Rassismus an der Diskotür – Hier darf nicht jeder rein

Eine Disko in Friesland diskriminiert seit über 20 Jahren offen gegen „Ausländer“ und „ausländische Mitbürger“. Gestört hat das bis jetzt niemanden. „Du kommst hier nicht rein.“ Diesen Satz bekommen Schwarze und andere People of Color häufig ohne erkennbaren Grund an der Tür von Clubs und Diskotheken zu hören. Selten können Betroffene jedoch belegen, dass sie wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft nicht reingelassen wurden. Anders im friesländischen Sande. Hier schreibt die Großraumdisko „Twister“ ganz offen auf ihrer Internetseite, wer an der Tür genauer kontrolliert wird. In den Einlassregeln erklärt die Disko unter dem Stichpunkt „Nationalität“: „Das Twister Dance ist keineswegs ausländerfeindlich. Da es aber in der Vergangenheit des öfteren Auseinandersetzungen mit ausländischen Mitbürgern gegeben hat, wird hier beim Einlass ein besonderes Augenmerk gelegt.“ Dabei sei entscheidend, „ob die Personen beim Personal bekannt sind und ob sie von ihrer Kleidung her zu unserer Gästestruktur passen“. „Das ist Rassismus“, sagt der Aktivist Suraj Mailitafi. Er hat am Donnerstag in einem Instagram-Video auf die diskriminierende Einlassregel aufmerksam gemacht. „Menschen werden nach ihren äußerlichen Merkmalen kategorisiert.“ Viele Clubs leugneten Diskriminierung beim Einlass. „Aber bei „Twister Dance“ steht es eins zu eins auf deren Website“, so Mailitafi. Augenmerk auf „ausländische Mitbürger“ Ein „besonderes Augenmerk“ auf „ausländische Mitbürgerinnen“ zu legen und sie damit anders zu behandeln ist in der Tat nicht nur durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz des Bundes verboten. Seit der Reform des Gaststättengesetzes aus dem Jahr 2015 gilt es in Niedersachsen als Ordnungswidrigkeit, „bei der Kontrolle des Einlasses in eine Diskothek oder beim Aufenthalt in einer Diskothek eine Person wegen der ethnischen Herkunft“ zu benachteiligen. Die Strafe beträgt bis zu 10.000 Euro. Wie­der­ho­lungs­tä­te­rin­nen kann sogar der Betrieb ihrer Diskothek verboten werden. (…) Dass das „Twister“ offen „Ausländer“ und „ausländische Mitbürger“ diskriminiert, ist in all den Jahren entweder niemandem aufgefallen oder es hat sich niemand daran gestört. Ob die Diskriminierung nun ein Ende hat, nur weil das „Twister“ sie nicht mehr offen zugibt, ist fraglich.

via taz: Rassismus an der Diskotür Hier darf nicht jeder rein

HANDY-DURCHSUCHUNG: ChatGPT wird zum Belastungszeugen

Ein 19-Jähriger demoliert nachts 17 Autos und chattet Minuten später mit ChatGPT über seine Tat. Die Chat-Protokolle und weitere Spuren überführten ihn. Ein Universitätsstudent aus Missouri, USA, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt, nachdem Ermittler entdeckten(öffnet im neuen Fenster), dass er seine Taten unmittelbar nach der Tat gegenüber ChatGPT gestand. Der 19-jährige Student der Missouri State University wurde dem Bericht nach festgenommen und wegen schwerer Sachbeschädigung angeklagt. Ihm wird eine Vandalismusserie vorgeworfen, bei der 17 Fahrzeuge beschädigt wurden. (…) Die Behörden konfrontierten schließlich den Studenten mit Videoaufnahmen aus Überwachungskameras sowie den weiteren Beweismitteln. Laut Polizeibericht räumte der Student die Ähnlichkeit zwischen sich selbst und der auf dem Video zu sehenden Person ein. Anschließend willigte er ein, dass die Beamten sein iPhone durchsuchen durften. Die Durchsuchung des Telefons förderte Standortdaten zutage, die den Studenten zum Zeitpunkt des Vandalismus am Parkplatz verorteten. Noch aufschlussreicher war jedoch ein von der Staatsanwaltschaft als “beunruhigender Nachrichtenaustausch” beschriebener Chat mit ChatGPT. Dieser begann wenige Minuten nach dem Vandalismus. Die ersten Nachrichten an das KI-Programm lauteten: “How fucked am I” (“Wie sehr bin ich am Arsch”) und “qilll I go to jail” (“werde ich ins Gefängnis gehen”) – beide mit Tippfehlern. Der Austausch setzte sich fort, wobei der Student nach den Konsequenzen fragte und schrieb: “What if I smashed the shit outta mutlipls cars” (“Was wenn ich mehrere Autos komplett zerdeppert habe”), wieder mit Tippfehlern.

via golem: HANDY-DURCHSUCHUNG: ChatGPT wird zum Belastungszeugen

Ukraine greift russische Industrieanlagen im Uralgebiet an

Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie in Orsk – und das mehr als 1.500 Kilometer von der Front entfernt. Wie reagieren die russischen Behörden auf die Angriffe? Die Ukraine hat eine russische Erdölraffinerie im Südural mit Drohnen angegriffen. „In der Region wurde durch feindliche Drohnen ein Angriffsversuch auf ein Industrieobjekt unternommen“, schrieb der Gouverneur des Gebiets Orenburg, Jewgeni Solnzew, bei Telegram. Verletzte habe es nicht gegeben, und die technischen Prozesse im Unternehmen seien nicht gestört worden.  Dagegen zeigten Videos in sozialen Netzwerken mehrere Drohneneinschläge auf dem Gelände einer Raffinerie in Orsk. Die Großstadt nahe der kasachischen Grenze ist fast 1.500 Kilometer von Stellungen der Ukraine entfernt.

via sz: Ukraine greift russische Industrieanlagen im Uralgebiet an

Police release photos of mosque arson suspects

Police investigating a report of suspected arson at a mosque in East Sussex have issued images of two people they wish to identify. Fire crews were called to the mosque on Phyllis Avenue in Peacehaven at about 21:50 BST on Saturday. While no-one was injured in the incident, the front entrance of the building and a vehicle parked outside were damaged according to Sussex Police, who are investigating it as a hate crime. Det Insp Gavin Patch said: “This was an appalling and reckless attack which we know will have left many people feeling less safe.” The photos show one man wearing a distinctive black jacket with a Pre London logo in white on the chest. The second is wearing bright red gloves. “We are treating this as an arson with intent to endanger life and are continuing to pursue a number of lines of enquiry to identify those responsible,” added Det Insp Patch. There has been an increased police presence at the scene since the incident, as well as additional patrols taking place at other places of worship across the county to provide reassurance, the force said. A volunteer at the mosque, who asked not to be named, told the BBC two people tried to enter through the front door, only to find it locked. They then poured a liquid at the entrance and near a car parked outside, which was set alight, he added. “It could have been murder,” the volunteer said, adding that two people inside the mosque managed to escape.

via bbc: Police release photos of mosque arson suspects

Ermittlungen laufen – Hassnachrichten nach Nichtzulassung von Joachim Paul in Ludwigshafen

Nachdem der AfD-Politiker Joachim Paul in Ludwigshafen bei der Oberbürgermeisterwahl nicht zugelassen wurde, ermittelt die Polizei jetzt wegen zahlreicher Hassnachrichten. Im Zuge der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen ermittelt die Kriminalpolizei in zahlreichen Fällen wegen mutmaßlicher Hassmails. Laut Polizeipräsidium Rheinpfalz sind bis zum 30. September insgesamt 356 Hinweise auf E-Mails und Beiträge im Internet eingegangen, die im Zusammenhang mit der Wahl und der Nichtzulassung des AfD-Kandidaten Joachim Paul stehen. Polizei ermittelt in mehr als 50 Fällen In 53 Fällen liege der Verdacht auf eine Straftat vor, wie es heißt. Die Polizei hat in diesen Fällen Ermittlungen aufgenommen. Dabei gehe es in 49 Fällen um Beleidigung und in vier Fällen um Bedrohung. “Sämtliche Ermittlungsverfahren wurden beziehungsweise werden der Staatsanwaltschaft Frankenthal in Vorlage gebracht”, sagte ein Polizeisprecher. Jessica Cichy über Hassnachrichten nach OB-Wahl in Ludwigshafen 00:0000:38 Laut Polizei handelt es sich bei den bisherigen Fällen ausschließlich um Beleidigungen und Bedrohungen. Hinweise auf andere Straftaten wie Volksverhetzung oder üble Nachrede wurden bisher nicht gefunden. Fünf Tatverdächtige konnten bislang namentlich identifiziert werden. Weitere Ermittlungen laufen.

via swr: Ermittlungen laufen Hassnachrichten nach Nichtzulassung von Joachim Paul in Ludwigshafen

siehe auch: Hass im Netz: Ermittlungen nach Ausschluss von AfD-Kandidat bei OB-Wahl Der Ausschluss des AfD-Kandidaten von der Abstimmung sorgt für einen juristischen Nachhall. Einige Tatverdächtige sind laut Polizei identifiziert. Im Zusammenhang mit der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen ermittelt die Kriminalpolizei in Dutzenden Fällen wegen mutmaßlicher Hassmails. Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz auf Anfrage mitteilte, gingen bis zum 30. September insgesamt 356 Hinweise auf E-Mails oder Internetbeiträge ein, die im Kontext der Abstimmung und der Nichtzulassung des AfD-Kandidaten Joachim Paul stehen. In 53 Fällen bestehe ein Anfangsverdacht auf strafbare Handlungen, hieß es. Die Polizei hat in diesen Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet – 49-mal wegen Beleidigung, viermal wegen Bedrohung. «Sämtliche Ermittlungsverfahren wurden beziehungsweise werden der Staatsanwaltschaft Frankenthal in Vorlage gebracht», sagte ein Polizeisprecher.

In Poland, teenagers lured a Ukrainian man, beat him, and drew Nazi symbols on his face – #tesak

Wrocław police are investigating an attack on a 23-year-old Ukrainian citizen in September 2025. Teenagers lured the man through a fake profile, beat him, and drew Nazi symbols on his face. Wrocław police are investigating an attack on a 23-year-old Ukrainian citizen who, in September 2025, became a victim of a group of teenagers who lured him into a trap through a fake social media profile, then brutally beat and humiliated him. This was reported by the Polish police, writes UNN. Details The investigation established that the perpetrators created a fake account, posing as a 16-year-old girl offering sexual contact, and arranged a meeting with the man. At the meeting place, the teenagers attacked the Ukrainian man, beat him, shaved his head, and drew Nazi symbols on his face, recording the incident on video for additional humiliation. The police note that the attack had ideological motives, but do not specify what the teenagers considered the victim’s fault.

via unn: In Poland, teenagers lured a Ukrainian man, beat him, and drew Nazi symbols on his face

siehe auch: WROCŁAW “Zwabili, pobili, ogolili głowę”. Na obcokrajowca napadli jego rodacy. Grupa nastolatków zwabiła 23-letniego Ukraińca w pułapkę, brutalnie go pobiła, ogoliła mu głowę i wymalowała na twarzy nazistowskie symbole – podała wrocławska policja. Sprawcy wszystko nagrali, by go dodatkowo upokorzyć. Funkcjonariusze ustalili, że osoby, które zaatakowały mężczyznę, to jego rodacy (…) Gdy mężczyzna pojawił się w wyznaczonym miejscu, został zaatakowany przez grupę nastolatków. Sprawcy nie tylko pobili ofiarę, ale również ogolili jej głowę i wymalowali na twarzy symbole o charakterze nazistowskim, rejestrując całe zajście, by dodatkowo go ośmieszyć – mówi policjantka. (…) W środę po południu, rzecznik wrocławskiej policji komisarz Wojciech Jabłoński, potwierdził, że skład siedmioosobowej grupy wchodzą sami obywatele Ukrainy. Jak przekazała policja, wszyscy znali się “z miejsca pracy, zamieszkania lub szkoły”. – Trzech z tych sprawców usłyszało zarzuty dotyczące m.in. pobicia, uszkodzenia ciała oraz znieważenia. Natomiast pozostałe osoby z uwagi na to, że nie osiągnęły wieku 17 lat odpowiedzą przed sądem rodzinnym – dodaje podkomisarz Freus.

R.I. neo-Nazi member pleads no contest to child porn charge, must register as sex offender

Stephen Farrea is affiliated with the Nationalist Social Club-131, which demonstrates against drag queen story hours for children. A Rhode Island man involved with a New England-based neo-Nazi group that protests “drag queen story hours” and claims they promote pedophilia has pleaded no contest to possessing child pornography. Stephen Farrea, 35, who has appeared at events for the Nationalist Social Club-131 and was arrested in 2022 while spreading white nationalist leaflets in East Providence, is now required to register as a sex offender. Farrea was arrested by Portsmouth police last year after detectives seized multiple electronic devices from his home at 37 Souza Way that contained sexually explicit images of children. Farrea pleaded not guilty and was ordered to stay away from children and the internet while out on bail. However, a few months ago, someone using TikTok and Discord recognized Farrea from live videos and online chat groups and contacted the Portsmouth police. (…) Farrea has been part of a movement with NSC-131, which the Anti-Defamation League and Southern Poverty Law Center classified as a neo-Nazi group. The men wear masks and khaki pants, and get attention by harassing people during “drag queen story hours,” painting graffiti, spreading leaflets, hanging banners praising white nationalism, and shouting slurs and waving Nazi flags during demonstrations. Farrea, a Rhode Island native, became involved with hate groups while he was a corporal in the Selected Marine Corps Reserve, assigned to Fort Devens, in Massachusetts, according to military records obtained by a Freedom of Information Act request. At the time, Farrea posted on Discord, an online chat platform, with fellow members of the Identity Evropa hate group, about he planned to raise his infant daughter in the philosophy. His Marine service ended in 2019, after his posts and others by Identity Evropa were leaked by Unicorn Riot, an independent media nonprofit, and publicized by Huffington Post.

via bostonglobe: R.I. neo-Nazi member pleads no contest to child porn charge, must register as sex offender