinieri wartete, berichtet suedtirolnews.it. (…) Das Verbrechen wird zum Politikum: „Gewalt gegen Frauen und LGBTQIA+-Personen wird nicht nur von der Gesellschaft normalisiert, sondern vor allem von jenen Institutionen, die Hassreden zulassen und fördern, die institutionelle Gewalt gegen diese Menschen ausüben und die eines der wichtigsten Instrumente für Veränderung behindern oder verbieten: die sexuelle und emotionale Aufklärung“, erklärt die Queer-Organisation Pinkriot in Pisa. Aktivisten beklagen homophobes Klima wegen rechtsgerichteter Regierung Das Frauenhaus in Viareggio rief zur Stärkung des lokalen Netzwerks gegen Gewalt von Männern an Frauen auf und betonte, dass der Femizid und die Tötung des Sohnes ein Nachdenken erfordern, das über den einzelnen Fall hinausgehe. Am Sonntag formierte sich in Camaiore eine Demonstration, die sich gegen Gewalt gegen Frauen und Homophobie richtete.
via merkur: Toskana: Vater tötet homosexuellen Sohn und dessen Mutter
siehe auch: Piero Moriconi [63] erschoss seine Frau und seinen Sohn – VIDEO “Lieber tot als schwul” Die Kleinstadt Camaiore in der Toskana wird von einer schrecklichen Bluttat erschüttert. Vermutlich, weil er die Homosexualität seines 24-jährigen Sohns Mirko sowie die Trennungswünsche seiner 52-jährigen Frau Kety Andreoni nicht akzeptieren wollte, griff der 63-jährige Maurer Piero Moriconi zum Gewehr und erschoss beide. Anschließend setzte er sich auf eine Mauer und wartete auf das Eintreffen der Carabinieri. „Ich habe seit 20 Tagen nach einem Streit darüber nachgedacht“, gestand der 63-Jährige, der sich widerstandslos festnehmen ließ. „Endlich bin ich sie losgeworden!”, sagte er zu den Carabinieri. Instagram/Michelangelo Andreoni Zum Haus der Familie, in dem es seit Monaten Streit gab, waren die Carabinieri und Rettungskräfte bereits mehrmals alarmiert worden. „Es ist schrecklich, sich vorzustellen, dass ein Vater seinen Sohn lieber tot sehen würde, als dass dieser schwul ist“, schrieb der 24-Jährige. Laut der Rekonstruktion der Staatsanwaltschaft von Lucca sind Kety Andreoni und Mirko Moriconi einem regelrechten Hinterhalt zum Opfer gefallen, denn der 63-Jährige soll auf der Einfahrt auf das Auto gewartet haben, in dem seine Frau und sein Sohn saßen. Er soll sie mehrfach angeschossen, dazwischen das Gewehr nachgeladen und nach den Morden die Waffe weggelegt haben, bevor er auf die Carabinieri wartete.
Strandbad-Betreiber rudert bei kontroverser Einlassregel zurück
Der Betreiber des Heidebads in Halle wollte nur noch deutschsprachige Gäste einlassen. Nach einem Gespräch mit der Stadt gibt es nun eine neue Lösung. Der Betreiber des Heidebads in Halle, Mathias Nobel, hat seine umstrittene Einlassregel zurückgenommen. “Ich werde mehrsprachige Hinweistafeln zu den im Heidebad geltenden Regeln installieren”, sagte Nobel laut einem Bericht des MDR. Er sei gespannt, ob mehrsprachige Hinweise zu weniger Regelverstößen führen werden. Das Strandbad hatte vergangene Woche mitgeteilt, nur noch Personen mit ausreichenden Deutschkenntnissen den Zutritt zu gewähren. (…) Wie der Stadtsprecher von Halle, Drago Bock, mitteilte, würde das Vorgehen als “ausländerfeindlich” wahrgenommen und den Ruf der Stadt schädigen. Zudem verstoße die Regel gegen die vertraglich vereinbarte Wohlverhaltenspflicht. Halle beruft sich dabei auf den Betreibervertrag, der zwischen Halle und dem Bad geschlossen wurde. Demnach hätten die Pächter zu berücksichtigen, dass ein Zugang zum Bad für die Allgemeinheit gewährleistet sein muss. Nobel wies Rassismus-Vorwürfe laut MDR von sich. In Gesprächen mit Stadtvertretern, darunter dem parteilosen Oberbürgermeister Alexander Vogt, habe er klargemacht, dass das Heidebad für jeden offen sei – vorausgesetzt, man halte sich an die Regeln. Diese wolle er künftig “sehr konsequent” durchsetzen. Ob ein Regelverstoß vorliege, hänge dabei nicht von den Sprachkenntnissen des Gastes ab, betonte Nobel.
via t-online: Strandbad-Betreiber rudert bei kontroverser Einlassregel zurück
“Ich werde euch säubern!” Mord aus Schwulenhass: Mehr als zwölf Jahre Haft für Täter
Das Landgericht Osnabrück verurteilte einen 35-Jährigen wegen Mordes zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren und zwei Monaten. In einer Gemeinschaftsunterkunft hatte er einen schwulen Mitbewohner mit einem Messerstich ins Herz getötet. Wegen Mordes aus Hass auf Homosexuelle hat das Landgericht Osnabrück einen 35-Jährigen am Donnerstag zu zwölf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der russische Staatsangehörige hatte im November 2025 seinen ukrainischen Mitbewohner in einer Gemeinschaftsunterkunft mit einem Messerstich ins Herz getötet (queer.de berichtete). Der Vorsitzende Richter der 6. Großen Strafkammer erklärte laut der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Bezahlartikel) , der Angeklagte habe das Opfer als “weniger lebenswert” betrachtet. Er habe sich auf das Alte Testament berufen und Homosexuelle abgewertet. Die Tat stehe “auf sittlich tiefster Stufe”. – Werbung – Morddrohungen vor der Tat Laut Anklage hatte der Täter den 44-jährigen Arzt und dessen Ehemann nach deren Einzug mit Fragen zur Sexualität bedrängt, sie als “schmutzige Schicht” bezeichnet und schließlich mit dem Tod bedroht. Dabei soll auch der Satz “Ich werde euch säubern!” gefallen sein. Einen Tag nach einer erneuten Drohung zwang er das spätere Opfer, vor ihm auf die Knie zu gehen und sich zu entschuldigen – dabei filmte er die Szene mit seinem Mobiltelefon. Anschließend stach er dem Mann ein Messer in den Oberkörper. Der Stich traf das Herz. Knapp zwei Minuten später rief der Täter den Notruf und behauptete, in Notwehr gehandelt zu haben. Das Gericht folgte dieser Darstellung nicht. Das Handyvideo zeige, dass der Angeklagte die Situation im Waschkeller kontrolliert habe, während das Opfer unbewaffnet und in die Ecke gedrängt war. Heimtücke ließ sich zwar nicht sicher feststellen, die Tat liege aber “ganz, ganz in der Nähe” davon, so der Richter.
via queer: “Ich werde euch säubern!” Mord aus Schwulenhass: Mehr als zwölf Jahre Haft für Täter
Swedish man sentenced for involvement in neo-Nazi group – #terror
Swedish Court Sentences Emil Erdin for Terrorist Organization Involvement Conviction and Sentencing Details A Swedish court on Friday convicted a 20-year-old man of participation in a terrorist organisation for his involvement in neo-Nazi group Maniac Murder Cult (MKY), sentencing him to 1-1/2 years in prison. The Attunda District Court said in a statement that the man, Swedish citizen Emil Erdin, was involved in building up a Swedish branch of the right-wing extremist organisation between November 2025 and February 2026, when he was arrested. (…) This marks the first time Swedish courts have classified MKY—a violent, satanist‑tinged neo‑Nazi network—as a terrorist organization and convicted someone for membership (svd.se). The group originated in Ukraine/Russia around 2017–18, spreading via digital platforms with a violent ‘points’‑based ideology rewarding murder and extremist acts (expo.se). Swedish authorities, led by Säpo and prosecutor Lars Hedvall, tied the defendant to recruitment efforts, propaganda dissemination, and intent to establish a Swedish cell of MKY between Nov 2025 and Feb 2026 (svt.se).
via globalbankingandfinance: Swedish man sentenced for involvement in neo-Nazi group
siehe auch: Swedish Court Convicts Neo-Nazi Group Member A Swedish court sentenced 20-year-old Emil Erdin to 1.5 years in prison for his involvement with the Nazi-affiliated Maniac Murder Cult, deemed a terrorist group. The decision follows Erdin’s role in the group’s Swedish branch from late 2025 to early 2026. The verdict might be appealed.
Immigrant who challenged CHEGA leader on campaign trail was “first target” of neo-Nazi militia – #terror
Expresso investigation probes terrorism suspects who allegedly plotted against countless VIPs. A Bangladeshi immigrant who publicly challenged CHEGA leader André Ventura during Portugal’s 2024 European election campaign was allegedly selected as the first assassination target of the neo-Nazi Movimento Armilar Lusitano (MAL), according to an investigation by Expresso crime reporter Hugo Franco. The revelations emerge from the indictment issued by Portugal’s Central Department for Criminal Investigation and Prosecution (DCIAP), which last week charged the group’s alleged leaders with multiple terrorism offences. According to Expresso, MAL leaders discussed launching an armed attack against the 33-year-old Bangladeshi national, who worked picking carnations in greenhouses in northern Portugal. Investigators say he was singled out because he was an immigrant and had confronted Ventura during a CHEGA campaign walkabout in Póvoa de Varzim in June 2024. The confrontation, filmed by television crews, became politically contentious after CHEGA claimed the man’s presence had been orchestrated by left-wing activists to provoke an incident. Several party officials also accused him of lying, citing what was later alleged to be a manipulated video presented as a genuine SIC television report. According to messages cited by Expresso, members of the extremist group identified the man’s workplace and home address before discussing how and where to attack him. Investigators say the suspects debated targeting him at his home, in his car or at a restaurant, with one member allegedly stating that the attack would only be effective if they used working firearms. Another proposed a specific date for carrying out what they referred to as the “mission”. The indictment also sheds light on MAL’s wider preparations for violent attacks. According to Expresso, members buried 60-litre barrels in the Serra da Arrábida, near Setúbal, and Lisbon’s Monsanto forest park, intending to use them as concealed caches for weapons acquired through the dark web, along with food supplies for what they believed could be a future conflict. Investigators became interested after discovering a photograph of a 3D-printable FGC-9 semi-automatic carbine inside one of the containers. However, when officers from the Judicial Police’s National Counter-Terrorism Unit later excavated several of the buried barrels, they found only canned food and bottles of alcohol. No firearms were recovered, and investigators have not ruled out the existence of additional hidden caches. The investigation also found that MAL maintained regular contact with figures linked to other Portuguese ultranationalist movements, including Reconquista and Habeas Corpus.
via portugalresident: Immigrant who challenged CHEGA leader on campaign trail was “first target” of neo-Nazi militia
Rechtsextreme Terrorzelle: Zwei Jugendliche festgenommen – #terror
Zwei jugendliche mutmaßliche Rechtsterroristen sind in Thüringen festgenommen worden. Sie sollen im Januar 2025 versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft anzuzünden. Ihre Ziele: Ein “Rassenkrieg” und der Sturz der liberalen Demokratie. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat am Mittwoch in Thüringen zwei mutmaßliche Rechtsterroristen festnehmen lassen. Sie sollen die rechtsextreme Terrorgruppe “Letzte Verteidigungswelle” unterstützt haben und einen Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im vergangenen Jahr versucht haben. Den beiden Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren wird versuchter Mord vorgeworfen, sowie versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und versuchte schwere Brandstiftung in Mittäterschaft . Sie sitzen in Untersuchungshaft. Gemeinsam mit zwei Komplizen, die bereits gefasst und in Hamburg angeklagt sind, sollen Joel F. und Elias F. Anfang Januar 2025 versucht haben, am frühen Morgen die bewohnte Asylbewerberunterkunft in Schmölln im thüringischen Landkreis Altenburger Land in Brand zu setzen. “Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen”, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen. Die Beschuldigten sind den Angaben nach dringend verdächtig, als Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Beamte des Bundeskriminalamts hätten sie mit Unterstützung von Thüringer Polizeikräften am Mittwoch und Donnerstag im Landkreis Altenburger Land und in Gera festgenommen. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe Haftbefehle in Vollzug gesetzt. “Letzte Verteidigungswelle” will “Deutsche Nation” verteidigen Die “Letzte Verteidigungswelle” wurde im April 2024 gegründet und steht schon länger im Visier der Bundesanwaltschaft. Im Mai 2025 hatten Deutschlands oberste Strafverfolger zunächst fünf mutmaßliche Anhänger der Gruppe festgenommen, die damals zwischen 14 und 21 Jahre alt waren. Drei weitere Verdächtige saßen zu dem Zeitpunkt schon in Untersuchungshaft. Alle acht stehen mittlerweile am Oberlandesgericht in Hamburg vor Gericht. Mitte März war die Bundesanwaltschaft dann erneut mit einer bundesweiten Razzia gegen die Gruppe vorgegangen. Die “Letzte Verteidigungswelle” versteht sich laut Bundesanwaltschaft als letzte Instanz zur Verteidigung der “Deutschen Nation”. Ihr Ziel sei es gewesen, durch Gewalttaten vor allem gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems der Bundesrepublik herbeizuführen.
via br: Rechtsextreme Terrorzelle: Zwei Jugendliche festgenommen
siehe auch: Rechtsextreme „Letzte Verteidigungswelle“: Zwei mutmaßliche Unterstützer festgenommen Die Bundesanwaltschaft hat zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremistischen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“ festnehmen lassen. Den in Thüringen festgenommenen Joel F. und Elias F. werde vorgeworfen, als Jugendliche mit Verantwortungsreife eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben, erklärten die Ermittler am Freitag in Karlsruhe. Außerdem werde ihnen versuchter Mord vorgeworfen, ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs setzte die Haftbefehle in Vollzug. Die Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge am Mittwoch in den Landkreisen Altenburger Land und Gera, die Haftbefehle seien am Donnerstag eröffnet worden. Neben der Unterstützung der „Letzten Verteidigungswelle“ und versuchten Mord werfen die Ermittler den beiden Festgenommenen auch versuchte Brandstiftung mit Todesfolge und versuchte schwere Brandstiftung vor; Zwei mutmaßliche Unterstützer rechtsextremer Terrorzelle festgenommen Zwei mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Letzte Verteidigungswelle sind in Polizeigewahrsam. Sie sollen 2025 versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft anzuzünden. In Thüringen sind zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremistischen Gruppe Letzte Verteidigungswelle festgenommen worden. Den beiden werde vorgeworfen, als »Jugendliche mit Verantwortungsreife« eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Zudem werde ihnen versuchter Mord und versuchte Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen. (…) Die Mitglieder der Gruppierung verstehen sich laut Bundesanwaltschaft als »letzte Instanz zur Verteidigung der ›Deutschen Nation‹«. Ihr Ziel sei es, »durch Gewalttaten vornehmlich gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in der Bundesrepublik Deutschland herbeizuführen« – etwa durch Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und Einrichtungen des politisch linken Spektrums.